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Hermes und Biene

Nürnberg, 12:46 – für mich bliebe das Wetter auch gut, wenn es einmal regnete. Doch das tut es nicht, die Temperaturen sind „just fine“, was will man mehr? An und für sich berichte ich hier lieber von den schönen Dingen des Lebens, wann immer möglich. Venus, Mond und Merkur stehen im eigenen Zeichen, das erscheint, wie eine stabile Grundlage menschlichen Wohlgefühls, denn irgendwo wirken sich diese Planeten bei jedem aus. Allerdings steht Hermes allein, er hat keine Aspekte, bis auf ein Quadrat zu Saturn, das er auch bald verlassen wird, und dann bekommt er ein Trigon zu Chiron. Ich mag nicht glauben, dass ein Gott (Hermes ist auch Jesus) der Heilung bedarf, die Chiron bietet. Doch es gibt ja auch noch die Bienen. Bienen sind natürlich Hermes Geschöpfe, sie gehören dem Merkur. Mag es daran liegen, dass man mit Honig schon immer trefflich handeln konnte, daran, dass wir und die Bären ihnen, den Bienen, den Honig stehlen, an ihrer Kommunikationsfähigkeit, oder anderen Gründen.

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Oben sieht man eine Biene auf Basilikumblüten. Natürlich stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Symbiose des Menschen mit diesen und anderen Tieren. Im Falle der Malaria-Mücke ist es ein Einzeller, das Plasmodium, dem sowohl die Mücke, als auch wir Menschen als Wirte dienen. Da sollte man vielleicht nach einem gemeinsamen höheren Gesichtspunkt suchen, um diesen Einzeller in die Schranken zu verweisen. Die Mücke lieben ist nicht leicht, doch anders werden wir den Einzeller, der uns gemeinsam plagt, nicht los. Bei diesen und anderen Dingen wird sehr offensichtlich, dass Philosophie als praktische Wissenschaft der Naturwissenschaft heute leider fehlt, sonst könnte sie sich nicht erfolglos so viele Jahrzehnte an einem relativ einfachen Problem verbeißen, ohne eine Lösung zu finden. Was die Bienen betrifft, so sind sie heuer gerade im badischen Rheintal wieder von Chemie vergiftet worden, und man forscht noch, an welchem Gift genau, mit dem man natürlich – on and on – gewohnheitsmäßig Saatgut und Pflanze behandelt, um den monokulturellen Wahnsinn im Industrie Stampf-Rhythmus auch immer umfassender auf Lebewesen auszudehnen, mit dem heuchlerischen Argument, die bald 10 Milliarden Menschen anders nicht ernähren zu können. Doch das ist nur Denkfaulheit, weiter nichts. Überall dort, wo der Mensch Tiere nutzt, bekommt er Probleme. Jeder Grippe-Virus stammt von Hausgeflügel ab. So stellt sich natürlich die Frage, ob es denn vielleicht Unrecht ist, den Bienen ihren Honig zu nehmen? Und wer sich als Vegetarier am Käse bedient, muss doch auch das geschlachtete Tier in Kauf nehmen, denn ohne Schlachtung keine Milchwirtschaft. All dies mögen prinzipielle, philosophische Fragen sein, die jedoch so weltfremd nicht sind. Mag man sich am Honig erfreuen; so gibt es doch, unabhängig von der Frage, ob man nun öko ist, oder nicht, ein paar Dinge, die man einfach nicht macht, und die dennoch zum selbstverständlichen Kanon der Industriegesellschaft gehören, als deren summarische Auswirkungen nun die Bienen „rätselhafterweise“ nicht mehr so recht in den Maschinen-Menschen Park passen, obwohl man sie doch für die (monkulturelle) Raps-Bestäubung braucht, um daraus wieder Benzin zu machen. Was man nicht macht, und doch gewohnheitsmäßig tut, ist: Gift auf Lebensmittel zu schütten. So was tut man nicht. Basta. Um dies zu beenden, brauchen wir noch eine Revolution, mindestens. Sowas macht mich extrem wütend, und das schadet mir nur. Doch auch, wenn es mal soweit wäre, dass ein jeder begriffen hat, wie die Summe der moralischen Perversionen weltweit wieder bei ihm/ihr selbst ankommen mag, und gar kein Gift mehr in die Natur geschüttet wird, bleibt auch beim scheinbar idyllischen Imker-Beruf die Frage offen, ob es denn schicklich ist, den Bienen ihren Honig zu nehmen, ohne dem Hermes ein Honigopfer zu geben, wie Nitzsche es in seinem Zarathustra vorschlägt?

