„Heilig´s Kanone´rohr … „

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Papst & Transite

Innen Franzicus, 17.12.1936 21:00 Buenos Aires, außen Transite 16.10.2015

Liebe Leserinnen und Leser,

den Gegenwind, den der Papst bekommt – das ist Pluto im Steinbock – es müssen die Regeln eingehalten werden – auch, wenn das vernichtend sein sollte. Oder es sind die jungen Menschen auf der Welt, die Religion nur als kriegerischen Wahn erleben – nicht neu, aber noch lange nicht verstanden – für die deshalb Religion wirklich mehr als überflüssig ist – oder gar solche, wie ich, der die Auflösung der Kirche(n) für die christlichste aller Ideen hält.

Schelling (Wassermann) unterscheidet in seiner „Philosophie der Offenbarung“ das Petrus-Christentum vom Paulus-Christentum als Dualität von Regel und Revolution ( kommt noch das gänzlich andere esoterisch-intellektuelle Johannes-Christentum dazu, vom Christentum der Herzen nach Markus und Lukas ganz zu schweigen) in ein und derselben Institution: Geheimnis der Dauer & vielleicht des Glaubens …

Was mir zur Zeit fehlt, ist die Verantwortungs-Übernahme der Kirche für das Desaster in der Levante: es ist doch offensichtlich, daß dort/hier ein Kulturkampf tobt, der einst mit der Zurückdrängung der christlichen Städte am Mittelmeer und den Kreuzzügen zu tun hat – wo bleiben die DenkerInnen, die einen größeren Zusammenhang erkennen und weise danach handeln können? Unsere Presse erzählt uns, man habe dem Putins machtlos zuzusehen: der aber handelt – wie wir glauben – im vollen Konsens mit den anderen Mächten.

Die Presse versteht sich als große Kontrolle, doch wer kontrolliert die Presse? Als Blogs das übernommen haben, kam der große Aufschrei, dies sei „unseriöser Journalismus“ – dann ging man auf Betteltour und GOOGLE, Larry Page, hat großzügig in alle deutschen online-Medien investiert. Natürlich bleibt man kritisch! Dieser Tage wieder allenthalben Kriegspropaganda: wenn ZEIT-online sich mit hübschen Düsenjet-Fotos, die gerade blitzende Bomben lassen, zur Lagebesprechung aufmacht, und fragt: wen trifft´s?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

2 Gedanken zu “„Heilig´s Kanone´rohr … „

    1. markustermin

      „Die Pegidianer hatten insofern aber ein nicht ganz falsches Gespür dafür, wie dadurch, dass der Begriff „Christlich“ in Europa weithin vergessen worden war, die internen Bindekräfte des einst so hoffnungsvollen Staatenbundes diesseits und jenseits der Alpen fehlten; – „

      Nun ja, der Kaiser ließ sich zwar in Rom krönen, aber um welchen Preis? In diesem Staatenbund – es ist völlig politisch daneben, von „Reich“ zu sprechen, weshalb Sloterdijk auf „Reichsidee“ ausweicht in seinem Essay – „Falls Europa erwacht“ – das mache ich hier auch – ging es auch nach seiner ersten Verlagerung über die Alpen schon immer sehr ums Geschäft – man handelte u.a. mit Reliquien & Edelsteinen – ähnliche „Bindekräfte“, behaupte ich, sind noch da – und es wäre ja auch nicht ganz brüderlich, die orthodoxe Kirche in ihrem Mystizismus nicht christlich zu nennen – Christentum nach Johannes, dem Apokalyptiker. Du sprichst wahr, lieber Freund, wenn du von des Russen Begehr berichtest – und eben weil ihr Klügeren aus den „Neuen Bundesländern“ ausreichend erfahren habt, wie sich russische Fremde im eigenen Land anfühlen, sät ihr gesundes Misstrauen in die Welt, uns naive flower-power-Wessis zu warnen vor dem russischen Bären, vor dem uns nur der amerikanische Adler schützen kann, zu dessen Provinz zu gehören wir uns glücklich schätzen dürfen. Deshalb war es auch völlig in Ordnung, als G. Sorros und seine „Stiftung“ in der Ukraine die „Demokratieschulung“ übernahm und unsere amerikanischen Freunde in Notwehr – „fuck Europe!“ – „killroy was here“ – Militärberater in vielen Wellen in die Ukraine schickten – mit jedem Besuch von Kerry, Brennan, Biden mehr (Waffen).

      Und so wundert es nicht, daß unsere treuen Freunde in der Ukraine gleich mal in Wohnvierteln vor den Augen der erstaunten Bewohner mit Panzern gegen Kastanienbäume prallten – wo war der Feind? Selbst Irak zahlt in den IS(IS)-Gebieten die Gehälter seiner Beamten weiter – Mossul z.B. – die Ukraine zahlt den Pensionären etc. nichts.

      War es da ein Wunder, wenn die Dümmsten und Brutalsten – sogenannte Seperatisten – nun Gewinnsucht und Blutfeden aufgriffen, um – wie gerufen – Männer des Tages zu werden?

      Ich gebe das zu bedenken, nicht um den russischen Bären zahm zu reden, sondern um zu zeigen, daß auch der amerikanische Adler nur seine Jungen füttert – und ob wir dazu gehören, haben sie uns noch nicht wirklich gesagt.

      Denn das Gut der Freiheit, von dem Du zu Recht sprichst, das all die Massen bewegt, zu uns zu kommen, wird um den Preis der Weltzerstörung erkauft – es ist ein faustischer Handel, der menschliche Lösungen nicht in Betracht zieht.

      Während im Zentrum der Industrialisierung noch halbwegs sichere und luxuriöse Verhältnisse herrschen, gibt es drum herum einen Ausbeutungsgürtel, der durch Korruption gekennzeichnet ist, aber gerade von uns selbst zu unserem Nutzen gehalten wird, wie gewinnbringendes Vieh: vor Somalia fischen wir alle Fische weg, im Senegal/Mali schürfen wir das Uran für die französischen Atomkraftwerke und in Äthiopien enteignen wir ohne Rücksicht auf Leib und Leben (Chinesen sind in Wahrhheit auch „wir“) die Bauern, um dort „ready-round-up“-Äcker zu stiften, Glyphosat – so wie hier, im Land der Freiheit …

      Insgesamt sorgen wir mit protektionistischen Zöllen gerade gegenüber den Ärmsten dafür, daß es kein faires Gleichgewicht geben kann. Und überall zerstören wir die „Umwelt“.

      Jean Ziegler schreibt über diese Zusammenhänge. Der russische Bär ist dazu nicht Gegensatz, sondern Partner des amerikanischen Adlers. Die „begrenzten“ „Konflikte“ sind gewollt und durchaus nötig, um die Waffenindustrie am Laufen zu halten – es geht schließlich um Arbeitsplätze?!

      Grüße!

      Markus

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