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Tempelhof

Nürnberg 17:00 – dies scheint nun wirklich der erste Sonnentag zu sein. Man spürt die Sonne auf der Haut. Im Park setzt sich ein Pfauenauge neben mich, frisch und makellos die Flügel. Überwintert oder neu geschlüpft? Heute wird über den Erhalt des Flughafens Tempelhof in Berlin abgestimmt, und interessanterweise haben der Senat und Herr Wowereit schon angekündigt, sich mit dieser Empfehlung, ganz gleich, wie sie ausfällt, weiter nicht zu belasten. Eröffnet wurde der Flugahfen am 08. Okt. 1923, da erteilte das Verkehrsministerium des Reichs erstmals eine vorläufige Konzession. Demnach stand damals Uranus wie heute in den Fischen, und so hat der Flughafen ein ganzes Menschenleben hinter sich:

Saturn, Venus und Sonne im Luftelement Waage passt doch wirklich gut für einen Flughafen, dem ja auch in ästhetischer Hinsicht Qualitäten nachgesagt werden. Der Uranus des Flughafens war im Eröffnungsjahr rückläufig und schafft es in den Progressionen ganz genau in die Konjunktion mit sich selbst. Wie auch immer die Entscheidung ausgehen wird: es steht dem Flughafen auf jeden Fall eine uranische Veränderung bevor. Und wenn man bedenkt, dass der technische Uranus für einen Flughafen von besonderer Wichtigkeit sein dürfte, könnte der Flughafen sogar jetzt zu seiner eigentlichen Bestimmung gelangen. Dass am Tag der Abstimmung Saturn gardgenau am Punkt der Mondfinsternis vom 21. Februar steht, ist natürlich von Übel. Nun hat aber unsere Bundeskanzlerin ihr populäres Veto in die Waagschale gelegt, ob das reicht? Schließlich will Wowereit selbst Bundeskanzler werden, da kann er gleich zeigen, wer Herr im Haus ist. Dann steht der Mond hartherzig im Steinbock; dem Volk könnte das Schicksal der Vergangenheit egal sein. Der Flughafen hat den nördlichen Mondknoten in der Jungfrau, da wird also Saturn dieses Jahr noch drübergehen. Das macht die Sache nicht leichter, und dokumentiert überdies, dass der Uranus des Flughafens immer schon in Konjunktion mit dem Südknoten stand. Mein Vorschlag: ein Luftschiffflughafen! (Immer wieder super, so´n Wort mit 3 Effs.) Sind doch Flugzeuge selbst eigentlich recht unmodern. Zu schnell, zu laut, zu unheimlich. Luftschiffe hingegen bringen den Luxus des Zeit-Reisens. Was ich mich wirklich frage, ist, wie denn ein Flughafen zu so einem Namen kommt, der eben den Tempel mitschwingen läßt, als hätte die Luftfahrt den Status der Götterverehrung. Schaut man sich die alten Veden an, so ist da sogar etwas dran. Denn sie berichten von ganzen fliegenden Städten, die sich bekämpften, mit „Göttern“ drin.

Nachtrag 21:40 – Und so kam es: die Berliner wollen Tempelhof nicht mehr als Flughafen  …

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Venus im Widder

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg 11:42 Schöner Morgen, dann zieht es wieder zu. Und Zeus, sehr passend, schleudert gleich Blitze und lässt sein Donnergrollen hören. Das Zeit-Magazin verspricht mit der Überschrift „Wo kann man die Sterne sehen?“ solches bei einem Besuch in den Planetarien. Ich war dort einmal, und kann versichern: Sterne sieht man dort nicht. Was zu sehen ist, ist die Simulation des Sternenhimmels, äußerst ernüchternd. Wer hingegen die Sterne in echt sehen mag, der sollte es mal am 6. Mai kurz vor 21:00 versuchen. Dann wird Merkur als kleine Sichel sichtbar sein; „er steht“, schreibt Liesbeth Biesterbosch, „etwas links oberhalb der Stelle, wo die Sonne hinter dem Horizont verschwindet.“ Voraussetzung für eine solche Beobachtung ist ein möglichst flacher Horizont und wolkenfreier Himmel, am besten über dem Meer. Hartnäckig hält sich das Gerücht, die Alchimisten hätten im Mittelalter Venus und Merkur mit Absicht vertauscht, um den Sinn ihrer Schriften zu verschlüsseln. Das stimmt nicht. Aus einem Horoskop, das uns aus griechischen Papyri, datiert um die Zeitenwende, erhalten ist, geht hervor, wie Hermes schon zu dieser Zeit als genau der schnelle, flüchtige Glücksbote an derselben Stelle angesprochen wurde, der er heute auch noch ist.

Griechisch Ἑρμής stammt sein Kult auf sehr geheimnisvolle Weise aus Samothrake und dort von den Kabiren ab, den sogenannten „großen Göttern“. Sein Kult ist „phallisch“, er ist insofern das Prinzip der männlichen Fruchtbarkeit, der Potenz. In Hermes verschmelzen Potenz und Intelligenz. Sucht man heute unseren Ursprung bei den Tieren, ist Hermes der kulturelle Ursprung bei den Göttern. Hermes und Aphrodite passen zusammen, sie sind ja Geschwister. Die Geburt der Aphrodite ist eine bekanntlich etwas blutige Geschichte, die aber einen wahren Kern beinhaltet.

