Mundan, Poetry

Saturn – Zünglein an der Waage

Liebe Leserinnen und Leser,

Fotos Termin ©

… nun ist es der dieser Saturn , der, schaut´s euch an, genau im Quadrat zur Mondkontenachse läuft, zusammen mit der Sonne, die insofern das Thema Schönheit und Stein miteinander verbindet. Saturn ist der Stein. Beide Bilder verdeutlichen das astrologische Prinzip, das Ästhetik mit Alter, Tiefe der Vergangenheit verbindet. Die Energie steht offensichtlich im Skorpion; und Venus´Rückläufigkeit entfaltet sich am Neumond der Tiefe im Skorpion am 07. Oktober, um den 8. – nochmal in die Psychoanalyse, nochmal herausfinden warum wirklich dieser Stachel? Damit wir nicht einschlafen?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Dürers Grab in St. Johannis, Nürnberg

27.09.2010 19:23 Nürnberg

Fotos, Poetry

Venus Konjunktion Glückspunkt; Herbst schmecken

Fotos Termin © & Valentin φ

Liebe Leserinnen und Leser,

Mond im Stier ist hier mit mir, bin ich zwei, so sind wir drei – denn sie ist immer mit dabei und Sie sind´s auch, so will es alter Brauch. Jupiter läuft zurück. Also dauerts noch ein Stück – – während Chiron und Neptun – – nix tun. Was keine schlechte Idee mit Sonne in Waage und Mond im Stier ist — nix tun — mit Mond in Zwilling – also bis Dienstag ca. 7:30 haben wir Zeit und Muße: den Herbst will man und frau auch schmecken, wie sie in der Schweiz sagen!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

NBG 26.09.2010 22:12

Mundan, Poetry, Weltbild

Vollmond/Herbstanfang: „Jeder ist ein Künstler!“

Liebe Leserinnen und Leser,

Herbstanfang, offensichtlich. Und gleichzeitig ein Tag, der das überlegene Konzept der Astrologie gegenüber der herkömmlichen Kalenderrechnung demonstriert: denn Herbstanfang ist einfach die Tag- und Nachtgleiche, die man gemäß der Einteilung der astrologischen Tierkreiszeichen so bezeichnet: hier ist Null-Grad Waage festgelegt, da sind Tag und Nacht gleich lang. Und zwar sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel der Erde, wo jetzt allerdings nicht der Herbst beginnt, sondern der Frühling: Waage ist auf der Südhalbkugel folglich ein Frühlingszeichen!

Nicht das Sonnenzeichen ist auf der Südhalbkugel umgedreht, sondern der Aszendent. Zur selben Zeit am genau entgegengesetzten Punkt der Erde geboren, hätten wir alle den Deszendenten zum Aszendenten. Das macht natürlich einen Unterschied, auch, wenn sonst (fast) alles gleich bleibt. Ist aber interessant für eine Philosophie der Astrologie, weil es ausschließt, die Astrologie primär jahreszeitgebunden zu interpretieren. Zwar hilft es, sich die Steinböcke cool zu denken, weil´s im Winter bei uns friert, aber auch in Südafrika sind Steinböcke Steinböcke, selbst, wenn es im Sommer zur Steinbock-Zeit dort die größte Hitze hat.

Hier kommt man nur mit den Feldern morphischer Resonanz von Sheldrake weiter: mag die Astrologie zwar näher am Äquator, aber doch auf der nördlichen Halbkugel entstanden sein, so war sie sicherlich von Anfang an als weltweites Konzept gedacht, denn unsere Vorfahren waren im Sinne eines kulturellen Netzwerks u. U. mobiler, als wir heute, wie zahlreiche kulturelle Blaupausen der Megalith-Kulturen weltweit nahelegen.

Foto Termin ©

Unteres Horoskop läßt sich als Ereignisbild für den gesamten Herbst – also bis zur tiefsten Winternacht lesen: der Jungfrau-Aszendent läßt uns auf sehr praktische Ergebnisse hoffen, Merkur hat keine luftigen Flausen im Kopf, sondern packt erdnah mit an. Daß dieser Herbst mit einem Vollmond beginnt, und daß es gleich zwei Waage-Sonnen und Widder-Mond Vollmonde geben wird, verstärkt den Eindruck, den Jupiter und Uranus mit dem Mond darstellen: der praktischen Seite wird ein emotionaler (Mond) und sehnsuchtsvoller (Fische) Wunsch nach vergangener (Rückläufigkeit) Offenheit entgegenstehen. Saturn in der Waage birgt im zweiten Haus den Gedanken der Haushaltskonsolidierung. Geld in Ordnung bringen: sieht auf europäischer Ebene und bei den Banken auch tatsächlich danach aus: obwohl die Schulden nicht weniger werden, sondern immer noch wachsen. Ziel ist Haus 10, Zwilling: wieder beweglich werden. Venus und Mars im Skorpion im Haus 3 zeugen von hohem und psychologisch (Skorpion) fundiertem Gesprächsbedarf zwischen Frau und Mann.

Das Neumondhoroskop sät in der Waage die praktische Saat der Logik und Schönheit. Mit anderen Worten: praktisch in diesem Herbst ist, was auch schön ist. Das passt ausgezeichnet zur Joseph Beuys Renaissance – mit dem einzig relevanten und modernen Kunstbegriff überhaupt, hinter den wir gerade pervers (Damian Hirst, Koons, morbider Neo Rauch und so … ) zurückgefallen waren/sind: „Jeder ist ein Künstler“.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

23.09.2010 05:09 Nürnberg

23.09.2010 11:17 Nürnberg

07.10.2010 20:44 Nürnberg

23.10.2010 03:36 Nürnberg

Fotos, Poetry

Spaziergang zum Mandala

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn man ohne Auto  unterwegs ist, dann kommt es vor, daß man kurz – Zug fährt in `ner Stunde weiter – kleine Städte besucht. Der Bahnhof etwas abgelegen, die Hauptverkehrsstraße mit den wertlos gewordenen Geschäften, dort wo die Lkws entlangdonnern und selbst die Fassaden neu bemalter Häuser rußgeschwärzt sind … und noch ein paar Meter weiter, wo die Gassen eigentlich für Pferdekutschen und Handwagen ausgelegt waren, und schon findet man sich in einem kleinen Zentrum wieder, Schlecker,  Mode-Boutique mit diesem zeitlosen 50ger Jahre Flair, Edeka (wo Bananen immer noch wie Kolonialwaren aussehen und frisch geflochtene Weidenkörbe voller Handarbeit für 9.99 € verkauft werden … zwei Bäckereien links, zwei rechts (mit den aromatischsten und krossesten Zwetschgen-Datschi, die ich je gegessen habe!), … dann aber der unvermeidliche Asia-Imbiss in der bayerischen Provinz  … und eine Kirche in der Mitte der Straße, Geruch von leichtem Moder mit Weihrauch  zwischen den Eichenholzbänken, da 1 Frau sitzt und still betet … mit zwei Mandalas im Fenster, je eines an der Seite … gewiss: –  aus feinfühligeren Zeiten.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Foto Termin ©

Neumarkt-Sankt Veit  (hier)

Fotos, Poetry, Weltbild

Pyrotechniker

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Aufnahmen …

Fotos Termin ©

YouTube – Feuerwerk beim Klassik- Open- Air 2010 in Nürnberg

…  habe ich – ehrlich gesagt – mich bisher nicht getraut, zu veröffentlichen. Wie unterschiedlich sind die Medien Film und Fotografie. Sie zeigen nicht nur anderes (desselben Ereignisses), sondern sie bringen auch eine völlig andere Kategorie von Wirklichkeit hervor. Jeweils ihre eigene, die ohne Chance gegenüber der wirklichen Wirklichkeit ist – beide simulieren Wirklichkeit, der Film trügerisch (imitiert die Bewegung), die Fotografie offenkundig. Die Verzögerung des normalen Laufs der Dinge, das Innehalten-Können ist aber doch unsere Möglichkeit, diese Existenz überhaupt als Sein zu erfahren. Doch auch diese Verzögerung – der Stillstand – ist in Wirklichkeit nur Teil einer weiteren Bewegung: auf Dauer nicht beständig (im Stillstand). Aber die Verzögerung, die Möglichkeit das Rad der Zeit rückblickend nicht anzuhalten, aber ein wenig – nur mit unserer Wirklichkeit der Erinnerung und Erkenntnis – zu bremsen, die besteht doch und doch.

Wir sehen hier unten am AC inhaltlich aufsteigen, was das mittlere Bild darzustellen sich beliebt …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

25.07.2010 22:04, Nürnberg

Poetry, Weltbild

Zen, Musik und Simulation

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Frage ist gar nicht so einfach zu lösen. Es geht mir darum: wenn Musik – life gespielt – einmal aufgenommen ist, dann ist sie unveränderlich, absolut fixiert. Natürlich ist das ein technisches Wunder. Schon früher war es mir unbegreiflich, wie sich in den Venyl-Rillen unserer alten Platten etwas so Detailgetreues wiedergeben läßt, mittels einer Diamant-Nadel ablesen am Berg und Tal gepresster Kleinigkeiten?! Technisch kann man das lange erklären, praktisch ist es Magie und ein Wunder.

Natürlich liebte ich es, meine Platten zu hören. Dann kam die digitale Revolution und wir hatten CDs. Jeder weiß, daß dadurch der Hörgenuss mit Sicherheit um die Hälfte reduziert wurde, binäre Bausteine bringen nicht dieselbe Atmosphäre, wie anlaloge Wellentäler.

Eine höhere Stufe dieses Mysteriums ist natürlich die Radio-Übertragung! Technisch mag das erklärlich sein, praktisch behaupte ich, daß wir den Zauber, den wir da nutzen, noch gar nicht begriffen haben. Auch die sprechende Bundeslade scheint eine Art Radio-Apparat gewesen zu sein, ohne Frage. …

Doch grundsätzlichst ist aufgenommene, konservierte Musik keiner wahren Korrespondenz mit dem Hörer mehr fähig. Es handelt sich also nicht authentisch um Musik, ein Miteinander und Austausch von Aufmerksamkeit und gegenwärtiger Spannung. Sondern es ist, ob man will oder nicht, nurmehr die Simulation von Musik. Das Fixierte verhält sich zum lebendigen Austausch nicht als Variante, sondern als veritabler Gegensatz!

Im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs wäre es sogar sinnvoll (und ist es seit Ur-Zeiten) Musik nur dann als wahre Musik zu begreifen, wenn es nicht Hörer und Musiker gibt, sondern nur Hörer, die gleichfalls musizieren. Der/die ein oder andere mag aus dem Urlaub zurückkommen und dieses „primitive“ wahrhaftigste Musikerlebnis am Lagerfeuer geteilt haben (und wenn er/sie nur begleitend mit einem Kiesel auf einer Flasche geklopft hat). „Sofern ihr nicht werdet, wie die Kinder … „

Die Ursprungszellen der Musikentstehung – wohnzimmergleiche Proberäume, von denen es sicher hunderttausend im Land gibt – die leben gar von jenem Ursprung …

Ich behaupte auch, daß mit zunehmendem Alter unserer Möglichkeit, Tonaufnahmen zu machen, diese einer konstanten progressiven Versteinerung unterliegen: ältere Aufnahmen können mehr Unmittelbarkeit transportieren, als neue und Neueste sind schon alt, bevor man/frau sie überhaupt anhört.

Macht man das Radio an, hört man in der Regel einen Song, der bereits bekannt ist: das Hören ist völlig überflüssig, jede Note vorhersehbar.

Wie es manche Künstler fertigbringen, trotz des grundsätzlichen Mankos der Versteinerung von Tonaufnahmen auf selbigen fühlbar Unmittelbares zu transportieren, welches sich im Ohr des Hörers wieder lebendig entpackt und dann entfaltet wie eine Rose von Jericho grün wird, sobald sie Wasser bekommt, das kann ich mir nur mit der zeitlosen Liebe erklären, mit der diese Musik aufbereitet wurde … aber es ist selten, sehr selten.

Und im öffentlichen Raum – Cafés gar – der unterträglichen Zwangs-Beschallung zu entkommen, das ist nahezu ebenso unmöglich, wie dem Motoren-Lärm zu entfliehen, der uns überall und ständig einhüllt, auf dem Land und in der Stadt, so daß wir schon fast ausrasten, wenn wir doch einmal mit heiliger Stille – dem einzig wahren Kirchenbau unserer Zeit – konfrontiert werden.

Denn wie ein leeres Gefäß kann sich erst die Stille mit Sinn füllen; und die Angst vor dem Sinn ist es, der die Stille verdirbt und meidet, wo auch immer es geht: einschläfernd und lullend, uns vor uns selber schützend. Ein voll besetztes Café ohne Musik-Müll erreicht schnell einen unerträglichen Lautstärkepegel aus lauter Stimmen, die den jeweils anderen übertönen wollen. Die Angestellten wissen das, und errichten zwischen sich und den Gästen eine lebensrettende Musik-Barriere.

Thomas Bernhard (09.02.1931), der alte Untergeher, hat mal gesagt, die Welt würde am Musik-Müll zugrunde gehen. Doch wer liest noch Bernhard? Und daß Stille teurer Luxus ist, hat sich unter den Reichen dieser Welt bereits herumgesprochen. So, wie früher nur der König ein Bad hatte und heute jeder eines fordert, könnte bald jeder etwas Stille fordern. Hoffentlich!

Mir dünkt, in den hoch bevölkerten Ländern dieser Erde hat man diese Weisheit schon lange begriffen … Zen spricht diese Sprache, schweigt sie sogar.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fotos, Poetry, Weltbild

Arlo Guthrie Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

auf dem Weg zum Bardentreffen gestern noch schnell untere Aufnahmen gemacht. Später dann Arlo Guthrie mit Hans-Eckardt Wenzel, der erstere Krebs, wie sein Vater Woody, der zweite Löwe mit gestern Geburtstag (erwähnte das aber nicht).

Na ja, Arlo Guthrie gefällt mir besser (und Wenzel selbst wohl auch), und wenn man bedenkt, daß hier nahtlos der eine Krebs die Vater-Tradition des anderen Krebs fortsetzt, und daß sowas nur in Amerika möglich scheint, dann hat man mit der Guthrie-Familie – sollte es so weitergehen mit seinen vier Kindern – und diesen Anschein hat es – sowas, wie eine Familien-Seele vor sich, aus der, wie in der Bibel, die guten Töne nur so sprudeln.

Im Grunde genommen nur ein Mann mit einer Gitarre. Die Begleitband gut. Da gibt es junge Menschen, die sind so klasse mit ihrem absoluten Gehör, daß sie begleitend die richtigen Töne wie im Traum treffen.

Doch Guthries sonore Charakterstimme, der geschichtliche Nimbus ist nicht so ohne weiteres mit Talent zu haben. Guthrie klingt sehr nach Dylan, oder Dylan nach Guthrie, je nachdem. Vielleicht beide nach Woody Guthrie? Der schrieb auf seine Gitarre: „this mashine kills fascists“.

Nun spielt sein Sohn auf dem Hauptmarkt zu Nürnberg, ein Sportflugzeug umrundet während des Konzerts in niedriger Höhe den Platz und immer noch kommt aus einem tiefen Instinkt im Publikum die irrationale Warnung, die Angst davor, was da von oben fallen könnte auf unsere schöne Burg …

War aber nicht, war alles gut …

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fotos Termin ©