Fotos, Poetry, Weltbild

Aus Erfahrung gut

Liebe Leserinnen und Leser,

hab ich heut gehört: ein Freund aus meiner nächsten Bekanntschaft tauscht sich gestern mit seiner Freundin darüber aus, was sein Lieblingsessen sei, und weil er einen exklusiven Geschmack hat, spricht er sogleich von „Sußkartoffeln mit Lachs“. Dann geht er am nächsten Tag in ein Restaurant mit täglich wechselnden Speisen, das er letztlich nicht besuchte, und findet zu seinem Erstaunen das Tagesgericht: Süßkartoffeln mit Lachs – by the way, man kann wohl diese Lebensmittel um die Ecke ernten?! – think global, eat lokal –

Foto Termin © AEG-Gelände in Nürnberg im Dörnröschenschlaf

C.G. Jung – Löwe übrigens – sagt zum Ausdruck „Synchronizität“: „Ich habe diesen Terminus gewählt, weil mir die Gleichzeitigkeit zweier sinngemäß, aber akausal verbundener Ereignisse als ein wesentliches Kriterium erschien. Ich gebrauche also hier den allgemeinen Begriff Synchronizität in dem speziellen Sinne von zeitlicher Koinzidenz zweier oder mehrerer nicht kausal aufeinander bezogener Ereignisse, welche von gleichem oder ähnlichem Sinngehalt sind.“ (Aus „Synchronizität als ein Prinzip akausaler Zusammenhänge“, 849)

Wenn wir obiges Ereignis betrachten, ist die zeitliche Koinzidenz die relative Gegenwart und das Ereignis hat gleichen Sinngehalt und materialisiert sich in Form einer Speise ebenfall unmittelbar am folgenden Tag. Dies ist der Ton, in dem Märchen ihre Weisheit erzählen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus