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Unaspektierte Venus in Löwe

Nürnberg 22:03 – „Venus in Löwe“, sagt Liz Greene, deren eigene Venus in der Waage steht (geb. 04.Sep. 1946 13:00 in Englewood, NY USA), „versucht der mythischen Welt so nahe, wie möglich zu kommen, in Stil, Geschmack, und auch Idealen der Liebe. Daher wird Venus in Löwe machmal ein großspuriger Geschmack unterstellt, nicht um zu schockieren, sondern um die Pracht der mythischen Welt in die Grauheit der banalen Welt einzubringen.“ Dabei ist die Venus zur Zeit Einzelgängerin; sie bildet keinen Aspekt zu anderen Planeten (zwei mal anklicken):

Unaspektierte Planeten (den ersten Aspekt wird der Mond in Opposition werfen) sind einsame Sterne. Es feht ihnen der Bezug zum ganzen Horoskop. Sie stehen nicht selten für besondere Begabungen. Gerade die Venus zeigt aber auch in Geburtshoroskopen die Verbindung zur Geselligkeit an: ist die im gespannten Aspekt mit Saturn, wird man selten in der Gruppe akzeptiert. Steht sie freundlich am Aszendenten, wird man/frau überall gern aufgenommen. Venus zeigt also den Grad der Akzeptanz in der „Herde“ auf, wie Döbereiner sich ausdrückt. Denn sie ist ja nicht nur in der Waage, sondern auch im Zeichen Stier zuhause. Doch wenn sie, wie heute, keine Aspekte hat? Zwar ist das Trigon zum MC nicht nichts, aber es ist kein Planet, der hier integrativ wirken könnte, und auch nicht von Dauer, denn die Position zum MC verändert sich so schnell, wie der AC. Tatsächlich bietet sich hier die besondere Chance eines völlig eigenständigen Weges, sich nach Belieben auszudrücken. Gerade jetzt könnte eine neuer Stil geboren werden! Ganz klar, dass die Weiße Lilie die Blume der Venus ist, und zwar in ihrer Erscheinungsform als Isis und durchaus in Verbindung mit der mythischen Welt.

Fotos Markus Termin ©

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Regenmacherlied

Nürnberg 14:55. Der Mond steht im Schützen und nähert sich dem Vollmond in der kardinalen Mond-Sonnen Opposition dieses Sommers. Erwartunsgemäß ändert sich das Wetter dann. Es hat die letzten Tage viel geregnet, hier ein paar Bilder dazu und – ausnahmsweise – ein Gedicht:

Das Regenmacherlied

Wenn die Wassermassen

Nasses Wasser lassen

Und die Brunnen

Frisches Wasser fassen

Wird die Erde satt …

… Wenn die Zweige

Neue Triebe kriegen

Und die Männer

Ihre Frauen lieben

Klebt ein Tröpfen

Auf jedem Blatt.

Fotos und Text © Markus Termin

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Merkur Sextil Saturn

Nürnberg 15:05 – Merkur im Krebs und Saturn in der Jungfrau bilden heute ein genaues Sextil zueinander. Alle drei Bilder unten vereinigen in ihrer Botschaft diesen Aspekt. Die Feder als Teil der Flügelschuhe des Götterboten. Aktuell ist das Bild vom Schmetterling Meister Pfauenauge, der sich heute ohne Scheu auf meinem Balkon fotografieren ließ. Der Sinn des Handels mit Hermès als Jungfrau und – durch den Display-Vogel – Saturn-Aspekt. Schmetterlinge sind Merkur-Wesen, und Pfauen sind dem Saturn zugeordnet. Wenn man sich den Eindruck solcher Vögel vergegenwärtigt, sind sie in ihrer imposanten Präsenz dazu geeignet, kurzzeitig zu schocken, zu „versteinern“. Auch ihr Schrei ruft solches hervor. Dies ist gerade das Saturnische. Wenn wir aufmerksam sind, so gibt es auch im Kleinsten nichts Zufälliges: das Sextil der beiden Planeten drückt sich tatsächlich auf meinem Balkon durch den Besuch eines Hermes-Chronos Tieres, alias Merkur-Saturn Tieres, dem Pfauenauge, aus. Für mich ein Zeichen der Götter, dass die Konjunktion von Mars und Saturn, mit ihren Unfällen, Wunden, Kämpfen und auch Angriffen, unter denen viele und auf jeweils eigene Weise zu leiden hatten die letzten Tage, vorbei ist. Das Sextil zwischen Merkur und Saturn hilft nun, neue Regeln zu finden für die Ordnung und Verwaltung des Familiensinns, als zwischen Krebs und Jungfrau.

Fotos Markus Termin ©

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Klitschko gegen Thompson astrologisch

Nürnberg – 14:27 Heute um 22:30 findet der Boxkampf zwischen Wladimir Klitschko (27. März 1976 in Semipaltinsk, Kasakhstan) und Tony Thompson (18. Okt. 1971, Silver Springs, Marryland USA) statt. Ich bin kein Freund des Boxsports, ist mir zu brutal. Die beiden sind klassische Kompensierer: Klischko hat den Mars im Krebs, und ist eigentlich weich und gefühlvoll, Thompson hat ihn im Wassermann, und ist eigentlich in diesem liberalen Luftelement jemand, der Geist mit Kraft verbinden sollte.

Der Kampf heute Abend ist eines der vielen Beispiele für den Ausdruck der gegenwärtigen Saturn-Mars Konjunktion, deren Höhepunkt gestern war. Die beiden Kontrahenten könnten gegensätzlicher nicht sein. Klitschko ist ein Widder, Thompson ist Waage. Beide haben die Sonne in einem 90 ° Grad Aspekt zur Geburtssonne. Ein Detail verrät die Gefähr für den siebenfachen Vater Thompson, der von über dreißig Kämpfen bisher nur einen verloren hat. Klitschko, der k.o.-Schläger, hat zwar drei verloren, aber auch schon fünfzig gekämpft, und 44 mal mit k.o-Siegen entschieden. Hier das Horoskop für den Kampf:

Der Glückspunkt steht zwar in der Waage, fällt jedoch dort in eine ziemlich genaue Konjunktion mit Klitschkos Pluto, der eine Opposition zur Sonne hält. Hier kämpft der jüngere gegen den älteren, als wär´s sein altes Ego. Weiter bedenklich: über Thompsons Mars geht Chiron. Hoffentlich nimmt er keinen Schaden! Auffällig ist, dass die Venus gerade in den Löwen gewechselt hat. Venus ist für Thompson, Waage. Klitschko ist der Mars in der Jungfrau, weil Mars für Widder steht. Venus wird ein Trigon mit dem Mond bilden, und sie geht in ein Trigon mit dem MC. Etwas vergleichbares hat der Mars nicht anzubieten, aber mit dem Sextil zu Merkur steht das Glück auf seiner Seite. Und Mars steht stark in einem Eckhaus. Ich tippe auf Klitschko.

Horsokope zum Vergrößern zwei mal anklicken!

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Neptun und Tabak

Nürnberg 16:05 – es gewittert sich kraftig ein, und die Luft riecht nach Baumharz von all den gebrochenen Ästen. Schauen wir uns mal die unteren Bilder an. Was sehen wir?

Fotos Markus Termin ©

Es ist der blaue Dunst, wie er in meinem Lieblingscafé wabbert. Denn seit die Raucher nicht mehr innen rauchen dürfen, haben sie außen jegliche Hemmung abgelegt – wenn es die, außer zu Goethes Zeiten, je gab – und betrachten nun als natürliches Vorrecht, gleich neben stillenden Müttern oder sauerstoffinhalierenden Rollstuhlfahrern zu rauchen: man ist ja im Freien, wem schadet denn das? Da ich selbst in dieser Beziehung lange mit der Entwöhnung gerungen habe, kann ich auch die Raucher gut verstehen, denen schlicht jedes Vorstellungsvermögen dafür fehlt, wie destruktiv und anderer Leute Lebensqualität beeinträchtigend ihr vorgeblicher Genuß ist, den sie sich freilich nur einbilden. So war ich auch. Astrologisch ist auch dies ein Neptun-Thema: die Droge. Und das ist der Tabak wahrlich: eine Massendroge. Ich muß immer schmunzeln, wenn ich unsere bayerischen Polizisten rauchend in ihren grünen Autos vorbeifahren sehe: „Stark im Leben ohne Alkohol und Drogen“, steht auf ihren Wagen. Doch dieses Sprüchlein impliziert, dass Alkohol keine Droge, sondern etwas extra sei. Hierzu ist bemerkenswert, dass das Thema „Sucht“, wie Peter Sloterdijk schreibt (geb. 26. Juni 1947 in Karlsruhe) im Altertum unbekannt war, obwohl der Gebrauch von allerlei Drogen zu kultischen Zwecken üblich war: Pilze, Cannabis, Mohn, alles war durchaus ohne Tabus verfügbar. Der Unterschied, so der Philosoph, lag in der „kultischen“ Verwendung. Die damit verbundene Bewußtseinserweiterung, wie heute noch bei den Rastas in Jamaica, war nicht profanisiert, gewöhnlich, nicht in die banale Sphäre der Selbstdarstellung gerutscht. Neptun freilich muß diese negative Darstellung keineswegs übernehmen. Tut er es, unserer eignen Wahl gemäß, so überspannt er mit seinem blauen Dunst das ganze Geburtsbild wie einen Filter, der die Wirklichkeit nicht mehr durchläßt. „Ein Raucher“, vermerkte Thomas Bernhard, „denkt nur ans Rauchen.“ Vielleicht gibt es keinen Bereich der Gegenwart, in dem das dämonische so direkt greifbar wäre, wie gerade darin. Natürlich beeinflußt Tabak das Denken ebenso stark, wie irgendeine andere Droge. Da man jedoch glaubt, er tue dies nicht, ist er weitaus gefährlicher, wie Drogen, deren Einfluss offensichtlich ist. Seine Sucht-Affinität liegt angeblich sogar über der von Heroin. Tabak wurde und wird auch, als starker Sud getrunken, in Südamerika tatsächlich von Schamanen eingesetzt. Diese Schamanen kontrollieren das dämonische, morphogenetische Feld des Tabak-Dämons in seiner reinsten Ausprägung (Jeremy Narby, „Die Kosmische Schlange“). Den Dämon zu besiegen, heißt, Neptun zu befreien. Den Geist aus der Flasche lassen. Denn positiv ist Neptun die Brücke zur Geist-Welt. Die Beziehungen, die Neptun zur Zeit astrologisch unterhält, erkennen wir (zweimal draufklicken) auf dem unteren Bild:

Immer noch bildet Neptun im Wassermann eine Einheit mit dem Mondknoten, Tor des Neuen, und dem „Verletzten Heiler“, dem menschheitserlösenden Centaurenkönig Chiron. Zusätzlich trägt Neptun das lang anhaltende Sextil – denn, da diese Planeten so langsam sind, dauert auch der Aspekt lange – zu Pluto. Dieses Sextil wird nicht mehr so schnell genauer, aber es ist genügend eng, um zu wirken, auch noch wenn die Sonne am 15. August in Opposition zu Neptun tritt. Dieser Zeitpunkt ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, für alle Süchtigen, sich ihrer Sucht zu entledigen, um auf die Sonnenseite zu wechseln. Wem die Metapher vom Dämon zu haarig ist, der möge doch bedenken, dass diese Wesen in einer bestimmten Form sehr wohl existieren, was auch dem vermeintlich modernen Menschen einsichtig sein wird, sobald er sich von den Erscheinungsformen des Spektakulären, wie wir es aus Märchen kennen, verabschiedet. Für Sokrates war sogar Eros ein Dämon. Dies sind also ganz normale Dinge, die sich freilich verändern, wenn man Tabak trinkt, wie dies die südamerikanischen Schamanen tun!

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Uranus – Neptun Rezeption

Nürnberg 16:24 – es will sich kein stabiles Sommehoch finden, also sei das Wetter wechselhaft, sagen die Meteorologen. Nürnberg liegt nicht an der Nordsee, dort oben ist es sicher etwas kühler. Dieser Tage wurde verkündet, nunmehr steige eine große amerikanische Investmentfirma in den Bau gewaltiger Windkraftanlagen in der Nordsee ein. Das lohnt sich, denn die Bundesregierung gibt einen Zuschuss auf eingespeisten Windkraft-Strom, und wenn alle Pläne realisiert werden, können 15% des Strombedarfs im Land aus Windkraft gedeckt werden.

Foto Markus Termin ©

Astrologisch passt das hervorragend zur bestehenden Uranus – Neptun Rezeption. Rezeption bedeutet, wenn der eine Planet im Zeichen des anderen ist. Also die Sonne im Krebs und der Mond im Löwen, beispielsweise, oder Merkur im Schützen und Jupiter in der Jungfrau, um ein anderes Beispiel zu nennen. Es gibt Astrologen, die meinen, die Planeten würden sich durch eine solche Rezeption gegenseitig neutralisieren. Uranus, der seit dem 11. März 2003 in den Fischen steht, war vorher im Wassermann, seinem eigenen Zeichen. Und Neptun, schon seit 2000 im Wassermann, ist aber eigentlich der Regent der Fische. Uranus im Wassermann hat uns einen unglaublichen Höhenflug der Technik gebracht. Jetzt, in den Fischen, kommt die Vision hinzu. Entwickelt werden diese Visionen mit Bezug zur Vergangenheit bei aktueller Rückläufigkeit der beiden Transsaturnier (Ölkriese, erstes Elektroauto von Porsche), verwirklicht werden sie, sobald Neptun und Uranus wieder direkt gehen. Das sind die Windräder in der Nordsee. Ich bin gespannt, was da noch kommt! Neutralisieren tun sich die Planeten jedenfalls nicht. Uranus befreit das Visionäre und Neptun beflügelt das Technische. Denkbar wäre auch ein revolutionäres Steuersystem, mit dem Kanzlerin Merkel, ihr Gesicht wahrend, den Wahlkampf eröffnet. Wenn man bei Windmühlen an Don Quijote denkt und die erste industrielle Revolution, liegt man auch nicht so falsch.

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Waage-Mond

Nürnberg – 14:03. Der Unterschied, den eine Geisteshaltung macht, die, sagen wir mal, es für durchaus möglich hält, dass der Mond – da er schon Ebbe und Flut beeinflußt – auch was mit dem Wassermenschen an und in uns zu tun haben könnte, einerseits, und dem Wissen darum, dass der Mond, Trabant der Erde, in seinen zwölf Stellungen, die er kaum mehr als jeweils zwei Tage innehat, einen Charakterunterschied ausmachen sollte, jeweils in Kombination mit Sonnenzeichen und allen anderen Faktoren, sehr genau bestimmbar, andererseits: dies ist wahrlich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Er könnte größer nicht sein. Warum aber fällt es Menschen, die keine Einsicht in die Akrobatik der Astrologie haben, so schwer, ihre Evidenz nachzuvollziehen? Oft haben diese Menschen einfach das Thema Genauigkeit „extrapoliert“. Sie schätzen die Welt ab. Sie haben einen Taschenrechner im Kopf. Das heißt, sie denken: „Ja, freilich, es gibt Genauigkeit, sehr große sogar, objektiv!“ Die umgekehrte Rechnung, dass es vielleicht auch subjektive, singuläre Genauigkeit geben könnte, wird unter solchen Voraussetzungen jedoch unbewußt beinahe ausgeschlossen. Existiert doch gerade in vermeintlicher Objektivität der berechtigte Wunsch nach Distanz und Sicherheit. Das Credo lautet: „Die Welt ist nicht Ich.“ Eine solche Einschätzung kann aber nur dann tragend für die Gesellschaft sein, wenn sie unbewußt bleibt. Der „Ich“-Kult, den gegenwärtig die Werbung betreibt, ist ja weiter nichts, wie der Wunsch, in der Masse der Identitätslosen aufzugehen. Alle Gewohnheiten und die wirklich kräftigen sozialen Regeln beziehen ihre Stärke aus der Unbewußtheit ihrer geheimen Kraft-Quellen. Jedoch: „It ain´t necessarily so!“ Um wirklich genau zu sein, ist ein Aufwachen von nöten. Ohne es zu ahnen, verbringen scheinbar quitschfidele Zeitgenossen (es sind oft die Witzbolde) ihre Realität in einer Art geistigem Schlafzustand, einem Koma. Alles, was sie tun und sagen, ist nur darauf ausgelegt, nicht aufzuwachen. Der gesamte Unterhaltungsapparat liegt immer gerade am Koma-Pegel. Dieses Problem haben wir mehr oder weniger jedoch alle. Was ist denn Schlaf? In Hinblick auf die Bewußtheit des Geistes sind wir alle Schläfer. Dem Wachzustand nahe sind wir beispielsweise im Kino. Dort freilich um den Preis, gelenkt zu sein. Es kommt aber darauf an, dies freiwillig hinzukriegen. Der Mond nun ist astrologisch jenes Ding, das mit der Unbewußtheit als wachem Zustand verbunden ist. Die Mondeigenschaften sind zwar per se somnambul, aber in einer gewissen Paradoxie ist diese Schlafsucht wach, wie der Morgentau. Denn der Mond legt sich mit seinen Eigenschaften über die Persönlichkeit als die Art zu sein, und zwar das Gemüt betreffend. Der Mond ist die Emotionalität des Kindes, und er bleibt es. Verdüstert sich der Mond, so hat man eine Depression. Der Mond wird nicht erwachsen, er bleibt immer Kind. Doch dieses Kind schläft nicht, es ist dem Bewußtsein entrückt. Anders ausgedrückt: es ist mehr da, als es da ist. Es ist nahezu hyperreal. Auf eine Zeit verweisend, als der Mond mit der Erde noch einen einzigen Himmelskörper bildete, hat der Mond keine Moral. Er spiegelt das Sonnenselbst, steht ihm bei, oder belästigt es gar, je nach dem. All diese Gedanken sind typisch für den Mond in Waage, wie wir ihn jetzt haben. Waage als Zeichen der Logig und der Kunst vermittelt, bezogen auf den Mond, eine spielerische Umgangsweise mit den Mitmenschen. Er inszeniert ein soziales Schauspiel. Nun hängt es vom Sonnenzeichen ab, wie sich das trägt: Steht die Sonne z.B. in den Zwillingen, ist man leicht geneigt den Spieltrieb mit der Annahme einer geistigen Überlegenheit zu verbinden, steht die Sonne z.B. im Steinbock, werden die Talente der Diplomatie einer Steinbock-Sonne große Erfolge ermöglichen. Immer bleibt der Mond Spiegel der Sonne, sucht ihr nützlich zu sein. Was jedoch nützlich ist für die Sonne, das ändert sich von Zeichen zu Zeichen sehr. Die Sonne in Wassermann hätte mit einem Waage-Mond den Wunsch „inkongnito zu gehen“, wie Oskar Adler schreibt, denn hinwenden zum Anderen muß sich die stolze Wassermann-Sonne mit Waage-Mond schon, obwohl sie eigentlich nicht mag. Mit den Fischen kombiniert wird Waage-Mond zum „Seelendolmetsch“ für sich und andere.

Foto Markus Termin ©

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Merkur im Krebs

Nürnberg 12:35 – auf die Frage hin, was denn das Schwerste sei, antwortete Goethe: „Was Dir das Leichteste dünkt: offenen Auges zu sehen, was offenen Auges vor die liegt.“ Freilich kann man mit Teleskopen das Weltall absuchen, und ich will auch gar nicht bestreiten, dass dies eine spannende Sache ist. Allein, man wird auch nur die Formen entdecken, die unten als Muschel und Trichterwinde sich dort draußen als Galaxien entfalten. Formen, die dem Lebendigen zu eigen sind, und die bisher noch nicht verstanden wurden. Sie finden sich überall, insbesondere auch bei Wetterbildungen. Etwa zeitgleich zur Entdeckung der Kernenergie wurde auch die von ihrem Entdecker Wilhelm Reich so genannte Orgonenergie gefunden. Sie war im Grunde genommen seit Alters her bekannt, doch noch niemand hatte sie in den Metaphern der Naturwissenschaft zu fassen versucht. In China nennt man sie „Chi“. Da sie so verblüffend einfach zu finden ist, macht man sich gar keine Vorstellungen darüber, mit welcher Dreistigkeit oft genug Naturwissenschaftler – wider Logik und Vernuft – sich über ihre eigenen Regeln der Beweisbarkeit hinwegsetzen, wenn es darum geht, ihr sorgfältig gestütztes Weltbild des Universums in Frage zu stellen, welches langsam aber sicher einen Wärmetod stirbt, während es doch nur sie selbst sind, die hinter ihren kalten Apparaten nach menschlicher Wärme suchen. Orgonenergie kann sehr objektiv über ein Temperatur-Differenz Verfahren bewiesen werden, womit die ganze klassische Physik einen wesentlichen Pfeiler verliert, den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und die daraus folgende märchenhaft-grausame Lehre von der sogenannten Entropie.

Fotos Markus Termin ©

„Alle Prozesse, bei denen Reibung stattfindet, sind irreversibel“, ist ein solcher Satz aus der Lehre der Thermodynamik. Für einfachere Gemüter war ohnehin schon immer klar, dass es eine Energie geben müsse, die es zuwege bringt, dass eben belebte Wesen ein höheres Energieniveau halten können, als ihre Umgebung, und dass es dafür auch eine Kraft geben muss. Alle lebendigen Körper nehmen als Körper höheren Energieniveaus Energie aus der Umgebung auf, die ein niedrigeres Energieniveau hat. Ergänzt man diese Erkenntnis durch das Wissen von der Belebtheit des Alls, wie es beispielsweise Giordano Bruno lehrt, dann finden wir uns wieder in einem offenen Raum, in dem die Entropie tatsächlich ein vitales Gegenstück hat, welches den „Laden“ überhaupt zusammenhält. Das ist so unbeschreiblich einfach, und der Beweis dermaßen schlüssig, daß es regelmäßig zu persönlichen Beleidigungen kommt, wenn irgendein Herr Professor sich damit auseinander setzen soll. Er kann es schlicht nicht wahrnehmen. Und es ist ja auch nichts weniger, wie der Umsturz aller Wissenschaft, wie wir sie bisher kennen. Ist der erste Schritt einmal getan, hätte man nämlich etwas gewonnen, aus dem heraus alle vorhandenen physikalischen Gesetze neu formuliert werden müssen. Doch so einfach können wir das nicht erwarten. Denn genau so verbohrt, wie die Kirche im Mittelalter darauf bestand, dass die Erde im Zentrum des Sonnensystems steht, für ebenso wahr nimmt man heute die Lichtgeschwindigkeit als unveränderlichen und absoluten Masssab letztlich allen (messbaren) Seins. Obwohl man ja weiß, dass dazu noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. So ist also tatsächlich in gewissem Sinne die Naturwissenschaft im heutigen Geiste die Kirche von gestern. Vollends bestätigt wird das durch Filme wie „Bleep“, in denen die Verwirrung mit optischen Tricks zur Sience-Fiction gestapelt wird. Doch während solche Filme sich mit wissenschaftlichem Anstrich ins kollektive Unbewußte beamen, tun sie weiter nichts, als das vorhandene Weltbild, welches auf der Lichtgeschwindigkeit basiert, zu zementieren, indem sie es in den Raum des Phantastischen erheben. Die Wahrheit ist jedoch gar nicht mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs, sondern sehr viel langsamer. Freilich ist Orgonenergie nicht „erforscht“. Sie wird beschrieben mit den Metaphern eines alten physikalischen Systems. Doch da sie es sein wird, die dieses System verändern wird, müssen auch neue Metaphern geschaffen werden, eine andere wissenschaftliche Sprache. Zeit für Philosophen. Denn das Energieproblem scheint weniger eine Frage der Energiegewinnung, sondern eine des Bewußtseins zu sein. Energie ist überall unendlich vorhanden. Es kommt darauf an, mit welchem dazwischen wir sie nutzen. Wenn sein Schüler friert, nimmt Don Juan, der Schamane aus Carlos Castañedas Erzählungen, ein Blatt, und legt es dem Frierenden auf den Plexus Solaris, so ist ihm warm. Das Wissen um Orgon wird eine andere Zivilisation bedingen und hervorbringen. Energie wird kein Problem mehr sein, wohl aber die Beseitigung von Altlasten, Atommülllagern und der Klimahaushalt, den wir mit Hilfe von Orgon werden steuern können und müssen. Vielleicht ist ja unter den LeserInnen eine/r, die Physik studieren will: nur zu, allenfalls ein Bruchteil der Wirklichkeit ist uns bisher bekannt. Um hier noch die Kurve zur Astrologie zu ziehen: Merkur geht am 11. Juli in den Krebs. Er steht schon jetzt in Opposition zu Pluto, dem Prinzip der Kernenergie. Übrigens: ist es ein Zufall, wie ausgerechnet dem Vitalprinzip des Tierkreises, dem Krebs, eine Krankheit konnotiert wurde, deren „Sinn“ gerade die chaotische Wucherung des Lebens ist?

P.S.: Bitte auch den Link in der Blogroll ganz unten zu „Jürgen Fischer“ beachten.

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Jugend und Alter

Nürnberg 22:17 – die ganze Astrologie beinhaltet eine zentrale Botschaft „sine qua non“ – ohne welche nicht, und man muss kein Antroposoph sein, um es als zentrales Verdienst Rudolf Steiners zu erkennen, dass er uns und der Welt die Tür zu diesem Zauberturmzimmer wieder gezeigt hat. Den Schlüssel, den die Pharisäer weggeworfen hatten, der zum Himmelreich führt: er hat ihn geborgen. Man darf das nicht unterschätzen, und ich wüßte zu gern, wo und wie Steiner selbst Rebell gewesen wäre, sähe er heute seine von ihm selbst geschaffene Bewegung. Denn natürlich irrte er. Doch der Respekt vor seiner Leistung ist – mit Recht vielleicht – zu groß, als dass man bereit wäre, zuzugeben, wo, an welchem Punkt, und warum? Ich glaube, er ist so früh gestorben (am 30. März 1925), weil er die nachfolgende Entwicklung von Herzen nicht verkraftet hätte. Beim Lesen seiner letzten Vorträge findet man auch eine geheime Signatur – insbesondere um den Brand des ersten, wunderschönen Goetheanums herum – die auf der Spur des Skarabäus schicksalhaft getränkt ist. Man kann da Zeichen lesen. Hinter vorgehaltener Hand will ich auch gestehen: Rudolf Steiner ist der Gegenentwurf zu Adolf Hitler, dessen Wachsfigur, welch Heldentat, irgendjemand den Kopf abgerissen hat. Jedwede Parallele zu zeitgeistigem Wahnsinn á la … sei hier ausdrücklich unterdrückt. Darum ist er so aktuell. Hitler war Stier, Aszendet Waage, Steiner Fische, Aszendent Skorpion.

Foto Markus Termin

Worauf ich hinauswill: die sogenannte Wiedergeburt, Reinkarnation ist genau das, was Steiner uns nahegebracht hat. Sicher war das vorher schon bekannt, doch was Rudolf Steiner gemacht hat, war, daraus ein seriöses Konzept zu machen. Zu erklären, dass es einen „Volksschulweg“ der Reinkarnation gibt, dass sie im Westen zuhause ist, und niemand nach Madras reisen muß, um seiner Wiedergeburt ins Auge zu fassen. Ich gehöre im Übrigen nicht zu denen, die an jeder Ecke einer Wiedergeburt begegnen. Doch wenn man in Astrologie „getunkt“ ist, eröffnet sich langsam, aber sicher diese Idee: das Geburtshorokop ist die karmische Eintrittskarte in diese Welt. Sie zeigt, inwiefern Karma und auf welche Weise umgesetzt werden muß/kann, um den Weg auf der Reise als kosmischer Krieger/in erfolgreich zu gehen. Das Horoskop ist in Wahrheit nur verständlich als ein dazwischen. Es liegt zwischen Leben und Leben. Verständlich wird das nur dann, wenn man sich überlegt: der Säugling ist greisenhaft, der Greis wiederum ein Kind. Das ist sehr schwer zu verstehen, und doch ist es wahr. Der Jugendliche lebt noch fast vollständig in der Vorstellungswelt seiner letzten karmischen Existenz. Erst in der Mitte des Lebens lösen wir uns davon, und zwar mit dem zweiten Mondkonten, um genau zu sein. Um ein Bewußtsein davon zu bekommen, bedarf es der zweiten Saturn-Opposition. So ist Weisheit vor allem dies: darum zu wissen. Wenn Desmond Decker „Israelites“ singt, und Steiner uns das erklärt (Johannes-Evangelium), dann begreifen wir plötzlich, wie das Land, um das es geht, in der Mitte des Bewußtseins steht, unabhängig von Zeit und Raum, und dass wir hier ansetzen können, um endlich die Bomben zu beseitigen. Alle Gewalt und alle Bomben sind nur ein Protest gegen die Sterblichkeit, vorgebracht von traurigen, dummen Unsterblichen. Will Smith und alle Superhelden von Hollywood predigen dieselbe erleuchtete Botschaft.

