Neptun und Saturn

Nürnberg, 13:12 – Pankratius, Servatius, Bonifatius und danach fehlt nie die kalte Sophie. So nennen sich die Eisheiligen, die eigentlich zwischen dem 11. und dem 15. Mai erwartet werden. Sie sind etwas später dran, doch was soll´s. Die Opposition zwischen Neptun und Saturn ist im Grunde genommen vorbei. Neptun steht im Wassermann, Saturn in der Jungfrau. Als Saturn im Löwen war, da hatten wir eine richtige Opposition. Nun ist es mit diesen beiden Planeten-Göttern so, dass sie unvereinbar sind, im Prinzip: „Alle Aspekte gebieten Wachsamkeit in bezug auf die Verläßlichkeit des Bodens, auf dem man geht“, schreibt Thomas Ring. Hat nun jemand eine Konjunktion von Saturn und Neptun (Geburten 1952/1953), so muss diejenige oder derjenige mit dem Thema Wirklichkeit (Saturn) und Phantasie (Neptun) einen Kompromiss finden. Stellen wir uns einmal vor, die Konjunktion des scheinbar Unvereinbaren liegt in der Waage im Haus 1, was dann? Ein freundliches Bild für die seelische Verfassung, die sich aus einer solchen Position im Aszendenten-Haus ergibt, ist das schlafende Schneewittchen im Glassarg. Überhaupt ist Glas ein gutes Bild für Neptun/Saturn: es hat einerseits eine sehr feste, doch brüchige Struktur, und ist andererseits durchsichtig. Doch ein anderes Bild wäre die Wasseroberfläche, die hart sein kann, wenn man mit großer Geschwindigkeit aufprallt. Hier ist es umgekehrt: das scheinbar Weiche offenbart sich ungewohnt hart. Mit Neptun und Saturn am Aszendenten bleibt einem gar nicht anderes übrig, als eine vermittelnde Instanz zu finden, die beide Prinzipien zugleich vertritt: die Realität und den Schein, das Begrenzte und das Unendliche, die Wahrheit und die Illusion. Da alle Gegensätze sich in ihren Extremen zu treffen scheinen, neigen unverträgliche Konjunktionen zu extremen Ausdrucksformen, um Erlösung zu finden. In der Waage wäre die Lösung vor dem Hintergrund der Kunst zu suchen und wohl auch zu finden. „Phantastischer Realismus“ wäre hier das Stichwort. Eine Ausdrucksform findet sich bei Caspar David Friedrich (5. Sep. 1774, Greifswald), der eine Saturn-Neptun Konjunktion in der Jungfrau hatte, und übrigens einer Pluto in Steinbock Generation angehörte. Die Jungfrau-Sonne hat dann diesen Ausdruck zur unglaublichen Akkuratesse gesteigert. Dass Friedrich zum quasi Deutschen Nationalmaler wurde, hat sicher was mit dem Spannungsherrscher Pluto in Steinbock zu tun. Bin gespannt, was da kommt (anklicken für ein scharfes Horoskop unten) …

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