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Neptun und Saturn

Nürnberg, 13:12 – Pankratius, Servatius, Bonifatius und danach fehlt nie die kalte Sophie. So nennen sich die Eisheiligen, die eigentlich zwischen dem 11. und dem 15. Mai erwartet werden. Sie sind etwas später dran, doch was soll´s. Die Opposition zwischen Neptun und Saturn ist im Grunde genommen vorbei. Neptun steht im Wassermann, Saturn in der Jungfrau. Als Saturn im Löwen war, da hatten wir eine richtige Opposition. Nun ist es mit diesen beiden Planeten-Göttern so, dass sie unvereinbar sind, im Prinzip: „Alle Aspekte gebieten Wachsamkeit in bezug auf die Verläßlichkeit des Bodens, auf dem man geht“, schreibt Thomas Ring. Hat nun jemand eine Konjunktion von Saturn und Neptun (Geburten 1952/1953), so muss diejenige oder derjenige mit dem Thema Wirklichkeit (Saturn) und Phantasie (Neptun) einen Kompromiss finden. Stellen wir uns einmal vor, die Konjunktion des scheinbar Unvereinbaren liegt in der Waage im Haus 1, was dann? Ein freundliches Bild für die seelische Verfassung, die sich aus einer solchen Position im Aszendenten-Haus ergibt, ist das schlafende Schneewittchen im Glassarg. Überhaupt ist Glas ein gutes Bild für Neptun/Saturn: es hat einerseits eine sehr feste, doch brüchige Struktur, und ist andererseits durchsichtig. Doch ein anderes Bild wäre die Wasseroberfläche, die hart sein kann, wenn man mit großer Geschwindigkeit aufprallt. Hier ist es umgekehrt: das scheinbar Weiche offenbart sich ungewohnt hart. Mit Neptun und Saturn am Aszendenten bleibt einem gar nicht anderes übrig, als eine vermittelnde Instanz zu finden, die beide Prinzipien zugleich vertritt: die Realität und den Schein, das Begrenzte und das Unendliche, die Wahrheit und die Illusion. Da alle Gegensätze sich in ihren Extremen zu treffen scheinen, neigen unverträgliche Konjunktionen zu extremen Ausdrucksformen, um Erlösung zu finden. In der Waage wäre die Lösung vor dem Hintergrund der Kunst zu suchen und wohl auch zu finden. „Phantastischer Realismus“ wäre hier das Stichwort. Eine Ausdrucksform findet sich bei Caspar David Friedrich (5. Sep. 1774, Greifswald), der eine Saturn-Neptun Konjunktion in der Jungfrau hatte, und übrigens einer Pluto in Steinbock Generation angehörte. Die Jungfrau-Sonne hat dann diesen Ausdruck zur unglaublichen Akkuratesse gesteigert. Dass Friedrich zum quasi Deutschen Nationalmaler wurde, hat sicher was mit dem Spannungsherrscher Pluto in Steinbock zu tun. Bin gespannt, was da kommt (anklicken für ein scharfes Horoskop unten) …