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Merkur im Trigon zu Neptun

Nürnberg 19:55 – wenn der Götterbote sich mit jener Kraft in ein harmonisches Verhältnis bringt, die für die Geist-Welt als ganzes steht, also mit Neptun, so ist damit zu rechnen, dass sensible, hellfühlige Menschen tatsächlich vermehrt Erscheinungen wahrnehmen. Und so verhält es sich auch. Wer als Kind „Geister“ sehen konnte, tut das dieser Tage oftmals unvermittelt wieder. Von Menschen, die „mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen“ dabei gern belächelt, doch oftmals sogar in großer existenzieller Not, denn für den/die Wahrnehmende sind diese Dinge ebenso real, wie anfassbare Gegenstände. Wer es gar gewohnt ist, täglich damit Umgang zu haben, hat für wahre Realisten nur ein Lächeln übrig.

Foto Markus Termin

Das Bild dieses Gartens, des Hesperiden-Gartens in Nürnberg, führt uns zurück in eine Zeit, der Renaissance, wo es dem offensichtlichen Ideal entsprach, der Natur eine Ordnung zu geben. Noch waren die Wälder nicht – im Zuge der später aufkommenden industriellen Revolution – bevor also man faustisch auf die Kohle als Rohstoff auszuweichen lernte – runiert. Wir tragen uns mit einem Energieproblem, das seit dieser Zeit immer nur in der Instanz verschoben, jedoch nie gelöst wurde. Tatsächlich kann man, begibt man sich in so einen Garten, eine tiefe seelische Ruhe finden und genießen. So wichtig es auch sein mag, die Urwälder zu erhalten, so sehr glaube ich, dass dieses Ansinnen nur mit Hilfe der Garten-Idee verwirklicht werden kann, wonach es zur Zeit keinesfalls aussieht. Hier in so einem Garten sind auch die Geist-Erscheinungen kultiviert, die den Menschen noch zur Zeit der Schöpfung solcher Gärten selbstverständliche Lebensbegleiter waren. Natürlich hat man von daher die trockene Logig der Wissenschaften als Befreiung empfunden. Wer hätte gedacht, dass sich diese Perspektive wiederum umdreht, und dass ausgerechnet das Befreiende in seinen praktischen, technischen Anwendungen zum Hauptfaktor der Unterdrückung wird, während die unterdrückte Erweinungswelt wie eine Befreiung erscheint? Das Schönste an diesen Gärten ist ja dies: wir müssen keine Autos sehen. Wie gut, dass diese Visionen, wenn auch nur als winziges Bruchstück, erhalten sind – so wie hier der Hesperidengarten von Nürnberg – durch weise Menschen nach dem Dreißigjährigen Krieg angelegt, und in unseren Tagen durch Freiwillige dem Verwildern und Vergessen erneut abgerungen: die Gärten zogen sich einst wie ein Ring um fast die gesamte Stadt: sie sind wie ein Lehrbuch für den Umgang mit Kunst, Kultur und Natur, ein Ort an dem Ideen erscheinen können, die den Weg in die Zukunft weisen: Merkur – Neptun, ohne den blechernen Wahnsinn der Gegenwart.