David Bowie

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Liebe Leser,

Wassermann-AC versucht alles, um den Erwartungen der Anderen ein Schnippchen zu schlagen (daher nannte man ihn auch Pop-Chamäleon). Für solche, die sich auf Wassermann-Aszendenten verlassen können wollen, ist´s oft zum Mäuse-melken …

Daß Bowie seine Sonne Haus 12 hatte – think big, weltweite Wirkung (oder das Scheitern, unter Brücken schlafen … ) – und aus uns hat er dann treuherzig mit Mond/Saturn/Pluto in Haus 7 im Zeichen Löwe (Chamäleon bedeutet witzigerweise „Erdlöwe“ – Sonne Erde, Mond Löwe) Helden gemacht – für einen und alle Tage. Ein nahezu perfekt gelebtes Geburtsbild …

Was wird aus ihm in der nächsten Inkarnation? Nun ist auch er den Weg vorangegangen … thank´s for being very britisch …

Pluto auf seiner Reise hat zum Tod bis auf ca. 1 Grad die Sonne erreicht. Da muss man nicht sterben – ich kenne viele Steinböcke mit ausgefeilten Pluto-Strategien, die von ihrem Schutzengel perfekt gecoacht werden – aber für Bowie war es Zeit.

I, I can remember (I remember)
Standing, by the wall (by the wall)
And the guns, shot above our heads (over our heads)
And we kissed, as though nothing could fall (nothing could fall)
And the shame, was on the other side
Oh we can beat them, for ever and ever
Then we could be Heroes, just for one day …

Weil er das Lied in Berlin geschrieben hat, ist er – wie Cohen etwas später „first we take Manhatten … “ – einer der Mauerbezwinger … oder ist das zu schräg, Cohen (Waage) mit Bowie (Steinbock, Neptun Waage) zu vergleichen?! Zukunftsversion possibly  …

Das spezifische Berlin-feeling kommt auf, wenn das Gitarren-Solo losgeht. Kann mich an meinen ersten oder zweiten Tag in Berlin erinnern: Lesben-WG mit Blick auf die Mauer über Sylvester 1985 (Köpenicker-Straße) – die freundlichen Frauen (ewige Dankbarkeit!) waren alle in Barcelona oder daheim in „Wessiland“ – und ich war dort allein in einem Hochbett – und drunten sang Laurie Anderson den sound der Zeit für Kohle-riechendes Berlin im kalten Spionage-Modus (eine der Amazonen war doch daheim geblieben, Gott sei Dank, und die hörte die hypnotische Laurie Anderson) – Winter, Loft, warm – draußen saukalt und glatt. Von Club zu Club – schlitternd, mit meinem zuverlässigen Sportwagen eiserprobt aus dem Hotzenwald (da schreckt kein Winter mehr) – im Kasetten-Ding die Stones, Doors, oder sogar Screaming Jay Hawkins, Captain Beefheart – unterwegs zum „Café-Einstein“, „Paris-Bar“ – „MIR“ oder „Madonna“ – Hermannsplatz – „O-Bar“ – (weg, ein Inder drin … ) – „Dschungel“ oder später :„Fischlabor“ … richt nach Kohle. Die Kunst in Blisterfolie verpackt nach Ostende. Und Bowie war trozdem und gerade deswegen ein Held,  der gespeicherte Gegen-Entwurf der Intellektuellen – „just for one day“„and for ever and ever“ – der alte König (Saturn in Löwe) wird zu Weltanker (Sonne in 12) … Die Paradoxie wahr … Auch Nick Cave dunkelte schon und Blixa Bargeld – die neuen deutschen Wilden eroberten den Kunstmarkt und Zappa gab rauschende Konzertfeste in Berlin …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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