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Ernő Rubik und Pluto am Wandel erkennen …

Nürnberg, 18:58 – Amseln sind es, die den Abend beflöten: all right. „Gottes Zahl“, so schreibt die FAZ, soll „die Anzahl der Züge sein, die man bei richtiger Strategie maximal dazu benötigt, Rubiks Zauberwürfel aus jeder beliebigen Stellung in seine Ausgangslage zurückzudrehen.“ Sie kennen den Zauberwürfel?

Erfunden hat ihn ein genialer ungarischer Professor, wie ja überhaupt die Magiaren als Erfinder von scheinbar überflüssigen und gleichzeitig genialen Dingen bekannt sind, eben Herr E. Rubik. Schnell verkaufte sich der patentierte Würfel über 100 Millionen Mal, nachdem er 1974 erfunden worden war, bis dann Mitte der achziger Jahre das Interesse einfach plötzlich verschwand. Das ist ungefähr der Durchlauf, den Pluto durch die Waage hatte. Nun befindet sich in Rubiks Horoskop an dieser Stelle Neptun (13. Juli 1944 Budapest):

Es lief also während der Zeit des Erfindens und Bekanntwerdens Pluto durch die Waage (Nov. 1971 bis Nov. 1983). Und genau auf seinem Neptun kam ihm die Erfindung mit dem Zauberwürfel. Mehr muss man dazu gar nicht sagen. Der Zauberwürfel ist eine plutonisch neptunische Sache, ein Ding dieses Wesens, macht mächtig (Pluto) süchtig (Neptun) auf verspielten (Waage) Wegen. Doch, siehe, kaum hat Pluto die Waage verlassen, war´s auch schon vorbei mit dem Zauberwürfel! Vorbei der Spuk dieser Art (den bei Pluto im Schützen die Sudokus übernommen haben). Nun meldet aus aktuellem Anlass die FAZ, dass Thomas Rokicki aus Palo Alto gelungen ist, zu beweisen, dass die maximal benötigte Zahl an Zügen gemäß der obig definierten Aufgabe maximal 23 sein könne. Der Beweis, dass es letztlich vielleicht auch nur zwanzig sein würden, einer Zahl, die im Maya-Code große Bedeutung hat, steht noch aus. Er ist so unglaublich aufwendig, fünf Millionen Computer müßten fünf Millionen Jahre rechnen, um 901 Billiarden Anordnungen durchzuchecken. Unglaublich, aber wahr, und ein prima Beispiel, wie sich Plutos Interesse von der spielsüchtigen Waage zum nach festen Regeln und Masssäben suchenden Steinbock wandelt.

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Jupiter, Gordon Brown und Downing Street No. 12

Nürnberg, 13:05 – wunderbares Wetter, keine Frage. Doch auf dem Grundstück gegenüber wird die Reithalle, die unter Denkmalschutz steht, in Lofts verwandelt, da muß man jeden einzelnen der roten Sandsteine mit dem Elektromeisel bearbeiten. Wenn der tapfere Steinmetz Mittags Pause macht, ersetzt ihn der Rasenmäher des Nachbarn ganz klassisch, und, damit es nicht zu leise wird, überdröhnt die Flugzeugdüse das lustige Geschrei der Kinder von der Schule nebenan, gegen das ich nun wirklich nichts habe. Wenn alle Feierabend feiern, fängt der Rentner von nebenan mit seiner elektrischen Sense an. Und, freilich (als würde all das keine Energie verbrauchen): das Klimaziel der europäischen Kommission XY wird zum Abend sicher wieder dringend in den Nachrichten runtergebetet. Mir ist schon auch klar: nörgeln hilft nicht. Aber dennoch will ich es mal gesagt haben, wie dreist mir diese Töne der Maschinen vorkommen, die einfach mit ihrem Piepsen und Dröhnen und Scheppern „Wachstum, Wachstum, Wachstum!“ schrein, und damit nur die Wirtschaft meinen. Gibt es daraus kein Entrinnen, sind wir alle Maschinenbediener? Solche Gedanken sind natürlich typisch für eine Fische-Sonne in Haus 12. Die hat der brittische Premier Gordon Brown auch, die Fische-Sonne Haus 12. Vielleicht hätte die Labor Partei in England doch einen Astrologen befragen sollen, wie es wird mit Brown? Im Oberhaus geht ja nichts ohne Astrologie. Zunächst einmal gilt: erstaunlich viele Politiker haben die Sonne in 12, sind also am frühen Morgen geboren. Brown am 20. Februar 1951 08:40 in Giffnock, Ecosse UK:

Verblüffend ähnlich ist Brown´s Horoskop dem von Michael Gorbatschow, der ebenfalls Fische-Sonne Haus 12 hat, nur den Mond im Krebs. Das Thema lautet also hier: „Wie löse ich ein großes Reich auf?“, denn Fische ist – nicht nur, aber auch – das Zeichen der Auflösung. Schaut man sich die Revolution von Jupiter an, so war die Labor Partei mit Tony Blair vor 11 Jahren erfolgreich. Die FAZ spricht weise von Morgensonne und Abendsonne. Tatsächlich nähert sich der Jupiter-Zyklus seiner Wiederkehr. Die Abendsonne, oder besser der Abend-Jupiter bliebe dann Brown. Brown hat für einen Schatzkanzler das ideale Horoskop. Die Sonne im Zeichen des Geldflusses Fische, die Venus erhöht in den Fischen in Haus 12 regiert auch seinen eigenen Geldbeutel, Haus 2. Doch an Tony Blairs Beliebtheit, dessen Venus im Haus 11 steht, dem Haus der Gönner und Freunde, kommt Brown nicht ran. Blair ist (wie auch Bush Krebs-Sonne Haus 12) ebenfalls so eine zwölfte Haus Sonne, jedoch im Stier. Er hatte gestern Geburtstag (06. Mai 1953 06:10 in Edimburgh UK), wir gratulieren! Kein Wunder, ist es ihm geglückt, den Wohlstand (Stier) seines Volkes zu mehren, und zwar mit Hilfe von Brown als Schatzkanzler:

Schaut man sich den eigenen Jupiter Zyklus an, so spielen mehrere Dinge eine Rolle: 1. Wo steht der laufende Jupiter (Transit)? Nun rechnet man 12 Jahre zurück, da stand er ungefähr auf derselben Stelle. Was war da los? So hat man einen Vergleich, und kann Jupiter einschätzen. Steht er im Berufshaus (10), und man rechnet 12 Jahre zurück, hat aber damals keinen beruflichen Höhepunkt erlebt, dann sollte man/frau versuchen herauszufinden, wo denn die Jupiter Energie wirklich hin ist? Was lief da falsch? Hier muss das Leben der Astrologie angepasst werden, denn wenn Jupiter nicht deutlich war, lag es nicht an ihm! Man wird leicht drauf kommen, und schließlich bemerken, dass man, bei Licht betrachtet, doch erstaunliche Möglichkeiten hatte, diese aber in den Wind schoss, irgendwie … Und so hat man auch schon das Wesen Jupiters erkannt: er schenkt großzügig, wer jedoch seine Gaben verschmäht, darf sie nicht einfordern. Forderungen gehören wesenhaft zu Saturn, nicht zu Jupiter. In Browns Horoskop ist Jupiter in Haus 10: und siehe da, es steht am Zenit seines Werdegangs. Dass Saturn gleichzeitig in Browns sechstem Haus läuft, macht ihm die Arbeit jedoch schwer. Das Geburtstagskind Blair lernt heuer mit Jupiter in Haus 9 dazu, doch wird er nächstes Jahr mit Jupiter in 10 entweder wieder selbst Premier-Minister, oder er bekommt einen dicken EU-Posten, der sogar noch besser wird, als alles, was er vorher hatte. Schließlich muß man fragen: wo steht Jupiter in den Progressionen? Bildet er einen genauen Aspekt? Um die Progressionen zu verstehen, muß man mit Orben von höchstens einem Grad rechnen, maximal zwei. Geht Jupiter in den Progressionen über ein Eck-Haus ist das ganz was Großes.

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Die Wahrsagerin

Nürnberg, 22:51 – heute stand Nürnberg an einer Wetterfront. Gegen Osten hin türmten sich Wolken und tief dunkler Himmel, im Westen war den ganzen Tag alles lieblich und sonnig. Das Licht wechselte, und heftige Winde, die wohl die Wetterfront auf und ab fegten, hätten mir die Haare zerzaust, wenn ich nicht neulich beim Friseur gewesen wäre. Öfters ist das Wetter in Nürnberg Land anders, als im Kernstadtgebiet. Städte sind auch Kraftorte, die niemals zufällig entstanden, sondern immer auf Energieknotenpunkten. Bei einem Gespräch mit einer Klientin kam zutage, dass sie neulich von einer Wahrsagerin auf der Strasse angesprochen worden war, und zwar schon letzten Samstag. Hier ein Bild des franzöischen Malers Georges de la Tour (1593 bis 1652), wie er sich solche Situationen vorstellte:

Die Frau, die meine Klientin ansprach, war freilich allein. Sie offenbarte relativ ungefragt ein paar Dinge, warf sie meiner Klientin einfach so, ohne allerdings unhöflich zu sein, an den Kopf. Dinge, die jeden ein wenig stutzig machen würden, und vielleicht auf jeden ein wenig zutreffen. Sie sprach u.a. von einem verhärteten Herz, und stellte sich an, als ob sie die Ausstrahlung meiner Klientin wenig ertragen könnte, nachdem sie zu spüren vorgab, was denn alles belastend aus der Vergangenheit im Leben meiner Klientin als Ausstrahlung für sie wahrnehmbar wäre. Sie erwähnte sogar einen Fluch, den eine blonde Frau hinterlassen hätte. Schließlich bastelte sie meiner Klientin ein kleines Amulett aus einem Stück Papier, einem persönlich wertvollen Lesezeichen, das meine Klientin zur Verfügung stellte, und einer Wurzel, die sie selbst aus der Tasche zog. Sodann sprach sie ein Gebet des Rosenkranzes und versprach, in ca. 6 Wochen sich wieder zu zeigen. Eine Adresse oder Karte wollte sie nicht preisgeben. So sieht das Stundenhoroskop für die Begegnung aus:

Mit Klicken das Bild groß machen! Ich muß dazu sagen, meine liebe Klientin ist Löwe-Sonne, so passt also der aufsteigende Löwe recht gut! Ihre „Gegenspielerin“ wird durch den Wassermann auf der anderen Seite vertreten. So sind also deren Planeten: Saturn, Uranus und, natürlicher Signifikant für Wahrsager/Innen: der Neptun. Saturn hat ein Quadrat zu Merkur, der sein „Dispositor“ ist, weil Merkur die Jungfrau beherrscht, wo Saturn drin steht. Tatsächlich hat die Dame von meiner Klientin kein Geld bekommen, meine Klientin ist nicht mit ihr zur Bank gegangen, um dort Geld für sie abzuheben, wie sie dies wollte. Dies also das Quadrat. Die Tatsache allein, dass die Wahrsagerin durch Saturn abgebildet ist, der im Eigentumshaus (2) meiner Klientin steht, zeigt auch deren Absichten, die etwas so ähnlich sein dürften, wie das, was dem Jüngling oben auf dem Bild widerfährt. Dies an sich ist vielleicht ärgerlich, oder sogar gefährlich, doch dass es auch das Horoskop wahrhaft abbildet, halten wir für bemerkenswert. Weiter hat dieser Saturn bald eine Opposition zu Neptun. Die Wahrsagerin ist sich also uneins mit sich selbst. Daher schenkt sie meiner Klientin unentgeldlich einen Talismann und ein Rosenkranzgebet. Beides sind Rituale und gehören genau dort hin, wo Neptun steht: an die Spitze zum achten Haus. Das achte Haus ist auch der Wahrsagerin eigenes zweites Haus: sie gibt also letztlich selbstlos von ihrem spirituellen (Neptun) Besitz. Und ihre dritte Funktion ist mit Wissen und Lehre verknüpft. Denn Uranus in Haus 9 meiner Klientin hat eine Sextil-Verbindung zum Jupiter, Gott der Weisheit, der das eingeschlossene Schütze-Zeichen in Haus 5 regiert. Also schließt dieser Uranus die glückliche Weisheit in Haus 5 auf. Tatsächlich hat die Begegnung meine Klientin beeindruckt, und es scheinen ihr doch ein zwei Sachen gesagt worden zu sein, die ihr zu denken gaben. „Wie wirkt Uranus?“, müssen wir fragen: kosmisch, und wenn in den Fischen, befreiend. Das zeigt sich dadurch, dass meine Klientin, die Sonne, ebenfalls Teil hat an diesem Jupiter durch das Trigon Jupiter-Sonne. Freilich hat die Begegnung sie auch verletzt: Sonne Quadrat Chiron. Eine Verletzung, die sich hoffentlich als heilsam erweist. Dem Mond, Nebensignifikant für meine Klientin und Darsteller ihrer Befindlichkeit ist Jupiters praktische (Haus 6) Weisheit unangenehm, wie das Quadrat behauptet. Im Widder sagt er im neunten Haus: ich will mich neu orientieren und noch unbekanntes Terrain erobern. Wir wünschen ihr dabei Glück, und wenn wir segnen dürfen, so tun wir es!

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Stundenastrologie: Mars ist der Zahnarzt

Nürnberg 12:34, schon lange habe ich das Wetter in Verdacht, sich mitunter und oft nach der Befindlichkeit der Menschen zu richten. Nach dem grandiosen Frühlings Wochenende hat es nun ein wenig zugezogen. Hier ein Beispiel aus der praktischen Stundenastrologie. Eine Klientin ruft mich vor zwei Tagen aus Berlin an, sie habe gerade heute einen Zahnarztermin, um 8 Uhr morgens.

Das Horoskop zeigt meine Klientin als Merkur, der den Zwillings Aszendenten regiert, der jedoch im Haus 12 steht. Das Haus 12 ist in der Stundenastrologie ungünstig.

(Daraus sollte man aber keine voreiligen Schlüsse auf Geburtshoroskope mit Sonne in Haus 12 ziehen – hier ist das 12. Haus auch „Morgenstund, Gold im Mund“ – des Herrschers Jupiter Glückshaus, außerdem gewährt es Schutz in der Verborgenheit – alt: „heimliche Feinde“ und daher mitunter sogar großen Einfluss im kollektiven Unbewussten, wenn durch Bewusstwerdung aktiviert. Man muss dann nur darauf achten, dass man mit Sonne Haus 12 nicht sich selbst zum „heimlichen Feind“ wird – dies wird zur Aufgabe der Bewusstwerdung.)

Der Umstand freilich, dass die Klientin selbst der Luft-Merkur ist, wird schon seit der Antike als glücklicher Umstand gesehen; so groß kann das Pech gar nicht sein. Der Zahnarzt ist immer Mars als Skorpion Regent, seine Praxis das Haus 6, hier „zufällig“ auch durch Skorpion regiert. Mars steht im Krebs. Nun fällt gleich auf, dass Merkur weder jetzt, noch in naher Zukunft einen Aspekt zu Mars bildet. Und zum Haus 6, der Praxis, steht er sogar in Opposition. Daher sage ich: der Kontakt kommt gar nicht zustande. Nun stellt sich heute morgen heraus, nachdem meine Klientin in der Praxis war: der Zahnarzt ist nicht da, man habe schon vergeblich versucht, sie zu erreichen. Wo ist der Zahnarzt? Im Krebs, von ihm aus gesehen (das neunte Haus vom sechsten … ) im Ausland also, und zwar mit seiner Familie beschäftigt. Ein Blick auf den Mond verrät, wie es meiner Klientin geht: sie steht kurz vor einer Konjunktion mit der Sonne im Stier. Tatsächlich ist sie viel mit Eigentums- und Besitz Dingen beschäftigt. Es geht darum, finanzielle Verluste wegen des Finanzamtes abzuwenden. Zusätzlich regiert Mond das Haus 2. Dass natürlich auch der Zahnarzt Geld von ihr will, zeigt seine Stellung in ihrem zweiten Haus an.

Astrologie

Der Kaiser ist nackt, oder: Das Composit

Nürnberg, 12:20 – herrlich draußen. Bevor ich joggen gehe, hier ein paar Gedanken zu Composit-Horoskopen. Ein Composit ist ein Horoskop, in dem aus zwei (oder mehr) Geburtshoroskopen die genauen Zwischensummen der jeweils einzelnen Planetenpositionen berechnet werden, um dann ein drittes Horoskop zu erstellen. Nun könnte man einwenden: dies sei ja Unsinn, denn die so errechneten Planetenstände entsprächen ja keiner Wirklichkeit am Himmel. Das ist richtig. Doch Unsinn ist das nicht: im Gegenteil. Nichts zeigt das Wesen einer Partnerschaft besser und tiefer, als solch ein zusammengerechnetes Horoskop. Und dies gilt auch für Transite und damit bedingte Auslösungen. Wie kann das aber sein? Das kommt vom Wesen der Astrologie, die aus der Zahl geboren wurde, genauer: aus dem Rhythmus der Zahlen, der Verhältnismäßigkeit von Zahlen zueinander. Und diese ist nichts anderes, als die Verhältnismäßigkeit der ganzen Natur. Wenn wir dann einen winzigen Schritt weiter gehen, so begreifen wir schnell: es gibt in Wirklichkeit nur Verhältnismäßigkeiten. Ein Ding verhält sich zu einem anderen. Beide sind in Bewegung, stehen wieder in einem Verhältnis zu einem dritten. Dieses selbst ist wieder in Bewegung. Insofern ist unser Bewusstsein, selbst auch in Bewegung, der einzige annähernd feste Maßstab und der erste, denn von ihm sind alle anderen Methoden abgeleitet. Das Wort „ist“, ist eine Illusion, das Wort „wird“ die Wahrheit. Das läuft freilich auf eine universelle Paradoxie hinaus, mit der sich schon Heraklit und Parmenides auseinandergesetzt haben. Wo alles „wird“, sagt Parmenides, oder läßt er durch den Mund der Göttin (!) sagen, muß es ein einheitliches, unveränderliches Sein geben. Und Heraklit, auch ca. 500 bis 600 vor Christus, hält mit seinem panta rei, πάντα ῥεῖ, „Alles fließt“, dagegen. Der Geist selbst, der Logos, ein Wunder, offensichtliche Emanation Gottes. Und deshalb machen sich die Zweifler – in aller Vernunft – auf´s Ganze gerechnet, so lächerlich, wie die Möwe vielleicht sich lächerlich macht, die meint, die Welt dreht sich, weil sie mit dem Flügel schlägt, was ja noch nicht einmal falsch ist. Genau genommen gibt es also keine absoluten Zahlen im Sinne einer Realität, und alle Zahlen gehen aus der Einheit hervor, die die Eins ist. So praktisch Mathematik ist, sie muss sich philosophisch sagen lassen, dass sie nicht nur eine rein spekulative Wissenschaft ist, sondern gar keinen festen Grund haben kann. Dies war unseren Vorfahren noch selbstverständlich. Wenn man heute mit mathematischer Hilfe den Kern der Materie bloßstellen will, so ist es wenig verwunderlich, dass sich die Materie quantenphysikalisch als russische Puppe Babuschka entpuppt, als Tunnel, durch den am Ende der Heilige Geist winkt. Ich benutze die Mathematik ja selbst, doch es wird Zeit, ihr den aufgeplusterten Habitus der Weisheit zu nehmen, den sie sich mit String-Theorie und Weltallberechnungen der angeblich letzten Grenzen zuzulegen versucht: denn der Kaiser ist nackt. Für die Konvention der Rechnung, wie man sagen muß, hat man sich darauf geeinigt, Zahlen zu addieren und alles Mögliche mit ihnen anzustellen. Das ist schon ein magischer Trick, eine Transzendenz. Denn wie könnte man die Eins verdoppeln? Alle Harry Potters dieser Welt vermuten tiefen Zauber in Hoghwards, doch fällt keinem mehr auf, dass sie von Montag bis Freitag Zauberei im Mathe-Unterricht im G8 betreiben, wobei freilich größter Wert darauf gelegt wird, niemanden hinter den Sinn sehen zu lassen, den man selbst gar nicht kennt. Sokrates wusste, dass ein zu viel an Mathematik zur Verblödung führt und empfahl, sich zu beschränken auf das praktisch Brauchbare. Hier – wie überall – liegt der Urgrund des Irrtums, die Spaltung unseres Bewusstseins verborgen. Doch da wir dies nunmal tun, so sei es auch erlaubt, die Dinge zum Ursprung zurückzuführen. Das geht prächtig durch Astrologie, deren Wesen immer nur ein Vielfaches der Eins darstellt, und wo es darum bestellt ist, harmonische und weniger harmonische Gewohnheiten der Natur als Teilbarkeit und Verhältnismäßigkeit der Zahl Eins, der Grundeinheit zu sehen. Dies ist einerseits exakt, andererseits kommt es aber nur auf die Exaktheit des Drittels (Trigon), des Viertels (Quadrat), der Hälfte (Opposition), dem Sechstel (Sextil), usw. an.

Wer hätte sich noch nicht gewundert über Angleichungen sogar physiologischer, körperlicher Merkmale lange zusammenlebender Paare? „Was wir in Beziehungen wahrnehmen“, schreibt die geniale Liz Greene, „sind häufig nicht die einzelnen Persönlichkeiten, sondern die verschiedenen Dimensionen des Composits.“

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Veilchen und Venus

Nürnberg 22:28 – wunderbares Wetter, schöne, bayrische Wolken, noch etwas kühl. Ich habe für meinen Balkon Zitronengras, Basilikum, Schnittlauch, Ananas-Salbei und englische Minze gekauft. Venus hat, wie Merkur, zwei Gesichter: es gibt die Luft-Venus in der Waage und die Erd-Venus im Stier. Zur Zeit ist die Venus in den Stier gegangen, und da verläßt sie ihr Quadrat zu Mars und will mit der Sonne verschmelzen. Doch das findet erst am 10. Juni statt. Bis dahin wird Merkur, der Bruder von Venus, rückläufig die ganze Parade ablaufen, und die Begegung findet am 6/7 Juni statt. So wird also der Luft-Merkur in seiner Rückläufigkeit Sonne und Venus beherrschen in diesen ersten Juni Tagen, und da wäre es möglich, wenn er in seiner Funktion als Zauberer und Magier uns mit dem einen oder anderen Trick in die Welt seiner Transzendenz entführt. Die Luft-Venus in Waage ist eine kühle, künstlerisch begabte, bunte Königin. Ich sehe sie in samtbraun und dunkelgrün. Dazu vielleicht ein Rubin. Die Erd-Venus ist anders. Sie duftet nach Veilchen. Alle mit einer Venus im Stier haben diese lebendig glänzenden wunderschönen, oft dunklen Augen, die vom Überfluss an Liebe sprechen. Wenn nun die Venus auch der Apfel ist, so steht die Luft-Venus zur Erd-Venus im Verhältnis von Apfel zur Apfel-Blüte. Zum Merkur ist noch zu sagen, dass man in den alten Tagen eine Gewohnheit hatte, seine Ratschläge einzuholen: betrat man seinen Tempel, so waren die ersten zufällig gesprochen Worte, die einem nach dem Hinausgehen vor der Tür entgegenkamen, sein Orakelspruch. Ich halte es noch heute so, und fand mich stets gut geleitet. Doch wo hat Merkur seinen Tempel?

Personen

Regenbogen

Nürnberg 22:13 – gestern zum ersten Mai ein Regenbogen, wunderbar. Die Zerlegung des Lichts in die für uns sichbaren Grundfarben ist für mich eines der natürlichen Wunder, die mir zeigen, wie schön der liebe Gott unsere Welt geschaffen hat. Meine Prognose für den DAX ist noch recht unzuverlässig. Ich hätte mit Abschwung gerechnet, doch Jupiter bleibt im Orbis der DAX-Sonne und Venus ist immer noch im zweiten Haus. Der DAX steigt, die Angst vor einer großen Finanzkrise scheint an den Aktienmärkten gebannt. Saturn steht jetzt nahezu still, und wer noch nicht genug von den Tunnel-Entsprechungen Saturns am Mondfinsternispunkt hat:

„Auf den Abbildungen sind lange Tunnelsysteme zu erkennen. Die Fotos zeigen den Aufbau des Hafens und ein Atom-U-Boot des Typs 094. Außerdem lägen drei Zerstörer des Typs Luyang und zwei Jiangwei-2-Fregatten an einem Pier, berichtet die Zeitung. Insgesamt soll es elf 18 Meter hohe Einfahrt-Tunnel geben, die unter der Wasseroberfläche in das Erdreich der Insel führen.“

Dies ist ein Zitat aus den Spiegel-Online News von heute, wo´s dem Fass nun den Boden ausschlägt, geht es doch um eine James Bond mäßige Anlage im südchinesischen Meer, wo ganze Flugzeugzeugträger unter einer Insel verschwinden können. Apropos James Bond. Der neue James Bond Darsteller ist natürlich im Zeichen Fische geboren, Daniel Craig:

Venus und Merkur, so wie bei mir im Wassermann, aber Mars und Saturn und (!) Mond im Widder. Ich könnte wetten, dass der junge Mann (02.03.1868, Chester GB) den Aszendenten im Steinbock hat. Doch wir sind beide widder-starke Fische, ganz klar …

Foto Wolfgang Burger, Fürth

P.S.: Das Bild zeigt mich, nicht Daniel Craig … :-)

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Der Tunnelblick des Zeitgeistes

