Ereignis, Weltbild

Tremonton, Utah

Liebe Leserinnen und Leser,

zwei Saturn-Zyklen ist es her, seitdem Delbert Newhouse (auf den Link unten klicken, um den Film zu sehen) eine Formation von UFOs mit seiner 16 mm Kamera aufnehmen konnte. Mars steht ebenfalls genau auf der Mars-Position von damals und der Mondknoten exakt auf Chiron in Haus 4. Chiron in Haus 4 im Steinbock würde ich interpretieren als Verletzung unserer sicher geglaubten Grundlagen durch die Aufnahmen des US-Navy Offiziers (mit 21 Dienstjahren bei der Navy). Interessant – und zwar in Bezug auf den Maya-Kalender, ist die (in diesem Fall hintere) Sonnen-Venus Konjunktion. Die sich immer mehr als substantielle Berechnungsgrundlage für den Kalender selbst herausstellt – dazu, wie schon lange angekündigt – definitiv mehr die nächsten Tage. Außerdem im Horoskop-Bild: Neptun als Herr von Haus 6 in Haus 1: Newhouse macht Aufnahmen (Neptun) die praktisch verwendbar sind (Haus 6).

Nimmt man die UFO-Sichtungen der Weltraum-Flüge hinzu, kann man sich natürlich fragen, woher denn diese Raumschiffe kommen. Von innerhalb oder außerhalb des Sonnensystems? Es hat etwas mit dem Maya-Kalender zu tun, wenn ich annehme, daß entgegen der Vermutung unserer smarten Naturwissenschaftler, die Venus bewohnt ist.

Wenn man den militärischen Geheim-Bericht von Edward J. Ruppelt durchliest (hier klicken), ist man beeindruckt insbesondere von den gesammelten Erzählungen der gestandenen Flieger-Offiziere und ihrer Sichtungen, nachdem man etwas auf dem Radar erkannt hat und sie in ihre Düsenjäger stiegen, um die Dinger aus der Nähe zu beobachten. Einmal hat sogar einer auf ein UFO geschossen! Alle verlinkten Videos sind sehenswert. Sie zeigen keine Spinner, sondern völlig normale Typen, die von ihrer Begegnung in aufrichtiger und gradliniger Weise Bericht erstatten. Nehmen wir die Schiffe einmal als Tatsache. Dann stellt sich die Frage, was das für uns bedeutet, was wir selbst für eine Stellung im Kosmos haben und wie unter diesen Umständen die alten Schriften, insbesondere die Veden, die von fliegenden und sogar gegeneinander kämpfenden metallenen Palästen berichten, auszulegen sind? Und ob wir 2012 tatsächlich wieder nach langer Zeit einer offenen Begegnung gegenüber stehen werden?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

YouTube – Zeugenaussage USAF Pilot UFO Begegnung NEU

YouTube – Lufthansa Pilot spricht über UFO Sichtungen

Innen: UFO-Film von Delbert Newhause 02.07.1952 11:00 Tremonto, Utah, außen Transite heute 19.09.2010 19:20

YouTube – Delbert Newhouse UFO Footage – 1952 – Tremonton, Utah

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Fotos, Weltbild

Auch `ne kleine Mücke hat eine Lücke

Foto Termin © Mücken im Gegenlicht

Liebe Leserinnen und Leser,

analytisch – also kleinteilig, zerlegt und ganzheitlich, muß es heißen. Wenn also die Homöopathie und große Teile von TCM, der wunderbaren Heilkunst des Ayurveda, dem „Wissen vom Leben“, heilende und wohltuende Wirkung hat, dann gilt es für die Wissenschaft einmal, die Tatsache einer Wirkung anzuerkennen.

Jede SalutogenesikerIn weiß, daß die Medizin, von einem wohlwilligen und menschenliebenden Doktor verabreicht, besser wirkt.

Das ist auch in der Homöpathie so: die Voraussetzung zur Heilung des Patenten ist ein gutwilliger Arzt.

Nachweise, die versuchen, diese zarteste und doch oft mächtigste Beeinflussung durch stupide Reproduktions-Phantasmen zu regulieren, schließen eigentlich schon vorher, wie die Quantenphysik es uns wirklich objektiv gezeigt hat, mit dem Untersuchungsergebnis einen Vertrag und nehmen dieses durch den eigenen Erwartungshorizont unbewußt beeinflussend vorweg:  das Ergebnis kann nur das anzeigen, was im Sinne der Versuchsanordnung nachzuweisen beabsichtigt war: an experiment, too big to fail. Im Sinne einer menschenliebenden und ergebnissoffenen Forschung kann das noch nicht reichen.

Auch in der sogenannten Schulmedizin wird hauptsächlich mit Willen und Hand geheilt, und, da ihr viel gelingt, wird auch jede Menge Herz dabei sein. Aber ich weiß nicht, wie lange die Krankenschwestern noch diesen Dienst machen können, ich habe viele Klientinnen, die diesen Beruf schätzen, aber gleichzeitig enorm – meines Erachtens zu stark – unter Druck sind.

Und die Geburtshilfe läuft tatsächlich auf kassenbezahlte Wunschkaiserschnitte zum bequemen, festgelegten und abrechenbaren Zeitpunkt hinaus. Kaiserschnitte werden weit besser bezahlt, als normale Geburten, obwohl – das ist bekannt – das Risiko für Kaiserschnitt-Babys größer ist und viele nach der Geburt beatmet werden müssen, in jedem Fall abgesaugt. Es fehlt der steuernde Hormonhaushalt mit der Mutter.

Im Horoskop ist oft Neptun oder Chiron am Aszendeten solcher Geburten und man kann dann die gesamte Situation gut an der „Herrscherketten“ ablesen. Oder auch, klassisch Mars in Opposition Saturn, oder ähnliches mit Pluto, Merkur, etc.

Also kann Kaiserschnitt wirklich nur Notfallmedizin sein. Ist es aber lange schon nicht mehr. Manche Hebammen geben auf, weil sie die Praktiken im Kreissaal nicht mehr mittragen wollen, aber das auf funky umgestellte Krankenhauswesen der gegenseitigen Konkurrenz, mit Messe-ständen und unbezahlter Hostessarbeit  – eine marktliberale Idee, die uns mit vielfältigen anderen Absurditäten in die gegenwärtige Gesundheits-Finanzierungs-Lage geschleudert hat, nachdem die Idee selbst objektiv in der andaurenden Finanzkrise hätte untergegangen sein sollen, ist aber nicht bislang!

In Wahrheit ist das Gesundheitssystem ein Selbstbedienungsladen einer auch einmal aggressiv auftretenden Klientel, einer chemisch-manipulativen Symptommedizin, die im Grunde nur im stationär kontrollierten Psycho-Bereich und zur Schmerzbehandlung eine bedeutende, unterschätze und wichtige, oft sogar naturverwandte Notwendigkeit hat. Ich meine, die gute läßt sich leicht von der schlechten Pharmakologie trennen: wenn die Frauen Hormone einnehmen, die über das Grundwasser und die Nahrungskette zum Mann gelangen und ihn ein wenig femininer machen, dann ist hier wahrlich ein Kreislauf geschlossen, der weder im Interesse von Männer, noch von Frauen sein kann.

Manche Dinge sieht man nicht mehr, wenn das Phänomen analysiert oder vergrößert wird. Das gilt zum Beispiel für unseren Eindruck des Weltalls. Wie John Meeks über das Fernrohr schreibt: „Es begrenzt das Gesichtsfeld, es schneidet einen kleinen Abschnitt des Himmels vom Ganzen heraus und hebt ihn im klaren Detail hervor. Andererseits vergrößert oder verstärkt es den Lichteindruck von dem betreffenden Teil des Himmels.“ (John Meeks, „Planetenspähren“)

Wer ein wenig nachdenkt, dem wird klar, daß nicht beides zur selben Zeit möglich ist: die umfassende und ungefilterte direkte Betrachtung des Alls, das unerklärlicherweise im Augenblick der Betrachtung unsere eigene Existenz in sich bettet, einerseits, und andererseits der Blick durchs Fernrohr oder gar die digital zusammengefügte, vielleicht faszinierende Sicht auf ein zweidimensionales Abbild irgendeiner fernen Galaxie. Und – was immer man darüber denken mag – es sind zwei total verschiedene Eindrücke, die wir erhalten; kaum, daß sie dieselbe Sache betreffen.

„Ist doch egal, wen scherts?“ – ließe sich einwenden. Aber nehmen wir einmal folgendes an. Denken wir uns, daß Pflanzen nicht nur lebendige, sondern intelligente Wesen wären, die uns Menschen an Intelligenz in nichts zurückstehen, gleichfalls Mücken und alles, was es lebendig auf der Erde gibt. Vielleicht hat die einzelne Mücke kein solches Wesen, aber die Gesamtheit der Mücken einer bestimmten Gattung hätte sie. Und – zurück zu den Pflanzen – sie kommunizierten mit uns über ihren Duft. Und zwar, wie ein Lasso würfen sie den Duft nach dem Organ einer möglichen Kommunikation, unserer Nase. Doch dann nehmen wir weiter an, da es sich um intelligente Wesen handelt, die Pflanzen würden dies bei kommunikations-relevanter Annäherung jeweils sehr schnell und nur ein Mal tun; hernach zögen sie sich duftmäßig zurück, wie eine Muschel, die schlagartig ihre Schale verschließt.

Und nun die Frage: wenn es so wäre, welche Möglichkeit hätten wir, solches über intelligente Pflanzenwesen herauszufinden?

Sicher kaum, indem wir sie trockneten, klassifizierten, zerschnitten, unters Elektonenmikroskop legten, usw. Denn dann gilt umgekehrt, wie beim Weltall: die Zusammenhänge geraten aus dem Blick.

Die einzige Möglichkeit, Bewusstsein anderer Lebewesen zu erfahren, wäre für uns, ihre Kommunikationsfähigkeit als Hypothese anzunehmen und uns solchermaßen unter den Pflanzen – bestimmten vielleicht – für länger und ungestört aufzuhalten, dabei sorgsam Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und Temperatur notierend. Denn das Phänomen, nach welchem wir suchten, würde sich anders gar nicht zeigen, weil Naturwissenschaft im Auftrag der biblischen Naturunterwerfung automatisch davon ausgeht, daß es sowas einfach nicht geben kann. Aber was wäre, wenn das nicht stimmte? Was, wenn Zeus wirklich in den Eichen ist?

Dies ist ein Beispiel, wie bestimmte Methoden der Erkenntnis manche, gleichwohl denkbare Ergebnisse praktisch ausschließen.

