Da mach ich jetzt Marmelade draus!
Kategorie: Fotos
Jahr des Tigers
Stillleben am Nachmittag
Alt und Neu
Liebe Leserinnen und Leser,
noch steht die alte Mauer. Unglaublich. Reste aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, wahrscheinlich billig hochgezogen aus von Hand saubergeklopften Ziegeln bombenzerstörter Häuser. Mitten in Nürnberg, Fürther Straße. Dahinter das neue, wärmegedämmte High-Tech-Gebäude. Wie wir sehen, hat Uranus heute überhaupt keine Aspekte, sein Widersacher Saturn läuft rückläufig in der Waage und „verdaut“ die exakte Pluto-Quadrat Stellung, die uns auf der kollektiven Ebene vor allem das Erdbeben in Haiti brachte.
Doch so bleibt es nicht. Die kardinale Klimax nähert sich mit geschwinden Schritten. Schauen wir uns einmal unteres Horoskop an:
Hier sehen wir Uranus und Saturn wieder in Opposition und Mars steht in genauer Konjunktion mit Saturn. Ich habe dieses Datum, diesen Zeitpunkt gewählt, weil der Mond die Uranus Jupiter-Verbindung im Widder an diesem Tag auslöst. Mal sehen, ob dann die alte Mauer noch steht. Dasselbe gilt im übertragenen Sinn für alles, was dieser Mauer ähnlich ist.
Drei starke Konjunktionen
Liebe Leserinnen und Leser,
Foto und Horoskop sind zum selben „Zeitpunkt“ aufgenommen (durch Draufklicken kann man beides vergrößern und studieren). Wir sehen rund um den Sonnenuntergang am Hauptbahnhof – die Schlote gehören der Müllverbrennungsanlage und passen super zu Neptun und Chiron – drei Konjunktionen: Mond/Uranus als direktestes und stärkstes – wie ich zumindest meine, denn Mond-Sensible spüren heute einen befreienden touch – dann Jupiter/Venus: da warte ich schon lange drauf. Geht allerdings nahezu unter in unseren modernen Maschinenwelten: denn wo das Leben als Fest selbst immer an letzter Stelle kommt (und komme mir hier keine/r mit der unerträglichen Seichtigkeit des Faschings) ist damit kaum Staat zu machen. Doch für all diejenigen, die sich die Sehnsucht nach einer besseren Welt nicht abgewöhnt haben: hier ist eure Chance mit Jupiter-Venus als freundlichstem aller möglichen Aspekte (das große Glück heiratet das Kleine) … und dann eben Neptun/Chiron; kann richtig wehtun … aber auch phänomenal heilen … nicht im Zeichen der Burg, aber doch im Zeichen des Glaubens: und vielleicht sogar an die Technik.
By the way – man hat mich neulich mißverstanden, als ich über Guido Westerwelle schrieb, der sagte „Wenn es in London eine reine Truppenaufstockungs-Konferenz ist, fahre ich nicht hin …“ Das „Lob“ war unangebracht; es war eine reine Truppen-Aufstockungskonferenz und Westerwelle fuhr hin.
Kann mir jemand sagen, warum die versammelte Linke zu Westerwelles schwachsinnigen Hartz-IV-Tiraden nahezu unhörbar ist? Die Presse allein?
Wann kommt jemand auf den Umkehrschluss, nämlich: daß – falls wirklich ein Hartz -IV-Empfänger mehr haben sollte, als ein Arbeiter – es eben gilt die Löhne der Arbeiter aufzustocken, wie es alle Wachstums-Propheten schon lange fordern, anstatt Hartz-IV-Bezieher via Bild-Zeitung zu gängeln?
Es wollen also dieselben Lebemänner, die noch nicht einmal einem Mindestlohn für Postzusteller zustimmen können, darüber poltern, dass angeblich Hartz IV-Empfänger zuviel bekommen?
Dabei ist der unerträgliche Bürokratismus bekanntermaßen bereits ein 100%tiger Hauptjob für Hartz-IV-Empfänger. Hartz-IV ist, wie Prof. Dr. Götz Werner treffend und immer gültig gesagt hat: „Offener Strafvollzug“.
„Das ist Sozialismus“ krakeelt der „Esel“ Westerwelle (Zitat: Heiner Geißler: danke!; Fische können eben oft denken …): ja freilich, gerade haben wir die Banken rausgehauen, ganz Europas Agrar- und Großindustrie schwimmt auf der Subventions-Fettaugen-Suppe, aber ausgerechnet die Hartz-IV-Bezieher bringen uns in den Sozialismus.
Unsinn: Sozialismus ist, wenn Banken nach einer Reihe von fettesten Jahren und dem folgenden Zusammenbruch aufgrund von maßloser Zockerei (es geht dabei nicht um Geld, sondern um Menschenleben) ihre Gewinne und Boni weiter aus dem „Volksvermögen“ abschöpfen, als wäre nichts gewesen, ohne, daß sie – wie in den USA, Frankreich und England wenigstens lanciert: zur Kasse gebeten werden!
Wozu sollen Banken überhaupt Gewinn machen? Warum sollte überhaupt ein Mensch mit Geld Geld verdienen? Und wie verträgt sich denn das mit dem Thema: „wer arbeitet muß mehr haben, als der, der nichts tut?“
Und Du, Guido, glaubst wohl, Du arbeitest? Mach erstmal Deinen hochbezahlten und völlig überflüssigen Job. Denkst Du, es würde jemand merken, wenn der Deutsche Außenminister und Vize-Kanzler drei Monate lang nicht da wäre?
So schnell kann man es doch einfach nicht vergessen haben?
Solidarity rocks …
Fische-Aszendent
Lieber Leserinnen und Leser,
na klar, selbst Abfall hat eine ästhetische Dimension – wenn man ihn nur fotografiert. Nicht umsonst wähle ich dieses Bild für den Fische-Aszendenten, denn es entspricht seinem/ihrem Lebensgefühl. Es sagt: „Ich löse mich in allem auf, ich finde keine Kontur, ich bin eigentlich überflüssig …“.
Was für ein Glück wäre es für ihn, eine Jungfrau-Aszendentin zu finden. Doch die wehrt sich – obwohl magisch von ihm angezogen – mit Händen und Füßen: er ist das Gegenteil von nützlich und effizient. Nun schaut euch mal das untere Horoskop an:
Dieser Fische-Aszendent hat eine Jungfrau-Aszendentin gefunden. Er kommt aus dem fernen Morgenland. Und was war er von Beruf? Ratet mal … ? – – – : mit Neptun exakt am (eigentlich im) MC – – – ??? – Tauchlehrer! Besser geht es nicht mit der Realisation der Geburtsanlagen. Oh, wäre er nur in Ägypten geblieben! Doch tatsächlich hat ihn dort eine Jungfrau-Aszendentin entdeckt und ihn – denn sie denkt effizient und praktisch – nach Deutschland geholt. Und da ist er nun, der gestrandete Tauchlehrer, gelandet im Eis. Falsch war das aber nicht, denn schließlich spricht die Schütze-Sonne das Gedicht von Wagnis und Abenteuer.
Konsequenterweise hat sein Fische-AC die Ideal-Profession auch noch aufgelöst. Wenn sie nun klug wäre und von der begrenzten Haltbarkeit ihrer lebenspraktischen Jungfrau-AC-Weise einen blassen Schimmer hätte … doch das ist zuviel verlangt, oder nicht? – – : über den eigenen Schatten springen?! Als Beamtin den Job aufgeben und ihrem Mann ins Morgenland folgen? Oh, könnte sie es nur, oh wäre sie nur in der Lage, die ganze Sicherheit für Firlefanz zu nehmen …
Allen Ernstes: Astrologie sollte wirklich Pflichtfach in den Schulen werden, das würde uns mehr bringen, als Milliarden in den Weltraum zu verpulvern: wir hätten zumindest eine Ahnung davon, wann es sich lohnt, duldsam zu sein und wie die Liebe zueinander findet. Denn es gibt dafür nichts Besseres, als Astrologie und da insbesondere den Partnervergleich. Es ist ein Wunder. Und wäre ich kein Fisch im Sonnenzeichen, ich würde mich darüber wundern.




















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