Tatsächlich gab es in der alten matriarchalen Zeit einen Ernte-Opferkönig, der von der Gemeinschaft zunächst als Liebhaber und Befruchter der Königin, dann jedoch nach Jahresfrist, am heutigen August-Vollmond, zum rituellen Opfer benutzt wurde. Diese Tat liegt nicht weit entfernt von dem, was Christen „Die Sünde der Welt“ nennen. Sie hat tatsächlich etwas mit der Geburt der Aphrodite zu tun; insofern nämlich, als dass eine bestimmte Form von weiblicher Passivität und Erotik auf das Zurückdrängen matriarchaler Macht in Folge der Ablösung dieses grausamen kultischen Geschehens zurückzuführen ist. Stichwort: die Frau, die sich als Opfer, bzw. Beute verkleidet, um den Mann zu verführen. Wir können sicher davon ausgehen, dass diese Art: Stöckelschuhe um eine Gehbehinderung vorzutäuschen (kann also leicht überwältigt werden), anmalen des Gesichts, um etwas Maskenhaftes, idealtypisch „weibliches“ zu verkörpern, sowie das prinzipiell nach wie vor vorhandene gesellschaftliche Tabu, Männer anzusprechen, auf die Umkehrung der Verhältnisse, wie sie im Matriarchat einst bestanden, zurückgeht und eine Reaktion auf die Grausamkeiten der rituellen Kastration und Verstümmelung des Opferkönigs darstellen.

Ich betone hier, dass ich weder zur Opferrolle aufrufe, noch mich über die absolut notwendige Frauenbefreiung, die auch eine Männerbefreiung ist, mokieren will. Doch dazu müssen die Frauen insgesamt erst einen Blick in ihre Geschichte wagen, auch wenn mir Feministinnen bei einem solchen Satz an den Hals springen wollten.

Also: die Erotik der Venus entstammt aus einer tiefen Menschheitsverletzung. Dies ist die dahinter stehende Wahr- und Weisheit. Um so schöner, dass Botticelli in der Renaissance es geschafft hat, ein Bild natürlicher Anmut zu entwerfen:

Dies ist auch genau das, was die Venus im Widder auszeichnet, wo sie sich heute im Quadrat zu Mars und Jupiter befindet. Sie ist die Amazone, die freie Frau. Ein Mann mit Venus im Widder fühlt sich in den Aufbruchsphasen seines Lebens harmonisch gebettet. Eine Frau mit Venus im Widder ist nicht dem entsprechend, was die aktuelle Erotik sich unter weiblich vorstellt. Es fällt ihr sehr schwer, dem „Weibchen“-Schema zu entsprechen. Versucht sie diese Anpassung, ist es immer aufgesetzt. Am besten würde es ihr stehn, mit wildem, angegrautem, aufgelöstem Haar ein Rudel Wölfe zu regieren. Leider sind die Männer nicht nur historisch, sondern auch aktuell aus gutem Grund gegenüber solchen Frauen gehemmt. Der Held, der einer solchen Frau das Wasser reichen könnte, hat heute eine Neurose und möchte Formel 1 fahren. Da macht er seine Neurose zum Beruf. Außerdem ist im Trinkwasser zuviel Östrogen, wegen über vierzig Jahren Antibabypille. Das bekommen auch die Männer ab, und um das zu toppen, trinken sie Bier, wo Hopfen drin ist, der ihnen Bäuche und Brüste macht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Fernando Lugo

Nürnberg 14:09, Wolkendecke bleiern, leider, also immer noch Saturn rückläufig. Doch in der Welt tut sich was, und das ist dem gradgenauen Wassertrigon zwischen Mars und Jupiter zu verdanken. Der Name des Staates bedeutet: „Wasser, das zum Wasser geht“. Im Horoskop von Paraguay hat diese Konstellation fruchtbaren Boden gefunden. Paraguay hat einen Krebs Aszendenten, der Fische Uranus wirkt im Haus 8. Hier findet also ein Wechsel statt in Bezug auf das Verborgene, das Geheime, denn das Haus 8 hat einen doppelten Boden. Alle, die im persönlichen Horoskop eine Haus 8 Betonung haben, sind wesenhaft mehr der dauernden Lebenskriese ausgeliefert, als andere. Der neue Präsident Fernando Lugo ist ein Zwilling:

Seine Sonne steht auf dem Jupiter von Paraguay (Unabhängigkeit 14. Mai 1811 11:05 Asuncion). Damit ist er wesenhaft mit dem Wohlstand des Landes verbunden und kann ihn optimal fördern. Lugos eigener Jupiter kommt auf den Medium Coeli von Paraguay zu liegen, im Widder, wo auch sein Mond steht. Einen besseren Mann hätte das Land nicht finden können. Sein streitbarer Mond, durch Jupiter potenziert, wirkt für das Land als oberste Priorität. Uns Deutsche geht das insofern etwas an, als dass deutsch in Paraguay quasi Kultursprache ist, und die Deutschen eine 6% Minderheit stellen. Hier das Chart-Bild von Paraguay:

Der vormalige Diktator von Paraguay, Alfredo Stroesser, deutschstämmig, wurde übringens 1973 mit dem bayrischen Verdienstorden ausgezeichnet. Wer war da noch gleich Ministerpräsident in Bayern? Natürlich hat sich Stroesser der üblichen Menschrechtsverletzungen schuldig gemacht, und überhaupt an die Macht geputscht.

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Jupiter-Mars Opposition

Nürnberg, 18:11 – Gewitter liegt in der Luft, passend. Gestern der Vollmond auf einem Wolkenkissen, wunderbares Bild.

Neben anderen Konstellationen am Himmel findet sich auch immer noch Mars im Krebs, der unmittelbar vor einer Opposition zu Jupiter im Steinbock steht. Beide sind in ihrer Stellung nach den Werten der traditionellen Astrologie „schwach“. Nach den Werten der neuen Astrologie allerdings fragen wir eher: „Was sind sie?“ Wir wollen es genau wissen. Jupiter wird von Saturn beherrscht. Dadurch ist das Prinzip der Fülle und des Glücks, der Ausweitung, die Jupiter sonst bedeutet, starkt gebremst. Anderseits geistern Meldungen durch die Medien wie die vom ältesten lebenden Baum auf Erden, den man jetzt gefunden hat. Eine Fichte in Schweden bei Dalarna wird auf 9550 Jahre datiert; hier spricht sich Chronos-Saturn in der Jungfrau in seiner Rückläufigkeit als Zeitmaschine aus: tief, tiefer zurück. Saturn, der Dispositor oder Bestimmer von Jupiter im Steinbock steht nämlich im Erd-Zeichen Jungfrau, und so passt es herrlich zur „Bestandsaufnahme“ des biologischen der Vergangenheit. Dazu gehören auch die vielen Nachrichten über neu entdeckte und gleichzeitig vom Aussterben bedrohte Arten im Ozean und Urwald. Weniger „herrlich“ ist auch die künstliche Knappheit des Getreides, denn Jungfrau ist auch das Demeter-Zeichen. Diese alte junge Getreide-Göttin wird also von Saturns Mangel regiert. Saturn, die Sichel zeigts, ist auch ein alter Getreideerntegott. Doch eben rückläufig. Was die Sache nicht leichter macht: Saturn-Chronos läuft über den Grad der Mondfinsternis in der Jungfrau vom 21. Februar. Das sind begleitende Umstände am Drachenschwanz Ketu, die Intrigen an den Tag bringen: Siemens, Bushs Medien-Beinflussung oder auch jetzt die Pseudo-Demos von Chinesen, die ich – offen gestanden – für vom Geheimdienst gesteuert halte, so oder so. Doch zurück zur Opposition Mars-Jupiter, denn wir wollten es genau wissen. Mars steht im Krebs. Für die persönliche Astrologie bedeutet ein Krebs-Mars den einfühlsamen Krieger, der mehr reagiert, als agiert. Krebs ist Familie, ist Heimat. Dass dieser Mars, stark oder schwach, ein Quadrat zur Venus hat, kommt erschwerend hinzu. Also haben wir hier den unerfreulichen Streit im kleinen und großen Familiensinn. Mars im Krebs ist aber auch das Opfer, das auf passive Weise Macht ausübt. Wer ist das Opfer? Die Chinesen wollen diesen Status für sich, für ihre Völkerfamilie. Durch das Quadrat zur Venus wird aus der Opposition Mars-Jupiter Zeus ein sogenanntes T-Quadrat. Doch Venus im Widder wird wieder vom Dispositor, Bestimmer Mars regiert, der selbst freilich vom Gemüt, vom Mond abhängig ist, der bekanntlich alle 2,5 Tage das Zeichen wechselt. Die sehr unsanfte Rückkehr der Sojus Raumkapsel zur Mutter-Erde (Krebs) 420 km entfernt vom berechneten Ort ergibt ebenfalls ein stimmiges Bild für die Opposition dieses Mars mit Jupiter. Es hat aber dennoch geklappt, wenn auch mit Schwierigkeiten, einer Verzögerung von 20 Minuten, und der Tatsache geschuldet, dass es schon zum zweiten mal bei einer Rückkehr Probleme gab: alles rückläufiger Saturn! Nun ist aber Saturn nicht einfach nur rückläufig, sondern eingebunden in ein großes Erdtrigon zwischen Sonne im Stier und Pluto im Steinbock (auch rückläufig). Der Papst betet auf „Ground Zero“ ist ein weiteres, passendes Bild für dieses Bodenhaftungstrigon der Erdzeichen. Um die Mächte noch genauer zu beschreiben, dürfen wir den Uranus nicht vergessen, der heute ein gradgenaues Trigon ebenfalls zu Mars bildet, und der den Wandel deshalb unter Umständen auch mit Gewalt herbeiführen würde. Doch sind die Beharrungskräfte (noch) mächtiger. Jedes einzelne Bild der Weltsituation, besonders aber Zimbabwe mit dem Fische-Diktator (man schämt sich) illustriert die mundane, also die weltweite Konstellation im wahrsten Sinne des Wortes. Das gilt bis in die einzelnen Familien-Zellen hinein, bis in die individuelle Psyche. Wer wissen will, wo bei ihr/ihm persönlich der Wandel gerade aufgehalten wird, rufe mich an. Dass sich das große Bild in den einzelnen Menschen weiter spiegelt, hat damit zu tun tun, dass wir alle ein einziges gemeinsames Wesen sind, letztlich. „We all are one.“ Darin liegt auch die tiefere Weisheit der Nächstenliebe, und das Wissen darum, dass es absolut kein Widerspruch ist, zugleich anderen und sich selbst zu helfen. Übrigens: Saturn geht ab Anfang Mai wieder direkt, es wird also … wird schon!

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Skorpion wird Pelikan

Nürnberg 15:33 – es wird wärmer, die Amseln singen Lieder, ein Zitronenfalter ist noch gelber, als die Trikots der Schiedsrichter beim Spiel Wolfsburg gegen Nürnberg, na also. Den Vollmond spüren nicht alle Menschen gleich stark, sondern diejenigen mit dem Mond in Wasserzeichen – Krebs, Skorpion und Fische viel stärker, insbesondere, wenn es, wie heute, ein Wasser-Vollmond im Skorpion ist. Zu Vollmond geborene Menschen haben laut Oskar Adler einen schnurgeraden Lebensweg. Die erste Natur (Sonne) muß sich mit der zweiten versöhnen. Die Sonne befindet sich im Stier am Ort der Mondstärke, der Mond hingegen ist im Skorpion im „Fall“. Die erste Natur tritt hier mit großer Kraft der zweiten entgegen. Konservativismus und das Bestreben , andere an sich zu binden, kommen bei an diesem Tag geborenen Menschen zusammen. „Der Skorpion, der zum Pelikan wird.“ Die Sonne pflegt heute auch ein gradgenaues Trigon zu Saturn, der noch bis Anfang Mai rückläufig ist. Das sind Erdenergien, Fundamente des Wirklichen, durch den Mond stark emotional aufgeladen. Das Quadrat von Venus im Widder mit Mars im Krebs macht Liebesdinge nicht leicht, eher werden Streitfragen daraus. Man braucht eine ergänzende Idee um Harmonie zu finden; Schweigen wäre manchmal sinnvoller, als reden. Jupiter hat eine Opposition zum Mars, er hat wenig Freude an der Durchsetzungskraft mit Bezug zu familiären und heimatlichen Dingen, was immer das ist. Der Mond hingegen selber hat zu Mars und Uranus zumindest augenblicklich ein Trigon: er wollte schon verändern, doch was kann der Mond wollen, gar noch mit Absicht?

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Stundenastrologie once again

Nürnberg, 12:00 – gutes Wetter, diesig, für die Jahreszeit zu kalt. Doch halten wir uns damit nicht auf, es gibt interssanteres. Ich habe versprochen, die ein oder andere Frage aus der Praxis hier zu besprechen, und so soll es sein. Eine Klientin ruft mich an. Sie arbeitet selber als coach und bietet eine hoch effiziente Lebenshilfe für alle, die glauben, wirklich im Treibsand gefangen zu sein (bei Interesse bitte mir mailen, oder mit mir telefonieren, ich gebe dann ihre Kontaktdaten gerne weiter). Nun hat sie selbst eine Klientin im Ausland, und es stellt sich vorab die Frage: „Soll sie zu mir, soll ich zu ihr, kommt überhaupt eine Zusammenarbeit zustande?“. Dazu schauen wir uns, wie immer mit zwei Klicks (kein Doppelklick!) das untere Augenblickshoroskop an:

Die Klientin meiner Klintin wird durch Merkur; Herr des 1. Hauses vertreten. Sie ist die Anruferin zu dieser Zeit. Merkur sehr schwach, schwächer gehts nicht: zu nah bei der Sonne, also verbrannt, im Haus 12, also quasi weggesperrt, im Stier, der selbst eingeschlossen ist im Haus 12. Aus der familiären Situation wird diese Position erklärlich, doch das ist nicht Thema des Horoskops, und geht uns daher nichts an. Meine Klientin ist der Jupiter, der in Haus 9 steht, im Steinbock, was ausgezeichnet passt, denn sie ist eine Steinbock Frau. Da sie die Frage knapp und schnell beantwortet haben will, schauen wir auf den Stand der Planeten.

1. Meine Klientin steht als Jupiter im Haus des Auslands für ihre eigene Klientin, denn vom Zwilling aus gesehen ist es das Haus 9. Das entspricht auch der Situation, denn sie befindet sich ja im Ausland.

2. Zwischen Merkur und Jupiter ist zwar noch kein Trigon angezeigt, doch es wird eines geben, nämlich zwischen dem 28. und 29. April. Also wird ein Kontakt zustande kommen.

3. Dafür spricht auch das zunehmende Trigon zwischen Merkur und Saturn, der schließlich Dispositor, Bestimmer des Jupiter ist.

Es sieht also von der Seite der Klientin meiner Klientin danach aus, als würde sie, die ihr Entlastung und Hilfe bieten kann, bei sich daheim begrüßen können, als müßte also meine Klientin zu ihr reisen. Denn Jupiter steht im Auslandshaus der Klientin meiner Klientin, und er wird bestimmt durch den rückläufigen Saturn, der in Haus 4 steht, also ihrem Zuhause. Doch es gibt etwas, das dagegen spricht. Denn schaut man sich das von der Seite meiner Klientin, also der eigentlichen Therapeutin aus an, so findet man in ihrem Haus der Auslandreisen, dem 9. vom 7. Haus den Planeten Mars in Opposition zu Jupiter. Hier stellt sich einer solchen Verwirklichung etwas sehr vehement entgegen. Diese Sprache spricht auch der Mond, der in ein Quadrat zum Jupiter und in eine Opposition zu Merkur treten wird, und zwar noch bevor er das Zeichen Waage wechseln wird. Mond jedoch beherrscht das Auslandshaus meiner Klientin, das 9. vom 7. Haus aus gesehen.

So kann man also, abgesehen von den Dingen, die das Stundenhoroskop sonst noch klar erzählt, wie eine Geschichte, sehen, wie sich in einem solchen Horoskop eine komplexe Situation abbildet, die es erforderlich macht (Waage-Mond), die Interessen abzuwägen.

Mein Fazit sieht so aus: es sind zwei Übeltäter, Mars und Saturn, die einer Auslandsreise meiner Klientin entgegenstehen. Jupiter steht im Steinbock für meine Klientin, die Therapeutin, im unmittelbaren Nachbarschaftsbereich. Wäre er im dritten Haus, hätte ich zu einer Reise geraten, so jedoch nicht. Andererseits ist es wenig wahrscheinlich, daß die Klientin meiner Klientin, um die es ja geht, reisen wird, denn von ihr aus gesehen liegt Saturn im Haus 4, ihrer Heimat, da ist sie festgewurzelt. Andererseits Kontakt von Jupiter und Merkur. Der Prozess einer Zusammenarbeit wird zustande kommen, und zwar Ende April, zunächst jedoch möglicherweise ohne persönlichen Kontakt.

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Das Wesen des Seins

Nürnberg 19:00, kühl aber schön …

Besonders die formelle Schönheit der Astrologie, habe es ihr angetan, berichtet Liz Greene, die nicht nur Astrologin, sondern auch promovierte Psychologin ist. Bei dem Retro-Trend, den die Astrologie zur Zeit mit den allgemeinen Moden teilt – Robert Hand schrieb ein Buch über traditionelle Astrologie, Kurse zur klassischen Astrologie werden vermehrt angeboten und die Stundenastrologie befindet sich in einer Renaissance – darf man nicht vergessen, wie genial die Kooperation zwischen Astrologie und Psychologie „funktioniert“. Dass dann auch noch zur Tiefendimension die Mythologie hinzukommt, als der Verbundstoff zweier Welten, ist schlicht revolutionär. Denn hier kommt ein zeitloses Element der Menschenseele zur Anschauung, eine flugfähige Doppeldeckerrealität. Könnte man sich dazu durchringen, auch Gesundheit und Krankheit unter den Dispositionen der astrologischen Vorgaben zu kurieren und zu vermeiden, wäre viel gewonnen. Die Realität ist davon weit entfernt. Sie besteht auf ihrem mechanistischen Ansatz, wie auf der Keule als Jagdinstrument. So bewegen wir uns, wie in einem Gemischtwarenladen: dort etwas Wissenschaft, hier die Information, Bildung in den Einkaufswagen, vielleicht Altesvorsorge noch und Unterhaltung und … ja vielleicht noch ein wenig Astrologie. Doch das ist es nicht. Astrologie ist nicht eins unter anderen Dingen. Dieses, die Dinge aufzuteilen, einzuteilen, zuzuordnen und in Bedeutungsgruppen auflisten, nennt Martin Heidegger – Sonne, Mond, Merkur und Uranus in Waage, Schütze Aszendent – das „Die Dinge stellen“, wie ein Jäger sein Wild stellt. Er spricht vom Wesen des Seins, welches durch die Technik „gestellt“ werde. Das Wesen der Technik sei nichts technisches, sondern einem Vorgang der Zuordnung zu vergleichen, in dem es vor allem darum ginge, alle Dinge gemäß ihrer Verfügbarkeit zu klassifizieren und dies, die Verfügbarkeit im System, als einzige Qualität gelten zu lassen. Wir erfahren solches „Stellen“ des „Wesens des Seins“ unmittelbar, wenn wir die Nachtigall singen hören, und daneben den Autoverkehr in seinem ampelrhythmischen Auf- und Abbranden. Hier grenzen zwei Welten aufeinander. Die ursprüngliche Art der Nachtigall, auf ihre Art das „Wesen des Seins“ zu hüten, prallt auf die Verwahrlosung der menschlichen Aufgabe, dieses selbige Wesen auf eine menschliche Art „zu hüten“. Die Missverständnisse des Begreifens wollen die notwendige Stille zwischen zwei Lauten nicht verstehen. Dabei, und dies ist mit „hüten“ gemeint, gibt es nur das Verstehen und Begreifen als ein Weitertragen der Dinge. So tragen wir „Sorge“, kümmern uns, wie in einer Eimerkette, die gemeinsam daran arbeitet, das brennende Zivilisationshaus zu löschen, zu erhalten. Es ist schier unmöglich, etwas „direkt“ ausdrücken. Sprache ist immer dazwischen. Immer Brücke. Dies wusste Jesus, als er anfing in Gleichnissen zu sprechen. Wenn sich jemand „konkret äußern“ soll, wie eine der Worthülsen lautet, so wird er „gestellt“. Dann schwindet die Wahrheit, weil sie niemals „ist“, sondern sich immer ereignet. Der technische Vorgang versucht dies auf den Kopf zu drehen, und auch die Ansammlung von Kapital ist nur eine Zwischenstufe in diesem Umkehrungsprozess: Technik will vom „Sein“ zum „Ist“. Dies zeigt sich exemplarisch in der Fotografie, im gefrorenen Augenblick. Natürlich stellen wir dieselben Ansprüche an die Astrologie. Doch so ist sie flüchtig, wie ein scheues Reh. Sie kommt nur zu uns, wenn wir den Zauber zulassen, wenn wir Antworten aus dem Fluss der Dinge zulassen, eher, als wenn wir Wahrheiten für alle Zeit festlegen wollten. Dass dabei der Erfahrungsschatz der Alten nicht willkürlich verschoben werden kann, einerseits, andererseits jeder, der sich mit Astrologie beschäftigt, an dem großen Bild der Sache mitmalen muß, soll sie sich ihr/ihm erschließen als Quell der Weisheit, macht Astrologie zur modernen, aktuellen, schamanistischen Kunst. Wollen wir die Frage nach dem „warum“ klären, welche überhaupt nur solche zu stellen in der Lage sind, die sich eben nicht mehr mit der Frage des vermeintlichen „daran glaubens“ aufhalten, so werden wir die Reise der Seele im Kosmos und Weltall verstehen lernen müssen. Astrologie ohne Reinkarnationslehre bleibt eine stumpfe Sache, obwohl die psychologischen Vertreter der Zunft dazu neigen. Doch wahre Tiefe bekommen wir nur in der vollen Dimension. Es geht nicht um Feindlichkeit der Technik gegenüber; das wäre lächerlich, denn wir benutzen sie. Benutzen wir sie? Oder benutzt sie uns? Ist es möglich, sie, die Technik, zu benutzen, oder hat sie eine Tendenz, immer nur zu unterwerfen? Es ist sehr auffallend, dass nicht immer die besten Möglichkeiten gefunden werden, auch technisch nicht. Statt allgemein zu versuchen, das Prinzip des Verbrennungsmotors zu überwinden, verlegt man sich lieber auf „nachwachsende Rohstoffe“. Es gibt hier etwas zu denken, liebe Philosophen! Morgen vielleicht mehr dazu …

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Kasimin: „Als ob im Herzen“

Nürnberg, 15:48 – die Aktien Indices steigen wieder. Im Herzen der Sonne ist Hermes-Merkur nicht verbrannt, wie sonst in der Nähe der Sonne, sondern „Cazimi“, wie man auf frei arabisch im Mittelalter sagte, also ganz besonders stark. Höhepunkt dieser Stärke war heute morgen um 09:24 – bitte zweimal klicken (kein Doppelkick!):

Merkur hat zwei Konjunktionen mit der Sonne, die untere, wo er zwischen der Erde und der Sonne hindurchschlüpft – dabei ist er rückläufig – und die obere, wo er hinter der Sonne verborgen steht. „Man muss Merkur mehr beobachten als alle anderen Planeten, denn wenn er einen Aspekt zu einem Planeten wirft, hat er gewöhnlich mehr teil am Einfluss dieses PLaneten, als es jeder andere tut: Mit Saturn wird er schwer, mit Jupiter mäßiger, mit Mars eiliger, mit der Sonne eher sanft, mit Venus mehr scherzhaft, mit dem Mond schlauer“, schreibt William Lilly. Fuchs, Papagei, Eichhörnchen und Bienen gehören zu ihm, Märkte, Kegelbahnen und Tavernen, Wallnuss, Bohnen, Majoran und Lungenkraut. Und Nürnberg, als Zwillings-Stadt gehört ihm auch. Wenn Hermes sich hinter der Sonne versteckt, fällt der Bericht vom Diebstahl der Rinder des Apollon ein, der den Göttern und Menschen im Tausch zwischen Brüdern die Musik gebracht hat. Denn um den älteren Bruder zu entschädigen, schenke das Hermes-Baby dem Apollon die Leier aus einem Schildkrötenpanzer gefertigt, verbarg sich jedoch zuvor in einer Höhle und spielte Wickelkind. Hermes ist das magische Kind, das Bild der magischen Kräfte des Kindes. Jedes Kind hat solche Kräfte, bis es …  „Samin“, eine weitere Verballhornung von Kasimin, ist auch der Anfang des Planeten-Sonne Zyklusses, gleich ob mit Merkur oder einem anderen Planeten. Von den globalen Nachrichten überrascht vor allem die erneute Zulassung der Todesstrafe per Giftspritze nach einem aktuellen Gerichtsbeschluss in den USA. Im Wandel hinter der Sonne wird Hermes-Merkur vom Morgen zum Abendstern, vom Lichtbringer zum Psychopompos, dem Seelenbegleiter: „Auch Hades machte ihn zu seinem Boten, der die Sterbenden mit sanfter Überredung abberuft, indem er ihnen seinen goldenen Stab auf die Augen legt.“ Dies passt bedauerlicherweise zum Trigon zu Pluto und Saturn rückläufig, die Sonne-Merkur eingegangen sind, während sie Cazimi waren. Eine Wieder-Einführung! Ich hoffe, Joseph Ratzinger ergreift die Gelegenheit, bei seinem USA-Besuch dies als menschenunwürdig zu verurteilen. Um so mehr, als ja gleichzeitig erwogen wird, auch Kinderschändung unter Todesstrafe zu stellen, wovon wieder die 5000 Priester betroffen wären, wegen derer er „tief beschämt“ ist. „Verwinden und Erscheinen“, schreibt Johann Hjelmborg, sind Finsternis begleitend: „Denn ausgerechnet Schleusen, Röhren und Kanäle sind Mondknotenphänomene, namentlich bei Mondknoten auf der Achse Jungfrau/Fische.“ Nun haben wir den Transit des rückläufigen Saturn über den Punkt der Monfinsternis vom 21. Februar in der Jungfrau, und siehe da, der Spiegel meldet eine wiedergefundene „Tunnelstadt unter der Hölle“, die im ersten Weltkrieg unter der nordfranzösischen Stadt Arras gegraben wurde, um 24000 Soldaten aufzunehmen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,547483,00.html

Diese und andere Merkwürdigkeiten sind der Schlüssel zur Astrologie, die selbst wieder nur ein Schlüssel zur dreimal verzauberten Wirklichkeit ist.

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DAX astrologisch

Nürnberg 17:03 – mild und angenehm. Den Dax verfolge ich erst seit einer Weile astrologisch, aber es ist bemerkenswert, wie genau er den planetaren Bewegungen folgt:

Bitte wieder zweimal auf´s Bild klicken. Im Augenblick fällt der Dax stark. Er ist eine geborene Steinbock-Sonne, und hat gerade den Jupiter Transit hinter sich. Neptun nähert sich bedrohlich der Venus, es geht also noch tiefer abwärts. Erhohlungsphasen versprechen Merkur und Venus, die bald Jupiter berühren, der immerhin Mitregent von Haus 2 ist. (Zusatz 18.04.08: tatsächlich läuft es so, Venus ist im Orbis von 6 Grad und schon geht es aufwärts, faszinierend!) Auch die Sonne ist am Jupiter eben vorübergegangen. Sonne über Jupiter, Jupiter über Sonne: man spricht von Rezeption, allerdings etwas schief, weil die Zeichen nicht stimmen. Ich berate Kunden gerne wegen ihres Portfolios, allerdings will ich die Sache erst noch mindestens ein Jahr beobachten. Das wäre sonst nicht seriös. Besonders interessant wird Uranus auf dem Mondknoten. Saturn rückläufig in Haus sieben mag dafürhalten, dass der DAX auch anderen Börsen im Augenblick keinen Gewinn beschert. Doch Jupiter wird im November nochmal über 20 Grad Steinbock gehen, wo die Dax-Sonne steht, und deshalb glaube ich, bis dahin hat sich der Markt erholt. Mir geht im Prinzip schon das aufdringliche Gehabe auf die Nerven, mit der spätestens nach Ausschüttung der TeleCom Aktien jeder Provinzsender im Radio die Hörer fast stündlich mit Börsennachrichten nervt, als hätten diese Geldesel-Gläubigen ein Recht auf Anteilnahme. Die ganze Kriese läßt mich mal wieder daran zweifeln, ob die Geld mit Geld Verdienerei nicht letztlich ein Problem ist. Wäre damit in Deutschland nicht auch so schnell der Antisemitismus-Vorwurf berechtigterweise anzubringen, weil man im Mittelalter den jüdischen Glaubensbrüdern das Handwerk verbot. Etwas von diesem Mief steckt immer noch in jeder Handwerkskammer; man schaue sich dort in den Eingangshallen um. Da nun aber Deutschland dank der Raub-Kapitalverzinsung des zweiten Weltkriegs Land der weltgrößten Versicherungen ist, Gebilde, die dafür bekannt sind, den Geld-Geld Kreislauf souverän zu ihrem Vorteil zu lenken, darf man schon ein wenig schimpfen. Gegen diese anonymen Besitzer ist schlichtweg kein Kraut gewachsen. Ein Beispiel: unterläuft einer Hebamme ein Behandlungsfehler, der zum Nachteil des Kindes wird, unter Umständen einer Behinderung, so müssen die Eltern die Hebamme verklagen, wollen sie denn Leistungen von der Versicherung beziehen, selbst, wenn das nicht in ihrem Sinne ist. Umgekehrt wird „Behandlungsfehler“ am Standart der medizinischen Technik gemessen, die oft genug der Fehler selbst ist: in diesem Fall aber hat der behandelnde Arzt sich nichts zu schulden kommen lassen. Hat er doch sein Gehirn aus, den Apparat aber angeschaltet. So regieren die Versicherungen indirekt die Norm und schränken unsere Freiheiten schon im Kleinkindalter ein: „Dieser oder jener Ausflug ist nicht machbar, die Versicherung würde nicht zahlen wenn …,“ so lautete der Standartspruch meiner Schulzeit. Bei Brustentzündung durch Stillprobleme sofort Antibiotika, auch wenn es falsch ist, sonst zahlt die Versicherung vielleicht nicht. Kind abgestillt, Mutter unglücklich. Wir leben in einer Versicherungsdiktatur und sind wahrscheinlich selbst schuld daran. „Hypertrophierte Verwaltungsdiktatur“ nannte das Hans Wollschläger selig. Unheimlich ist nur, dass der ganze Kapitalberg, auf dem die sitzen, die Rendite des Kolonialzeitalters darstellt. Graue Männer mit Zigarren im Maul, ganz wie bei Michael Ende, und auf Haiti wissen sie nicht mehr, wie sie Brot bezahlen sollen. Hinweg, trübe Gedanken: Frühling komme!

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Prometheus und die Fackel

Nürnberg 18:04 dieses Jahr fängt wirklich mit Blitz und Donner an, und mir gefällt das, weil dann die Atmosphäre so magisch aufgeladen ist. Der Blitzschleuderer ist Zeus, Jupiter also. Er mag sich langsam dagegen wehren, durch den rückläufigen Saturn in seiner Entfaltung begrenzt zu werden. Denn das macht Saturn, der den Steinbock beherrscht, in dem Jupiter zur Zeit weilt. Saturn ist Jupiters entmachteter Vater, der Herr über das Goldene Zeitalter vor ihm. Und wem muß sich Saturn fügen? Dem kleinen Flügel-behelmten Zauberstabträger Hermes, denn dieser beherrscht die Jungfrau, die Merkur-Hermes regiert, und das gibt Saturn eine gewisse Bitterkeit in Bezug auf die praktischen Dinge des dienstfertigen Lebens, die Ernte von Geld z.B., die durch die Bankenkriese tatsächlich rückläufig zu sein scheint. Scheint, denn gestern hat mir mein Schwiegervater in Spe, der einmal eine Bank geleitet hat, verraten: des einen Verluste sind des anderen Gewinn, also irgendwo bleibt das Geld. Knapp wird Demeters Gabe (Korn, Brot, Jungfrau) allerdings durch den rückläufigen Saturn auf Haiti und in Ägypten, und neuerdings in Großhandlungen durch Preissteigerungen bei uns auch. Doch weiter, denn auch Merkur-Hermes ist noch nicht das Ende der Kette. Denn er steht im Widder und begleitet die Sonne. „Heda!“ ruft er, „wollt ihr denn ewig geizen?“ Widder ist das Zeichen des inspirierten Anfangs. Wie? Durch Ideen, Hermes, Logos sei Dank! Freilich hat auch Hermes einem anderen zu folgen, der das Zeichen, in dem er steht, beherrscht. Es ist Ares, Mars, Gott des Krieges und der Kraft. Doch Ares steht im Zeichen Krebs und ist dort nach alter Lehre im „Fall“, also schwach. Ist das Ein Glück, oder ein Unglück? Denn der Streit zwischen Familien und Völkern oder Völkerfamilien muß ja nicht so heftig sein, sollte es nicht. Und – Du ahnst es – auch Mars ist nicht Hausherr, wo er steht, ihn regiert der Mond! Oder darf ich Frau Luna sagen? Sie ist im Domizil, sie ist Herrin, dort, wo sie weilt. Die ganze Kette hat ein Ende. Von Jupiter-Zeus angefangen müssen wir glauben, dass solange der Mond im Domizil weilt, er hier das Sagen hat. Des Volkes Stimme will gehört werden, auch das Mutterrecht, der schamanistische Urton will erklingen. Und wechselt Mond das Zeichen, so kreist dennoch mit ihr/ihm die ganze Runde von Mars, Saturn und Jupiter mit, neunundzwanzig Tage lang immer in einer anderen Stimmung, damit uns die ganze Postmoderne vergeht. Solches allerdings, bis Mars das Zeichen wechselt. Das tut er am 10. Mai, und dann ist die Kette anders organisiert und die Sonne, Apollon im Stier, bestimmt die Geschicke von Saturn und Jupiter, einer der Vater des anderen. Und noch einen Vater gibt es: Uranus. Das ist, zurückgerechnet nach Jupiter und Saturn die dritte Generation! Wollten wir es übrigens esoterisch genau nehmen, so hätten wir Mitras als den Widder-Helden des folgenden Zeitalters und als nachfolgenden Planeten Mars erkannt. Sodann, heute, die Erde, und dermaleinst, wie Steiner prophezeiht, die Venus! Uranus ist in den Fischen, er wird zuweilen auch (von Liz Greene) Prometheus genannt. Und Prometheus war der, der den Göttern das Feuer stahl (nicht, wie in der immer schlechter recherchierten TAZ gestern stand, war es Zeus, der es ihnen schenkte). Somit hat Uranus etwas mit diesem Fackellauf zu tun. Und tatsächlich findet sich in der Mythologie ein Zusammenhang. Im Bereich der Akademie in Athen, schreibt H. W. Parke, lag der Altar des Prometheus, des alten athenischen Feuergottes, auf dessen Kult wohl der älteste Fackellauf zurückgeht. Schaut man sich nun Uranus-Prometheus an, wie er im Oppositionzeichen zum Saturn in der Jungfrau wandert, so wundert es wirklich nicht, wenn die Fackel immer wieder erlischt, und nur unter großen Schwiergigkeiten weitergereicht werden kann. Teil des olympischen Kults wurde der Fackellauf erst durch Goebbels, den Reichspropagandaminister. Zwei weitere, völlig überflüssige Dinge gehen auf Nazi-Ideen zurück: die schlafraubende Sommerzeit, Willkürprodukt eines menschenfeindlichen Regleménts und die allgemeine Schulpflicht, heute eine Garantie zur Verwahrlosung aller Itelligenz nach dem Motto „Kluge Kinder, dumme Schule“. Ich hätte einen praktischen Vorschlag zur Gesetzgebung bei rückläufigem Saturn, und überhaupt: zur Pflicht erhoben werden sollte, wenn ein Gesetz hinzukommt, sollten wir zwei alte abschaffen (zurücknehmen), möglichst die zwischen 1936 und 1944 erlassenen. Solange, bis das Land mit einem Büchlein auskommt, in dem das Grundgesetz und hundert weitere Regelungen enthalten sind, mehr nicht.