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Sonne in den Zwillingen

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Nürnberg, 14:32 – kalt immer noch, am Besten kein Kommentar. Nürnberg ist übrigens nach alter Überlieferung eine Zwillings-Stadt. „Der Zwillingsmensch“, schreibt Dane Rudhyar, „ist ein Namensverleiher, also der Zauberer, der die Naturkräfte beherrschen kann, indem er ihre wahren Namen ausspricht.“ Thomas Mann kann das wie niemand sonst. Natürlich war er ein Zwilling. Es ist, als hätte ein Zwilling immer auch einen zweiten dabei, als wäre sich dieses Zeichen der Geist-Anwesenheit – nein, nicht bewußt – sondern als hätten sie die Bürde, einen Doppelgänger ihrer geistigen Facon mitzutragen, eventuell zu verstecken, oder schützen. Dies kann sogar eine reale Person sein, die auch im Zwilling geboren ist und den selben Aszendenten hat. Doch wer ist ein Zwillingsmensch? Ist es jemand „unter dem Zwilling“ geboren, also der Aszendent, die Sonne im Zwilling, der Mond im Zwilling vielleicht? Oder gar jemand mit Merkur in den Zwillingen? All dies sind Merkmale des Zwillings-Menschen, und noch mehr. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass jede/r im Horoskop einen Zwillings-Menschen hat. Da macht es Sinn, nach diesem auf die Suche zu gehen, und zu fragen: wo bin ich ein Zwilling, wo versammle ich die Eigenschaften des Zauberers der Namensmagie? In antiken Horoskopen, die uns aus griechischen Papyrusrollen der Alexanderzeit in Ägypten überliefert sind, wird der Aufstieg des Hermes Zeichens mit „Glück“ der Stunde gleichgesetzt. Der Zwillings Merkur hat den Logos, die Wort-Kraft der Schöpfung, die laut dem Johannes-Evangelium die göttliche Kraft selbst ist. Es war üblich, vor den Häusern eine Statue des Hermes zu pflegen, die wohlgesittet als Glücksbringer mit frischen Blumen bekränzt wurde. Das, was der Zwilling eigentlich bedeutet, erschließt sich uns gemäß der mystischen Bedeutung der Zahlen. Widder ist das erste Zeichen und das Zeichen des Beginns. Warum? Weil es das Zeichen ist, mit dem, völlig unabhängig von der Präzession und dem Hintergrund des Fixsternhimmels, die Tage und die Nächte auf der nördlichen und der südlichen Erdhalbkugel gleich lang sind, hier im Frühjahr, dort im Herbst. Mit Stier folgt das zweite Zeichen, wo sich die Dinge, die im Widder den Anfang genommen haben, verwurzeln. Und nun Zwilling. Es ist das dritte Zeichen, und doch gehört ihm die zwei, der Zwilling. Warum? Weil implizit (siehe 1+1=3) zwei Dingen, so sie beieinander sind, ein drittes innewohnt. Daher die Nähe des Zwillings zum heiligen Geist, daher immer nur zwei Obelisken nebeneinander im alten Ägypten. Denn aus zwei Dingen erwächst ein Abstand, und drei sind – ganz klar – eine neue Einheit, die zusammen mit einem weiteren zur vier wird, die wieder in zwei gleiche Teile zu spalten ist. Mit anderen Worten: schon, als die Eins sich anschickte, sich selbst zu verdoppeln, war ein drittes automatisch gegeben. Man merkt, die Dinge sind hier in Bewegung, und das ist auch die Zwillings-Sonne. Sie will nicht an einem fixen Platz sitzen, sie braucht Bewegung. Wie ein Schmetterling sollte sie von Blüte zu Blüte fliegen, und mit jedem Schluck Nektar ihr Wissen zur nächsten transportieren. Sollte! Denn in Wirklichkeit fällt dies dem Zwilling keinesfalls leicht. Die Leichtigkeit des Falters ist eine zu entwickelnde, keineswegs wurde sie ihm schon in die Wiege gelegt. Was jedoch der Zwillings-Sonne in die Wiege gelegt wurde, ist die Möglichkeit dazu. Anselm Grün, selbst ein Steinbock (14. Januar 1945), nennt es „Der Engel der Heiterkeit“. Diesen, so bitten wir Gott, mögen uns die Zwillinge besonders in diesem Jahr zu entdecken helfen. Denn wir brauchen alle einen Zwilling!

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1 + 1 = 3

Nürnberg, 18:21 – es ist schon wieder kühl, und das will keiner, weil man ja lange genug auf die wohlige Wärme gewartet hat. Doch was solls: die Sonne geht noch heute in die Zwillinge, dem Zeichen des energetischen Gleichgewichts zwischen Himmel und Erde. Es ist dies eines der ältesten Symbole der Menschheit und hat astrologisch und geheimwissenschaftlich eine tiefere Bedeutung, als die Summe von Zahl A und Zahl B zu sein. Mag dies mathematisch wichtig und gültig sein; in allen anderen Zusammenhängen herrscht durch die Zusammenführung von zwei Einzelteilen in der Summe ein drittes, welches über die beiden Teile hinausgeht. Dies, man kann es leicht erkennen, ist der Sinn des Lebens und das Wesen des Wachstums und damit der Wandlung. Es ist keine kleine Merkwürdigkeit, dass eben die technische Herausforderung der Welt mit ihrem Werkzeug, der Mathematik, gerade jenen „Mehrwert“ des Lebendigen einerseits ausklammert, weil dessen Berechnung und Kalkulation der Technik nicht zur Verfügung steht, anderseits aber doch der Verdacht sich erhärtet, dass auch die Technik eben nur Mittel zum Zweck einer Wert- und Wachstumsideologie ist, die gerade das Lebendige, das biologische Wachstum simuliert, und solchermaßen auf die Dauer eben nur jenes Wachstum akzeptieren kann, welches sich der Nutzbarmachung durch eine bestimmte Macht unterwirft. Hier fallen besonders die biologischen Datenbanken auf. Wird von „Artensterben“ geschrieben, so garnieren wir dies jedoch gleichzeitig mit wunderschönen Naturfotos (Neptun im Wassermann = Technik und Trug oder, positiv: Vision) – der springende Merlin, die süße Robbe, die Nektar sammelnde Biene – und versetzen damit alle Hirne in eine double-bind-Situation: die optische, forografische Botschaft ist idyllisch und verklärend, das Signal der Schrift hingegen alarmierend; aus dieser Patt-Situation wird auch in Zukunft kein Artenschutz erwachsen. Doch Gott sei Dank werden wir nicht alles alleine schaffen müssen. Denn wir werden schon lange geleitet durch jenen Sonnengeist, der Christus heist.