Nürnberg, 11:31 – wolkig, abgekühlt, doch dankbar hören wir wieder das Rauschen der Blätter im Wind. Hier wurde es bereits erwähnt, wie Johann Hjemborg darüber schreibt, Mondknoten seien „Röhrenphänomene“ und hätten mit Schleusen und Kanälen zu tun, „nametlich auf der Achse Jungfrau / Fische“. Luise Kirsebom, seine Kollegin und Lebensgefährtin, schreibt in „Das Konsultationshoroskop“: “ … so dass sich die Grundbedeutung immer auf sichtbar / unsichtbar, öffnen / schließen, verschwinden / erscheinen bezieht.“ Der Zeitgeist dazu heute in der TAZ: „Das Bündnis ‚Bahn für Alle‘ kritisierte, mit dem Beschluss (Der Teilprivatisierung) fahre die Bahn ‚in einen dunklen Tunnel, dessen Verlauf und Ausgang unbekannt sind.'“ Und weiter bei Luise Kirsebom: „in der Praxis sagen wir dazu Perspektivenwechsel.“ „Interessant ist, dass die Mondknotenachse auch einen Schleuder und Hokuspokuseffekt hat. Ein Planet kann an einem der Knoten verschwinden und – wie durch einen unsichtbaren Tunnel, – am anderen wieder auftauchen.“ De facto werden wir also mit den Ergebnissen der entgleisten Bahn-Privatisierung in ca. 9,5 Jahren konfrontiert, wenn die Verantwortlichen wohl schon ihre hohe Rente genießen werden. Man muss nicht sozialistisch denken, um zu begreifen, dass der öffentliche Verkehr Allgemeingut ist und absolut kostenlos sein sollte. Nun sind die Mondknoten zwar schon weitergezogen, sie stehen jetzt in Wassermann und Löwe. Doch die Mondfinsternis vom 21. Februar fand in Jungfrau statt, mit der Mondknotenopposition in den Fischen. Und genau gegenüber, in der Jungfrau, steht der dieser Tage immer langsamer werdende rückläufige Saturn. Er „löst“ diesen Punkt der Mondfinsternis aus. Über die Tunnel-Sache mit dem entgleisten ICE habe ich schon gesprochen, doch auch jener grauenhafte Fall von Menschen, die eigenen Kinder, in einem Tunnel artigen Verließ zu verbergen, und wie dies eben jetzt, wo Saturn auf genau dieser Stelle steht, zum Vorschein kommt, illustriert die obigen Zitate treffend. Dazu gibt es im Spiegel ausgerechnet heute einen Artikel über einen uralten (Saturn rückläufig!) Tunnel:

– „Drei der gewaltigsten Bauwerke aller Griechen“, schrieb Herodot, stünden auf der Ägäis-Insel Samos. Der Geschichtsschreiber nannte einen Tempel und einen Hafendamm, zuallererst jedoch eines der denkwürdigsten Exempel technischer Intelligenz.

Architektonische Meisterleistung aus der Antike

Lage und Abmessungen des Konstrukts gab er sehr präzise an und lieferte damit die einzige Quelle, die zweieinhalb Jahrtausende später zu dessen Auffindung führte. Im späten 19. Jahrhundert entdeckten Archäologen die verschütteten Eingänge eines komplett erhaltenen Tunnels. Er ist inzwischen wieder begehbar, misst etwa 1,80 Meter in der Breite und Höhe – und 1036 Meter in der Länge. –

Gerade eben ruft mich noch eine Klientin an: sie hat ein Problem mit einer Ratte im Keller, die durch das Rohr im alten Heitzungskeller einzusteigen scheint. Bislang wären es immer Mäuse gewesen, doch bei einer Ratte schauderts ihr. Sie ist schon 85, lebt allein in einem älteren Haus, und die Treppe in den dunklen Keller hat kein Geländer. Ratte passt durchaus zu Jungfrau, dem mundan sechsten Zeichen, traditionell den „kleinen Tieren“ zugeordnet. Und dass das Problem groß ist, sieht man im Stundenhoroskop, wo der Saturn rückläufig in der Nähe des MC steht:

Die Reise, die Meine Klientin, sie ist 85, ins Ausland zu ihrem Sohn machen wird, dokumentiert der Mars im Krebs – eine Familienreise – der Sohn lebt in der Schweiz. Ich rate ihr, die Ratte Ratte sein zu lassen, und erstmal dorthinzufahren, bis Saturn weniger gefährlich für Keller Geschichten und Treppen steht.