In welchem Sinn könnte das wichtig sein? Einmal natürlich, was unser Wirklichkeitsbild überhaupt betrifft. Dann aber auch praktisch in Forschungsansätzen: Malaria z.B. – der „Reigen“ dreier Lebewesen ist es, der diese Krankheit aufrecht erhält: Mücke und Mensch sind nur die Wirte eines Plasmodium genannten Erregers, den wir nun freilich ohne Mikroskop nicht kennen würden, und der  möglicherweise noch nicht mal das Ende der Fahnenstange ist, sondern selbst Wirt für ein anderes Wesen.

Plasmodium Erreger

Behandelt wird Malaria zur Zeit erfolgreich mit einem Mittel aus der eben erst vielgeschähten TCM – Artemisia – dem chinesischen Beifuß – und zwar, seitdem alle anderen chemischen Keulen eine nach der anderen gegen die Resistenzentwicklung des Erregers aufgeben mußten.

Was, wenn wir damit rechnen müßten, daß wir es bei diesen und anderen Erregern mit intelligenten Wesen zu tun hätten, die sich dadurch, daß wir sie für unbewußt halten, nur tarnen?

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Mundan, Weltbild

Venus im Skorpion und Jupiter zurück in den Fischen

Liebe Leserinnen und Leser, …

09.09.2010 06:50 Nürnberg

… welch faszinierendes Horoskop! Es zeigt den genauen Eintrittszeitpunkt von Jupiter zurück in den Fischen. Venus hat schon gestern, um 17:45 aus der Waage, ihrem Domizil, in den Skorpion gewechselt. Wir sehen die Sonne aufsteigend mit dem Aszendenten verwachsen – ein Jungfrauthema, passend zum Neumond, als wäre die Integration des vorangegangenen Fische-Vollmond nun gelungen, der Glaube (Fische) geöffnet und eingeholt und nun für ein neues Konzept der Realität verfügbar.

Und ich schätze mal, genau das ist passiert: man merkt es an den ewig gestrigen Reaktionen in der ZEIT, wo sich die Enkel des saturierten Bildungsbürgertums wohl vergeblich bemühen, zurückzurudern: „Was glauben Atheisten?“ – Oder an dem verdienten Chaos, welches sich in den ScienceBlogs (hier klicken) offenbart. Es ist eine Weile her, seitdem die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttert wurde durch das ihr innewohnende Prinzip der Perversion,

A. Grün; Jesus: „Gebt Cäsar, was des … „

… und langsam, wie ein Eisberg, der sich erst kürzlich gelöst hat, dämmert es den schweigsam gewordenen Ernsthaften, daß weder Wissenschaft noch Kirche tragende Pfeiler der näheren Zukunft sind, weil beide gebunden an die Vergangenheit kooperativ und gemeinsam finanzielle Sache machen. Kein Guru in Sicht, der uns den Blick erklärte:  da wird der Himmel wieder frei und offen.

Von Alessandro Allori

Ich habe diese Venus-Darstellung gewählt, weil sie die Skorpion-Venus perfekt erklärt. Man(n) sieht es ihr im Gesicht an: sie ist die gefährliche Geliebte. Sie hat uns den Kopf verdreht, und siehe! – : im Hintergrund rennt schon einer, ihn hat ihre Anziehungskraft in den plutonischen Wahnsinn getrieben. Nehmen wir einmal an, dieses Kerls eigene Venus steht … ja? – z.B. in der Jungfrau – gestärkte Wäsche, Demeter, keusche Liebe (kann sehr schön und unkeusch sein …) – klar, daß ihn die Skorpion-Venus zur Flucht veranlasst! Rechts unten sehen wir die goldenen Kugel der Wandlung. Bei mir ist es so, daß ich sowas immer auf der Straße finde, wenn die Götter mir ein Zeichen geben wollen:

Foto Termin ©

Pluto, der Skorpion-Herrscher ist eben nicht nur die Kohle aus dem Berg, sondern auch der Goldschatz. Wer mein eigenes Horoskop beobachtet, ahnt daher vielleicht, was ich mache (oder worauf ich verzichte), wenn Jupiter meinen eigenen Jupiter (fast) nochmal besucht.

Bleiben wir einmal bei den Wandlungen (Brot und Wein). Die untere Schale zeigt Jupiter-Zeus. Es ist eine sehr frühe Darstellung (700 a. Chr.).  Der Vogel – ornitologisch nahezu korrekt – ist Zeus´Adler. Aber was ist das für ein Jupiter? Auch einer der Wandlung (denn schließlich ist die ganze Schale eine Goldkreis-Idee)?!

Jupiter/Zeus ist auf dieser Schale ganz offensichtlich Osiris, man beachte die Bandagierung, der Adler jedoch seine Seele: die Schale selbst: eine religiöse Allegorie. Wer die Kästchen zählt, kommt auf die heilige 12 – hier steigen wir wieder auf den Zug der Astrologie …

… denn jetzt möchte ich euch bitten, wieder zurückzukehren auf oberes Horoskopbild. Die sogenannten arabischen Punkte bewegen sich blitzschnell durch Horoskop, und das liegt daran, daß ihrer Berechnung immer der Aszendent zugrunde liegt. So ist der alte Punkt des Ruhmes berechnet aus Haus 1 + Jupiter – Sonne (jeweils die Tierkreis-Grade), der Punkt der Liebe setzt sich zusammen aus Haus 1 + Venus – Sonne.

Eine ganz außergewöhnliche Koinzidenz will es deshalb, daß Jupiter bei seinem retrograden Eintritt in die Fische in genauer Konjunktion mit dem „Punkt des Ruhmes“ steht und gleichzeitig Venus in genauer Konjunktion mit dem „Punkt der Liebe“.

All diese Punkte stellen besondere Möglichkeiten dar, und sie sind kein Hokuspokus; vielmehr gründet die Mathematik selbst mit all ihren Resultaten auf nichts anderem, als die Zahl 12, das Dutzend. Der Jupiter-Zyklus, der die Sonnen-Flecken bestimmt, bzw. ausmacht und begleitet.

Daher muß man DIE ZEIT informieren: die Astrologie ist keine Schwester der Astronomie; beide sind hervorgegangen aus einer älteren astrologischen Kunde, die auf nichts anderem ruht, wie auf den Sinnen und der Verhältnismäßigkeit  der Ableitung aus der Zahl 12. Und dies ist der Grund, warum Mathematik und arabische Punkte funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Personen, Weltbild

Physiker und Katzen

Liebe Leserinnen und Leser,

auf folgendem Gebiet mag es für manche von euch ebenso langweilig sein, wie für andere der Fußball. Mich aber zieht es immer wieder zur Physik, und ich empfehle ein ganz besonders offen geschriebenes Fachbuch vom Wassermann Brian Greene: „Der Stoff, aus dem der Kosmos ist“.

Unteres Horoskop ist jenes von Martin Bäker, der für die Science-Blogs schreibt und einen sehr verständlichen Post über das Thema: „Kann die Physik die Welt erklären?“ (hier klicken) geschrieben hat, eine Diskussion, an der ich mich ebenfalls beteiligt habe.

Sein Horoskop stelle ich hier nicht rein, um ihn zu ärgern, sondern, weil er um Erklärung gebeten hat. Es zeigt – ohne Geburtszeit, also auf 12:00 Uhr Mittags gestellt – wunderbar die Rezeption von Jupiter rückläufig und Merkur: einer im Zeichen des anderen. Eine starke Verbindung für einen philosophisch orientierten Menschen, von dem wir vielleicht noch Großes erwarten können (vielleicht, wenn Pluto über die Sonne geht?).

Thema des aktuellen Diskurses ist die Kausalitätsfrage. Vulgo: „Was passiert warum?“ Es ist Martin Bäker – und anderen vor ihm – aufgefallen, daß Physik, sofern sie auf mathematischen Gleichungen beruht, nicht jeweils einen Grund klären kann, sondern nur einen Vergleich – eine Korrelation – liefert. Er erklärt das recht anschaulich, warum es unmöglich ist, aus der Korrelation abzuleiten, ob wirklich schon eine Ursache für ein Phänomen gefunden ist, oder ob dieses Phänomen mit der Ursache, welche wir annehmen, noch eingebettet ist in eine andere Folge von Ursache und Wirkung, die uns selbst nicht bekannt ist. Hört sich jetzt kompliziert an, ist aber gar nicht so schwierig, also bitte für Interessierte einfach oben mal lesen.

An diesem Punkt kommt die Philosophie ins Spiel. Was ist Grund, was Kausalität? Martin Bäker ist sich darüber im Klaren, daß aus den jeweiligen Korrelationen (letztlich Gleichungen) nur dann brauchbare Beschreibungen der Wirklichkeit resultieren können, wenn man diesen eine Theorie zugrunde legt. Für diese Theorie braucht man Kausalität – die Erklärung warum was passiert – welche – und da kommt der Zirkelschluss – wieder aus den Gleichungen, also letztlich den Korrelationen „gewonnen“ wird.

Nun hat man sich dermaßen daran gewöhnt, in der Physik herum zu wurschteln, daß es offenbar gar nicht so leicht ist, einzusehen, daß dieser Aufbau in seiner Selbstbezogenheit gar keinen festen Grund liefert. Und sobald diese Erkenntnis dämmert, neigen Physiker wohl dazu, ihren Geist einem Doppelspaltexperiment zu unterziehen, und zwei Realitäten zu postulieren:

die eine, die Ihnen in den Kram passt und deshalb mal so ein wenig zu philosophieren, für den Hausgebrauch quasi. Dem entsprechend ist Kausalität das, was sich praktisch verwenden läßt. Jeder weitere philosophische Gedankengang wird andererseits gern professionell mit „Hirnwichserei“ (diese Aussage geht nicht auf Martin Bäker zurück!) attributiert. Man verträgt gerade soviel Causa, Grund, Kausalität, daß sie sich nicht störend ins schlafende Bewußtsein drängt.

Dies entspricht der schizophrenen Vorstellungswelt des „naiven Realismus“. Doch er verkennt, daß sich kategorielle Fragen grundsätzlich nur mit logischer Genauigkeit lösen lassen, und die Philosphie keine Unschärferelation kennt.