Wenn man sich das Composit-Horoskop eines Paares anschaut, und fragt, was es für Beziehungen zum Radix-Horoskop hat, welches den einzelnen gehört, so kann man die Planeten gewissermaßen als Dauertransit betrachten. Ein Beispiel: der Composit Saturn hat eine Konjunktion zu seiner Sonne. Das bedeutet, die Beziehung begrenzt ihn und gibt ihm Halt. Ob nun die Beziehung gelingt, hängt davon ab, ob er des Haltes bedarf. Noch ein Beispiel: die Composit Venus fällt in sein erstes Haus: tatsächlich macht ihn damit die Beziehung beliebter, als er dies als Einzelperson sein würde.

Wenn wir nun fragen, ob wir die Composit-Sonne in Beziehung zur „Geburt einer Beziehung“ bringen können, dann gilt das insofern, als dass die Sonne im Composit eine Aussage beinhaltet zum Wesen der Beziehung.

Ist z.B. die Composit-Sonne der Beziehung im Haus 8, so muß man damit rechnen, dass diese Verbindung beide Beteiligten zu einer tiefen Wandlung führen wird, die mit den Prozessen einhergeht, die uns das Haus 8 sowieso schon zumutet. Leider geht ein solches Wandlungsprogramm selten ohne Schmerzen vonstatten. Damit verbunden sind jedoch auch Leidenschaften und alle nur erdenklichen Höhen und Tiefen.

Stundenbild der Planeten für die erste Begegnung läßt sich gut mit dem Composit vergleichen.

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Ein Merkur im Zwilling Aspekt

Nürnberg 17:57, kurz nach einem heftigen Gewitter direkt über der Stadt. Alles ist etwas abgekühlt, doch sicher lieben die Pflanzen den Regen. Yves Rossy, einem Schweizer, ist es gelungen, nur mit Flügeln, seinem Körper und ein paar Düsen an der Flügeln durch die Lüfte zu rasen, wie Iron-Man in den Kinosälen. An sich gefällt mir das Gleitsegeln mit den Schirmen viel besser, und ich glaube, man ist den Vögel näher, weil es eben still dabei ist, jedenfalls weitgehend. Dennoch ist es durchaus auffällig, wie Wirklichkeit und Simulation der Wirklichkeit sich hier ein Stelldichein liefern. An sich müßte das nicht bemerkenswert sein, doch zeigt sich hier ein Gesetz der Realität, deren Zusammensetzung eben wahrscheinlich seit den Tagen vor der Flut aus Wirklichkeit und der Simulation der Wirklichkeit, also deren Nachahmung besteht.

Der Denker, der uns diese Geseztmäßigkeit enthüllte, war Jean Baudrillard. Was ist Simulation? Nehmen wir an, es gibt eine Karte von einem Land, wie zum Beispiel bei Google-map, so ist diese Karte eine Simulation der Realität. Die Realität ist aber das Land selbst. Geht man bei Google-map von der Funktion „Karte“ auf die Funktion „Satellit“, so sieht man statt der Karte mit Straßen und Orten eine Fotografie aus dem Weltraum. Und unter der Funktion „Hybrid“ läßt sich beides mischen. Alle diese Darstellungen sind jedoch simuliert, denn sie sind nicht, können es nicht sein, das echte Land, wie es beispielsweise ein Storch sieht, wenn er drüberfliegt. Das Reale ist durch Zeichen des Realen ersetzt worden, die auf nichts mehr verweisen; in der „Hyperrealität“ lässt sich Reales von seiner Simulation nicht mehr unterscheiden. Gerade die Differenz zwischen Foto und Karte erweckt nämlich die Illusion, es handle sich beim Satellitenbild um Realität. Das ist aber nicht der Fall; allerdings mag es seinen Sinn und Grund haben, warum die Realität selbst solchermaßen verschleiert wird. Der Vorgang der Simulation ist eben sehr gut abzulesen an jenem fliegenden Menschen Yves Rossy und seinem Zwillingsbrunder im Film, dem Iron-Man. So wird der Film-Simulation die Realitität gewissermaßen „bei Fuß“ geliefert. Dies ist jedoch kein neuer, sonder ein sehr alter Vorgang. Immer kam für die Menschheit erst die Vorstellung der Dinge, und dann deren Verwirklichung. So ist, im Ernst, Jules Verne mit seinen fantastischen Geschichten des elektrischen Zeitalters Vater so mancher Erfindung. Im Grunde genommen ist auch die Schrift selbst eine Simulation, denn ihre Zeichen weisen auf einen Bezugspunkt der Realität, dessen stilisierte Ikonographien sie eben selbst sind. Ist Simulation gut, oder schlecht? Diese Frage können wir, mit Merkur im Zwilling, so nicht stellen. Wir müssen im Grunde genommen schweigen, und dem Gott für seine Gabe danken, uns die Schrift geschenkt zu haben. Dennoch werde ich den Verdacht nicht los, als wäre mit seiner Gabe auch ein Mißbrauch verbunden, eine Bemächtigung dessen, was ursprünglich als kulturschöpfendes, magisches Momentum gedacht war. Und wenn jemand sich der Menschheit bemächtigen wollte, könnte er dies nicht am besten durch die Okkupation der magischen Gesetze, nach denen unser Bewußtsein arbeitet, ohne, dass wir es ahnten?

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Wer gewinnt astrologisch die Fussball EM 2008 ?

Foto Markus Termin

Nürnberg, 23:14 am 29.06.08 Spanien ist´s geworden, wie jeder weiß. Und das hochverdient. Mit meinen astrologischen Spiel-Prognosen lag ich meist daneben. Im Nachhinein läßt sich freilich viel analysieren. Fest steht jedenfalls, daß die Methode, den Sieger aus dem Ereignishoroskop für´s erste Tunierspiel zu ermitteln, nicht funktioniert. Zumindest nicht nach den klassischen Regeln. Dementsprechend wäre Spanien Jupiter gewesen, und der stand zu Beginn des Tuniers nicht in Siegerposition. Es gibt auch Beobachter dieses Blogs, die meinen, bei jeder falschen Vorhersage in hämische Schadenfreude ausbrechen zu müssen. Schaut man Ihnen und Ihrer vermeintlichen Rationalität genau in die Karten, dann sehen sie gleich rot und regen sich auf. Dabei betreiben sie selbst – freilich ohne es zu ahnen – schon Astrologie, wenn sie nur auf die Uhr schauen. Ich jedenfalls freue mich – mit verbesserten Methoden – auf das nächste Tunier!

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Dalai Lama in Nürnberg

Nürnberg 16:13 – nun wird es, nachdem Wolken und Regen aufgekommen sind, tropisch. Die Sonne brennt heiß, wenn sie scheint, ich bin froh, einen Strohhut zu haben. Der Dalai Lama, der das gewohnt ist, wird sich wie zuhause fühlen. Er ist am 6. Juli 1935 um 04:35 in Tengster Village, Tibet geboren. Seines Zeichens ein Krebs-Aszendent mit Krebs-Sonne und Jungfrau-Mond:

Wie er sich für den Ausgleich einsetzt, zeigt sein Mars in der Waage. Hat jemand den Aszendenten und die Sonne im Gleichen Zeichen, so spricht man von einer bemerkenswerten Übereinstimmung von Anlage und Wesen. Und so ist es ja auch bei dem heiligen Mann, der so bescheiden ist. Wenn man nun rüber schwenkt zum Stundenbild seines Auftritts, oder besser, seiner öffentlichen Meditation in Nürnberg, so geht genau sein eigener Aszendent auf, und das läßt vermuten, dass all die Auftritte in Deutschland in dieser Woche von besonderer Wichtigkeit für ihn sein werden:

Hier sieht man auch bemerkenswerterweise Uranus in den Fischen genau „aufgespießt“ am MC. Es geht also um die dauernde, beharrliche Befreiung des Glaubens und der Religion, die der Tibetische Buddhismus auch wirklich seit langer Zeit besonders bei uns erfolgreich betreibt. Selbst Katholiken sind schon ein wenig buddhistisch. Allein das Wissen um die Wiedergeburten hat bei uns sehr viel Anklag gefunden. Dabei rät das Oberhaupt der Tibeter einem jeden, bei seiner eigenen Religion zu bleiben, ähnlich, wie Sokrates. Des Dalai Lamas Saturn steht in Haus 9 in den Fischen: er ist also ein konservativer Hüter der Religion im Haus Gottes (wie bei Papst Benedict). Zudem steht er vor der dritten Saturn-Opposition. Das ist auch für ihn eine schwere Zeit, in der das Verhältnis von innerer und äußerer Ordnung neu gefunden werden muß, ähnlich, wie in der Pubertät oder der midlife crisis, den beiden vorhergehenden Oppositionen. Schon allein sein Horoskop läßt daran glauben, dass hier ganz und gar nicht zufällig der richtige Mann für die richtige Sache gefunden wurde. Selbiges gilt jedoch ebenso für Joseph Ratzinger (Widder mit Fische AC). Ich selbst habe natürlich Respekt vor und für den weisen Mann; allein ich wünschte mir eine Religion des Wissens ohne Organisationen, die alle Menschen umfasst. Sicherlich kann der Buddhismus dazu genau so viel beitragen, wie das Christentum. Doch letztlich, bitte, sollen sie zusammenkommen: come together: right now! Dafür geben fast alle vor zu sein. Selbst jeder weise Anhänger Mohameds wird zugeben, dass es nur eine spirituelle Quelle gibt, doch keiner, auch der Dalai Lama nicht, würde dafür auch nur ein Jota von seinem Katechismus abrücken. Wen wundert´s, wenn dann Wen Jiabao Macht bekommt über die Unbeweglichen? Was man nicht einmal denken darf, ist der Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und den Unruhen in der selben Provinz. Oder gar der zwischen der gewaltsamen Unterdrückung der buddhistischen Mönche in Burma und dem Zyklon. Sind solche Katastophen Strafen des Himmels? Wenn wir hier dem Menethekel folgen, dann können wir natürlich nur noch demütig sein. Und dennoch: ein Hauch von Zweifel über einen Zusammenhang bleibt. Schließlich erstaunt es auch, mit welcher Inbrunst sich der berufszynische Spiegel für die Religionsfreiheit in Tibet stark macht, wo doch keine Woche vergeht, in der dasselbe Organ versucht, aus Jesus eine möglichst unbedeutende historische Verwirrung zu machen.

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Merkur in Zwillinge oder der doppelte Christoph

William-Adolphe Bouguereau („Charity“ – 1859)

