Zeitgeist und Mode

Rudolf II.

Rudolf II18.07.1552 jul. 17:49 UT Wien

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Jupiter-Sonnen-Konjunktion ist gut, die quasi noch Saturn-Opposition und dann noch Saturn & Pluto Fische – man denke an seine riesige, alles Wissen der Welt umfassende Sammlung an Kunst, Tier und Mensch sogar – eher problematisch.

Die Mode – so perfekt sie geschnitten ist, ist tatsächlich, wie Egon Fridell so meisterlich beschreibt – frivol bis in den betonten Perfektionismus der Dekoration hinein – und scheint der Renaissance, eines entfesselten Zeitalter der Lust eigenste Äußerung zu sein …

… was jedoch, wie Fridell auch ausführt, darin gipfelte, daß die durch Kolumbus Reise mitgebrachte Seuche (die Indianer hatten dafür eine Therapie) auf´s grausamste quälend sich niederschlug und den Herrscher Rudolf II wohl auch selbst erfasste …

Für die Geschichte der Beziehungen zwischen Europa und Amerika sollten wir deshalb auch mal tiefer in der Zeit suchen. Amerika ist ja im wahrsten Sinne des Wortes Europas Traum – während Europa auch Amerikas Traum ist.

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Liest man heute in der FAZ – dann wimmelt es nur so von Militarismus – Waterloo wird besungen und fein in Bezug auf das Verhältnis der Briten einerseits und der Franzosen andererseits zu dieser „Schlacht“ analysiert – Napoleon sei eigentlich militärisch „genial“ gewesen, usw.

Man geht mit einer löweartigen Droh-Gebärde in die Verhandlungen, anstatt dafür zu sorgen, daß das Usurpatoren-Regime aus Kiew mit den Seperatisten verhandelt – schließlich hat Putin Poroschenko freundlicherweise anerkannt, obwohl Janukowitsch geputscht wurde.

Putin weiß ganz genau, daß er als Superhero „Bad Boy“ die Waffen-Lobby der ganzen Welt hinter sich hat, und schenkt als ironische Botschaft an die Welt dem Militär-Diktator in Ägypten eine Kalaschnikow …

Was man durchaus realistisch braucht, sind begrenzte Konflikte, die alle „Partner“ zwingen, aufzurüsten und ihre schnellen Eingreiftruppen auf dem neuesten Stand zu halten. Das dreckige Geschäft mit dem Krieg – auch die Inkaufnahme seiner Eskalation – fängt aber in den Waffenfabriken an.

Wahrhaft richtig ist einseitige Abrüstung zur Vertrauensbildung. Respekt. Wo sind die Friedensforscher?! Wollen wir wieder schlafwandelnd in den Wahnsinn gleiten? Schon bröckelt die übermüdete merkelsche Entschlossenheit, sich gegen Waffenlieferungen zu stemmen, denn auch ihre Partei ist ja bekanntlich solchen Themen (K.H. Schreiber) eng vertaut.

Was können wir selber tun? Brückenbauende Ideen finden und realisieren … ! Wenn sich Krieg entwickelt, dann immer an Stelle von etwas positivem Anderen, das sich stattdessen zum Segen entwickeln könnte, aber nicht bemerkt wird. „Die Wahrhheit tun“.

Rudolf Habsburg hat – so sagt man – Krieg gemieden und hat deswegen kein „Der Große“-Prädikat.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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