Damit könnten Naturwissenschaftler ganz gut leben, und das versuchen sie auch. „Warum“, fragen sie, „sollten wir für das Atommodell die Kausalität diskutieren?“, bzw. „verstehe nicht genau, warum man für das Atommodell Kausalität braucht?“

Doch ist es das Atommodell selbst, das diese Fragen aufwirft, und zwar immer dann, wenn man versucht, seiner Natur durch ein Experiment auf die Spur zu kommen. Weil es sich als unmöglich erwiesen hat, den Experimentator vom Ergebnis des Experiments im Bereich der Quantenphysik zu entkoppeln. Messen bedeutet dort: beeinflussen. Und zwar beweisbar!

Hier rückt schizoides Verhalten von Physikern auf die zweite Stufe, gewissermaßen, denn den Anlass, nach dem tieferen Grund – eben der Kausalität – in einem Erklärungsmodell der Wirklichkeit zu fragen, haben sie uns mit ihren eigenen Forschungsergebnissen geliefert, und sie möchten sich jetzt gern abwechselnd als kompetente Zauberer der Quantenwelt in technischer Hinsicht, aber bei deren Interpretation als eben naive Ignoranten präsentieren, die – nicht alle, beileibe nicht! – so tun, als ergäbe sich aus den bewiesenen Schlussfolgerungen der experimentellen Quantenphysik keine Beteiligung des Beobachters am Experiment!

Und das funktioniert so, wie jedermann am kurios weltbekannten Beispiel von Schrödingers Katze nachvollziehen kann:

„Wir bringen unser System, also das uns interessierende Teilchen oder vielleicht auch eine Katze, in eine Überlagerung von Zuständen. Solange es uns gelingt, dieses System vom Rest der Welt abzukoppeln, bleibt diese Überlagerung erhalten.“ („Quantentheorie“, Gert Luwig Ingold, S. 120)

Foto Termin © Die hier lebt jedenfalls!

Überlagerung bedeutet in Bezug auf die eingeschlossene Katze: zwischen tot und lebendig, weder das eine, noch das andere. Schaut man jedoch nach, dann wird die Katze in entweder dem einen, oder dem anderen Zustand sein, jedoch – und das ist entscheidend – „Interessant ist dabei, daß es überhaupt nicht wichtig ist nachzusehen, welchen Weg das Teilchen genommen hat (Hinzufügung M.T.: in welchem Zustand sich die Katze befindet). Entscheidend ist nur, dass die Information darüber zumindest im Prinzip vorhanden ist. Schon das reicht aus, um die Gleichberechtigung der verschiedenen Wege zu stören.“ („Quantentheorie“, GLI, S. 109).

Katzen, Quanten? „Wir hätten damit entsprechend dem gerade eingeführten Sprachgebrauch ein Gemisch von Katzen vorliegen. Es widerspricht dagegen unseren klassischen Vorstellungen, daß sich jede dieser Katzen in einem reinen Zustand befindet, der aus einer Überlagerung von lebendiger und toter Katze besteht. Dabei ist allerdings zu bedenken, daß es gar nicht so einfach festzustellen ist, ob sich die Katzen in einer Überlagerung befunden haben. Wie wir am Beispiel von polarisierten Photonen gesehen haben, kann eine Messung in der Quantentheorie den Zustand verändern.“ („Quantentheorie, GLI)

Was bedeutet das? Ist die Physik ein Tollhaus? Nicht in Bezug auf die Quantentheorie. All dies sind bewiesene Tatsachen, weit klarer nachzuvollziehen, wie die obskure Behauptung einer konstanten Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, die keiner genauen Prüfung standhält. Es bedeutet vor allem, daß mit einer Messung der Zustand dessen, was gemessen wird, verändert wird. Die Physik selbst gibt dem Experimentator damit eine Rolle, die ihrer eigenen Forderung danach, daß … „bei der Interpretation physikalischer Versuche … der einzelne Experimentator samt seiner Geisteshaltung eigentlich keine Rolle spielen (darf) … “ gar nicht mehr möglich ist.

Hier tun sich nun allerdings jede Menge philosophischer Fragen auf, von denen offensichtlich im Augenblick die Physik und die Philosophie überfordert sind. Wobei die erstere noch kaum zu begreifen begonnen hat, was sie mit ihren quantenphysikalischen Experimenten eigentlich entdeckt hat. Dazu gehört unter anderem die Aufhebung von Ursache und Wirkung als zeitgebundenes Grundgesetz allen Daseins.

Technisch schon im dritten Jahrtausend, philosophisch noch nicht einmal im Mittelalter. Es ist schwer genug, die relevanten Versuche überhaupt zu verstehen, aber ich finde, jeder sollte es versuchen. Wir dürfen die Interpretation ihrer Versuche nicht mehr den Physikern selbst überlassen, Ihnen fehlen dafür offenbar manche Voraussetzungen.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Martin Bäker 02.01.1966

Länder, Mundan, Weltbild

Mars und Mondknoten

Liebe Leserinnen und Leser,

zwei Horoskope heute. Oberes Bild zeigt den Beginn des zweiten Irak-Kriegs am 20.03.2003 auf 12:00 Mittags gestellt im Innenkreis. Im Außenkreis das Ende des Krieges, auf gestern, 31.08.2010. Was ist zu sehen? Steinbock-Mondknoten über dem Steinbock-Mars, gradgenau. Mars ist bekanntlich der Krieger, zäher Landsknecht im Steinbock.

