Neuropa

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Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt brauchen wir den Neustart eines reformierten Europa – vielleicht eines, in dem die Rindfiecher – wie in Indien und früher Ägypten, geheiligt werden? – Man muss doch zur Kenntnis nehmen, daß sich Länder geradezu danach sehnen, Souveränitäsrechte abzugeben, weil man glaubt, in der größeren Struktur – EU – Geborgenheit zu finden: beispielsweise Deutschland – Die Amerikaner – sehen in Europa vor allem einen Markt –  viele Briten verbinden das Thema Sicherheit traditionell mit Unabhängigkeit – und so hat beim großen Trigon der Wasserzeichen England die europäische Bühne entwertet, die US-Freundschaft aber gleichzeitig aufgewertet: man wettet auf ein anderes Pferd. Tut mir leid für mein Mißtrauen in Sachen gelenkter Meinung. Zumal Tipp etc. in Zentral-Europa immer unwahrscheinlicher wird. Aber: das war´s noch nicht – zur Vorhersage für den Brexit gehört ja auch die Neptun-Bestallung des 10 Hauses.

Das Europa der Herzen – Venus im Familienzeichen Krebs – ist durch die freche britische Entscheidung gekränkt und verletzt: Jetzt geht aber schnell, meint Martin Schulz. Professionell wäre: laßt uns sofort über gute bilaterale Verträge verhandeln. Dann ändert sich nichts, außer dem konstanten Komplexitätsfaktor GB – und man hat einen guten Grund die EU so zu reformieren, daß alle zu ihrem Recht kommen: Briten, Zentraleuropa, Norden und Russland, Süden und die Mittelländer.

Zu befürchten ist jedoch, daß ein Neuropa erst durch die neuen Kräfte in Spanien, Italien und immer noch Griechenland Kontur gewinnen wird: und man sich hier mit Norden, Benelux und vielleicht Frankreich neu bilden muss – daß also wegen unüberbrückbarer Gegensätze einstweilen Europa wirklich zerfällt.

Das Problem ist, daß die Technokraten von Verwaltung und Wirtschaft das zweifellos sehnsuchtsvoll erwartete Europa der Herzen mißbrauchen: man führt es an, wenn es darum geht, den Arbeitsmarkt zu „flexibilisieren“, also neue Sklaverei zu schaffen. Statt uns Demokratie & Freiheit zu bringen, bringen sie uns Technokratie & Normierung. Das geht auch anders. Gerade in Europas Regionen – die viel mehr Freiheit unter dem Schutz des Verbunds brauchen – läuft noch viel herzlich und richtig.

Die Schuldabhängigkeit der Staaten – nicht der Bürger – des südlichen Europa von den Vermögenden (das sind nicht selten die eigenen Bürger) wird ja über die Null – oder sogar Minus-Verzinsung – kompensiert. Die Geldmenge wird enorm erweitert, man will sich von Schulden befreien durch Geldentwertung; – indem einfach Geld gedruckt wird. Aber es kommt nicht groß in Umlauf. Das System ist müde, die verordnete Medizin des „dauernden Wachstums“ erweist sich als sozialistische Phrase und ähnelt in seiner „Alternativlosigkeit“ den Phrasen des Wahn-Sozialismus a lá DDR. Mit den Wahnsinns-Folgen für Natur & Umwelt, nach der Erdkunde-Floskel. Dabei wächst wirklich nachhaltig nur das Vermögen der ohnehin bereits sehr Vermögenden.

All das hätte wenig Beunruhigendes, wenn dieses Schneeball-System: Schulden mit Schulden zu finanzieren, nicht die dauernde Erpressung des großen Molochs und seiner Bankenkriese wäre, der sich ganz sauber und anonym über freundliche Mitarbeiter seinen Anteil am Mehrwert „erbittet“, und eine Euro-Krise draus gemacht hat. Alles wiederum verbunden mit den ewig kriminellen Kreisläufen, genau, wie´s uns im Kino ständig gezeigt wird.

Die Lösung wäre einfach und wird bereits praktiziert. Tatsächlich wäre es für den real existierenden Kapitalismus sehr gut, wie ja einige reiche Amerikaner erkannt haben, den Kreislauf des Kapitals nach unten wieder aufzumachen. Nur wenn das angesammelte Geld von oben freiwillig und wohldosiert nach unten träufelt, um jedem Menschen ein gestaltbares Leben zuzubilligen, wird der große revolutionäre Bruch – ähnlich, wie zur französischen Revolution – vermieden werden können, wenn – in nicht mehr ganz 2 Jahrzehnten – Uranus im Löwen läuft und Pluto im Wassermann, ähnlich 1789.

Das würde bedeuten: der Kapitalismus überwindet sich selbst – „Kunst ist Kapital“ – das muss Europas Ziel werden: Europa darf zu einem Kunst-Projekt werden, für das die Ökonomie Grundlage, nicht Selbstzweck darstellt. Die beste Wirtschaftsförderung ist daher die Pflege der Musen, der alten und neuen Kunst, der 12 Sterne in Europas Flagge …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

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