Nürnberg, 18:18 -am 16. Februar 1856 in Greversmünden, fast direkt an der Ostsee, wurde Rudolf Karstadt geboren. Wenn wir unten stehendes Horoskop mit den Transiten im Außenkreis angucken, die für heute, den 06.06.09 18:17 gelten, fällt sofort auf, dass Jupiter, Neptun und Chiron über Rudolf Karstadts Sonne stehen. Rudolf Karstadt starb am 19. Dezember 1944, nachdem er 1929 und in Folge dessen bei der Weltwirtschaftskrise fast sein gesamtes Vermögen verlor und sich in Schwerin privat niederließ.

Daher hielt ich es für ratsam, sich auch die Transite für den Beginn der Depression anzugucken:

Hier können Sie ganz leicht sehen, wie Karstadt in Person und als Namensgeber seiner Kaufhauskette äußerst sensibel auf den Neptun reagiert: so stand Neptun 1929 in Opposition zur Geburts-Sonne Rudolf Karstadts. Heute (siehe oberes Bild) macht Neptun genaue Konjunktionen zur Sonne des Geburtshoroskops von eben dieser Persönlichkeit.
Hier zeigt sich der Zusammenhang von Name und Energie.
Handelt es sich also abermals um ein Intermezzo, und wird Karstadt als Kette überleben?
Es wird bereits argumentiert, welch riesige Lücke es ins Herz der Innenstädte und Fußgängerzonen es reißen würde, wenn Karstadt pleite ginge.
Saturn geht in Rudolf Karstadts Horoskop im vierten Haus: und ist es nicht tatsächlich so, dass heute die Nachrichten kundgeben, dass der Mutterkonzern Arkandor die Miete für die eben erst zu Bargeld verflüssigten Häuser nicht mehr zahlen kann? Wird der Staat die Miete übernehmen?
Als bei mir Saturn durchs vierte Haus ging, lebte ich auf einer Baustelle und hatte drei Monate damit zu tun, eine völlig verkrustete Tapete von der Decke eines Appartments zu kratzen, welches ich mit einem Kollegen teilte, der im Kaufhaus – nicht Karstadt – für´s Moderne Antiquariat arbeitete. Dieses „Moderne Antiquariat“, „Ramsch“-Verschleuderer im Buchhandel, wird nun wohl zum Synonym für die Kaufhäuser selbst werden. Aber der Staat kann nicht für alles eine Abwrack-Prämie zahlen, und es ist Zeit, sich den einzelnen Menschen und nicht mehr der angeblich hilfsbedürftigen Wirtschaft zuzuwenden. Wie geht es eigentlich den Betrieben zwischen 1 und 5 Personen?
Porsche will 1 komma nochwas Milliarden vom Staat, obwohl es vierzig Milliarden als VW-Aktien besitzt.
Die rein ästhetische Seite des Herzstücks Karstadt einer jeden Deutschen Fußgängerzone ist eine Katastrophe. Innen konnten die Häuser gemütlich sein, und der Verlust der Feinkostabteilung im zweiten Untergeschoss wäre sehr zu bedauern.
Andererseits waren es Karstadt & Co, die alle kleinen Läden und damit die geliebte Diversifizität und Vielfalt aus den Innenstädten verbannte. Inzwischen gibt es keine Alternative mehr zu den weltweiten „Fußgänger-Zonen“, obwohl ihre Funktionsweise nach dem Laufkundschafts-Modus für Karstadt nicht mehr erfolgreich genug aufgeht.
Es muß nicht eigens darauf verwiesen werden, dass nur mit meinem Zeppelin-Personenbeförderungs-Projekt eine zeitgemäße Nutzung der Innenstädte in Zukunft möglich sein wird.
Wie soll es also gehen? was kommt in die Karstadt-Gebäude? Sind sie überhaupt für etwas anderes, als eine Parfumerie-Abteilung im Erdgeschoss eingerichtet? Was ist mit der U-Bahn Anbindung? Ist die nicht unglaublich wertvoll? Gibt es profitable Abteilungen? Kann vielleicht an dem ein oder anderen Ort die Stadt das Gelände zurückkaufen und zum Wohl aller Bürger an diesen Stellen einen öffentlichen Platz/Markt einrichten? Mit viel Grün und Brunnen, wie es Neptun gemäß wäre?
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