Weltbild

Waage – Philosophen

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Liebe Leser,

https://en.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault

wie Waage das besondere Zeichen der Denker ist (Heidegger, Foucault) und Venus in Waage oft mit daher kommt (Hegel, Stirner, Foucault), sieht man auch in Foucaults Horoskop:

„Ich meine  jetzt besser zu überschauen, wie ich – etwas blindlings und bald diesem, bald jenem Bruchstück nachgehend – in dieses Unternehmen einer Geschichte der Wahrheit hineingeraten bin: nicht die Verhaltensweisen zu analysieren und nicht die Ideen, nicht die Gesellschaften und nicht ihre ‚Ideologien‘ – sondern die Problematisierungen, in denen das Sein sich gibt als eines, das gedacht werden kann und muss, sowie die Praktiken, von denen aus sie sich bilden.“ M. Foucault, „Der Gebrauch der Lüste“ – Sexualität und Wahrheit 2, S. 18

Das Waage-hafte zeigt sich im Horoskop auch als Mars, Herr von 1 rückläufig im Zeichen Stier in Haus 7 – ungefährt die Konstellation Rudolf Steiners. Und obwohl das keiner vermuten würde, ist Foulcault auch ein Pionier der Bewußtseinsseele, denn darauf läuft seine Methode hinaus:

„Ich bin weder Hellenist noch Latinist. Aber es schien mir, daß es unter der Voraussetzung einiger Sorgfalt, Geduld, Bescheidenheit und Aufmerksamkeit möglich sei, eine hinreichende Vertrautheit mit den Texten der griechischen und römischen Antike zu erlangen: eine Vertrautheit, meine ich, die es gemäß einer für die abendländische Philosophie konstitutiven Praxis gestattet, zugleich die Differenz zu befragen, die uns von einem Denken, in dem wir den Ursprung unseres eigenen erkennen, entfernt, sowie die Nähe, die trotz dieser von uns ständig vertieften Entfernung bleibt.“

Das ist das Denken, das sich selbst zu betrachten lernt in der Analyse der Differenz moralischer Werte durch die Zeiten. Denken, das Beweglichkeit und Wandel betrachtet und selbst beweglich sein will:

„Aber was ist die Philosophie heute – ich meine die philosophische Aktivität – wenn nicht die kritische Arbeit des Denkens an sich selbst? Und wenn sie nicht, statt zu rechtfertigen, was man schon weiß, in der Anstrengung liegt, zu wissen, wie und wie weit es möglich wäre, anders zu denken? Es ist immer etwas Lächerliches im philosophischen Diskurs, wenn er von außen den anderen vorschreiben oder vorsagen will, wie sie zu verfahren haben. Aber es ist sein Recht, zu erkunden, was in seinem eigenen Denken verändert werden kann, indem er sich in einem ihm fremden Wesen versucht. Der ‚Versuch‘, – zu verstehen als eine verändernde Erprobung seiner selbst und nicht als vereinfachende Aneignung des Anderen zu Zwecken der Kommunikation – ist der lebende Körper der Philosophie, sofern diese jetzt noch das ist, was sie einst war: eine Askese, eine Übung seiner selbst, im Denken.“

Wird Michael Foucault historisierend dem „Poststrukturalismus“ zugeordnet (durch die akademische Philosophie) ist kein wirklich nachvollziehbarer Zugang zu seinem Werk mehr möglich; solchen verstopft der schwammige Begriff „Poststrukturalismus“ – Philosophie als Phrase – wie auch zu weiteren interessanten Denkern aus französischer Geistesblüte in der Nachkriegszeit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Länder

Das Zeitalter der Bewußtseinsseele

Liebe Leserinnen und Leser,

beim Betrachten von alten Fotos – insbesondere eines meines Großvaters, Wilhelm Termin, ein Schmied, geboren im Zeichen Jungfrau  – fällt mir auf, wie sehr sich das Bewußtsein durch die Erfindung der Fotografie und aller daraus resultierenden Techniken verändert hat.

Nun hatte die Seele ein paar Jahrhunderte Zeit, sich daran zu gewöhnen, wie sich im Laufe des Lebens das Erscheinungsbild von uns Menschen verändert. Hat jemand auch nur seine Ausweise und Bildpässe gesammelt, fällt auf, daß es nicht ein Bild vom Menschen gibt, sondern praktisch sehr rasch und kontinuierlich Veränderungen beobachtet werden – jung, alt, mit Bart, ohne.

Ein positiver Aspekt davon scheint nun als Relativität des Erscheinungsbildes im Bewußtsein der Individualität angekommen zu sein. Wer bist Du von den Bildern? – keines im Grunde.

Und doch – Zauber – mein Großvater spricht zu mir aus dem Bild. Er lacht mich an, unterstützt mich.

Diese Gedanken begleiten die Konstellation, die Jupiter im Krebs (noch mit Lilith) jetzt jeden Tag der auslaufenden Rückläufigkeit langsamer werden läßt im Familienzeichen, bis hin zum Stillstand: – in den ersten März-Tagen; der gleichfalls korrespondiert mit Saturns Stillstand – jedoch umgekehrt, wie Jupiter, macht es Saturn, denn der wird gerade rückläufig, während jener sich aus diesem Zustand, von uns aus gesehen, löst. Solch räumlich gegenseitige Beziehung von Jupiter und Saturn malt – so erfahre ich – das Bild einer Lemniskate, eine Beziehung, die sich auf die Erde und damit uns dazwischen bezieht, als deren Mittelpunkt punktet.

Mond in Skorpion21.02.2014 00:18 Nürnberg

In diesem Sinn eine sehr kräftige Zeit Anfang März. Die sich zur Einigung sammelt und Gründlichkeit  verlangt dieser sehr groß gehenden Welten Jupiter und Saturn – sollte als Entschleunigung genutzt werden. Merkur ist sowieso noch retrograd.

Nicht bitter denken, wenn Mond – wie heuer – im Zeichen Skorpion in Saturns Region wandert.

Sonne/Neptun – Bewußtseinsseele.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus