Freiheit der Geburt

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist so weit – das „System“ schickt sich an, die Hausgeburten abzuschaffen*. Mit dem perfiden Argument, Klinik sei sicher. Aber das stimmt nicht unbedingt. Denn auch in der Klinik gibt es immer wieder tragische Fälle – wie zuhause auch. Der vermeintliche Klinikvorteil ist gar keiner. Dafür geht unendlich viel Intimität verloren. Bitte lesen und vernetzen, wer kann und mag!:

Unsere Hebammen: Meine Geburt – Meine Entscheidung

IMG_2479Foto Termin ©, Skulptur: Birgit Maria Jönsson

Die beste Lösung: bei jeder Hausgeburt der „Für alle Fälle“-Notarztwagen vor der Tür – das passt nicht ins Bild des dialektischen Materialismus, ist jenseits überhaupt der Diskutierfähigkeit dieses Systems, so wie es sich heute darstellt …

Auch der heiligste Vorgang müsse sich rechnen … während zu anderer, oft sinnloser Therapie Unsummen irrational verschwendet werden …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Lilith in Jungfrau, wenn negativ.

5 Gedanken zu “Freiheit der Geburt

  1. Hallo Markus,
    ist es so, dass Hausgeburten gesetzlich verboten werden sollen, oder dass die Kosten von den Kassen nicht mehr übernommen werden? Ich frage, weil Homöopathie und viele andere natürliche Heilverfahren auch nicht und noch nie übernommen wurden. Also, wenn die Frau die Hebamme aus der eigenen Tasche zahlt, darf sie weiterhin zuhause gebären oder nicht? Dann wäre es nämlich sonnenklar, dass es nur ums Geld geht.
    Gruß
    Conny

  2. Was ich sagen will, wenn ein Verfahren erlaubt, also nicht gesetzlich verboten ist, aber von den Kassen nicht übernommen wird, sondern vom Patienten privat gezahlt werden muss, geht es ums Geld und nicht um die Sicherheit des Patienten. Die Sicherheit des Patienten ist sowieso seine/ihre eigene Angelegenheit, solange es sich nicht um eine meldepflichtige Krankheit handelt.

    1. markustermin

      Aus erster Hand weiß ich, daß die Kosten der Versicherung für die Hebamme so hoch sind (inzwischen ca. 6000 Euro im Jahr), ohne die sie gar nicht arbeiten darf, daß es unmöglich ist, Hausgeburten nur über den winzigen Kreis derer zu finanzieren, die ihn sich privat leisten können. Zu jeder Hausgeburt gehört ja ein wochenlanger Bereitschaftsdienst – denn den Tag der Geburt sucht sich die Seele – wie es heißt – selbst aus.

      Damit kommt es einem Verbot gleich: die Praxis wird ausgetrocknet.

      Aber zu Deiner Geld-Feststellung: eben gerade nicht, denn Hausgeburten sind auch über den langen Zeitraum, zu dem sie problemlos betreut werden konnten und auch jetzt noch für die Versicherungen in jedem Fall billiger, als Klinik-Geburten. Summiert man die Folgekosten, die für ein in gesundem, heimischem Hygiene-Umfeld geborenes Kind oft wegfallen, wird das Bild noch klarer. Ums Geld geht´s nicht: in Umkehrung jenes Spruchs im „Pirates III“ …

      Gruß …

  3. Hallo Markus,
    danke für deine Erläuterungen, sehr interessant. Also ums Geld der Steuerzahler geht’s nicht, dann geht’s um die Macht. Ein lebensunterstützender, selbständiger Berufszweig soll ausgetrocknet werden, um alles Leben von Anfang an in die Kanäle des Systems zu leiten. Wer aber kontrolliert das System und verdient im Hintergrund daran? Die Apparate- und Pharmaindustrie. Das nennt man lobbying und perfide ist der richtige Ausdruck dafür.
    Gruß
    Conny

  4. Lieber Markus,
    die Strategie der Mächtigen scheint aufzugehen. Es wird Angst geschürt und scheinbare Sicherheit versprochen. Die heranwachsende Generation Frauen, häufig geprägt durch einseitigen Medienkonsum – mit strahlend, jungen Müttern im Hochglanz Umfeld – Kinder und Beruf tadellos verbunden, werden systematisch manipuliert vom Input der Medien und Mächtigen.
    Ich frage mich, wohin ist der Ruf nach wirklicher Selbstbestimmung, nach Selbstverantwortung verhallt? Wo sind die Frauen und Männer, denen die ersten Entwicklungsjahre der Kinder in einem ruhigen und geschützten Umfeld wichtig sind? Wo sind die Mütter, die sich selbstbewusst stillend mit ihren Baby s im öffentlichen Raum zeigen? Für mich ist dieses Hin zur „gesteuerten“ Entbindung ein Ausdruck der heutigen Gesellschaft. Es wird alles kontrolliert und geplant und gesteuert, das Leben wird vorherbestimmt, getaktet und nichts mehr dem „Zufall“ überlassen. Gerade wird am Landgericht Dortmund gegen die Ärtzin und Hebamme Anna R.-L. der Prozess wegen dem Tod eines neugeborenen Kindes gemacht. Die Anklage geht hier von „Todschlag“ aus. Ein einzigartiger und äußert ungewöhnlicher Fall, der ganz im Kontext zu den von dir beschriebenen Hausgeburtsthematik steht (http://mama-baby-koeln.de/category/allgemein/)(Ärztin und Hebamme unschuldig verurteilt). In Brasilien gibt es bereits bei Privatpatientinnen einen Anteil von 88 % Kaiserschnitten (die Reichen wollen „flexibel“ bleiben..) Hier möchte angeblich die Regierung die Rate – zumindest unter der Normalbevölkerung – von derzeit 55 % auf 15 % der Kaiserschnittenbindungen senken – ein Schelm, wer da nicht an die Kosteneinsparungen denkt?! Es ist, da gebe ich Conny sehr recht, viel subtiler und viel tiefgreifender. Um die Hebammen geht es da nur am Rande.

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