Europa

Age of Aquarius: 21.12.2020

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21.12.2020 19:20

Liebe Leserinnen und Leser,

25 920 Jahre dauert ein sogenanntes Weltenjahr. Und was ist das? Die Erdachse kreiselt (höchstwahrscheinlich – es ist auch eine andere Deutung denkbar, nämlich ein Doppelsternsystem Sonne/Sirus) – und so gilt: „living on earth not only includes free rides around the sun, but also a view throughout the whole universe … “ – aber eben in 25 920 Jahren – und deshalb geht ein Erdzeitalter 2160 = 25 920 ÷ 12 = 2160. Die zwölf haben wir – regelmäßige Leser meines Blogs wissen das vielleicht – aus der Weltharmonie, die unveränderlich im Satz des Pythagoras offenbart ist.

Der Anfangspunkt für unser brillantes astrologisch/astronomisches System ist bekanntlich der Widderpunkt, „first point of Aries“ – die Tag/Nacht-Gleiche jedes Frühjahr – das aequinoctium. Oft wird von diesem Frühlingspunkt gesagt, er bewege sich durch den Tierkreis und wandere daher durch die Sternbilder; – es ist erstaunlich, wie zäh sich eine solche – im Grunde recht simple Verwechslung – hält: ein Punkt, der per definitionam feststeht, kann nicht wandern – es ist umgekehrt: die Sternbilder wandern im großen Kreis des Weltenjahres – der Frühlingspunkt natürlich nicht. Sie können mit diesem einfachen Blick auf die Tatsachen viel Zorn auslösen, denn es betrifft „Das Gespenst des Relativismus“ – wenn plötzlich diejenigen, die sich ganz klug dünken als die ganz Dummen dastehen: dann reagieren sie – wie in der Covid-Wahn-Krise – gerne mit Gewalt jeder Art. Das soll aber unsere sorgfältigen Nachfragen nicht betreffen:

Der einzig mir bekannte Anfangspunkt für das Weltenjahrsystem, von welchem wir ausführlich durch Platon wissen (1) als Teil seiner Naturkunde, ist das Jahr 1413. Doch jetzt Achtung: in diesem Jahr – so meint Rudolf Steiner – beginnt nicht etwa das Zeitalter des Wassermanns, sondern erst mal das der Fische. Die Hippies lagen falsch, „the dawn of the age of aquarius“ würde uns erst im Jahr 3573 erwarten – ernüchternd, nicht?

Wie kommt Rudolf Steiner auf den Hinweis des Jahres 1413? Er sagt uns das leider nicht, es gibt im gesamten Werk keinen Hinweis. Aber er rechnet (ganz Jungfrau-Mond) sonst sauber und konsequent mit den 2160 Jahren zurück über Widder, Stier, Zwillinge bis zum Krebs, wo die Sintflut stattgefunden haben soll. Für das Zeitalter des Stieres haben wir den Apis-Stier und den Minotaurus, allgemein die Steinzeit-Relikte des Stierkampfs. Kreta. Für den Widder Amun Re, den heiligen Widder – Patriarchat – das goldene Vlies – Troja. Und im Krebs, hätte – so Steiner – welthistorisch der Austritt des Mondes aus der alten Monderde und die Bildung von Skelett und/oder Schale stattgefunden – für ihn ist die Weltgeschichte und damit auch die Menschheitsgeschichte wesentlich jünger, als unsere Prähistoriker annehmen.

Ich glaube das nicht, oder nicht ganz, weil die Astrologie ihren Urspüngen nach vorsintflutlich ist – das wird in der Antike kolportiert und zwar bezüglich der ersten Astrologieschule auf der Insel Kos und dem Lehrer Bêl-re’ušunu aus Akkadien:

https://de.wikipedia.org/wiki/Berossos

Von ihm sind zwar keine Originaltexte erhalten, aber verschiedene Autoren der Antike nehmen auf seine Lehren Bezug, und so wissen wir, dass zur Geschichtserzählung dieses Astrologie-Lehrers die vorsintflutlichen Dynastien zählten. Der Mond muss also schon einige Weltenjahre Erdtrabant sein.

Wenn wir unsere „Sternenscheibe“, unseren heiligen Kompass auf das Jahr 1413 einstellen, bekommen wir unteres Horoskop. Es weist „allerdings“ (2) deutliche Zeichen des Beginns eines Wassermannzeitalters aus: Uranus in Konjunktion mit der Sonne, ein mächtiges Wassermann-Stellium, Mondknoten dabei – noch julianisch vom Kalender her, aber auch gregorianisch nicht zu leugnen – was ja erst später kam und für die Tierkreiszeichen keine Rolle spielt, denn sie sind es ja gerade, wonach sich jeder Kalender richtet.

Das bedeutet: wenn wir eine gültige Zeitalter-Lehre haben, bietet sich 1413 aus astrologischen Gründen – und um die geht es wohl?! – für den Beginn des Wassermannzeitalters an – und nicht – Rudolf Steiner verdreht gern auch sonst astrologisch einiges – das Zeitalter der Fische. Die Hippies hätten also doch Recht – nur wäre „dawn“ schon over – aber was soll´s? – bei den Bläsern! – damals noch frei von Elektronik.

Glauben wir dem Hellseher seinen Hinweis und suchen nach Gründen, dann wäre da der Orloj zu nennen, der 1410 zum ersten Mal erwähnt wird – die Prager Rathausuhr – und ganz allgemein die Lust der Renaissance an Automaten, frühen Robotern. Und natürlich wenig später den Kalenderwechsel von julianisch zu gregorianisch/rudolphinisch – das Ende der Metaphysik und der Beginn des technischen Zeitalters, Galileo, Bruno, Kepler, Kopernikus … die Ordnung des Kosmos scheint von innen nach außen gekehrt zu werden – bald entdeckt Tycho de Brahe eine Supernova … der geschlossene Kosmos öffnet sich genau in die aus philosophischer Notwendigkeit wegen der Erhabenheit des Schöpfers vorhergesagten Unendlichkeit von Giordano Bruno und zwar durch das technische Auge, das Teleskop.

Auch in der Antike hat es bereits Technik gegeben – es sind riesige Abbildungen von Glühbirnen aus Ägypten bekannt und auch auf dem Forum Romanum soll eine geglüht haben. Dennoch kam mit dem 13. Jahrhundert – Karl IV, der Luxemburger wurde Kaiser zu Prag, Rom und Teutschland, zu Jahrhundertbeginn ermordeten Philipp der Schöne in Kumpanei mit dem Papst in unvorstellbarer Grausamkeit die Templer, die ihre Organisations-Struktur über die ganze bekannte Welt ausgebreitet hatten – etwas bislang Unbekanntes dazu – primitive Roboter erfreuten den Adel in den Kunstkammern, die Simulation erreicht eine ganz neue Stufe. Doch erst die Pest. Dann die baldige Wiederentdeckung Amerikas und überhaupt der Welt, des Alls.  Und dann aber die Syphilis aus der Neuen Welt in return – die bewusstseinsverändernde Gegeninfektion. Das wäre dann das Ende des Zeitalters der Fische. Hauptthema: Religion, Metaphysik, Seefahrt/Nautik – Fische finge – 747 a. Chr. an – und wir hätten damit abgedeckt den Beginn der Philosophie in Griechenland, die Erscheinung Buddhas, sowie dieses Symbole:

Das Lamm Gottes könnten wir als verjüngten, geradezu verniedlichten, wieder-geborenen Atum-Re-Widder im Zeitalter der Fische auffassen:

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Hier also das Horoskop für den Beginn des Wassermannzeitalters. Teilen wir 2160 durch 12 – Zwölf ist die heilige Zahl des Pythagoras, as I said – dann bekommen wir 180. 180 Jahre dauert also ein Unterabschnitt einer Sektion des Weltenjahres – und wenn wir das astrologisch durchzählen, dann haben wir innerhalb des Zeitalters des Wassermanns seit 1953 den Unter-Abschnitt Krebs bis 2133. Dass 1953 die Krebs-Niederlande eine Flutkatastrophe erlebten und ganz allgemein das Klima-Flutwandelgeschehen könnte in dieser Zeitspanne durchaus eine Reminiszenz an die Sintflut sein, bzw. in dem ganzen anthropogenen oder natürlichen (oder beides) Kimawandelgeschehen eine tiefenpsychologisch motivierte Rückkoppelung der Menschheitserinnerung – an diese Zeit der Sintflut im Krebs-Zeitalter – 9387 – was sich auch mit den von Herodot berichteten Aufzeichnungen der Priester in Ägypten ungefähr decken würde.

24.01.1413

Sollte also meine Theorie zutreffen, und wir geben Rudolf Steiner trotzdem die Ehre, den Beginn eines Zeitalters zu markieren (er ist ja sonst relativ gewissenhaft) – dann sind wir in der Krebs-Phase des Wassermann-Zeitalters, also nicht mehr in „the dawning of the age of aquarius“, sondern in seiner Manifestationsphase der Verwurzelung, Haus 4. Und es gab das große Stellium im Wassermann am 04.02.1962 … nur Uranus in Opposition im Löwen!

Durch zwei Signale der Verwurzelung ins Zeichen Wassermann wird diese Entwicklung auch aktuell neu betont, und die Horoskope dafür sind ganz oben und ganz unten eingestellt: einmal die unvergleichliche Jupiter/Saturn Konjunktion im Zeichen Wassermann am heiligen 21.12.2020 – der Wintersonnenwende und damit der Erscheinung des Weltenlichts als Kind – und dann, unten, der erste Eintritt Plutos ins Zeichen Wassermann im März 2023.

23.03.2023 13:14

Soweit ein paar Überlegungen – wer was darüber weiß – schreibt´s – nein, nicht in die „Kommentare“ – sondern als mail,

mit freundlichen Grüßen,

Markus

1. http://www.zeno.org/Philosophie/M/Platon/Timaios

2. „allerdings“ – typisches Steiner-Sprech – wenn man sich viel mit Herrn Doktor beschäftigt, übernimmt man automatisch seine Sprachrhythmik und Eingenart, wie man an vielen anthroposophischen AutorInnen leicht feststellen kann.

3. Das uralte Heilszeichen des Fisches wurde wegen seiner griechischen Wortfügung: ICHTHYS, als Geheimzeichen und frühes Christussymbol. Die einzelnen griechischen Schriftzeichen des Wortes IΧΘΥΣ ICHTHYS (Fisch) wurden als Anfangsbuchstaben folgender Worte gesehen. Jesus – Christus – Gottes – Sohn – (der) Erlöser IΗΣΟΎΣ = Jesus; ΧΡΙΣΤΌΣ = Christus; ΘΕΟΎ = Gottes; ΥΙΌΣ = Sohn; ΣΩΤΉΡ = Retter, Erlöser. Der stilisierte Fisch in Verschränkung mit dem Wort ICHTHYS ist ein rein christliches Symbol.

Weltbild

Astrologie im Alltag

Liebe Leserinnen und Leser,

„Aspekt“: – haben sie das schon unter diesem Aspekt betrachtet? „Konstellation“: wir haben hier eine günstige Konstellation. „Steht unter einem guten Stern“, all das sind astrologische Begriffe oder Anspielungen, die unsere Sprache und unseren Alltag unmittelbar und wohl auch für dieses Zeitalter unveränderlich geprägt haben.

Wir mögen uns zwar mit dem Kalendersystem der Maya (hier klicken) beschäftigen, die wohl eine 5-Tage Woche hatten, aber unsere Woche wird, selbst exportiert in andere Kulturkreise, immer die 7-Tage Woche der chaldäischen Planetenreihe sein.

Was uns nur wenig bewußt ist: daß die Ordnung der Dinge mit ihrem Ursprung auch geistig verbunden bleibt: d.h. – wenn unsere Woche der chaldäischen Planetenreihe entspricht, wird unser Denken und Sein mit den Geist dieser Wochenreihe verbunden bleiben.

Und der Tag? – besteht aus 12 Doppelstunden und zeigt sich auf der Uhr etwa so: …

13:30 31.07.2011 Nürnberg

… wobei der Stand des kleinen Zeigers den Stand der Sonne markiert, und der 12-teilige Tierkreis direkt auf die Doppelstunden übertragen ist.

Daher sagt Rudolf Steiner zu Recht: „schon, wenn wir auf die Uhr schauen, betreiben wir Astrologie“. Astrologie ist also nichts, wofür, oder wogegen man/frau sein könnte. Sie ist auch keine Frage eines Glaubens. Sondern sie ist zunächst einmal eine fundamentale Tatsache unserer Alltagserfahrung, sie strukturiert unser unterbewußtes kollektives und persönliches Dasein.

Will man also wissen, was Astrologie ist, so wird man versuchen müssen, herauszufinden, warum und wie die Rhythmen – denn darum handelt es sich – mit unserem kollektiven Wesen verknüpft sind. Zu behaupten, sie wären es nicht oder nicht notwendigerweise, wäre Wunschdenken: so ist es nun mal nicht. Sondern wahr ist, daß diese Verbindung der althergebrachten astrologischen Rhythmen mit unserem Dasein eine unabänderliche Tatsache ist. Wir können – um ein Beispiel zu wählen – als Sprachforscher auch nur diejenigen Sprachen erforschen, die es gibt: wir kennen ja keine anderen.

Das gilt natürlich auch für die Einteilung des Jahres in 12 Monate, für die Jahreszählung seit Christus und für die Einteilung der Zeitalter (Fische, age of Aquarius) durch die Präzessionsbewegung.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus