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„Das göttliche Kind“

Nürnberg 18:03 – „Mit leuchtenden Augen kommen die Kleinen in die 1. Klasse, weil sie neugierig sind und etwas lernen wollen. In der dritten Klasse sind die leuchtenden Augen weg. Da stimmt etwas nicht“, stellt Sepp Daxenberger, der Kandidat für die Grünen zur bayerischen Landtagswahl kurz und treffend fest. Da mag es schon mal Sinn machen, diejenigen anzugreifen, die es besser machen: deshalb heute aktuell schon wieder ein Artikel gegen Waldorfschulen, weil es ein neues „Schwarzbuch“ zu diesem Thema gibt, welches durch seinen Autor, Herrn Grandt, laut Süddeutscher Zeitung „trotz unangenehm eitler Töne und miserabler Ausdrucksweise entscheidende Fragen (stellt)“.

Foto Markus Termin ©

Den Artikel schreibt im SZ-Feuilleton von heute, 05.09.08, Alexander Kissler (03.12.1969 in Speyer). Zur Sonne-Mond Kombination Schütze-Jungfrau, wie Kissler sie hat, bemerkt Oskar Adler: „Es besteht … die Neigung, … seine Lebensführung strengen Prinzipien zu unterwerfen, die man als kategorische Imperative aus der moralischen Natur des eigenen Wesens abgezogen hat. Der ‚wohlverstandene Egoismus‘ wird zum ethischen Prinzip erhoben und mit dem Nimbus des Religiösen umgeben … aber gleichzeitig besteht die Neigung, dieses Prinzip sofort aufzugeben, wo es anfängt unrationell zu werden.“ Es lohnt sich, zu dieser Darstellung Kisslers Blog zu besuchen, damit man sieht, wie treffend Oskar Adler den Journalisten hier porträtiert, obwohl die Schilderung eine allgemeine Charakteristik ist:

Alexander Kissler, Kulturjournalist: Bücher

Kissler ist auch Buchautor, und hat jüngst ein Werk mit dem Titel „Der aufgeklärte Gott“ veröffentlicht. Er ist von Haus aus keiner, dem die Religion gleichgültig wäre, er bekommt Preise von evangelischen Akademien und es gibt ein Interview zu seinem Buch in kath.net „Wie die Religion zur Vernunft kam“, daraus ein Zitat:

„Kann man da von einer Bewegung sprechen? Sind es nicht eher vereinzelte Stimmen, die ihren Religionshass lautstark artikulieren?

Ich denke, wir stehen kurz davor, die Religionswerdung des vermeintlich antireligiösen Atheismus zu erleben. Es gibt medial machtvolle Dachorganisationen wie die Giordano-Bruno-Stiftung in Deutschland oder „The brights“, „Die Schlauen“, im angelsächsischen Raum. Diesen gelingt es zunehmend, eine Unvereinbarkeit von säkularem, also wissenschaftlichem, und nicht rein säkularem, also transzendenzoffenem, selbstkritischem Denken zu behaupten.

Eine solche Auffassung aber ist ein Dogma und gerade keine objektive Aufklärung. Im „Manifest des evolutionären Humanismus“ der Bruno-Stiftung heißt es: „Keine der bestehenden Religionen ist mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung noch in Einklang zu bringen.“

Dahinter steckt eine doppelte Anmaßung: Eine spezielle Form von Wissenschaft, die nur das Experiment als Instanz der Wahrheitsfindung akzeptiert, schwingt sich auf zum Richter über den Wahrheitsgehalt religiöser Einsichten. Und zweitens wird so alle nicht-experimentelle Forschung, werden auch Philosophie und Theologie als unwissenschaftlich denunziert.“

Nun ist es diesbezüglich bemerkenswert, wie Kissler anhand des „Schwarzbuchs: gegen Waldorfschulen“, welches dieser Tage erscheint, gegen diese Schulen Argumente zu finden meint. Denn, wenn ich ihn richtig verstehe, sagt er im Kern: nichts gegen Waldorfschulen, solange dort keine Rudolf Steinersche Esoterik, keine Wiedergeburtslehre, keine übersinnlichen Dinge gelehrt werden. „Evaluation tut not“, schließt er seine Ausführungen (Evaluation ist die Beschreibung, Analyse und Bewertung von Projekten im Bildungsbereich).

Und so geht er vor: er zitiert Rudolf Steiner, und schon allein das Zitat muß für ihn, obwohl an sich ein geistig interessierter Mensch, bereits so himmelschreiend und so selbstverständlich absurd sein, dass er dies als Grund sehen würde, hier mal tüchtig zu untersuchen. Es sind Zitate, wie diese: „Lehrer müssen durchdrungen sein ‚davon, dass außerhalb unseres Planetensystems eine Welt vorhanden ist, die im Menschen sich entfaltet‘. Indem sie das ‚göttliche Rätsel‘ namens Kind entschlüsseln, wachsen sie selbst ihrem ‚höheren Menschen‘ entgegen: ‚Unsere eigene nächste Inkarnation als Erzieher redet mit den früheren Inkarnationen des Zöglings‘“ Kisslers Resümee: „Die bisher nicht geklärte Frage lautet: Bestimmt dergleichen Esoterik den Alltag an den Walldorfschulen? Ist der Gründungsvater der Geheimwissenschaft die Raison d`Étre?“ Denn wäre dies der Fall, so will Kissler damit selbstredend andeuten, dann wäre solches wohl kaum zu akzeptieren, sondern die Waldorfschulen gehörten abgeschafft.

Ich lese regelmäßig in Steiners Schriften und Vorträgen, finde dort sehr Wertvolles, obwohl ich nicht jeden Satz gutheißen würde. Doch dass Steiner der Einzige ist, der die Seele des Kindes ins Zentrum einer liebevollen Erziehung gestellt sehen will, steht außer Frage, denn die anderen haben, auch und gerade wenn es kirchliche Einrichtungen sind, eigentlich keine Vorstellung davon, was ‚Seele‘ denn sein soll. Für mich erschreckend: Kisslers Zitate gegen Steiner, die also seine größtmögliche Absurdität beweisen sollen, haben nichts Befremdliches (blaue Hervorhebungen von mir scheinen Originalton Steiner im Zitat zu sein), sondern sie lassen wahrlich aufatmen, dass es eine solche Schule Gott sei Dank heute gibt, die diese Ansprüche an Lehrer stellt. Auch die Schattengefechte aus dem obigen Interview-Ausschnitt, wo eine Bruno-Stiftung namensmißbräuchlich den tief spirituellen, und doch 1600 auf dem Campo di Fiori in Rom nach langer Folter verbrannten Giordano Bruno gegen die Religion ins Feld führen will, angeblich um die Wissenschaft zu stützen, vernebelt nur, dass Naturwissenschaft und Kirchen-Religion heute die beiden großen dogmatischen Institutionen des Pseudo-Geistes sind, die nunmehr wohl einen gemeinsamen Feind ausgemacht haben: die Esoterik. Wissenschaftlicherseits (darüber wurde in diesem Blog schon diskutiert) plagt man sich herum mit so merkwürdigen Widersprüchen, „dass nach dem Hubbelschen Gesetz das Universum ständig expandiert, und die beobachteten Himmelkörper proportional zu ihrer Entfernung immer schneller würden, wobei wir selbst im Mittelpunkt stehen, es aber in Wirklichkeit gar keinen Mittelpunkt gibt, sondern nur jeder Beobachter die Illusion hat, er sei der Mittelpunkt einer wilden Flucht nach außen, was dem Hubbelschen Gesetz Rechnung trägt, weil tatsächlich der gesamte Raum gedehnt wird, und zwar überall mit dem gleichen Tempo.“ (Joâo Magueijo „Schneller als die Lichtgeschwindigkeit“, S. 110). Da werden wahrlich Dogmen geschaffen und Versuche zurechtgebogen, um „Gesetzte“ zu erfüllen, die trotz oder sogar wegen ihrer Nutzanwendung Hand in Hand gehen mit einer tiefen dogmatischen Tradition, wie sie den Kirchen zu eigen ist: reicht uns die Materie nicht, um das Universum zu erklären, dann schaffen wir uns flugs die Antimaterie. Kirchlicherseits fallen die Probleme des Kindesmißbrauchs inzwischen so sehr ins öffentliche Gewicht, die Frage drängt sich auf, ob sie nicht schlechthin systemimmanent sind? Da reicht wohl keine Entschuldigung eines Würdenträgers.

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Sonne-Saturn Konjunktion

Nürnberg 18:55 – Saturn bringt dunkle Wolken und Regen, und dieser Tage steht er in Konjunktion, d.h. hinter der Sonne und vereinigt so seine Wirkung mit unserem Zentralgestirn. Gleichzeitig haben wir ein gradgenaues Trigon Sonne-Jupiter, so dass man hier von einem Wachstum und einer Begünstigung dessen, was die Erdzeichen Steinbock und Jungfrau mitbringen, ausgehen kann.

Foto Markus Termin ©

Die kleine Frucht der Eibe auf obigen Bild ist der Arillus der Eibe, ihre Frucht, welches der einzige Teil des Baumes ist, der nicht giftig ist. Zumindest die Amseln und die freilebenden Papageien in Stuttgart essen ihn gern als Winterfutter. Doch ist die Eibe ein Saturn-Baum, eben wegen ihrer tödlichen Wirkung, und der römische Historiker Tacitus berichtet davon, dass sie der bervorzugte Selbstmord-Baum keltischer Fürsten war, die in Gefangenschaft gerieten. Nürnberg exportierte im Jahre 1560 die gewaltige Menge von 36.000 Eibenbögen, und war also schon damals in der Waffenproduktion ganz groß. Eibe ist ein extrem hartes, aber auch biegsames Holz. Saturn ist jedoch bei diesem Baum die Verbindung zur Unterwelt, der Göttin Hekate. Hekate ist Totengöttin, Mondgöttin am Himmel, Zaubergöttin und Jagdgöttin auf der Erde. Sie gilt als griechische Göttin der Zauberei und des Spukwesens.

Ein Beispiel für Jungfrau-Saturn Begünstigung ist die Wahl von John McCains Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Sarah Palin (11. Februar 1964 in Sandpoint, ID/USA) geboren, leider kennen wir ihre Zeit noch nicht (McCain ist ja bekanntlich Jungfrau). Sicher ist jedoch, sie paßt in John McCains fünftes Haus, also das Haus seiner Kinder, wo Wassermann herrscht. So bestätigt sich auch astrologisch der Eindruck eines Vater-Tochter Pakts, mit dem die beiden das Land regieren wollen:

Mrs. Palin hat ein Wassermann-Stellium, eine Planetenhäufung im Wassermann also, und sie zeigt starke Widder-Anteile durch Venus und Jupiter in diesem Zeichen. Der Mond selbst, glaube ich, landet noch im Steinbock, das ist abhängig von der Geburtszeit. Ihr Horoskop spiegelt die aktuelle Saturn-Sonnenkonjunktion, wenn auch in einem anderen Zeichen. Insofern ist es bemerkenswert, wie sie genau zu einer solchen Zeit großen Erfolg hat. Auch Mars ist in diesem Paket mit dabei, und ich denke, wir haben es mit einer Widerstandskämpferin in eigener Sache zu tun. Ihre Glaubenssätze dürften sein: „Es macht mir Freude, mich durchzusetzen (Venus, Jupiter), ich bin meine eigene Richterin (Saturn, Sonne) und auch meine eigene Exekutive (Mars, Sonne). All dies vertrete ich sehr einfallsreich und redegewandt (Merkur in Wassermann), und meine mütterliche Weiblichkeit (Mond), die auch zur Kaltblütigkeit neigt, führt alles andere an.“ Denn der Mond führt das Stellium als Planet, der zuerst aufsteigt (nach Sasportas). Und siehe, genau so ist die Frau mit Waffenschein. Natürlich könnte man angesichts der Schwangerschaft ihrer 17 Jahre alten Tochter Fragen stellen, und das werden die Obama-Leute auch tun. Dabei geht es weniger um die Tatsache der Schwangerschaft, sondern mehr darum, dass Mama Palin einer Partei angehört, die dafür verantwortlich ist, jeden verfügbaren Cent aus der Hilfe und Aufklärung für Jugendliche abgezogen zu haben, und die als einziges Rezept gegen Frühschwangerschaften und gegen Aids nicht etwa Kondome, sondern Enthaltsamkeit empfiehlt, und von dieser Strategie auch vom ansteigenden Elend hinter der Quote von schwangeren Teenagerinnen in den USA nicht abzubringen ist. Leider ist von den Anhängern der Republikaner nicht zu erwarten, dass sie in dem Sachverhalt einen Widerspruch erkennen. Der junge Vater ist ja bereit, zu heiraten! Ob er was dafür bekommt? Denn was wäre für Mrs Palin, wenn nicht? Alleinerziehende Mütter passen weniger gut ins Konzept, kommen aber bei den sehr jungen Müttern viel häufiger, nahezu ausschließlich vor. Einsicht wird es aber vor allem deshalb nicht geben, weil die uralte Predigt von der Enthaltsamkeit selbst oft genug und schon fast in der Regel nur ein Versteck für genau jene Saubermann- Sexualität ist, auf denen die ganzen Perversionen unserer Zeit gedeihen, inklusive der Kriege. Daher ist die Schwangerschaft der jungen Frau Palin gar kein Minus- sondern ein Plus-Punkt für die Kandidatin: Man zeigt seine Doppelmoral unverhohlen und öffentlich und löst damit den Jubel der Unterdrückten aus, die auch schon immer anders gelebt haben, als sie sprachen. Dass Barack Obama in dieser Situation sofort supercool reagiert hat, nämlich indem er allen Angreifern aus den eigenen Reihen den Wind aus den Segeln nahm: „Meine Mutter ist auch mit 18 schwanger geworden, das hat nichts mit ihren politischen Fähigkeiten zu tun“, ist großartig, really great.

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A garden of my own …

Foto Markus Termin ©

I have a garden of my own
But so with roses overgrown
And lillies, that you would it guess
To be a little wilderness.

Von Reginald Hill

Zwei Übersetzungsversuche von mir, einer zeitlich, einer räumlich:

Ein Garten gehört mir ganz allein
Überwuchert von Rosen, man kommt kaum rein
Und Lilien, dass man denken mag
Die Nacht zu betreten am hellichten Tag.

Ich hab ´nen Garten für mich allein
Die Rosen wachsen dort so fein
Und Lilien auch, man glaubt es kaum
Die Wildnis hat hier einen Raum.

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Rocky Marciano

Nürnberg 19:00 – nun hat uns das heftige Wetter auch erreicht, ich hoffe meine meteorologische Theorie von gestern bestätigt das … Kepler liest das Wetter an den Aspekten der Planeten ab. Ich studiere das gerade, und mal sehen, wie weit sich das nachvollziehen läßt. Doch das Gebiet ist weit, und nicht alles versteht man sofort, zumal es ja soviel anderes zu tun gibt. Eines davon heißt stolz Rhythmenlehre, wobei der Name, soweit ich weiß, darauf zurückgeht, dass Wolfgang Döbereiner die Solare der ersten Lebensjahre als sogenannte Septare „rhythmisch“ auf das Leben projeziert: erstes Solar 1-7 Jahre, zweites Solar 7-14 Jahre, usw. Ein Solar ist weiter nichts, wie das Horoskop, an dem sich die Sonne im exakt gleichen Grad, wie zur Geburt befindet, also der eigentliche astrologische Geburtstag. Allerdings, ich geb es zu, der Rhytmenlehre nähere ich mich vorsichtig und in zeitlichen Kreisen. Zum einen, weil Wolfgang Döbereiner Fische ist, da muß ich ein wenig vorsichtig sein. Zum anderen, weil sie manchmal so frappant exakte Ergebnisse liefert, und zwar insbesondere auf dem Gebiet der Vorhersagen, die man lieber weniger gern wahrnimmt, dass ich mir doch überlege, ob es nicht einen Weg drumherum gibt. Rocky Marciano beispielsweise, dessen Geburtstag und auch Todestag auf den heutigen Tag fällt (1. Sep 1923 um 17:20 PM in Brockton MA/USA) war ein legendärer und unbesiegter Schwergewichtsboxer, der unter anderem den Filmen von Sylvester Stallone den Namen leihen mußte.

Am 31. August 1969, also einen Tag vor seinem 46 Geburtstag kam Marciano bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Dinge, die man astrologisch vielleicht gar nicht so genau wissen will. Jedoch, in diesem, wie in vielen anderen Fällen bewahrheitet sich Döbereiners Lehre punktgenau. Denn mit exakt 46. Jahren wurde Pluto in Marcianos Horoskop „ausgelöst“, wie Döbereiner sagt, und er gab gleich dem Saturn mit einen Stoß, der in Haus 8 steht und das erste Haus, den Aszendenten, also das Lebens-Prinzip selbst beherrscht. Bislang habe ich bei Wolfgang Döbereiner noch kein Rezept gefunden, wie man einem solchen Schicksal entgegenwirken könnte, und so erscheint es nahezu grausam, ein solch treffendes Instrument der Schicksalsvorhersage an der Hand zu haben. Beim Boxer Marciano kommt für diesen Tod eine „ideale“ Konstellation zusammen. Immer, wenn ich nach Horoskopen suche, in denen sich die Auslösungsregel des genialen, aber in seiner Schwerkraft auch verstörenden Meisters Döbereiner nicht bestätigt, werde ich eines besseren belehrt. Also weitersuchen und studieren.

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Jupiter – Mars Quadrat

Nürnberg 19:46 – von der Fülle der interessanten Aspekte, die sich dieser Tage bilden, ist das Jupiter-Mars Quadrat eines, dass diesen Blog mitbewegt. Mars steht im Zeichen Waage und hat dort inzwischen Gesellschaft von Merkur und Venus. Am Tag, zu dem dieses Quadrat exakt wird, je nach Berechnung schon der 7. September, läuft Jupiter nach langer Rückläufigkeit (10. Mai auf 22:22 Steinbock) wieder direkt. Merkur und Venus folgen ein und zwei Tage später ins exakte Quadrat zu Jupiter zu dem die Sonne am 4. September um 19:41 ein Trigon bildet.

Nicht zu vergessen natürlich, dass Jupiter am 9. September auch ein exaktes Trigon zu Saturn bilden wird, noch während er sich kaum von der Stelle bewegt, als hätte er extra auf den langsamen Saturn gewartet.

In meinem persönlichen Leben fällt mir auf, dass ich gerade jetzt mit logischen (Waage) und kämpferischen (Mars) Argumenten die Regeln (Steinbock) der Weisheit (Jupiter) zu beeinflussen trachte und dies dem Quadrat gemäß tatsächlich als Streit sich vollzieht; natürlich nur, solange Venus diesen Bereich nicht dominierte, also genau ab jetzt!

Doch Jupiter und Saturn sind beide in Erd-Zeichen, da wird Mars zwar einen Konflikt haben, doch ob er auch bewegen wird? Kaum anzunehmen. Allerdings wird Jupiter über denselben Bereich, den er gelaufen ist seit Mai bis zum 2. Dezember wieder vorwärtsgehen, und alles, was sich bis dahin innerlich wachsend an geerdeter Weisheit den Menschen vermitteln wollte, drängt damit nach außen. Und er nimmt wenig später die trigonale Energie von Saturn auf, trägt sie hinein in den Zyklus beider Planeten in die kommende Opposition. Doch weil Jupiter zunächst sogar langsamer ist, als Saturn, gibt erst nochmal ein Trigon, und zwar genau am 21. November um 13:11. Uranus wird erst am 27. November in der Nacht wieder direktläufig, und ich hoffe, das ist nicht zu spät im Kampf von McCain gegen Obama, bei dem der ältere sicher den Saturn darstellt, der so feine, aufwertende Aspekte von Jupiter bekommt, die ganze Zeit. Am Wahltag selbst hat Uranus immerhin außer der Opposition zu Saturn auch ein Sextil zu Jupiter, ein Trigon zur Sonne und ein Trigon zu Mars. Saturn dafür ein Trigon zu Jupiter und zum Mond, sowie ein Sextil zu Mars. Und mit Venus im Schützen bilden beide ein ziemlich genaues Quadrat an diesem Wahltag!

Fotos Markus Termin ©

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Barack Obama

Nürnberg – 12:00 Wird Barack Obama Präsident? Es stehen hier zwei Plutonier (McCain) im Haus 10 gegeneinander, immer vorausgesetzt, man kann sich auf die Geburtszeit verlassen. Pluto in Haus 10 kann man nennen: den Willen zur Macht. Für Barack Obama kursiert auch ein Horoskop mit einem Wassermann-AC. Nachtrag am 11.11.08: tatsächlich ist doch Wassermann-AC richtig. Die genaue Geburtszeit lautet: 19:24 PM, inzwischen wurde die Geburtsurkunde veröffentlicht. Wenn ich auch seinen Sieg gesehen habe, beim AC habe ich mich gerirrt! Nicht alles, was unten steht, wird dadurch relativiert, aber maches. Dazu gibts morgen einen neuen Post! Schaut also morgen nochmal auf home dieser Seite.

Doch Wassermann-AC, daran glaube ich nicht. Barack Obamas Sonne würde dann ins Haus 6 fallen, welches nicht gerade der Ort ist, wo große Pläne geschmiedet werden. Doch diese Mischung aus geschmeidigem Raubtier und magischem Fokus in den Augen passt wunderbar zum Skorpion-AC mit Löwe-Sonne. Außerdem ist da noch Michele Obama (17. Jan 1964, Chicago), eine Steinbock-Frau mit Fische-Venus und wahrscheinlich auch Mond, die gut einen Stier-Aszendenten haben könnte. Als Mond und Venus Fische würde sie Barack Obamas fünftes Haus besetzen, und als Steinbock-Sonne sein drittes.

Dies – irgendwo habe ich es schonmal geschrieben, Gleichwertigkeit im Umgang, die man den beiden ansieht.

Ihm vorzuwerfen, sie hätte die Hosen an, widerspricht der Saturn-Sonnenverbindung zwischen ihrer Sonne und seinem Saturn, die natürlich auf jeden Fall, unabhängig von der Geburtszeit gilt. Eine Verbindung, die man durchaus bei vielen Paaren sieht, und die Saturn die Rolle des Stabilisators zuweist: hier hat jemand einen Anker im Leben gefunden.

Der laufende Saturn löst sich gerade von Obamas Pluto, und wenn Pluto tatsächlich der Herr des AC ist, dann ist es schon ein Erfolg, dass er das bisher überlebt hat. Am Interessantesten für seine „Change“-Botschaft ist das Haus 10 mit Uranus an der Spitze, Mondknoten und Glückspunkt drin und auch noch Pluto.

Die Wahl von Joseph Biden zum Vice passt ebenfalls zum AC-Skorpion, denn Biden (20. Nov. 1942 08:30 in Scranton PA, USA) hat eine Skorpion-Sonne Haus 12, und kann deshalb die Skorpion-Lady Hillary ersetzen, und natürlich Obama mit seinem Skorpion-AC leiten und in Zaum halten. Diese weise Wahl wird ihm, so glaube ich, den „Change“ bringen.

Mein Hauptgrund ist der Uranus am MC. Er vertritt damit die Botschaft autentisch und steht persönlich am deutlichsten für die Opposition von Saturn und Uranus am 4. November, dem Schicksals-Wahltag.

Geradezu sinnbildlich steht dieser Tag für die Differenz zwischen dem alten und dem neuen Amerika, zwischen Freiheit in den Fischen und Beharrung in der Jungfrau.

Gibt es eine falschere idee, als den Energiebedarf des Landes aus den Resourcen der Naturschutzgebiete vor der Küste decken zu wollen, bis der letzte Tropfen Öl gefördert ist? Die Zedernwälder, von denen ich in meinem etwas überzeichnenden Beitrag gestern sprach, mit der Werkstatt und den wunderbaren Pick-Ups meiner Jugend, die sind leider schon, The Temperate Rainforest on Vancouver Island – Der temperate Regenwald auf Vancouver Island, im Ausverkauf der Natur durch Reagan und Bush zu japanischen Essstäbchen verarbeitet worden, und von dem Rest hat sich Bill Gates in Seattle eine vollelektronische Playmobil-Villa bauen lassen.

Die Demokraten sind keine besseren Menschen, wollte ich gestern sagen, aber sie haben einen anderen Stil. Sie sind weniger verlogen, vertrauen weniger auf den CIA, und sind im Grunde, wenn man in historische Zeiten zurückgeht, die Bürger Amerikas überhaupt, die immer wieder gegen eine wohlorganisierte Geld-Aristokratie zu Feld zieht. Beide Lager bedingen einander jedoch. Niemand beschreibt dies besser, wie der gestern erwähnte Thomas Pynchon (Vineland), niemand lebte es konsequenter, wie der ebenfalls gestern erwähnte Frank Zappa.

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„Eingeschlossene“ Zeichen

Foto Markus Termin ©

Nürnberg – 18:28 nachdem nun der Baukran gegenüber sein Tinnitus verdächtiges Dauerfrequenzlein beim energieintensiven Auf- und Abkurbeln seiner Last feierabendmäßig eingestellt hat, und auch der moskitohafte Hubschrauber seinen Migräne-Terror im Namen der öffentlichen Sicherheit – unbegreifliche Schleifen, die er den ganzen Tag über der Stadt zog – kommen meist daher, dass irgendein Volksvertreter auf Wahlfang in der Stadt weilt – kann ich endlich anfangen, zu schreiben. Es ist eine Summe des von Wilhelm Reich beschriebenen Charkterpanzers im Kollektiv der Menschen, allzu schönes Wetter nicht ertragen zu können. Typisches Beispiel sind alljährlich die Love-Parade Veranstaltungen mit voller Dröhnung in den Ohren und mit Extasy-Pillen; und so gewaltig, wie der Pegel von innen und außen, so groß könnte das wahre seelische Erleben ausfallen, würde man sich auf einen Moment andächtiger Stille einigen. Ob dies nicht die Kraft hätte, die Welt zu verändern? Wer spottet, ahnt nicht, dass mit allein dem Wegfall seines Spots etwas hinzukäme zur Realität, mit dem wir bisher nicht gerechnet haben. Sichtbare Wunder gibt es, ich habe selbst schon einige gesehen und gehört. Nun bitte nicht glauben, ich wäre schlechter Laune, weil ich hier etwas poetisch philosophiere. Gerade im Gegenteil.

„Wie es mit den eingeschlossenen Häusern steht“? wurde ich gefragt. Schauen wir auf das Bild oben. Es zeigt u.a mich selbst, und zwar auf dem Bildschirm, wie ich in einer Buchhandlung gerade die Rolltreppe hochfahre. Das Bild ist ein Sinnbild für die Situation des eingeschlossenen Hauses. Zwar bin ich da, Zugang zur Welt finde ich aber nur indirekt. Für mich war das Konzept der eingeschlossenen Häuser eine wichtige Frage hinsichtlich der Häusersysteme. Es gibt ja einige. Alle haben sie gemeinsam, dass sie viel gemeinsam (sic!) haben! Niemand braucht deshalb an der Astrologie zu zweifeln; jedoch, nach den Kochschen Häusern wäre in meinem Horoskop (siehe unter „Kontakt“) die Sonne nicht in den Fischen in Haus 12 eingeschlossen, mein zweites Haus wäre von Stier regiert, und Venus im Haus 10 sollte mir mit dem Beruf auch relativ leicht und, würde ich nur die Opposition mit Venus zum Ballspiel, anstatt zum Lebensernst machen können, kreativ (Haus 5) die Taschen füllen. Und während ich so überlegte, welchem Häusersystem ich den Vorzug geben sollte, kam mir deutlich meine damalige Situation in den Sinn: ich arbeitete in einem Bücherkaufhaus (große Firma, Haus 12, Sonne, Herr von 6 = Arbeit in 12), Sonne steht in den Fischen, im Zeichen des Geldflusses! Und, was war meine Aufgabe? Geld zählen, das durch meine Hände floß (Haus 6 = Handarbeit), und zwar Millionen und Abermillionen (für eine Zählmaschine investiert man doch nichts!).

Hätte man Gordon Brown, auch Fische-Sonne Haus 12 weiter Geld zählen lassen, GB ginge es weiter so klasse, wie unter ihrem smarten Wüstenkrieger Tony (Stier Sonne Haus 12). Doch nun weiter: wo zählte ich das Geld? Richtig: im Kassenbüro, einem kleinen schlauchartigen Zimmerchen, in dem der Tresor stand; und während ich den halben Tag lang zählte und Tauben (= Venus/Uranus Vögel, Herr von 12!) mich am Fenstersims besuchten, war natürlich aus Sicherheitsgründen hinter mir die Tür verschlossen. Die Analogie geht noch weiter, denn nicht immer war ich dort im Kassenbüro. Manchmal stand ich auch direkt im Haus 6, und dort hatte ich eine Jungfrau-Tätigkeit, nämlich direkt bei Bücherkunden kassieren und verpacken, zählen und aussortieren (Buchlaufkarten, ect.), doch dies alles wiederum hinter dem Verkaufstresen, also eingeschlossen. Hat man jedoch einmal die Situation erkannt, die die Eingeschlossenheit im Äußeren, welches nur ein Bild für die Seele ist, darstellt, so beginnt sie sich auch schon (dies Fische-Erkenntnis) völlig fließend zu verändern, um sich eine neue Entsprechung für dasselbe Thema auf einer höheren Stufe zu suchen. Die Geheimschlüssel für den Safe meiner Achse 6/12 sind übrigens Merkur und Venus (über die Dispositorenkette Neptun, Herr der Fische, selbst wieder eingeschlossen in Haus 7) in Haus 11!

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Peter Flötners Apollon

„An melius manet illa fides, per saecula prisca, illac solis equos diversis cursibus isse atque aliam trivisse viam, longumque per aevum exustas sedes inoctaque sidera flammis caeruleam verso speciem mutasse colore infusumque loco cinerem mundumque sepultum?“

Fotos Markus Termin ©

„Oder hat eher der Glaube Bestand, in uralten Zeiten seien die Rosse der Sonne dort andere Bahnen gelaufen, hätten ein anderes Wegband zerstampft und in langen Äonen sei ihre Heimstadt verbrannt und die Sterne, verdampft durch die Flammen, hätten den blauschwarzen Schimmer durch Wechsel der Farben verändert und am Ort sei Asche verstreut und der Kosmos bestattet?“ Manilius, Astronomicon, wohl für Kaiser Augustus geschrieben, oder unter zumindest dessen Schirmherrschaft, übersetzt von Wolfgang Fels

Peter Flötner schuf diesen Apollon (Ἀπόλλων) im fünfzehnten Jahrhundert. Als Phoibos Apollon („der Leuchtende“, latinisiert Phoebus) wurde er auch mit dem Sonnengott gleichgesetzt. Er befindet sich in der Ruine des Peller-Hauses in Nürnberg und hat hier, unter offenem Himmel, einen merkwürdigerweise würdigeren (sic!) Tempel gefunden, als anderswo. Weit bekannter dürfte Flöters Kunst des Stichs von Spielkarten sein, nach denen scheinbar hernach viele gearbeitet haben, denn Flötner schuf die ‚Archetypen‘, die später wohl Allgemeingut wurden. Was uns hier natürlich astrologisch und philosophisch interessiert, ist die Frage, ob es wirklich denkbar ist, dass in Zeiten der menschlichen Erinnerung die Sonne einen anderen Lauf hatte, als heute?

Bei dem griechischen Historiker Herodot (geb. ca. 490 v.Chr.), in einem mehr als lesenwerten Textabschnitt (Buch II 140 ff) über die Geschichte der Menschen und Götter findet sich folgender Satz:

„In einem Zeitraum von elftausenddreihundertvierzig Jahren haben nur menschliche Könige, nicht Götter in Menschengestalt, in Ägypten geherrscht. Ja auch bei den vor und nach diesem Zeitraum lebenden Königen sei es nicht anders, meinten sie.

Während dieser Zeit sei die Sonne viermal an ihrem gewohnten (gemeint ist ungewohnt, sonst macht der Text gar keinen Sinn, M.T.) Ort aufgegangen. Wo sie jetzt untergeht, dort sei sie zweimal aufgegangen, und wo sie jetzt aufgeht, sei sie zweimal untergegangen.

In Ägypten hätte sich dadurch nichts verändert,“ so der Bericht der Hephaistos-Priester , „weder in Bezug auf die Pflanzenwelt noch in Bezug auf die Tätigkeit des Flusses, weder in Bezug auf die Krankheiten noch in bezug auf den Tod der Menschen.“

Herodot erfährt dies von Ägyptischen Priestern, den Chronologen und Astrologen und natürlich Astronomen des Pharaos. Immerhin erfahren wir nun aus einer zweiten Quelle, dass die Sonne auch ihren Lauf ändert, ohne dass auf der Erde alles verbrannt wird. Armin Naudiet erzählt die parallele Geschichte des Maya-Kalenders und unserer Zeitzählung, und beschreibt, warum zum ’normalen‘ Jahr von 360 Tagen in beiden Welten fünf und ein viertel Tage hinzugezählt wurden. Das Jahr muß einmal dem Lauf der Sonne gemäß nur 36o Tage gezählt haben, denn dies ist, so Naudiet, der Grund, warum die Maya zwei Kalender führten. Dass es für all diese Dinge Erinnerungsspuren gibt, belegt: wir Menschen haben die Katastrophen jedenfalls überlebt. Vielleicht kann man es den Technikern und den reinen Materialisten gar nicht verübeln, wenn sie ohne Rücksicht auf die Natur daran arbeiten, das Weltall zu erkunden, wenn doch die liebe Mutter Erde (die viele dem Zeichen Jungfrau zuordnen) dann und wann ein unwirtlicher Ort wird, dass man eine Arche Noah zum Überleben wohl braucht? Wie immer, wäre es am besten, wenn die gespaltenen Lager zusammenfinden, um der Menschheit den Weg zu weisen: diejenigen, die die Schönheit der Natur bewundern und sie preisen, und diejenigen die nur daran denken, die Natur zu plündern, und ein Werkzeug daraus zu machen. Irgendwie realisieren wir kollektiv die uralte Geschichte von Noahs Arche, und sogar alle Tiere mitzunehmen könnte als Genbank denkbar werden und sein, und war es vielleicht einmal früher schon. Denn wer glaubt, die menschliche Geschichte reiche nur zurück zu den Neandertalern, und münde dann in der unvergleichlichen technischen Intelligenz von heute, denkt vielleicht in zu kurzen Zeiträumen?!

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Jenseits von Zeit und Raum

Johannes Kepler Pavillion Regensburg, Keplers Entwürfe, Foto Markus Termin ©

Zum Sonneneintritt ins Tierkeiszeichen Jungfrau lohnt es sich vielleicht, Fragen der Ordnung zu diskutieren. „Das Element der Erde strebt nach irdischer Realität,“ schreibt Liz Greene, die selbst eine Jungfrau ist, und dies wissen muß: „Das Wort Einklang bietet einen besseren Schlüssel zur inneren Motivation der Jungfrau als der Begriff Perfektionismus.“ Johannes Kepler, Steinbock, doch Jungfrau Haus 4, Konjunktion Pluto-Jupiter in den Fischen in 10 (27. Dez. 1571 14:37 Weil der Stadt), suchte mit seiner „Harmonia Mundi“ weniger nach der materiellen Seite des Universums, sondern nach der Weltenarchitektur, die dem heliozentrischen Weltbild zugrunde liegen könnte. Es ist nur natürlich, dass er in Büchern wie „Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie“ (ISBN 978-3-925100-38-3) danach trachtete, die Astrologie gegen ihre Feinde zu veteidigen, denn es ging ihm vor allem darum, hinter der Ordnung einen Sinn zu finden, der dem Sinn des menschlichen Lebens im kleinen mit seiner Harmonie eine Entsprechung und damit einen Anker bot, wie es eben die Astrologie tut. Das passt eher zu seinem Jupiter-Pluto in den Fischen; allerdings geht es der Jungfrau um „Differenziertheit, ja, das ganz bestimmt,“ wie Liz Greene in „Signs for Lovers“ schreibt. Einfach gesagt: Was nützt uns das Wissen, wie sich Planeten, Sterne und Galaxien bewegen, wenn wir dies nicht in einer Verbindung mit unserer Gefühls- und Gedankenwelt, unserer ganzen Existenz begreifen können? Vermeiden wir den Tod im Tsunami, wenn wir auf Reglements vertrauen, oder eher den Elefanten und den Tieren glauben, die mit irgendeinem Sinn ausgestattet, der uns nicht mehr zur Verfühung steht, seit man uns beschnitten hat (wir haben jetzt dafür die Technik), wenn sie sich schon Tage vorher ins Landesinnere verkriechen? So denkt jedoch ein Fisch. Die Jungfrau würde wohl einen gewissen Sinn darin erkennen, wie streng die Grenzen gezogen sind zwischen den Disziplinen, und dies nicht so schade finden, wie ich. Doch der Fische-Gegenpol, den die Jungfrau als Schatten immer mit sich führt, will auch Grenzenlosigkeit. Die Jungfrau erreicht dies, indem sie es mit dem Differenzieren und Aussortieren übertreibt, beispielsweise als Leiterin einer großen Buchhandlung. Sofort ekelt sie die Fische raus, wenn sie kann. Dann wäre Ordnung eingekehrt, aber es fehlt Atmosphäre. Die Kunden bleiben aus, die die Fische ganz nett fanden, und der Schatten der Fische verwirklicht sich: von selbst. Pleite, Chaos, Konkurrenz vor der Haustür! Doch das ist der Jungfrau wurscht, denn auch sie zieht nach getaner Arbeit weiter, und verdaut anderswo das Unverdauliche. Andererseits leidet die Jungfrau tief, wenn sie sich verliebt, und dann den Emotionalkörper bewegen muß. Erleichterung kehrt nicht selten ein, wenn dieser lästige Aufruhr vorbei ist, und die Jungfrau wieder solo. Man möge mir die Spitzen gegen die Jungfrauen verzeihen, ich bin numal ein Fisch! Allenthalben sehen wir nur Grüppchen von Interessenvertreten, die versuchen, die jeweils anderen vom Futtertrog zu verdängen. Besonders unappetitlich ist das bei einer übermästeten Pharmaindustrie und einer am Hungertuch nagenden Homöopatie. Die Leistungen der Astrophysik sind ja gerade zur Zeit bemerkenswert, und man schafft es auch, uns die Ergebnisse als bunte und phantastische Bilder anschaulich darzustellen, dabei verwischt man nahezu unmerklich die Linie zwischen Realität und Fiktion. Besonders in den Animationsfilmen der NASA, wo Satellitenaufnahmen von ganzen Galaxien vermischt werden mit Trickfilmen. Man könnte von einer Walt-Disneyisierung des Universums sprechen, und gar nicht zufällig gehen gleichzeitig die Profi-Animateure im Sience-Fiktion-Bereich mit diesen Simulationsvorlagen eine unheilige Allianz ein, die bewirkt, dass wir Wahres von Falschem kaum mehr trennen können. Dies ist ein typisches Jungfrau-Sonnen Thema, das Trennen. Dabei ist es bemerkenswert, dass es verhinderte Fische gibt, die in ihrer Begrenzung sich dem Jungfrau-Pol zuwenden in einer geradezu krankhaften Ordnungssucht. Und Jungfrauen, die – obwohl sehr oft musikalisch und philosophisch genial (Adorno z.B.) – ebenso zwanghaft sich weigern, ihr eigenes System der Ordnung der Welt als in ihren persönlichen Begrenzungen begründet zu begreifen. Ich sprach einmal mit einem Jungfrau-Komponisten, und fragte ihn: „Wie machst Du das, so schöne Stücke zu komponieren?“ Seine Antwort war: „Ich mache eigentlich nichts. Ich pflücke nur Blumen, die schönen nehme ich, die häßlichen lasse ich weg.“ Das ist Jungfrau-Credo, die Ernte, die auch zur Geistesernte werden kann, aber auch ihre latente Gleichgültigkeit und Kälte, in der sie den Wassermännern verwandt ist. Leider bezeichnet dieser Achsenpol Jungfrau-Fische auch das Thema Selbtsucht und Sucht nach Selbstlosigkeit. Fanatiker beider Zeichen (Bernhard von Clairvaux, Adolf Eichmann) verzerren das allgemeine Bild ins Ungeheuerliche. „Die guten ins Töpfen, die schlechten ins Kröpchen,“ das ist keine Garantie für die moralische Integrität des Auswahlverfahrens. Doch weiter mit dem Thema Astronomie: Ich bin nun nicht der Ansicht, dass nur der Eindruck der eigenen Augen ohne optische Verstärkung ein wahres Bild des Weltalls vermittelt, obwohl diese Ansicht einiges für sich hat. Denn klar ist ja, das Fernrohr und all seine Potenzierungen „begrenzt das Gesichtsfeld, es schneidet einen kleinen Abschnitt des Himmels vom Ganzen heraus und hebt ihn im klaren Detail hervor. Andererseits vergrößert oder verstärkt er den Lichteindruck von dem betreffenden Teil des Himmels.“ (von John Meeks, „Planetenspähren, Versuch eines Ansatzes goetheanischer Himmelskunde“). Noch ein schönes Bild für die Junfrau-Fische Polarität. Mit anderen Worten: sobald wir Technik benutzen, sind wir gleichzeitig unseren Sinneseindrücken entfremdet, und sicherlich sind Sinneseindrücke Eindrücke umfassenden Erlebens, die nicht gleich wieder in Sehen, Hören und Tasten aufgespalten werden dürfen, wie dies die Herrn Wissenschaftler gern tun. Gehen wir, wenn wir schon beim jungfäulichen Sortieren sind (by the way: Jungfrau bedeutet unabhängige, freie Frau, eher mächtige Tempeldienerin als Mägdlein für den Brautpreis) nochmal einen Schritt in die heutige Naturwissenschaft hinein. Ihr Auftreten wird ja (siehe Blogbeitrag gestern) um so dreister, je unsicherer sie sich in ihrer Hybris selbst wird. Bernhard d`Espagnat, der am CERN-Forschungszentrum in Genf ein Leben lang als theoretischer Physiker gearbeitet hat, veröffentliche unlängst ein Buch „On Physiks and Philosophie“, Princeton Univertity Press 2006. In der ZEIT vom zweiten März steht darüber ein wunderbarer Bericht mit der Überschrift: „Die Realität ist nicht in den Dingen.“ Des Pudels Kern ist die Lichtgeschwindigkeit. Mit der Quantenphysik, die ihre Gültigkeit in jedem CD-Player unter Beweis stellt, sind „spukhafte Fernwirkungen“ zu beobachten, wie Einstein sie nannte, die gleichwohl beweisbar sind. Ort und Zeit müssen demnach anders definiert werden, als durch die Lichtgeschwindigkeit. Da es sich bei den „spukhaften Fernwirkungen“ sogar um eine Gleichzeitigkeit handelt, tut sich hier, physikalisch beweisbar, sogar das Fenster zu einer Welt jenseits von Zeit und Raum auf. So kommen die extremsten Materialisten am Ende wieder dort raus, wo sie sich in größtem Gegensatz zu distanzieren versuchten: beim Geist. Dieser Knoten muß zur Zeit und wohl dauerhaft von allen rein materialistisch denkenden Physikern wie eine bittere Pille geschluckt werden, und man hat den Eindruck, je länger es dauert, und je mehr Menschen anfangen, zu begreifen, in welchem wahren Dilemma die Wissenschaftswelt steckt, man sich um so mehr einer zeitgemäßen fundametalistischen Haltung besinnt, nach dem Motto: was nicht sein darf, das kann auch nicht sein. Auch dies ist eine Jungfrau-Lösungsversuch. Bei der nun folgenden künstlichen Verdummung hilft Walt Disney. „Das, von dem die Physik handelt, ist nach d`Espagnat,“ schreibt die Zeit, „nur eine empirische Realität, nicht die sogenannte ontologische Realität, also die ‚Wirklichkeit, wie sie wirklich ist‘. Dabei ist auch die empirische Realität objektiv, aber nur in dem abgeschwächten Sinne, dass jeder Physiker bei vorgegebenem Versuchsaufbau das Gleiche messen wird. Sie ist es aber nicht in jenem landläufigen ’starken‘ Sinn, dass das Gemessene auch vor und ohne Messung existiert. Überspitzt gesagt: Der Mond ist nicht da, wenn keiner hinschaut, auch wenn alle, die hinschauen, stets den Mond sehen,“ schreibt Ulf von Rauchhaupt in der Zeit, möglichweise während der Mondfinsternis in der Jungfrau 3.26 Grad am 21.02 dieses Jahres.