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Weiter im Waalkampf

Nürnberg, 18:51 – nun, da Merkur rückläufig ist, passieren wieder merkwürdige Dinge, man versäumt sich oder trifft sich auf Umwegen. Es ist die erste Merkur-Rückläufigkeitsperiode, seit dem Präsident Obama vereidigt wurde, als Merkur R in Cazimi „als ob wie im Herzen“ der Sonne stand. Für mich zählt übrigens nur der erste Eid. Der zweite ist eine merkwürdige Remineszens an Merkur rückläufig selbst. Und erinnert ihr euch an den Versprecher beim Eid?

img_05043Foto Markus Termin ©: volles Bild bitte anklicken!

Dies, und nicht die fantasielosen „100 Tage“ sind die erste Sichtung seiner Politik wert. Also warten wir noch ein wenig. Bis zum 18.05.09 um 12:02 mitteleuropäischer Zeit. Erst dann geht die Saat des ersten Merkur-Umlaufes seiner Amtszeit auf.

Dass aber dieser Umlauf wichtig ist, zeigt eben die Tatsache, dass Obama den Amtseid genau in Cazimi abgelegt hat. Eigentlich kann er nur von Astrologen beraten sein.

Kritisiert wird er selbst von seinen Anhängern wegen vor allem zweier Dinge: die quasi Amnestie für die Folterknechte des CIA und seine Zusammenarbeit mit Timothy Geithner, der selbst ein Bankmensch, ein „Master of the Universe“ war, und nun soll der Bock zum Gärtner sich wandeln? – Wer sonst? Die Regierung Obama hat den Autokonzernen im Gegenzug für  Staatshilfe Elektro-Autos abgerungen, die sie zu produzieren hätten. Nun denkt man daran, den Ford Fiesta auch in den USA zu produzieren und den dann auch elektrisch auszustatten. Warum erst auf Druck? Warum fehlt es so sehr an Phantasie bei den Autokonzernen? Weil ihnen die Bewußtseinsseele fehlt. Was wir als Individuen können, nämlich uns dessen bewußt sein, dass wir unserer selbst bewußt sind und diese unglaubliche Tatsache als die Wirklichkeit des Seins zu begreifen, können Konzerne oder auch Maschinen von sich selbst nicht wissen, dass sie wissen, dass es ist.

Wie dem auch sei, es ist noch zu früh für ein Urteil über Obama´s Politik. Lassen wir ihm einen Merkur-Umlauf. Was den CIA angeht: was erwarten wir? Soll Obama sich jetzt opfern? Würde uns das aus der Lethargie reißen? Er zieht das Pferd im Augenblick in die richtige Richtung. Doch wie kann man den Konflikt in Pakistan beilegen? Und in Afganistan? Hier geht es vor allem um den Opium-Handel, die Regierungen von Pakistan und Afganistan sind ebenso verstrickt, wie die Taliban und die USA. Und es geht wohl auch darum, dass man die Industrie eines Waffen produzierenden Landes nicht auf Null runterfahren kann. Sollte man China bitten zu vermitteln in dem Konflikt zwischen den USA und ihrem Schatten, den Taliban, die sie selbst groß gemacht haben einst, als es gegen die Sowjetunion in Afganistan ging? Welch unglaubliche Geldströme halten diesen Krieg aufrecht? Denn China kennt sich aus mit der Opferposition in Opiumkriegen.

Afganische Frauen sagen: die Taliban-Kultur ist nicht unsere Kultur (taz, 06.05.09).

Frauen werden auch im Sudan und in Somalia, Eritrea, Afganistan, Uganda … die Liste ließe sich fortsetzen – von einer Macht gequält und unterdrückt, die wahrhaft dämonisch ist und den Kern des Problems ausmacht. Das sind aber nicht die Taliban, sondern es ist die Verstümmelung und Beschneidung, die solches hervorbringt.

Denn Frauenquälerei ist die Gemeinsamkeit zwischen den drei islamischen Ländern. Dabei gehört Frauenquälerei nicht zum Auftrag eines wahren Gläubigen. Und die Frauenverstümmelung wurde von der obersten klerikalen Autorität an der Universität von Kairo mit einer Fatwa belegt.

Es schien vor dem Wahlkampf, als wollten Clinton und Obama hier tätig werden. Verhindert China ein Eingreifen?

Oberes Bild ist sehr bayerisch. ich fand einfach die Verbindung von Feuerwache in meiner Straße und dieser unglaublichen Buche (oder ist`s ein Ahorn?), in der sich die ganze Kraft dieser Institution spiegelt, sehr sichtbar heute. Die Feuerwache ist eine städtische Berufsfeuerwehr auf Bereitschaft und oft hört man in der Nacht den Lautsprecher über´s Gelände unaufgeregt Order ausgeben. Eine Kulturleistung ersten Ranges: eine Großstadt gibt sich eine Feuerwache. Wenn wir uns das anschauen, merken wir, es gibt keine Krise. Die Ampelanlage vor der Wache schaltet automatisch auf rot, wenn ein Feuerwehrfahrzeug, mit Blaulicht und zunächst noch inkognito, ohne Sirene, die klassizistischen Garagen verläßt.