Unteres Bild erzählt uns eine andere Geschichte. Innen finden wir das Wassermann-Horoskop der USA – von dem ich meine, es läuft besser, als das Schütze-Horoskop – außen die Anschläge vom 11. September 2001 – meines Erachtens völlig ungeklärt (nichts ist, wie es scheint … ). Und da sehen wir wieder – seitenverkehrt gewissermaßen – Mars (plus Südknoten, fiese Mischung) über dem Steinbock-Nordknoten der USA.

Ob das Horoskop funktioniert, wissen wir, wenn sich ab dem 19.11.2010 mit Jupiter direktlaufend in Haus 2 die wirtschaftliche Stimmung aufhellt in den USA.

Müßte man weiter untersuchen, diese Steinbock-Mars Mondknoten Korrelation der USA bei Kriegen … Im Spiegel von gestern zwei Interviews. Eines mit Ijad Alawi, Ex-Präsident vom Irak, hat Aussicht auf Zukunftsposten … und eines mit Manutschehr Mottaki, Außenminister des Iran. Beide Interviews sind ungut. Von Stabilität in der Region kann keine Rede sein, und am 17. September will Iran den Reaktor in Betrieb nehmen. Die sogenannte friedliche Nutzung der Kernenergie war und ist von Anfang an an weltweite Waffengeschäfte gekoppelt. Nichts anderes steckt meines Erachtens auch hinter den Plänen unserer Regierung zur Verlängerung von Laufzeiten; immerhin hat D-Land mit dem überflüssigen Klumpen in Irans Wüste angefangen vor einem Saturn-Umlauf. Die Welt ist kriminell.  Wünschte, wir könnten was tun.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Innen USA 17.09.1787 16:00 Philadelphia, außen 09.11.2001

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Weltbild

Nun doch nicht?!

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Niemand verlangt von Naturwissenschaft – so mir nichts dir nichts –  gleich Antworten auf Alles zu haben. Ärgerlich ist aber, daß wir es durchaus mit Leuten zu tun haben, die ihre Theorien als stabiles Gebilde der Wirklichkeit verkaufen, und sich erdreisten, beispielsweise die Astrologie zu kritisieren, während sie selbst von Tuten und Blasen keine Ahnung haben … Immer mal wieder taucht dann in der Öffentlichkeit ein Brocken dieses bröckelnden Weltbildes auf, summa summarum praktisch in Bezug auf jeden uns als Fakt verkauften Teil des Theoriegebildes. Als Resultat davon werden die Menschen noch an den Urknall oder die Relativitätstheorie glauben, wenn selbst deren Schöpfer sich verzweifelt darum bemühen würden, nunmehr eine andere Erkenntnis zu vermitteln.

Was wir also im 20. Jahrhundert erlebt haben, ist die beispiellose Erschaffung von modernen Mythen, eine kalte, materialisierte und sich ihres eigenen Bewußtseins unbewußte Welt, in welcher Profiteure und die kleineren Rädchen nichts außer Party wollen – allerdings auf unsere Kosten.

Hier (unterer Link) ein Beispiel aktueller Irritation (bevor dies im Strom des Mainstreams wieder untergeht, denn Naturwissenschaftler sind sehr gut im Ignorieren von Gegenargumenten aus den Reihen der eigenen Zunft), bei dem es nicht nur darum geht, die Entstehung sogenannter Schwarzer Löcher nach herkömmlichem Verständnis anzuzweifeln, sondern damit – obwohl man sich hütet, dies zu sagen – die gesamte aktuelle Kosmologie – und zwar schlicht deswegen, weil es zwar fein ist, die Wirklichkeit mathematisch hochzurechen, es aber nun mal nichts nützt, wenn sie mit den Beobachtungen nicht übereinstimmt.

„Das aber ist nur schwer mit den etablierten Modellen der Sternentwicklung zu erklären. „Es stellt sich daher die schwierige Frage, wie viel Masse ein Stern überhaupt haben muss, um schließlich zu einem Schwarzen Loch zusammenzustürzen, wenn dies nicht einmal Sternen mit mehr als 40 Sonnenmassen gelingt“, sagt Co-Autor Norbert Langer von der Universität Bonn.“

Astronomie: Monster-Magnet stellt Theorie der Schwarzen Löcher in Frage – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Weltbild

Nanu, was ist das?

Liebe Leserinnen und Leser,

erkennt ihr etwas auf unterem Gemälde? Nicht? Es ist der kleine Mann neben der linken Schulter dieser Frau, er hält sich die Hand zum Sichtschutz vor die Stirn und beobachtet  –  ja, was denn?!

Der Link unterm Bild bietet eine Vergrößerung des spannenden Ausschnitts. Und eine Erklärung: es handle sich bei diesem Motiv des spähenden Hirten um Genremalerei, angeführt werden zahlreiche überzeugende Verwendungen desselben Motivs … nur – und dies ein gutes Beispiel von (nicht selektiver) sondern kompilatorischer Wahrnehmung selbsternannter Skeptiker – aus dem Objekt in unterem Bild von Sebastiano Mainardi wird auch bei allerbestem Willen keine Wolke oder sonst irgend ein stilisiertes Symbol der heiligen Dreifaltigkeit … man beachte die grundsolide braune Unterseite – es sieht den Objekten, die in der Neuzeit als UFOs gesichtet werden, überaus ähnlich.

Nun folgt aber daraus nicht – dies meine ich mit kompilatorisch anstatt selektiv – der Verdacht, daß all die stilisierten Wolken, Putten, Engel möglicherweise nur nivellierte Objekte eben der Art sein könnten, wie es auf unterem Gemälde in Reinform erscheint, sondern man führt umgekehrt (link unter dem Bild) in gewohnter und siegesgewisser Naivität alle anderen Beispiele des Genre-Motivs als Argument eben dafür an, daß beruhigender Weise mit obiger Darstellung nur ein Ausrutscher zu vermelden ist hinsichtlich dessen, was wohl eigentlich zu zeigen beabsichtigt war, und zwar völlig ungeachtet dessen, was sich einem unbefangenen Beobachter tatsächlich zeigt. So funktioniert heute Wissenschaft.

Das Bestechende an dieser nach Meinung maßgeblicher Kunsthistoriker sicher nicht gefälschten Arbeit ist ihre Entstehung zu einer Zeit, in der technische Flugobjekte bekannter Art absolut unbekannt waren. Wir dürfen also eine besondere Unbefangenheit voraussetzen.

Entsprechend groß ist der Aufwand, welcher betrieben wird, das schlicht nicht zu Leugnende dennoch umzubiegen (die Relativitätstheorie passend zu machen für die Quadratköpfe, die sich wohlfühlen in ihrer blöden mehrdimensional verschränkten und mathematisch verklausulierten Einfalt. Kein Beispiel eines empirischen Beweises des angeblich bestbewiesenen Gesetzes der Physik hält einer genauen Prüfung stand, weder GPS, noch Michelson-Morley, noch die mehr als ungenaue Messung der Lichtablenkung zur Sonnenfinsternis, man muß da nur mal in den Akten wühlen … ).

Art and UFO (Details hier)

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fotos, Poetry, Weltbild

Pyrotechniker

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Aufnahmen …

Fotos Termin ©

YouTube – Feuerwerk beim Klassik- Open- Air 2010 in Nürnberg

…  habe ich – ehrlich gesagt – mich bisher nicht getraut, zu veröffentlichen. Wie unterschiedlich sind die Medien Film und Fotografie. Sie zeigen nicht nur anderes (desselben Ereignisses), sondern sie bringen auch eine völlig andere Kategorie von Wirklichkeit hervor. Jeweils ihre eigene, die ohne Chance gegenüber der wirklichen Wirklichkeit ist – beide simulieren Wirklichkeit, der Film trügerisch (imitiert die Bewegung), die Fotografie offenkundig. Die Verzögerung des normalen Laufs der Dinge, das Innehalten-Können ist aber doch unsere Möglichkeit, diese Existenz überhaupt als Sein zu erfahren. Doch auch diese Verzögerung – der Stillstand – ist in Wirklichkeit nur Teil einer weiteren Bewegung: auf Dauer nicht beständig (im Stillstand). Aber die Verzögerung, die Möglichkeit das Rad der Zeit rückblickend nicht anzuhalten, aber ein wenig – nur mit unserer Wirklichkeit der Erinnerung und Erkenntnis – zu bremsen, die besteht doch und doch.

Wir sehen hier unten am AC inhaltlich aufsteigen, was das mittlere Bild darzustellen sich beliebt …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

25.07.2010 22:04, Nürnberg

Personen, Weltbild

Schütze-Mond

Liebe Leserinnen und Leser,

hier zieht er auf, der Schütze-Mond:

Foto Termin ©

18.08.2010 20:45 Nürnberg (Foto und Horoskop zeitsynchron)

Dies ist der Mond der Weisheit, der Mond der Philosophie.

Oskar Adler (Zwilling mit Mond im Zwilling und also aus gutem Grund Spezialist für das Schütze-Zeichen) nennt ihn „Taschenorakel“.

Wer etwas von der rasanten Entwicklung der Astrologie verstehen will, muß sich an die verachteten Orte begeben, z.B. die Astro-Hotlines. Niemals zuvor war es möglich in Echtzeit dermaßen verblüffende Übereinstimmungen zu erleben. Es ist keine Kleinigkeit, wie sich die Zeit mit den Tierkreiszeichen auf bisher ungeahnte Weise synchronisiert. So ist z.B. der Schütze-Mond tatsächlich der Mond der Philosophie. Wer aber hat einen Schütze-Mond? Zum Beispiel dieser Herr:

copyright: Ernst Peter Fischer

… und dies ist sein Horoskop:

18.01.1947, keine Zeit (Sonne auf 12:00)

Ernst Peter Fischer ist Wissenschaftler, Professor, Buchautor und Wissenschaftsjournalist. Dieser Autor hat mehr für die Vermittlung von Wissenschaft getan, als irgendein anderer Zeitgenosse unseres Landes.

Trotzdem oder genau deswegen zieht es ihn – sein Mond sei Dank – immer wieder zur Philosophie, zum Beispiel:  hier. (Kommentar Nr. 12 ist von mir.)

Herr Professor Fischer würde sich auch nie in Gerede gegen die Astrologie verzetteln, wie seine jungen, oft respektlosen Kollegen.

(Man kann sich kaum vorstellen, wie weltoffen und tolerant es im Ägypten der 50ger Jahre war. Ägypterinnen liefen problemlos mit Bikinis am Strand herum.)

Unfrei gegen und mit allem, was ihre Existenz ausmacht (die jungen Kollegen von EPF).

