Ereignis, Personen

Laura Dekker

Liebe Leserinnen und Leser,

Merkur sowas von rückläufig auf etwas mehr als 18º, die kühne Jungfrau jedoch sticht, anders als Columbus wahrscheinlich ohne vorher ein Horoskop zu erstellen, in See, das Fische-Element schlechthin!

Und da, in den Fischen, hat sie Saturn, als könnte sie auf Planken über´s Wasser laufen (und findet Struktur auf dem Ozean) Drei Planeten im Domizil (Jupiter, Mars,Venus plus Mond erhöht), das könnte sie schaffen, und man mag ihr Glück und Gesundheit wünschen.

Doch trieb da nicht neulich ein junges Mädchen auf hoher See, ein Airbuss auf der Suche nach ihr?

Ich hoffe auch, Venus oder Merkur sind nicht Geburtsherrscher, Herren des AC: wegen Mars und Saturn in der Waage. Mars steht am 30.08.2010 über ihrem Merkur und Saturn dann über der Venus.

Merkur aktuell rückläufig: das ist schon fast eine Garantie für die baldige Rückkehr, sie könnte den Mercury-Motor brauchen. Imposant die Neptun-Uranus Verbindung im Steinbock: beharrliche (Steinbock) Revolutionärin (Uranus) auf dem Ozean (Neptun).

Rekordversuch: Hollands Segelmädchen zur Solo-Weltumrundung gestartet – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – SchulSPIEGEL

Sollte sie umkehren müssen (schon der Trick Portimao vs. Gibraltar ist eine Merkur R Verschieberei), wird sie es bestimmt solange versuchen, bis sie es letztendlich doch schafft. Ein besseres Horoskop als dieses ist für ihr Vorhaben kaum denkbar.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Laura Dekker, 20.09.1995, Whangarei, Neuseeland, keine Zeit!


Ereignis, Mundan

Jungfrau-Sonne

Liebe Leserinnen und Leser,

kein Zeichen ist den Fischen so ähnlich, wie die Jungfrau – und keines so verschieden. Sind die Fische der Blick in den dunklen Nachthimmel des unendlichen Alls, so ist die Jungfrau der Blick in den tiefen Brunnen der Erde, in dem sich der Himmel spiegeln mag.

Dane Rudhyar schreibt: …

Datei: Wikipedia

… „Die Sphinx ist der symbolische Ausdruck jener Krise, die in einem bestimmten Stadium der Entwicklung eintreten muß, wenn das kreative, alles auf sich selbst projizierende, das dramatische Alleinsein des Ego (Löwe) sich verwandeln soll in der erwartungsvolle, potentiell fruchtbare Alleinheit der Seele (Jungfrau).“ (Rhythmus des Zodiak)

Wenn man unten dargestellte Abbildung betrachtet – übrigens Anfang Fische, nicht Jungfrau – dann kann man sich vorstellen, wie der jeweilige Tierkreisabschnitt, in welchem sich die Sonne gerade befindet, eigentlich von dieser abgedeckt wird, so daß die Energie des Alls die Erde aus diesem Bereich nicht erreichen kann. Die Wirkung ist also eine indirekte – einerseits – und eine direkte, bezogen auf den Einfluss der Sonne selbst.

Im Netz finden sich jüngst einige Seiten mit Titeln wie Wahres-Sternzeichen (hier), die uns mit einer aufgeholten Rechnung zwecks Korrektur der Präzession beglücken wollen. Aber nichts könnte irreführender sein: das interessiert überhaupt nicht, unser Tierkreis ist ein Sonnenstands-Tierkreis, der sich auf den Jahresablauf bezieht, Tag- und Nachtgleiche, nicht auf die ohnehin unterschiedlich großen Sternzeichen dahinter, und es war auch nie anders, seit Beginn der Einteilung in Tierkreiszeichen, im vollen Bewußtsein der Präzession.

Die vedische Astrologie rechnet die Präzession zwar mit, braucht aber den tropischen Tierkreis als Umrechnungsfaktor und hat ihre Zeichen auch in genau 30º eingeteilt – also gewiss nicht korrekt siderisch justiert. Vedische Astrologie ist die Astrologie, die Astrologen Alexanders des Kleinen nach Indien gebracht haben, also stehengebliebene westliche Astrologie mit Umrechnung.

Aber sie ist schlicht: falsch, bezogen auf die Tierkreiszeichen. Richtig jedoch bezogen auf die Position der Planeten zueinander, die sich gar nicht ändert und folglich gleich ist mit unserer und daher lassen sich auch richtige Aussagen aus der vedischen Astrologie ableiten. Also kein Fisch ist eigentlich Wassermann oder so ähnlich, alles Unsinn. Aber wahrliche Jungfrau-Fragen sind dies doch! Denn die geistige Ordnung ist das, was die Jungfrau beschäftigt, dabei kann die Wohnung aussehen, wie ein Mülleimer! Dies jedoch gilt nicht für den Fall eines Jungfrau-Aszendenten. Da ist immer aufgeräumt und alles in relativer Sicherheit: Beruf, Rentenversicherung, Glaube.

Kurz nach Eintritt der Sonne ins Zeichen Jungfrau haben wir den Fische-Vollmond (24.08.2010 17:04). Ich nenne diese Kombination Goethe-Vollmond – geistige Ordnung und Poesie – unschlagbare Mischung.

Ich lese das Eintrittshoroskop wie man auch ein Ereignis- oder Geburtshoroskop lesen würde: diese Jungfrau-Sonne hat auch einen Jungfrau-Aszendenten, die Rückbesinnung auf eine geistige Ordnung (in diesem Blog schon seit einiger Zeit unter „Schütze-Mond“) mit dem Ziel im Haus 10 = Zwillinge, gewinnen Sie Beweglichkeit! Und wie? Durch das Fische-Prinzip am Deszendenten, d.h., lassen Sie unnötige Grenzen fahren und öffnen Sie sich dem Grenzenlosen … und wie? Praktisch und technisch und revolutionär, denn Neptun, Herr der Fische steht … im Haus 6, dem Jungfrau-Haus … o.k – – – !?! : –  machen wir!

Mit herzlichen Grüßen!

Markus

Datei: Wikipedia

23.08.2010 07:27 Nürnberg

Fotos, Poetry, Weltbild

Pyrotechniker

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Aufnahmen …

Fotos Termin ©

YouTube – Feuerwerk beim Klassik- Open- Air 2010 in Nürnberg

…  habe ich – ehrlich gesagt – mich bisher nicht getraut, zu veröffentlichen. Wie unterschiedlich sind die Medien Film und Fotografie. Sie zeigen nicht nur anderes (desselben Ereignisses), sondern sie bringen auch eine völlig andere Kategorie von Wirklichkeit hervor. Jeweils ihre eigene, die ohne Chance gegenüber der wirklichen Wirklichkeit ist – beide simulieren Wirklichkeit, der Film trügerisch (imitiert die Bewegung), die Fotografie offenkundig. Die Verzögerung des normalen Laufs der Dinge, das Innehalten-Können ist aber doch unsere Möglichkeit, diese Existenz überhaupt als Sein zu erfahren. Doch auch diese Verzögerung – der Stillstand – ist in Wirklichkeit nur Teil einer weiteren Bewegung: auf Dauer nicht beständig (im Stillstand). Aber die Verzögerung, die Möglichkeit das Rad der Zeit rückblickend nicht anzuhalten, aber ein wenig – nur mit unserer Wirklichkeit der Erinnerung und Erkenntnis – zu bremsen, die besteht doch und doch.

Wir sehen hier unten am AC inhaltlich aufsteigen, was das mittlere Bild darzustellen sich beliebt …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

25.07.2010 22:04, Nürnberg

Personen

Geschwister zwei

Liebe Leserinnen und Leser,

für die astrologisch fachkundigen Leser hier nur schnell ein zweites Beispiel der Anschaulichkeit halber, damit klar ist, was ich gestern mit „Symmetrie“ meinte. Bei diesen beiden ist es die Aszendenten-Achsenspiegelung. Sie sind absolut gegensätzlich und doch ergänzend. Wichtiger noch ist aber der Mars im Löwen. Zwei männliche Geburten, also Brüder. Die Bedeutung wird dadurch unterstrichen, daß der Vater ebenfalls einen Mars im Löwen hat. Oberer Horoskopeigner ist ausgewandert – Sonne Haus 9 – unterer hat´s versucht und muß sich doch an seinen stärksten Planeten, den Mond im Haus 4 halten, bleibt folglich im Land …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Personen

Geschwister

Liebe Leserinnen und Leser,

hier ein interessantes Beispiel aus der Praxis: an unteren beiden Horoskopen sehen wir recht anschaulich, welche Symmetrie sich bei Geschwister-Horoskopen zeigt. Wer nun aber glaubte, dies ließe sich statistisch bestätigen, irrt. Denn die Symmetrie ist zwar deutlich sichtbar und bei allen Geschwistern vorzufinden, aber dennoch niemals als die selbe.

Hier unten finden wir vor: gleicher Aszendent sowie Venus-Mars Konjunktion. Als besondere Koinzidenz kommt hinzu, daß der Astrologe an einem Tag in einer Frage das Geschwister-Thema betreffend konsultiert wird – also heute – an dem eine ganz exakte Venus-Mars Konjunktion stattfindet.

Foto Termin ©

Nun gibt es aber auch ein Haus der Geschwister im Horoskop: es ist das dritte. Wie wir sehen, findet sich im oberen Horoskop Merkur im dritten Haus, während er den Deszendenten, also das Haus 7 regiert. Das Bild der Partnerschaft wird also in besonderem Maße mit dem Geschwisterteil verbunden.

Im unteren Horoskop ist Neptun, Herr des dritten Hauses im ersten Haus, dem Aszendenten. Die Schwester wird also in besonderem Maße als innerlich zugehörig empfunden.

Naturgemäß kommt es bei so einer Konstellation zu Problemen, wenn ein Lösungsprozess stattfindet, etwa, wenn einer eine Partnerschaft eingeht. Und wie wir sehen, zieht und zog Uranus (plus Jupiter) gleich mehrmals über den Merkur im dritten Haus des ersten Geburtsbildes und die Zeit der Befreiung voneinander ist gekommen.

Den anonymen Horoskopeignern vielen Dank für die Möglichkeit, diese Beispiele hier zeigen zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Synastrie

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Merkur wieder rückläufig

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

vom 20.08.2010 bis zum 13.09.2010 ist Merkur wieder rückläufig. Wir erinnern uns: die letzte Rückläufigkeitsphase im Jahr der kardinalen Klimax fand zum Vulkan-Asche-Spaß statt, hunderttausende gestrandete Flugpassagiere, das Zeichen der Zeit klar, dazugelernt bislang: nada.

Mal gucken, was diese Rückläufigkeitphase bringt! Erst am 27.09.2010 steht Merkur wieder so, wie zu Beginn der Rückläufigkeitphase. Alle Rückläufigkeiten dieses Jahres finden in Erdzeichen statt. Ungewöhnlich: eine vierte wird folgen.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

20.08.2010 21:59, Nürnberg

Personen, Weltbild

Schütze-Mond

Liebe Leserinnen und Leser,

hier zieht er auf, der Schütze-Mond:

Foto Termin ©

18.08.2010 20:45 Nürnberg (Foto und Horoskop zeitsynchron)

Dies ist der Mond der Weisheit, der Mond der Philosophie.

Oskar Adler (Zwilling mit Mond im Zwilling und also aus gutem Grund Spezialist für das Schütze-Zeichen) nennt ihn „Taschenorakel“.

Wer etwas von der rasanten Entwicklung der Astrologie verstehen will, muß sich an die verachteten Orte begeben, z.B. die Astro-Hotlines. Niemals zuvor war es möglich in Echtzeit dermaßen verblüffende Übereinstimmungen zu erleben. Es ist keine Kleinigkeit, wie sich die Zeit mit den Tierkreiszeichen auf bisher ungeahnte Weise synchronisiert. So ist z.B. der Schütze-Mond tatsächlich der Mond der Philosophie. Wer aber hat einen Schütze-Mond? Zum Beispiel dieser Herr:

copyright: Ernst Peter Fischer

… und dies ist sein Horoskop:

18.01.1947, keine Zeit (Sonne auf 12:00)

Ernst Peter Fischer ist Wissenschaftler, Professor, Buchautor und Wissenschaftsjournalist. Dieser Autor hat mehr für die Vermittlung von Wissenschaft getan, als irgendein anderer Zeitgenosse unseres Landes.

Trotzdem oder genau deswegen zieht es ihn – sein Mond sei Dank – immer wieder zur Philosophie, zum Beispiel:  hier. (Kommentar Nr. 12 ist von mir.)

Herr Professor Fischer würde sich auch nie in Gerede gegen die Astrologie verzetteln, wie seine jungen, oft respektlosen Kollegen.

(Man kann sich kaum vorstellen, wie weltoffen und tolerant es im Ägypten der 50ger Jahre war. Ägypterinnen liefen problemlos mit Bikinis am Strand herum.)

Unfrei gegen und mit allem, was ihre Existenz ausmacht (die jungen Kollegen von EPF).

Doch selbst bei denen tut sich schon der ein oder andere was-wäre-wenn-Gedanke auf, zum Beispiel hier.

Warum wohl?

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Poetry, Weltbild

Zen, Musik und Simulation

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Liebe Leserinnen und Leser,

diese Frage ist gar nicht so einfach zu lösen. Es geht mir darum: wenn Musik – life gespielt – einmal aufgenommen ist, dann ist sie unveränderlich, absolut fixiert. Natürlich ist das ein technisches Wunder. Schon früher war es mir unbegreiflich, wie sich in den Venyl-Rillen unserer alten Platten etwas so Detailgetreues wiedergeben läßt, mittels einer Diamant-Nadel ablesen am Berg und Tal gepresster Kleinigkeiten?! Technisch kann man das lange erklären, praktisch ist es Magie und ein Wunder.

Natürlich liebte ich es, meine Platten zu hören. Dann kam die digitale Revolution und wir hatten CDs. Jeder weiß, daß dadurch der Hörgenuss mit Sicherheit um die Hälfte reduziert wurde, binäre Bausteine bringen nicht dieselbe Atmosphäre, wie anlaloge Wellentäler.

Eine höhere Stufe dieses Mysteriums ist natürlich die Radio-Übertragung! Technisch mag das erklärlich sein, praktisch behaupte ich, daß wir den Zauber, den wir da nutzen, noch gar nicht begriffen haben. Auch die sprechende Bundeslade scheint eine Art Radio-Apparat gewesen zu sein, ohne Frage. …

Doch grundsätzlichst ist aufgenommene, konservierte Musik keiner wahren Korrespondenz mit dem Hörer mehr fähig. Es handelt sich also nicht authentisch um Musik, ein Miteinander und Austausch von Aufmerksamkeit und gegenwärtiger Spannung. Sondern es ist, ob man will oder nicht, nurmehr die Simulation von Musik. Das Fixierte verhält sich zum lebendigen Austausch nicht als Variante, sondern als veritabler Gegensatz!

Im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs wäre es sogar sinnvoll (und ist es seit Ur-Zeiten) Musik nur dann als wahre Musik zu begreifen, wenn es nicht Hörer und Musiker gibt, sondern nur Hörer, die gleichfalls musizieren. Der/die ein oder andere mag aus dem Urlaub zurückkommen und dieses „primitive“ wahrhaftigste Musikerlebnis am Lagerfeuer geteilt haben (und wenn er/sie nur begleitend mit einem Kiesel auf einer Flasche geklopft hat). „Sofern ihr nicht werdet, wie die Kinder … „

Die Ursprungszellen der Musikentstehung – wohnzimmergleiche Proberäume, von denen es sicher hunderttausend im Land gibt – die leben gar von jenem Ursprung …

Ich behaupte auch, daß mit zunehmendem Alter unserer Möglichkeit, Tonaufnahmen zu machen, diese einer konstanten progressiven Versteinerung unterliegen: ältere Aufnahmen können mehr Unmittelbarkeit transportieren, als neue und Neueste sind schon alt, bevor man/frau sie überhaupt anhört.

Macht man das Radio an, hört man in der Regel einen Song, der bereits bekannt ist: das Hören ist völlig überflüssig, jede Note vorhersehbar.

Wie es manche Künstler fertigbringen, trotz des grundsätzlichen Mankos der Versteinerung von Tonaufnahmen auf selbigen fühlbar Unmittelbares zu transportieren, welches sich im Ohr des Hörers wieder lebendig entpackt und dann entfaltet wie eine Rose von Jericho grün wird, sobald sie Wasser bekommt, das kann ich mir nur mit der zeitlosen Liebe erklären, mit der diese Musik aufbereitet wurde … aber es ist selten, sehr selten.

Und im öffentlichen Raum – Cafés gar – der unterträglichen Zwangs-Beschallung zu entkommen, das ist nahezu ebenso unmöglich, wie dem Motoren-Lärm zu entfliehen, der uns überall und ständig einhüllt, auf dem Land und in der Stadt, so daß wir schon fast ausrasten, wenn wir doch einmal mit heiliger Stille – dem einzig wahren Kirchenbau unserer Zeit – konfrontiert werden.

Denn wie ein leeres Gefäß kann sich erst die Stille mit Sinn füllen; und die Angst vor dem Sinn ist es, der die Stille verdirbt und meidet, wo auch immer es geht: einschläfernd und lullend, uns vor uns selber schützend. Ein voll besetztes Café ohne Musik-Müll erreicht schnell einen unerträglichen Lautstärkepegel aus lauter Stimmen, die den jeweils anderen übertönen wollen. Die Angestellten wissen das, und errichten zwischen sich und den Gästen eine lebensrettende Musik-Barriere.

Thomas Bernhard (09.02.1931), der alte Untergeher, hat mal gesagt, die Welt würde am Musik-Müll zugrunde gehen. Doch wer liest noch Bernhard? Und daß Stille teurer Luxus ist, hat sich unter den Reichen dieser Welt bereits herumgesprochen. So, wie früher nur der König ein Bad hatte und heute jeder eines fordert, könnte bald jeder etwas Stille fordern. Hoffentlich!

Mir dünkt, in den hoch bevölkerten Ländern dieser Erde hat man diese Weisheit schon lange begriffen … Zen spricht diese Sprache, schweigt sie sogar.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Weltbild

Uranus wieder in den Fischen!

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Aufkleber (siehe Foto unten) ist, zugegeben, nicht gerade die feine Art. Andererseits sind Autos für Radfahrer eine unglaubliche Zumutung: gänzlich ohne Knautschzone begeben sie sich heldenmütig in Konkurrenz zu aggressiv tönenden Blechtonnen, die Radler ständig in Lebensgefahr. Sie brauchen auch nicht zu rauchen, denn die Abgase, die innen im Blechkäfig eine Klimaanlage filtert, bekommen sie ganz direkt in die Lunge gepustet. Natürlich sieht das aus dem klimatisierten S-Klasse-Käfig heraus recht entspannt aus: zwei völlig verschiedene Welten, die eigentlich gar nicht kompatibel sind.

Man kann aber mit Fahrrädern nicht nur Fahrrad fahren, nein, Frank Zappa hatte schon lange (hier klicken) bewiesen, daß man mit Fahrrädern auch Musik machen kann.

Doch Musik, was ist das? Wir leben im Zeitalter der Bewußtseinsseele, Uranus, der Befreier, er steht seit Samstag wieder in den Fischen, ich merke sowas taggenau. Saturn, sein Gegenstück, läuft immer noch oppositionell in der Waage. Zu diesem Bild passt folgender Gedanke: saturnisch ist alle aufgenommene Musik. Sie steht still und kann eigentlich gar nicht mehr lebendig mit Hörern korrespondieren. Aufgenommene Musik ist eigentlich gar keine, sondern kann nur noch Anti-Musik genannt werden. Doch die Welt ist voll davon, genauso, wie von Autos. Warum ich mir darüber Gedanken mache, darüber morgen mehr …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

14.08.2010 05:56, Nürnberg

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Personen

Agoraphobie und Chiron-Uranus Opposition

Liebe Leserinnen und Leser,

„Täuschen wir uns nicht darüber“, schrieb Fritz Riemann, Psychoanalytiker und Astrologe von Ansehen und Rang, „daß wir in der Erforschung unserer Seele oder unseres Geistes noch ganz in den Anfängen stecken.“

(Als er dies schrieb, war die Menschheit allerdings ein Stück weiter als heute. Durch NLP und andere – wohl funktionierende – aber sinnlose Gehirnwäsche-Techniken ohne wahre Tiefe sind wir zurückgeworfen ins Sammelsurium statistischer Erhebungen, ein Pawlowscher Hund, der den roten Faden immer tiefer verbuddelt …)

Jede Zeit hat ihre eigenen psychischen Störungen. Die sogenannten „Hysterien“ des 19. Jahrhunderts sind uns  wenig vertraut, obwohl der Begriff seinen Platz in unsere Umgangssprache gefunden hat. Von der Intensität dieser Krankheit im 19. Jahrhundert machen wir uns heute keine Vorstellung. Beispielsweise wies eine Form der hysterischen Erkrankung eine intensive Rötung aller Hautpartien entlang der Nähte der Unterwäsche auf, und zwar genau entlang dieser Nähte. Als wäre der Mensch ein sich durch seine Neurosen steuerndes Chamäleon.

Eine relativ neu auftretende psychische Störung, die gleichwohl aktuell oft beobachtet wird, ist eine neue neurotische Angst-Variante: eine besondere Form der (schon im Altertum beschriebenen) Agoraphobie, der Angst vor öffentlichen Plätzen.

Die Symptome sind wie folgt: diejenigen, welche daran erkranken, können sich relativ frei in einem gewissen Umkreis bewegen, meist einige Straßenzüge weit. Doch dann stoßen sie an einen Punkt, als wäre um sie herum eine gläserne Wand gebaut: sobald sie die Grenze überschreiten, bekommen sie eine Panikattacke (Herzrasen, Atemnot), deren Ursache ihnen selbst bewußt völlig unbekannt ist.

Bewußt würden sie sehr gerne diese Grenze überschreiten. Sie sehnen sich nach einem normalen Leben. De facto sind sie nicht einmal in der Lage einen Therapeuten aufzusuchen und total auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen.

Die beiden unteren Horoskope zeigen Beispiele (mit freundlicher Genehmigung der Horoskop-Eigner) von solchermaßen erkrankten Menschen. Oben eine weibliche Geburt, unten eine männliche.

Auffallend übereinstimmend ist die Uranus-Chiron Opposition (wenn auch nicht sehr exakt) bei beiden auf der Elternachse. Uranus passt zu den plötzlich und unvermittelt auftretenden Panik-Anfällen und Chiron ist hier eben der Dauerkonflikt einer dem Menschen durch ein völlig verkrachtes Elternhaus zugemuteten seelischen Wunde – aber im 10. Haus ist auch die Aufgabe, das Amt, die Würde der gemeinschaftlichen Autorität, die hier verletzt ist, der Heilung bedarf.

Aber das sind nur die Grundbedingungen mangelnder backup-Sicherheit, die die Übernahme des Angstkörpers über unser Wesen begünstigen. Hinzu kommt die Spaltung der Persönlichkeit durch elektronische Medien. Ein Ich- und Willensverlust durch einen dauerhaften Trance-Zustand, der suchterhaltend durch das Internet kultiviert wird, aber im Grunde seit Anbeginn des Buchdrucks existiert. Doch noch nie war die Halb-Realität der „real life“ Kontakte über den Erdball verteilt gleichzeitig möglich – und was ist das anderes, als eine Spaltung der Persönlichkeit?

Wer die Computerspielwelt kennt, weiß, das diese Menschen in der Räuber & Gendarm Simulation vor allem „Spaß haben“ und „chillen“ mit einem Rudel Gleichgesinnter, die mit Geist und Stimme anwesend, aber körperlich abwesend sind. Und das begünstigt enorm eine schlichte Realitätsschwäche, die der Angst einen solchen Raum gewährt, dass sie zu einem unkontrollierbaren und gefährlichen körperlichen Zustand wird.

Die Angst schlüpft – so glaube ich – genau dort hinein, wo das reale körperliche Gegenüber abwesend ist: man wird wie sprichwörtlich „von Angst besessen“, weil die reale Verbindung Mensch/Mensch maschinell unterbrochen und vermittelt ist und daher der Ätherleib keinen Schutz durch durch den individuellen Astralschirm mehr erfährt, der in der Gruppe aufgelöst ist.

Natürlich wäre hilfreich, was am meisten gemieden wird. Ist aber der Zustand einmal eingetreten, ist er real.

Um Missverständnissen vorzubeugen: dies ist eine astrologische, keine medizinische oder psychotherapeutische Betrachtung. Sollten Sie selbst solche Probleme haben, kann Astrologie allerdings ein wichtiges Selbsterkenntnisinstrument werden, um den Willen zu entwicklen, die Störung zu meistern. Dazu aber reicht eine Beratung nicht aus, besser ein Buch, um Astrologie zu lernen: z.B. Claus Riemann, „Der Tiefe Brunnen“ zusammen mit Fritz Riemanns „Astrologie als Lebenshilfe“ sind ein guter Einstieg für den Ausstieg aus der Angst. Fritz Riemann, der Vater, ist auch der Autor des psychologischen Grundlagenwerks „Grundformen der Angst“. Beide Bücher parallel lesen als Abkürzung direkt in die Sache, das eigene Horoskop daneben …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fritz Riemann, 15.09.1902 03:45 Chemnitz