Liebe Leser,

Nürnberg – 20:59, es gibt wegen des Wetters rein gar nichts auszusetzen. Jedenfalls hier nicht. Dafür ein anderes interessantes Thema: Namen und Magie. Folgendes hat sich zugetragen. Heute morgen rief eine Klientin an, die mit mir einen Termin ausmachen wollte, eben hatte sie ihre Geburtszeit gefunden. Ich kenne sie seit Jahren. Sie hat einen Sohn namens Christoph, der seit einiger Zeit bei seinem Vater lebt, der nun, obwohl er selbst nie einen Pfennig Unterhalt bezahlt hat, plötzlich, weil der Sohn bei ihm lebt, von ihr, der Mutter, Unterhalt verlangen kann, schlicht weil sie hat, was er nie hatte. Gut, wir machen also diesen Termin aus. Ich bin nachmittags unterwegs, um ein Fahrrad abzuholen, dass ich bei ebay für meinen Sohn erstand, und begegne, indem ich an der Merkur-Apotheke am Aufsessplatz vorbei radle einem alten Bekannten: Christoph, jedoch nicht dem Sohn meiner Klientin, sondern einem Musiker-Kollegen, mit dem ich vor Jahren einmal in einer Band gespielt habe. Ich radle also weiter, und treffe meinen jüngsten Sohn vor seiner Wohnung. Er hat natürlich schon vor Wochen und zum x-ten Mal seinen Haustürschlüssel verloren, Mama, Schwester, Bruder sind ausgeflogen, und er kommt nicht rein. Prima, denke ich mir, nehme ich den gleich mit zu mir. Er ist aber konkret pubertierend und es kostet Überredungskraft, ihn zu mir zu bringen, wo es frischen Apfelsaft, eventuell ein Mittagessen und unter Umständen ein Schach-Spiel gibt. Während wir also noch laufen, sehe ich plötzlich ein mir bekanntes Gesicht: „Kennen wir uns?“ Es ist Christoph, doch nun tatsächlich der Sohn meiner Klientin, mit der ich eben diesen Morgen telefoniert hatte, auf den Stufen einer Treppe sitzend, mit einem Freund, wo er den „Bund der Naturfreunde“ sucht. Hm … ? Christoph erkennt eher mich, als ich ihn; er hat sich sehr verändert, und zwar zu seinem Vorteil. Nun ist Nürnberg nicht klein genug, um alle Nasen lang den Kindern von Müttern zu begegnen, mit denen man am selben Morgen telefoniert hat. Was mir jedoch zu denken gibt, ist der doppelte Christoph. Dieses Rätsel – denn die beiden waren in der selben Straße – einer dritten Person vorgelegt, sagt ihr natürlich nichts, denn solche Koinzidenzen, obwohl sie jeder ständig erlebt, sind einem Dritten in ihrer Exklusivität nicht vermittelbar. Nun kommt aber zu all dem noch hinzu, dass ich mit einer lieben Klientin am Tag zuvor ein Gespräch hatte über vermehrt auftretende Dopplungen. Ihr sei, so berichtete sie, ihr Wagen zweimal an dem selben Teil kaputtgegangen, und auch sonst würden sich Dinge in zweifacher, gedoppelter Gestalt augenblicklich durchaus in ihr Leben drängen. Ich kann mir darauf durchaus einen Reim machen. In Bezug auf den doppelten Christoph ist es folgender: die Verbindung zu seiner Mutter am Morgen hat ein Feld ausgelöst, dass – wir könnten es nach Rupert Shelldrake morphogenetisches Feld nennen – die Energie „Christophs Mutter“ beinhaltet, zusammen mit der Vorstellung von familiärer Sorge und Freundschaft. Da dieses Feld stark ist (wir haben eine Subsistenz Beziehung, das heißt, ich ernte im Herbst bei ihr Mirabellen, sie bekommt dafür das Horoskop erklärt (Interessenten mit Obstbäumen bitte melden …!) fällt mein Freund Christoph, der Musiker, ebenso darunter, wie ihr Sohn, ebenfalls Christoph. Dem Vorgang kann also ein Hinweis auf die Funtionsweise der Sprach-Magie entnommen werden: es scheint weniger bedeutend zu sein, welcher Christoph in der Ansammlung dieser Buchstaben gefunden werden kann, sondern allein, dass es ein Christoph ist. Demnach hätte Platon recht, dass Namen eben mitnichten Schall und Rauch sind, sondern es eine höhere, wirklichkeitsgestaltende und lautempfängliche Ebene gibt, die auf bestimmte Lautfolgen in Kombination mit einer bestimmten emotionalen , authentischen Kraft auf eine kräftige, wirklichkeitsgestaltende Art reagiert. All dies sicherlich nicht zufällig, wenn Merkur in Zwillinge steht, mit einem Quadrat zu Uranus und einem Trigon zu Neptun. Und schließlich: auch unser gestriger Blick auf Jesus Christus gehört zu den potenzierenden Aspekten einer solchen Sicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

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Jupiter im Steinbock rückläufig

Nürnberg, 14:54 – angenehmer Wind und ein paar kleine Wölkchen. Das Wetter ist schon fast zu gut, um wahr zu sein. Der Mond steht im Löwen und hat ein Quadrat zur Sonne, da will man etwas mehr „Ich“ sagen. Harmonischer und weniger Streit anfällig sind Sonne-Mond Trigone. Die sind sanft und nett. Das Trigon ist der Jupiter-Aspekt, und Jupiter gilt als klassischer Wohltäter:

Mir gefällt besonders gut sein feines Auge, ein großer Wirbelsturm, den man schon seit 300 Jahren auf der Erde beobachtet. Doch warum ist Jupiter ein Wohltäter, und was bedeutete sein Stand im Steinbock? Wohltäter ist Jupiter, weil man dies so beobachtet hat. Dominiert er nämlich den Aufgang gegen Osten um die Stunde des Sonnenuntergangs, so lehrt die Erfahrung, dass es gut wird mit dieser Zeit. Daraus abgeleitet sind unsere astrologischen „Würden“ und „Qualitäten“, die Urteile erlauben. Im Steinbock fühlt sich Jupiter nicht sonderlich wohl, obwohl er mit dessen Herrscher, Saturn, nicht verfeindet ist. Wie könnte er auch, ist jener doch sein Vater. Doch ein Planet, der „Ruhe und Heiterkeit“ liebt, Marmor und Bergkristall, dem die Länder Ungarn, Spanien, Persien, Köln und Babylon gehören, der als Tiere Einhorn, Drachen, Hirsch und Adler bevorzugt, der ist im kargen Steinbock sicher nicht daheim. Die Formel im Steinbock lautet: Wachstum, aber vernünftig. Bloss keinen Überschwang aufkommen lassen. Bedenken wir, Jupiter-Zeus hat ein schönes Sextil zu Uranus, er kann also mit ausnahmsweise wesensfremder, also nüchterner Expansionskraft viel verändern, revolutionieren: mit kosmischen Befreiungsaktionen zu neuer, klarer, beständiger Grundlage (Steinbock). Die Opposition zu Mars ist nun auch – gottseidank – vorbei. Ein rückläufiger Wohltäter ist übrigens ein wohltätigerer Wohltäter, denn er bleibt länger, um seine Wohltaten zu spenden. Auch gehören ihm der Rabarber, die Minze, der Hanf, die Pfingstrose und, am evidentesten: Waale sind ebenso seine Tiere, wie er als Ort Altäre (Tempel) und Kleiderschränke bevorzugt. Sein Tag ist natürlich der Donnerstag.

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Mars im Löwen

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Nürnberg, 21:02 – paradiesisch schön, zumindest bei uns, im Süden: verregnet, angeblich. Doch das ist nur gerecht. Kennt jemand einen Löwe Mars? Der rote Planet ist eben in dieses Zeichen getreten. Es ist der Mars, der nicht zu kämpfen braucht, denn er hat schon gesiegt. In etwa so, wie der König der Tiere oben zu sehen. Damit verbunden ist, besonders in jungen Jahren, ein unschlagbarer Optimismus und ein Selbstwertgefühl, das durch nichts zu erschüttern ist. Dies gilt vor allem für Männer. Man schelte mich bitte nicht chauvinistisch, wenn ich behaupte, wir müssen uns bei einer Frau erst noch ihre Venus angucken, bevor wir so etwas sagen können. Hat jemand den Löwe Mars rückläufig im Horoskop, so wird sein Selbstbild erst dann kommod, wenn der Mars in den Progressionen direkt wird, und gern auch den Geburtsmars dort transitiert. Dann ist es, wie wenn Fesseln gelöst würden. Vorher hat jedoch der rückläufige Löwe Mars eine Art, die Unsicherheit mit um so größerer Ich-Stärke zu kompensieren versucht, wie dafür jedoch eigentlich jegliche Grundlage fehlt! Doch, was solls? Er glaubt, er ist der Größte, und deshalb ist er es auch – – : irgendwie. Und ist er es mal nicht, dann … dann bringt er sich erst gar nicht in so eine Situation, Wettkampf liegt ihm nur bedingt, seine Überlegenheit ist ja ohnehin garantiert. Es sei denn, natürlich, er hat einen Widder-Aszendenten (nicht Widder-Sonne, die lieben den Wettkampf überhaupt nicht!). Steht die Venus im Löwen, dann … behalten wir uns vor, darüber zu schreiben, wenn dies der Fall ist. Zur Zeit steht sie im Domizil ihrer Erd-Behausung, und entführt Europa zu sich selbst, wie schon seit zweitausend und mehr Jahren. Ist jemandem mein pluralis majestatis aufgefallen? Man schaue in meinem Horoskop nach, woran das liegt :-)