Fotos, Mundan

Venus – Jupiter Sextil

img_13011

Foto Markus Termin copyright

Am 16. Februar 2009 steht die Venus günstig. Für diejenigen, die sich astrologisch interessieren: sie bildet dann ein Sextil (Venusaspekt) zu Jupiter, dem Mondknoten und Mars. Auf einem Horoskop sieht das so aus:

venus-jupiter-sextil-160209

Die Venus ist natürlich die kleine rote ganz links im Widder. Günstig bedeutet hier leidenschaftlich. Venus im Widder steht für Aufbruch und Wagemut in der Liebe. Das geht auch, wenn der/die Partnerin fest ist! Sport ist günstig. Im Widder fängt die Liebe Feuer, denn es ist ein Feuerzeichen voller Inspiration. Mars im Wassermann wird durch Jupiter verstärkt. Und mit dem Mondknoten – dem Drachenkopf – will diese geballte Kraft etwas Neues erreichen. Venus, die einen günstigen Aspekt bildet, sorgt dafür, dass es leidenschaftlich, aber harmonisch zugeht. Der Mond weilt im Skorpion und bildet – die kleine Gefahr, die mit Leidenschaft immer einhergeht – ein Quadrat (also einen gespannten Aspekt) zu Chiron: Vorsicht also, vor lauter Leidenschaft nicht zu verletzen, denn Chiron heilt und verletzt, doch der magische Skorpion-Mond, abnehmend, könnte davon unbeeindruckt bleiben, denn Mond-Gefühle sind uns meist ganz unbewußt. Hier, wie bei allen Aspekten zeigt sich, was für ein Vorteil es bei Paaren ist, wenn sich die Aszendenten-Achse spiegelt. Ich erlebe das in meinen Beratungen täglich: die meisten Paare finden sich wegen so einer Spiegelung. Sie bedeutet – um ein Beispiel zu nennen – dass er einen Widder-Aszendenten hat, sie jedoch eine Waage-Aszendentin ist. Es zieht der jeweils andere Pol den Partner aus dem Haus 7 gewaltig an, denn wie schon Platon den Aristophanes sagen läßt: „Jeder von uns ist demnach ein Teilstück eines Menschen, da wir ja zerschnitten sind, wie die Schollenfische, so daß aus einem zwei geworden sind. Es ist denn auch ein jeder immerfort auf der Suche nach seinem Gegenstück …“ (Platon, Das Trinkgelage oder über den Eros XVI, Insel 1985) Spiegelt sich nun die Aszendenten-Achse: also, wenn Widder den Waage-Aszendenten anzieht, oder Skorpion-Aszendent den Stier-Aszendenten (unzählige Variationen kommen vor!) dann hat das astrologisch gesehen den Vorteil, dass die Transite sich beim Partner, der Partnerin immer spiegelverkehrt abspielen. Dort, wo der eine den Saturn laufen hat (jenem Haus), da ist der andere davon frei. So kann man/frau sich gegenseitig stützen. Dies gilt allgemein, jedoch mit gewissen Einschränkungen: denn selbst, wenn die Waage-Aszendentin den Saturn in Haus 11 in der Jungfrau laufen hat, sind Jungfrau-Lebensgebiete betroffen, die von der Haus-Stellung unabhängig sind. Noch im Mittelalter fand William Lilly die umgekehrte Weisheit richtig: der selbe Aszendent sei ideal. So hat man aber zur selben Zeit die gleichen Belastungen und auch Freuden. Paare, die ich so kenne, sind sich meines Erachtens fast zu ähnlich; in der Regel findet sich eine starke Differenz (z.B. gleicher Aszendent, aber Sonne im Gegenpool Steinbock-Krebs). Und ganz selten findet man den dritten Fall: gleicher Aszendent und gleiche Sonne. Hier verhält es sich wieder, wie mit den Königskindern. Unwillkürlich fallen einem die antiken Fabeln ein, wie Philemon und Baucis oder Daphnis und Cloe (von: Jean-Pierre Cortot)

daphnis-und-cloe

Last not least: wer das Aktiengeschäft mehr liebt, als die Liebe, könnte an diesem Tag in erneuerbare Energien investieren (Wassermann, Jupiter-Mars-Mondknoten).

Ereignis, Fotos, Geschichte, Weltbild

Anmerkungen Spielwarenmesse Nürnberg

img_3391

hochwasser-0502190905.02.1909

Neptun Sextil Lilith/Jupiter, Vollmond, Pluto-Mondknoten Konjunktion, Uranus-Neptun Opposition und rückläufiger Merkur im Trigon zu Pluto, und all das in der Zwillings-Kerbs Stadt Nürnberg. Nicht heute, damals, 1909! Und wir sehen, Neptun im Krebs (Überschwemmung) macht solches. Der neuraligische Punkt dieser Zeit, der Neptun-Brunnen, welcher ja nur der Zweitguss des 1797 nach Russland verkauften Neptun-Brunnens ist – eine Farce: „Nach Fertigstellung des Neptunbrunnens am 19. November 1668 fehlte das Geld zur Aufstellung und zur Lösung der technischen Probleme der Wasserversorgung. Der Brunnen wurde auf dem Bauhof (Peunthof) zwischengelagert. 1702 nach dem Tod von Jeremias Eißler, des letzten beteiligten Künstlers, wurde der Brunnen im Peunthof zusammengesetzt und provisorisch trocken aufgestellt. Zur Aufstellung auf dem Hauptmarkt kam es nicht mehr. 1797 verkaufte die Stadt den Neptunbrunnen für 66.000 an Zar Paul I, der ihn auf eigene Kosten nach St. Petersburg verschiffen und in seiner Sommerresidenz, dem Petershof aufstellen ließ.“ Warum? Weil dieser Brunnen, ohne jemals aufgestellt worden zu sein, als größtes Kunstwerk Europas galt.  „Der jüdische Bürger Ludwig Gerngos dem deswegen am 30. Juli 1901 die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, übernahm als Mäzen die Kosten eines Zweitgusses und des Brunnenaufbaues unter der ausdrücklichen Auflage, dass der Brunnen an dem ursprünglich geplanten Standort, dem Hauptmarkt, aufgestellt wird. Am 22. Oktober 1902 wurde der Brunnen auf der Südseite des Hauptmarkts, als platzräumlicher Kontrapunkt zum ‚Schönen Brunnen‘ (endlich, 234 Jahre nach Fertigstellung!) eingeweiht.“ (Wikipedia) Wie man sieht, bei rückläufigem Merkur, deswegen konnte er wohl nicht bleiben (außen Aufstellung am 22. Oktober 1902, innen Fertigstellung am 19. November 1668). Passend: Neptun-Mars zur Fertigstellung im Steinbock (Neptun in harter Form, ein Widerspruch in sich), Neptun dann in Opposition im Krebs zur Aufstellung 1902! Dem rückläufigen Merkur gemäß will dieses Kunstwerk, es ist genwärtig an drei Stellen der Stadt verteilt (Aufsessplatz, Stadtpark, Adenauer-Brücke, als sollte es das Wasser bannen, das am Brunnenrand halt machte 1909) ständig wieder wandern.

fertigstellung-aufstellung1

Ein Freund aus alten  Zeiten – Jupiter bei mir im Wassermann im Haus 11, Merkur rückläufig – schickt mir eine mail, wir kommen wieder ins Gespräch, hier ein Auszug:

„Was hat Dich zur Astrologie getrieben? Einsicht, Geschäftssinn, Religion, Schauspielerei, Überzeugung?“

img_3392Neptun Brunnen Hauptmarkt 05.02.1909

Dies ist ja eine dieser Fragen, die bereits sehr viel implizieren: nicht getrieben, sondern gefunden. Antwort: Überzeugung, Einsicht und Berufung.

img_3393img_3395

Im Anhang prangt nun Dein Horoskop (privat, hier nicht sichtbar). Es zeigt einen Kreis mit Farben und Symbolen, alle bedeuten etwas und stellen in etwa – Deine Geburtszeit ist sehr ungenau, es lohnt sich, beim Standesamt nachzufragen! – die geozentrische Situation der „Planeten“ zum Zeitpunkt Deiner Geburt dar.

img_33941Wasserstand 05.02.1909

Wenn man daraus Nutzen ziehen möchte, ist es nötig, sich mit den Symbolen und deren Bedeutung vertraut zu machen. Sie bieten ein erstaunlich genaues Abbild Deines Charakters und sogar Deines äußeren Erscheinungsbildes. Schon allein dies ist frappant. Seit ich davon berührt bin, lässt mich die Frage nicht mehr los, zu wissen: wie genau ist es, und warum ist es überhaupt so? Die seit zweitausend Jahren hitzige Diskussion, ob wohl Astrologie irgendetwas taugt, entlockt dem Praktiker, der täglich viele Horoskope sieht, nur ein müdes Lächeln. Ohne diesen Standpunkt: Du müsstest mir also eine Woche oder so „über die Schulter“ schauen und bei Beratungen dabei sein, kann man gar nicht beurteilen, was das überhaupt ist. Etwas überlebt aus uralten Zeiten, „funktioniert“, erneuert sich und verspricht ein Zukunftsgeheimnis. Man muss also keinesfalls daran glauben. Es hat aber gleichfalls wenig zu tun mit modernen wissenschaftlichen Falsifizierungsmethoden, obwohl sich viel belegen ließe, ebensoviel, wie in der Soziologie oder Psychologie.

Aber das ist nicht das Problem der Astrologie, sondern dies sollte vielmehr eine Grundsatzdiskussion über die wissenschaftlichen Methoden wert sein, darüber, welche Ergebnisse mit diesen Methoden erwartet werden können, und welche nicht.

Ist denn wirklich das gesamte Dasein mit wissenschaftlichen Methoden erfassbar? Sobald sich die Welt dessen bewußt wird, bekommt die Astrologie einen neuen Bezug zur Welt, der sich jetzt schon entwickelt.

Nürnberg, Reichsparteitagsgelände. Wenn Du also mal wieder auf einer Messe sein solltest, sag auch Bescheid. Mein Standpunkt ist jedoch dieser: es geht nicht um „ehrlichen Umgang“ mit der Geschichte. Es geht vielmehr darum, dass mit und durch Deutschland: also dem Land, der Volksseele und allem, also auch der Sprache, etwas passiert ist (und weiter passiert, denn es setzt sich fort als Virus der Perversion), was man in der Elektrotechnik als „Durchbrennen“ bezeichnen kann: Hier ist nicht mehr von Moral die Rede, sondern davon, dass die Vorstellung von Moral selbst obsolet geworden ist, eben „durchgebrannt“. Daher gibt es nichts zu rechten. Es gibt nur den bedingungslosen Standpunkt, von hier aus das Wissen zu gewinnen, wie die Menschen diesem Wahnsinn entkommen können. Davon sind wir jedoch weit entfernt. In meinen Augen ist Wiedervereinigungs-Deutschland recht faschistisch. Die Grausamkeit bezieht sich heute auf Tiere (grundlos zu Tode gequälte Kreaturen im Namen der Nazi-Wissenschaft: ca. 1,5 Millionen jährlich). Die Tiere sterben an der Menschen statt. Und da geht’s nur um die Versuchstiere und noch nicht um die Massentierhaltung. Das ist also nicht spekulativ, sondern real. Real ist auch die Waffenproduktion, da stehen wir an dritter Stelle, besonders stark mit Kleinfeuerwaffen, die am meisten Menschen auf der Welt töten. Nicht zu vergessen unsere zynische Logistik der weltweiten Chemieverseuchung durch die IG-Farben Nachfolger, die noch nach jeder Krise, jedem Krieg stärker denn je wiederauferstanden sind. All dies und mehr hat in meinen Augen mit dem „Gerechtigkeitsproblem“ zu tun. Die anderen Dinge: KZ-Lager der Engländer, Opiumkrieg, Skalvenhandel, Kriegsterror gegen die Zivilbevölkerung, Stalin der Multi-Massen-Mörder (und Hitler im Vergleich zu ihm vielleicht zahm), die geringsten Falles Gleichgültigkeit der Welt ob der Judenvernichtung, und deswegen auch psychopathische Stellvertreterfunktion der Deutschen für den Antisemitismus der Welt, die Menschenverachtung Israels selbst, Konditionierung á la Schekem (das erste verbürgte Progrom durch Juden im AT), und und und, sind tatsächlich nebensächlich in Bezug zu dem einen Fakt: der industriellen Massenvernichtung von Menschen. Dieses findet sich heute weltweit wieder, und zwar im Bild und in der Praxis des „Industriellen“ überhaupt. Alles, was „industriell“ betrieben wird, ist vernichtend.  Die Idee, eine Firma sei für die „Gewinnmaximierung“ da, ist nur eine umsetzende Funktion Menschen verbrauchender Perversion. Keine „Gewinnmaximierung“ macht per se Sinn für irgendetwas. Die fromme Tünche, die sich Firmen geben – und ich muss zugeben, seit dem fast geglückten public-realtions-Einstieg bei Braun habe ich Dich in Verdacht, der Mitmacher-Faszination dieser Welt erlegen zu sein, wie ich ihr selbst ab und an erlegen war – diese Tünche spiegelt sich wieder in ihren verwechselbaren Wegwerfmagizinen (“ … that defined their folklore …,“ F.Z.) die Mega-tonnenweise aus der Druckerpresse direkt ins Altpapier wandern: Tiefdruck-Hochglanz Marken BMW, Daimler, DB, Siemens … egal. Die „Identifikation“ mit der Firma ist immer Uniformität. Ist immer militärisch und faschistisch. Daher ist es auch kein Wunder, dass dieser Staat, der doch vorgibt, ständig „den Mittelstand fördern“ zu wollen, gleichzeitig dabei ist, allen Selbstständigen den Garaus zu machen, wobei Gleichgültigkeit nur eine Funktion des Systems ist, das sich aus den wirklich großen Verbänden heraus – Staat, Konzern, Kirche – mit dem wirklich Individuellen gar nicht beschäftigen kann, und es seinerseits tatsächlich für Großmut hält, dieses halbwegs und zum Alibi bestehen zu lassen, während richtig wäre, alles zu tun, um Individualismus, Genialität des Einzelnen, den Sonderweg, die Muße, den Fleiß, die Freiheit nicht zuzulassen – lächerlich! – sondern sich (die Masse) zurückzunehmen, wo es nur geht, in aller angebrachter Bescheidenheit …

Was Israel anbelangt ist daher meines Erachtens unsere Verantwortung viel größer, als ein paar Fregatten vor dem Libanon herumkreuzen zu lassen, und die Hamas schuldig zu sprechen. Was wir gemacht haben, war schlicht, einen großen Teil unserer eigenen Bürger zu ermorden, einen anderen haben wir dadurch zur Auswanderung gezwungen. Diese haben wir mit allen Folgen zu verantworten. Daher wäre es ein erster Schritt, diesbezüglich Verantwortung auch zu übernehmen. In Nürnberg GegenStandpunkt Termine Nürnberg gibt es eine lebendige Bewegung ganz dreister Besserwisser, die sich vom linken Ufer aus in verkapptem Antisemitismus versuchen, und glauben, sich selbst heuer aus der Lösung ausklammern zu können. Mein Vorschlag: gebt erstmal die Frauenkirche und den Hauptmarkt (ehemals Adolf-Hitler Platz, vorher jüdisches Viertel) zurück, das Progom, wo damals der Neptun-Bunnen stand und heut steht (im Stadtpark) – wurde, wie die Historiker berichten, leider auch von Karl IV aus früherer Zeit profitierend in Kauf genommen …

img_1337Foto Markus Termin ©

Mundan

Uranus – Saturn

Nürnberg, 22:29 – ich will mich heute damit begügen, die fünf hintereinander erfolgenden Uranus-Saturn Oppositionen abzubilden, von denen wir eine bereits hinter und haben (Wahl des US-Präsidenten), die zweite morgen stattfindet (passend: Entzauberung des Vatikans für Saturn). Ich will selbst die Reihe der Bilder erstmal meditierend betrachten und dann – vielleicht – morgen darüber schreiben. (Alle Bilder durch zweimal klicken vergrößeren!). Die beiden letzten Oppositionen liegen sehr nahe beieinander, werden also extra-stark sein. Und die allerletzte hat auch ein Quadrat mit Pluto.

uranus-saturn-04110804.11.08

uranus-saturn-05020905.02.09

uranus-saturn-15090915.09.09

uranus-saturn-26041026.04.10

uranus-saturn-26071026.07.10

Personen

Gertrude Stein

foto-gertrude-stein

Van Vechten’s photographs

Gertrude Stein, 3. Februar 1874 um 08:00 AM in Allegheny Co (PA) (USA)

gertrude-stein
„My dear dear doctor Faustus …“, Getrude Stein, fast hätte ich sie heut vergessen. Sie schreibt ohne Interpunktion, was durchaus der Venus als Herrin des Schreib-Hauses 3 in Haus 12 (grenzenlos) entspricht. „Gertrude Stein gehörte mit ihrer extrovertierten Art zu den Kultfiguren der Kunst- und Literaturszene ihrer Zeit.“ Kein Wunder: bei einer Wassermann-Sonne in Haus 12. Wieder mal die Wirkungs auf das Kollektiv durch das 12. Haus. Bemerkenswert.

gertrude-stein1

Außen sind die Transite vom 27.07.1947, ihrem Todestag. Man/frau sieht die Saturn-Opposition, Mondknoten Konjunktion Uranus in Haus 4 und, wenn man will, die Pluto-Auslösung nach Döbereiner (nicht ganz genau, aber das ist die Geburtszeit sicher auch nicht, demnach wäre sie etwas später geboren).

frau-stein

„I write for myself and for strangers“

STANZAS IN MEDITATION LXXXIII

Why am I if I am uncertain reasons may inclose.
Remain remain propose repose chose.
I call carelessly that the door is open
Which if they can refuse to open
No one can rush to close.
Let them be mine therefor.
Everybody knows that I chose.
Therefor if therefor before I close.
I will therefor offer therefor I offer this.
Which if I refuse to miss can be miss is mine.
I will be well welcome when I come.
Because I am coming.
Certainly I come having come.
These stanzas are done.

Gertrude Stein.

Mond, Mundan

Wassermann-Sonne, Stier-Mond

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, 18:55 – Mond im Stier an der Lorenz-Kirche. Dabei die …

img_3389

Foto Markus Termin ©

… Sonne im Wassermann. „Hier wird die Exklusivität, die der Wassermannnatur entspricht, noch verstärkt“, schreibt Oskar Adler. „Man lebt mit dieser Stellung des Mondes in ständiger Erwartung des eigenen Reifezustandes.“ „Es entstehen Menschen, die durchaus geistesaristokratisch eingestellt sind und ihre Welt durch eine scharfe Grenzlinie von der Welt der anderen getrennt sehen.“

stier-mond

Nürnberg 03.02.09 16:36, Zeitpunkt des Fotos

Mond im Stier verbindet die Gefühle, das Unbewußte mit den Dingen der materiellen Wirklichkeit. Man spricht von einer Mond-Venus Anlage im Element Erde, im Unterschied zur Mond-Luft-Venus, die Mond in der Waage bedeutet. Deshalb ist man/frau, wie bei allen Erd-Monden darauf aus, etwas Nützliches (Jungfrau) und mit Mond im Stier insbesondere auch etwas Wertvolles sein Eigen zu nennen. Wertvoll muß aber nicht glitzernd sein. Es kann und muss mit diesem Mond gemütlich zugehen im besten Sinne des Wortes. Nur dass eben mit Sonne im Wassermann all dies nicht notwendigerweise gemeinschaftsbildend ist, sondern auf die Sonne, das eigene Selbst projeziert wird: „Ego ist wertvoll.“

Der Mond hält sich nur zwei bis zweieinhalb Tage in einem Zeichen auf. Daher ist es recht bemerkenswert, dass dieser – noch bemerkenswerter natürlich der Aszendent, der dasselbe auf Stunden reduziert – dennoch sehr prägnante Charakteristiken hervorbringt, die auch optisch, in der Physiognomie deutlich in Erscheinung treten. Wenn ich mal etwas organisierter bin, werde ich anfangen, Fotos zu diesem Thema zu sammeln.

„Wenn der fertige Mensch die Lebensaura erhalten hat und der göttliche Geist in seinen Körper geflossen ist, hält der Mond die Form dieses zusammengesetzten Körpers je nach den Wirkungen, die er in seinem Laufe hat, aufrecht. Deshalb muß der Mondlauf ganz besonders sorgfältig studiert werden“, schreibt Firmicus Maternus.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Bob Marley

nine-miles1Fotograf Sevenage: Datei:Nine Mile – the neighbourhood.jpg – Wikipedia

Nürnberg, 19:41 – Falls jemand Zeit hat, mal kurz rüberzufliegen: in Negril gibt´s `ne tolle Feier zu Bob Marleys Geburtstag. Obiges Bild täuscht. Es ist nicht kalt in Nine Miles, wo Bob Marley aufwuchs, und es gibt kein luxuriöseres und schöneres Wohnzimmer für Kinder, als diese idyllischen Örtchen in den Jamaicanischen Bergen und Hügeln. Außerdem ist die Luft angefüllt mit Duft und warmen Regenschauern, und trotz des harten Lebens fast ohne Geld lachen die Menschen recht gern und oft. Nicht weit weg von dort hat Keith Richards sein Haus, und man würde staunen, wer sich dort alles herumtreibt mit seiner „Reggae Company“. Es handelt sich auch gar nicht um eine Naturkulisse, sondern um eine durch und durch begärtnerte Landschaft. Fast der gesamte Baumbestand Jamaicas wurde eingeführt! Und vergleicht man alte Stiche, so wundert man sich über die Kargheit, die früher herrschte. Tatsächlich macht Jamaica – von Hurricane zu Hurricane – die umgekehrte Bewegung, wie die Cap Verden auf der anderen Seite des Atlantiks, von wo die Wirbelwinde zumeist ihren Ausgang nehmen: es wird immer grüner und üppiger mit der Zeit, trotz natürlich üblicher Raubholzerei.

Ein Zauberland, fürwahr: „Und das Beste kommt…“, schreibt Hans Wollschläger in den Herzgewächsen, „… immer aus Jamaika.“ Freilich, dies sagt Mephistopheles!

Bob Marley, geboren am 6. Februar 1945 um 2:30 AM in Kingston, Jamaica. Doch nicht nur, dass Bob Marley in vier Tagen 64 Jahre alt geworden wäre, sondern er hat die Venus auch im Widder. Und dort wird sie laufen ab dem 4. Februar 09, dann rückläufig werden ab 8. März auf 15° Widder, um Mitte April tatsächlich nochmal in den Fischen vorbeizuschauen. Ein bemerkenswerter Lauf, den wir genau beobachten sollten.

„Man kann leicht verstehen“, sagte Liz Greene, „dass sich Widder von körperlicher Aktivität, wie beispielsweise Sport, angezogen fühlt, obwohl es kein Erdzeichen ist. Es ist nicht der Körper selbst, um den es bei Widder geht, sondern die Erfahrung des inneren Feuers und der Kraft, die mit Wettbewerb und Eroberung einhergeht. Daher konzentriert sich Venus in Widder auf dieses Gefühl innerer Potenz als Kern der eigenen Liebesfähigkeit – die Eigenschaft, die einem das Gefühl gibt, wertvoll und schön zu sein. … Venus in Widder hat sicherlich einen Don Juan-Ruf bei beiden Geschlechtern …“ Selbstredend sind die Fische davon das andere Ende: weniger darauf aus, zu erobern, als vielmehr erobert zu werden. Daher ist diese Venus-Rückläufigkeit ein Wandel zwischen den Extremen, und ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die Stimmung danach richtet: auch und insbesondere an der Börse, denn Venus ist auch Geld.

Bob Marley nun war tatsächlich ein rechter Don Juan; er hinterließ einen ganzen Kindergarten und einige Frauen, die um ihn trauerten. Sein Lied „Buffalo Soldier“ erklärt mir die Venus (Stier) nach dem Mars-Prinzip (soldier). Überhaupt liebte er die Eroberung und eroberte auf seine Weise – dem väterlichen Vorbild nacheifernd – die Welt. Man nennt ihn den ersten cross-over-star. Jemand der gleichzeitig in der dritten Welt und in der ersten aufstieg, nachdem Chris Blackwell einmal das Marketing übernommen hatte und Lee Perry ihn produzierte.

Jamaica Gleaner News – Bunny Wailer for Bob Marley Bash – Entertainment – Monday | February 2, 2009

bob-marley

Allerdings gilt zu bedenken, wie der Jamaican Gleaner auch schreibt:

„Jamaica’s competitiveness was downgraded for the second year in a row by the World Economic Forum, dropping eight places to 86th on the Global Competitiveness Index in the 2008/2009 index published last week.

According to the World Economic Forum, crime and theft are the major problems facing businesses in Jamaica with 22.4 per cent of the respondents acknowledging that it is the major challenge.“

In Davos in der Schweiz beim Weltwirtschaftsgipfel wird also eine Liste erstellt, nach der die Länder hinsichtlich ihrer Attraktivität gestaffelt werden: ob es dort sicher ist, ob man gut investieren kann. Und das kann man auf Jamaica nicht. Die Leute sind ja arm, da kommt man in Versuchung, sich zu nehmen, was einem nicht gehört (wenn eine Caffee-Pflückerin pro Tag nicht ganz den Gegenwert eines Fabrik-Toastbrotes verdient …). Das ist zum einen Teil tragisch, zum anderen ein großes Glück. Genau das, was Bob Marley „Hippocracy“ nannte, frei übersetzbar mit „Falschheit“, hat ja gerade den in Davos teilnehmenden Staaten ihre augenblicklich unlösbaren Probleme beschert. Das scheint sie aber nicht zu hindern, in alter Manier an ihrem ranking festzuhalten. Richtig wäre, die Liste umzudrehen, denn wahrhaft kriminell sind ja die Bankleute und alle, deren Raffgier uns soweit getrieben hat. Doch in Jamaica hält man gewohnheitsmäßig still: wie sollte es auch anders gehen, unter dem Würgegriff der Korruption und es IWF mit seiner Politik des Ausblutens der schwachen Länder?

bob-marley1

Oberes Bild zeigt innen das Geburtshoroskop Bob Marleys und außen den Todestag, den 11. Mai 1981. Da hat eben jene Radix-Venus im vierten, also dem Vater-Haus höchstwahrscheinlich, eine Opposition von Saturn, der zeitgleich seine ständigen Quadrate zum Radix-Saturn erneuerte; hier gerade mit Jupiter rückläufig zwischen zwei königlichen Konjunktionen, wie es sich für einen Nachfahren Salomons geziemt. Love & respect!

Ereignis, Fragen, Geschichte

HMS Victory

victory1

untergang-victory-by-peter-monamy

Untergang der Victory IV von Peter Monamy

victory-untergang1

Im oberen Bild sehen wir das Horoskop ihres Untergangs (vergrößern durch zwei mal Klicken!). Pluto Spitze Haus 9, alle Planeten im Haus Acht (Verwandlung, Untergang), Mond-Saturn Konjunktion und Pluto Quadrat Mars. Und nicht zuletzt Lilith und Mars in Opposition. Das ist nun wirklich ein Untergangshoroskop.

Nürnberg 21:53 – Fund im Ärmelkanal: Schatzsucher wollen Wrack der „HMS Victory“ entdeckt haben – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

So etwas ist immer bemerkenswert: aus den Tiefen der Zeit taucht etwas auf! Der Untergang dieses stolzen Schiffes, dem vier Vorgänginnen gleichen Namens und ein Nachfolgeschiff folgten, ist genau datierbar. Sie lief am 23. Februar 1737 vom Stapel, aber sie sank bereits im Sturm vor Alderney am 4. Oktober 1744. Im Progressionshoroskop (innen Stapellauf) sehen wir Uranus und Pluto in etwa an der Stelle des Stapellaufs und vor allem den Mondknoten – denn Mondknoten haben etwas mit Auftauchen und Verschwinden zu tun – in exakter Konjunktion zur Sonne:

victory-progressionen2

Die Transite für die Entdeckung dieser Tage (Bild unten) zeigen uns Pluto über Uranus, dem Herrn des Hauses 9 für das Stapellaufhoroskop des Schiffes. Die Victory kam unter rückläufigem Merkur zu ihrem Stapellauf. Und vielleicht glaubte der Astrologe, der sicherlich beauftragt war, Achemar, der Fixstern am Ende des Sternzeichens Eridianus, der „Stern an der Mündung des Flusses“, würde die Rückläufigkeit wett machen, denn es ist ein Jupiter-Stern. Und Mond im Schützen, dachte dieser Astrologe, war besser als im Steinbock. Dazu kommt das genaue Trigon zum Glückspunkt im Haus 11! Das war sicher eine Elektion.

Denkbar wäre auch eine halbe Stunde früher, dann hätten wir den Mond im starken Haus 7 und Merkur als Herrn des Horoskops immer noch in 10. Neptun dann in 1!

Doch die stolze Victory IV sank – gerade sieben Jahre alt – mit Saturn in der Jungfrau, wie er es heute auch ist, und im Quadrat zu seiner Stapellaufstellung, und das trotz Jupiter-Sonnen Konjunktion in den Fischen. Wir sehen aber – oberstes Bild – Neptun und Saturn in Haus 12, und der damit (durch den damals noch unbekannten Fische-Herrscher) die Bestimmung des Hauses 10 hin zum Unbestimmten (Döbereiner), zur Auflösung zurückführte, ins Haus 12. Den Stapellauf um 12:00 Mittags habe ich mir so ausgedacht, obwohl die Zeit nicht verbürgt ist. Sie klingt jedoch logisch und war üblich, und ein Astrologe dieser Zeit hätte nach dem Wesen seiner Kunst Saturn gern in Haus 12 gesehen, wo dieser seiner Meinung nach geringen Schaden anrichten konnte. Nur hätte er sich – wie gesagt – niemals auf den rückläufigen Merkur einlassen dürfen. Und Neptun in 12 zeigt uns, dass eine moderne Ergänzung mittelalterlicher Elektionen sehr wohl etwas bringt. Am 01.03.1737 gab es dann eine Mondfinsternis in den Fischen, Merkur war immer noch rückläufig und der Mondknoten stand auf 18.04° Jungfrau, wo in wenigen Grad Abstand und also vom Mond getragen Mond/Saturn zum Untergangszeitraum liefen, und wo Saturn jetzt steht und gerade schon stand während der Entdeckung letztes Jahr im Mai 2008 (12. Mai 2008 Mond/Saturn Konjunktion, wie zum Zeitpunkt des Untergangs!) und auch dieses Jahr, während die Entdeckung am Meeresgrund publik wird.

victory-wiedergefunden