Doch selbst bei denen tut sich schon der ein oder andere was-wäre-wenn-Gedanke auf, zum Beispiel hier.

Warum wohl?

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Poetry, Weltbild

Zen, Musik und Simulation

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Liebe Leserinnen und Leser,

diese Frage ist gar nicht so einfach zu lösen. Es geht mir darum: wenn Musik – life gespielt – einmal aufgenommen ist, dann ist sie unveränderlich, absolut fixiert. Natürlich ist das ein technisches Wunder. Schon früher war es mir unbegreiflich, wie sich in den Venyl-Rillen unserer alten Platten etwas so Detailgetreues wiedergeben läßt, mittels einer Diamant-Nadel ablesen am Berg und Tal gepresster Kleinigkeiten?! Technisch kann man das lange erklären, praktisch ist es Magie und ein Wunder.

Natürlich liebte ich es, meine Platten zu hören. Dann kam die digitale Revolution und wir hatten CDs. Jeder weiß, daß dadurch der Hörgenuss mit Sicherheit um die Hälfte reduziert wurde, binäre Bausteine bringen nicht dieselbe Atmosphäre, wie anlaloge Wellentäler.

Eine höhere Stufe dieses Mysteriums ist natürlich die Radio-Übertragung! Technisch mag das erklärlich sein, praktisch behaupte ich, daß wir den Zauber, den wir da nutzen, noch gar nicht begriffen haben. Auch die sprechende Bundeslade scheint eine Art Radio-Apparat gewesen zu sein, ohne Frage. …

Doch grundsätzlichst ist aufgenommene, konservierte Musik keiner wahren Korrespondenz mit dem Hörer mehr fähig. Es handelt sich also nicht authentisch um Musik, ein Miteinander und Austausch von Aufmerksamkeit und gegenwärtiger Spannung. Sondern es ist, ob man will oder nicht, nurmehr die Simulation von Musik. Das Fixierte verhält sich zum lebendigen Austausch nicht als Variante, sondern als veritabler Gegensatz!

Im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs wäre es sogar sinnvoll (und ist es seit Ur-Zeiten) Musik nur dann als wahre Musik zu begreifen, wenn es nicht Hörer und Musiker gibt, sondern nur Hörer, die gleichfalls musizieren. Der/die ein oder andere mag aus dem Urlaub zurückkommen und dieses „primitive“ wahrhaftigste Musikerlebnis am Lagerfeuer geteilt haben (und wenn er/sie nur begleitend mit einem Kiesel auf einer Flasche geklopft hat). „Sofern ihr nicht werdet, wie die Kinder … „

Die Ursprungszellen der Musikentstehung – wohnzimmergleiche Proberäume, von denen es sicher hunderttausend im Land gibt – die leben gar von jenem Ursprung …

Ich behaupte auch, daß mit zunehmendem Alter unserer Möglichkeit, Tonaufnahmen zu machen, diese einer konstanten progressiven Versteinerung unterliegen: ältere Aufnahmen können mehr Unmittelbarkeit transportieren, als neue und Neueste sind schon alt, bevor man/frau sie überhaupt anhört.

Macht man das Radio an, hört man in der Regel einen Song, der bereits bekannt ist: das Hören ist völlig überflüssig, jede Note vorhersehbar.

Wie es manche Künstler fertigbringen, trotz des grundsätzlichen Mankos der Versteinerung von Tonaufnahmen auf selbigen fühlbar Unmittelbares zu transportieren, welches sich im Ohr des Hörers wieder lebendig entpackt und dann entfaltet wie eine Rose von Jericho grün wird, sobald sie Wasser bekommt, das kann ich mir nur mit der zeitlosen Liebe erklären, mit der diese Musik aufbereitet wurde … aber es ist selten, sehr selten.

Und im öffentlichen Raum – Cafés gar – der unterträglichen Zwangs-Beschallung zu entkommen, das ist nahezu ebenso unmöglich, wie dem Motoren-Lärm zu entfliehen, der uns überall und ständig einhüllt, auf dem Land und in der Stadt, so daß wir schon fast ausrasten, wenn wir doch einmal mit heiliger Stille – dem einzig wahren Kirchenbau unserer Zeit – konfrontiert werden.

Denn wie ein leeres Gefäß kann sich erst die Stille mit Sinn füllen; und die Angst vor dem Sinn ist es, der die Stille verdirbt und meidet, wo auch immer es geht: einschläfernd und lullend, uns vor uns selber schützend. Ein voll besetztes Café ohne Musik-Müll erreicht schnell einen unerträglichen Lautstärkepegel aus lauter Stimmen, die den jeweils anderen übertönen wollen. Die Angestellten wissen das, und errichten zwischen sich und den Gästen eine lebensrettende Musik-Barriere.

Thomas Bernhard (09.02.1931), der alte Untergeher, hat mal gesagt, die Welt würde am Musik-Müll zugrunde gehen. Doch wer liest noch Bernhard? Und daß Stille teurer Luxus ist, hat sich unter den Reichen dieser Welt bereits herumgesprochen. So, wie früher nur der König ein Bad hatte und heute jeder eines fordert, könnte bald jeder etwas Stille fordern. Hoffentlich!

Mir dünkt, in den hoch bevölkerten Ländern dieser Erde hat man diese Weisheit schon lange begriffen … Zen spricht diese Sprache, schweigt sie sogar.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus