Uncategorized

Sommerfotos

Nürnberg 14:53 – Kornblume, Hummel auf meinem Basilikum, Pfefferminzblüte von Englischer Minze. Minze, das ist klar, ist eine dem Mars zugeodnete Pflanze. Basilikum Jupiter und Mond (weiche Blätter) und die Kornblume? Zumindest blüht sie, wenn die Sonne im Löwen steht, da liegt es nahe, ihr den Löwen und die Sonne zu geben. Mit den Eintritt in den Löwen hat die Sonne ihr kardinales Zeichen Krebs verlassen, und steht jetzt in einem statischen, fixen Zeichen. Und ich meine, man hat es sofort am Duft in der Luft „geschmeckt“. Plötzlich ist da diese Trockenheit, auch wieder die Stille, denn das Futterkreischen der Jungvögel ist weg, nur die Mauerseegler rasen weiter durch die Häuserschluchten mit ihrem „Folgt mir, folgt mir, folgt mir!“ Ähnlich dürfte das Lebensmotto des gediegenen Helden unseres Tierkreises, dem stolzen Raubtier Löwe lauten. Viele Löwen, schaut man ihnen genau ins Gesicht, haben dort die Visage eines Kätzchens, wie wir es an Karneval in die Gesichter malen. Da wäre im Tierkreis eine Fabelweisheit für die Menschen verborgen, und die Fabel, das sprechende Tier, hätte eine wahre Botschaft zu verkünden (und sei´s, die aus dem Stall zu Bethlehem, wo der König der Tiere nicht da war, dafür aber ein neuer König in der Krippe lag). Doch, wie weit ist das? Monate, bis dahin werden wir wissen, wer Präsident ist in Amerika, und ob es der Löwe Obama geworden ist, oder nicht. Morgen mehr zum Löwen. Und vielleicht auch zu Obama.

Fotos Markus Termin ©

Uncategorized

Reisen auf Achse 3/9

Nürnberg 14:04 – Die große und die kleine Fahrt sind natürlich ein traditionelles Thema für die Astrologie, schon allein, weil man oft wissen wollte, welches Risiko mit dem Reisen verbunden war. Von Columbus ist bekannt, dass er, zum Ausfahren wegen der Hafenregeln um Sonnenaufgang gezwungen, auf einer Sandbank zwischenankerte, bevor er wirklich nach Amerika aufbrach, damit Saturn nicht in Haus 7 stünde, womit ja Ungemach verbunden gewesen wäre bei der Begegnung mit den vermeintlichen Indern, die dann Indianer wurden. Es ist auch bekannt, und wird von Plutarch überliefert, dass unsere Vorfahren in der Bronzezeit und wohl schon lange davor, gewohnheitsmäßig in einem 30 Jahre-Zyklus große Fahrten auf die karibischen Inseln, die Inseln des goldenen Zeitalters unternahmen, und auch wieder zurück, den Hinweg wählend über Island. Dort pflegte man einen Kult des Chronos, Saturn, der damals nicht der Schreckliche war, und man fuhr ab, wenn der Mond zunehmend auf einem Sechstel stand, und Saturn im Zeichen Stier. Höchstwahrscheinlich nimmt die bekannte Scheibe von Nebra Bezug auf diesen uralten Reise-Ritus.

Foto Markus Termin ©

In der Astrologie ist die Bewegung auf der Achse Haus 3 – Haus 9 zu erkennen. Alle Fragen, das Reisen betreffend, können mit Bezug zu dieser Achse und Planeten, die sich dort finden, beantwortet werden. Sonnen im Haus 9 leben sehr oft auch tatsächlich im Ausland (zum Vergrößern  2 mal anklicken!):

Dieses Horoskop ist nun kein Beispiel von Sonne in Haus 9, sondern schlicht das Horoskop für diesen Artikel. Man beachte die Mond-Jupiter Konjunktion! Doch auch hier sind Merkur und Jupiter auf der Reiseachse! Nur stehen sie umgekehrt zum mundanen Horoskop: Jupiter in Haus 3 und Merkur in Haus 9. Ist Jupiter für die großen Reisen zuständig, was damit zusammenhängt, dass das Schütze-Haus 9 von weiten Perspektiven und großen Zielen spricht, so kümmert sich Merkur um die kleineren Reisen. Natürlich ist das relativ und bedarf der Interpretation. Da Jupiter, der offizielle Schutzgott der Reisenden, zur Zeit im Erdzeichen Steinbock rückläufig ist, bieten sich Reisen an, die man in der Vergangenheit schon mal gemacht hat. Und vielleicht sollte man im Steinbock über Land reisen? Dann hat man weniger Ungemach mit Umwelt und großen Löchern in Flugzeugrümpfen, wie gestern bei der „Spirit of Astralia“, die ach so deutlich auf den großen Geist hinweist!. Umgekehrt kann man sich verhalten, wenn Jupiter in ein Luft-Zeichen wechselt, versteht sich. Mein Traum währen Luft-Schiffe. Und Merkur in Krebs spricht von Reisen im Rahmen familiärer Besuche. Das habe ich gemacht, war bei Passau, wo meine Eltern wohnen, und man sieht mich (Hand und Fuß) auf dem oberen Bild im Regionalexpress, den ich dem ICE vorziehe. Einmal aus Kostengründen, und dann, weil ich es mag, oft umzusteigen und zwischendurch Pausen zu machen. Der wunderbar selbstironische Artikel in der Zeit von Bjørn Erik Sass über eine Bahnfahrt in Mexiko läßt mich zwischen Regensburg und Neuhaus locker die Ebenen wechseln. Lesen ist doch eine feine Sache. Und mit der Mundharmonika im Gepäck hat man überall den eigenen Blues dabei.

Uncategorized

Hermes bald im Löwen

Hartkirchen bei Passau – 12:36 – Hermes Merkur nähert sich wieder der Sonne. Am dreißigsten Juli wird er im Herzen der Sonne, oder besser: hinter ihrem Rücken eine Kunjunktion eingehen. Dies ist nicht die Konjunktion in der Rückläufigkeit. Es geht hier um ganz andere Dinge. Merkur steht nicht zwischen Erde und Sonne, sondern wird, im Gegenteil,  vollständig von der Sonne „geschluckt.“ Die Sonne im Löwen und ihr Sohn, der Logos, Gott der Intelligenz und des Zaubers, sind dieser Tage Eins. Es sind die Tage, an denen man Wahrtraume haben kann, wenn man zufällig grashalmkauend zur Mittagszeit im Schatten einer Eibe schlummert. Menschen mit dieser Konstellation im Geburtshoroskop haben das Glück, ihr Sonnen-Ich und ihren Geist gemeinsam fördern und fokussieren zu können. Alles, was klug ist, läßt auch ihr Wesen erstrahlen. Schön, wenn ein König so sein kann. Der Kult des Hermes kommt ursprünglich aus Samothrake (Σαμoθράκη). Es ist der älteste Kult der alten Hellenischen Welt. Auf der Insel gab es ein Heiligtum, in dessen Mysterien man sich einweihen lassen konnte. Es war das Heiligtum der „großen“ Götter, der sogenannten Kabiren, von denen Hermes einer ist. Einweihung bedeutete, in die Geheimnisse des Jenseits und der Wiedergeburt eingeweiht zu sein. Wenn Jesus sagt: „Die Pharisäer haben den Schlüssel zum Himmelreich selbst nicht benutzt, sondern auch noch weggeworfen (sinngemäß),“ so meint er dies: das der Zugang zu den Mysterien versperrt war. Einweihung war nicht einfach nur Wissen, sondern Erleben. Man wurde geführt, wochenlang vorbereitet, hatte eine Diät einzuhalten, wurde in Tempelschlaf versetzt und bekam wahrscheinlich eine LSD-haltige Droge zu trinken. Wir wissen darüber nicht allzuviel, weil das Stillschweigen über diese Geschehnisse bei der Einweihung während der gesamten Antike gewahrt wurde. Bekannt ist allerdings, dass die Eingeweihten ruhig und gelassen ihrem zukünftigen Schicksal entgegensahen, weil sie nunmehr wußten, was kommen würde nach diesem Leben. Unten finden sich Beispiele einer Sichtweise, die Hermes` Wirken interpretiert. Ein liegender Hermes vor der ehemaligen SchmidtBank: ob dieser Frevel zum Konkurs geführt hat? Auch der obere, klassizistische Flügelschuhgott balanciert zwischen der stacheligen Taubenabwehr; doch ist dies nur im Zoom der Fotografie sichtbar. Er gehört mit seinem blanken Po sicherlich zu den anmutigsten Figuren der Stadt und begleitet den aufmerksamen Beobachter in der Königsstrasse beim Eintritt durchs Haupttor. Die Geste des Winks in den Himmel, mit dem auch Terroristen auf Propaganda-Fotos sich zu legetimieren versuchen, passt wenig zu den merkantilen Absichten, mit denen Merkur von den Kaufleuten (und Dieben) in Beschlag genommen wird. Dies ist eindeutig der Zwillings-Hermes, der auf den Geist verweist. Der liegende Gott unten scheint den oberen zu zitieren. Wenn er stünde, da gebe ich dem Künster recht, käme er nicht so recht vom Fleck. Trotzdem ein Frevel. Von seinem ersten Gehalt als Buchhändler kaufte sich Hermann Hesse (2. Juli 1877 in Calw) einen Gipsabdruck der berühmten Hermes-Büste von Praxiteles. Und tatsächlich lohnte diese Ausgabe, denn Hesse war sein Leben lang frei von materiellen Sorgen. Hermes ist ein „phallischer“ Gott, und so sollen die Bilder unten ihm zur Ehre auch eine „phallische“ Ordnung annehmen. 

Fotos Markus Termin ©

Uncategorized

Am Anfang das Wort

Hartkirchen – 20:58 An dieser Stelle schrieb ich neulich über die Wolken, und auch über den Ibis. Nun kommen nochmal Assoziationen zum selben Thema. Bis in die kleinsten Details hinein hat sich die Mythologie in unserer Alltagswelt einen zeitgemäßen Platz erobert. Die scheinbar unzusammenhängenden Benennungen tauchen in einer Textur der Wirklichkeit auf, die sinngemäß genau dem entspricht, was die Ägypter sich darunter vorstellten. Denn bei ihnen war alles Heilige Schrift. Die große Pyramide selbst war ein Buchstabe Δ , es war alles belebt und alles Teil eines großen Geistes. Die Seelen, an deren Unsterblichkeit zu zweifeln ein Ägypter für schwachsinnig gehalten hätte, gingen im Leben und im Leben danach einen bestimmten Weg, auf dem man sie leiten konnte. Derjenige Gott, der das leistete, war bei den Griechen Hermes, bei den Ägyptern aber Toth, der unter anderem als Ibis angebetet wurde. Von den Werkzeugen, die er uns gab, um unseren Weg zu finden, ist die Astrologie das Wertvollste. Ein Horoskop ist eine Orts-Zeit Landkarte. Sehr vergleichbar mit dem Kompass von Jack Sparrows, der nicht nach Norden, sondern immer dorthin zeigt, wo das Herz am meisten begehrt. Astrologie ist nur als Wegbeschreibung von Leben zu Leben wirklich verständlich. Wir brauchen dieses Werkzeug, weil wir nicht sehen können, weil wir die Fähigkeit verloren haben, durch unser drittes Auge zu sehen. Seth, der Feind, hat uns diese Fähigkeit genommen indem er die Pharaonische Beschneidung gebracht hat, die sich kollektiv auf die gesamte Menschheit auswirkt. Und Jesus ist gekommen, um uns herauszuführen aus unser Verblendung, um gegen den Feind anzutreten: dem offensichtlich fehlt, was wir haben, noch immer: die Liebe.

Bilder Markus Termin ©

Für die Ägypter war es keine Frage, ob es ein Jenseits gäbe. Denn jeder kannte Geister und hatte schon Erscheinungen gesehen. Das „Jenseits“ war offen sichtbar. Es zeigte sich nicht selten im „Diesseits“. Man war, so schreibt Rudolf Steiner allenthalben, noch viel näher dran am „Alten Hellsehen“, einer Fähigkeit, welcher mit der Pharaonischen Verstümmelung langsam aber sicher der Garaus gemacht wurde. Jene Traumwelt, die als Erinnerung des alten Wissens übrigblieb, ist unsere Wirklichkeit. Wir nehmen an, wie wären wach. Doch genau das ist unser Schlafzustand. Was so schwer zu vermitteln ist, dass man denkt, man müsse von dieser Realität ausgehen, ihr vielleicht etwas hinzufügen, und dann hätte man eine Wandlung. Wir können uns aber nicht vorstellen, dass wir tatsächlich Dinge nicht sehen können, weil wir nicht glauben, dass sie da sind, und weil uns das Organ dafür abhanden gekommen ist. Tiere jedoch können das, und das erklärt auch, warum sie für die Ägypter aus bestimmten Gründen heilig waren.  Würden wir auf dieser Welt nicht gründen, wir könnten es erkennen. Wenn Arséne Wenger Trainer von Arsenal London ist, mag man sich denken: „Wie merkwürdig.“ Doch hier, wie oft, blitzt nur ein Spalt weit jene magische Verschlüsselung auf, die dann und wann „zufällig“ überwunden wird, und damit den Wissenden zeigt, dass es sie noch gibt. Als etwa Mitte der 80-ger Jahre die Welt begann, sich im Stil des späten James Joyce oder Arno Schmidt aus dem Wort-Inhalts-Pakt zu lösen, wurde diese Magie befreit, wie der Geist in der Flasche: Heute trägt jemand ein T-Shirt mit der Aufschrift: „University of Bellingham“ oder „University of the West Indies“, und es wird nicht damit in Verbindung gebracht, er hätte mit diesen Orten irgendetwas zu tun. Noch in den 70-ger Jahren wäre man auf so eine Idee gar nicht gekommen. Trug jemand eine „message“ auf der Kleidung, so stand er mit dieser „message“ auch in Verbindung. Um so freier kann sich aber Schrift von selbst zu einer scheinbar zufälligen Textur formen, die für uns die Wirklichkeit tatsächlich lesbar macht, wenn wir den Schlüssel kennen. Ein Hinweis ist dieser: wenn wir sehr aufmerksam sind, können wir wahrnehmen, dass wir Texte, die im Umfeld, z.B. als Werbesprüche oder Straßenschilder auftauchen, mitunter schon ein paar Minuten vorher im Kopf lesen können, ähnlich, wie die halbstündig hellsichtige Schildkröte im Buch Momo von Michael Ende (geb. 12. Nov. 1929 in Garmisch). Wer dies übt, merkt bald: Schrift ist nicht nur Schrift. Freilich kann man über diese Dinge recht ausführlich in der ungeheuren Flut von Phantasie-Literatur lesen, die die letzten Jahre über uns hereingebrochen ist, und deren kurze Klimax bereits bemerkenswerterweise vorbei zu sein scheint, wie ein heftiger geschichtlicher Abschnitt, den man erst später als solchen erkennen wird. Daraus läßt sich immerhin schließen, dass die Menschheit bemerkenswert nahe dran ist: wenn man die Wahrheit verstecken will, dann am besten hinter der Wahrheit, die man als Erfindung tarnt.

Diese Figur ist von Johannes Brus, der sie 1982 schuf. Sie gört zu einer apparten Gruppe, „vier in Beton gegossene Tierchen, auf Baumstämmen montiert“, die er „Tempelchen“ nannte.

 

Foto Termin ©

Uncategorized

Nürnberg im Bardentreffen

Hartkirchen 20:37 – hier einmal eine kleine Werbung für die Aktivitäten der wunderbaren Stadt, die seit dem Mittelalter übrigens dem Zeichen Krebs und Zwillinge zugeordnet wird: „Nämberch“, wie die Einheimischen in einem der breitesten Mundarten der Republik diese Stadt nennen. Zugegeben: ich bewege mich in dieser Burgfeste fast ausschließlich im Altstadtring oder davon nicht weit weg. Die Peripherie mit den Autobahnen und dem üblichen Vorstadt-Zersiedlungsprogramm, ein Kind der Bezinverschwendung – meide ich, ich kann es nicht ertragen, die Stadt zu verlassen, und erstmal eine Autobahnbrücke zu unterqueren. Doch solches gibt es überall, und bald auch in Dresden. Just jedoch in dem Bereich, den ich mit einem Drahtesel praktisch – wie die anderen Nürnberger ständig Verkehrsregeln mißachtend, denn man ist hier nicht so „öko“, zu glauben, Fahrradwege seien ebenso, wenn nicht wichtiger, wie irgendwelche Ost-West oder Nord-Süd Tangenten – den ich also praktisch erreichen kann, dort findet dieses Jahr vom 1. bis 3. August das 33. Bardentreffen statt: http://www.bardentreffen.de/ 

Nun, es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass dieses Treffen ein Weltereignis ist. Von den Menschenmassen zu schwärmen, setzte voraus, dass man Menschenmassen liebt. In diesem Fall ist es aber nicht schlimm. Macht es die Musik, macht es der Genius Loci?: tatsächlich sind all die Leute nett, kultiviert, ausgelassen und freundlich. Barden klingt nach Bänkelsängern und Kleinkunst. Tatsächlich hat dieses Fest etwas Intimes, doch die immer gelungene Auswahl auf sieben Bühnen erweitert die Definition des Barden zum tonerzeugenden Meister aller Klassen, oder auch Meisterin, versteht sich.  Diesjähriges Highlight ist Joan Armatrading! Da alles draußen und umsonst ist, braucht man schon manchmal einen Schirm, aber bisher hat die Choreographie des Wetter immer gepasst: „Pasd scho!“, der Nürnberger Universalkommentar, gleich, ob es um eine Zementabschischung oder den Abduft der Schöllerschen Lebkuchenbäckerei geht, den man hier schon im Sommer riechen kann. Tagesgäste erweitern die Besucherzahlen auf über 200 000 Menschen. Man wechselt die Spielorte quasi fliegend, von einer Bühne, wo man gekostet hat, zur nächsten, wo man verweilt. Zwischendurch duftende Leckereien aus Buden überall, indisch, deutsch, italienisch, einfach viel. Die Nürnberger Gastronomie verschließt die Biergärten auch nicht, und so manche Kneipe, O´Sheas sei erwähnt, steuert mit einem privat gesponserten Programm – Irish Folk in diesem Fall, no doupt! – zum Gelingen des Ganzen bei: und das Beste: zwar fordert die Stadt Nürnberg das ganze Jahr über eine Anmeldung und einen Obulus von durchziehenden Musikern, der den Auftritt nahezu unmöglich macht, weil diese freundlichen Zeitgenossen kein Organisationsbüro haben in der Regel, und deshalb übers Jahr hin die Musik gleichförmig und osteuropäisch dominiert ist: macht den Touristen „a weng Frëut“, die Bewohner der Stadt können die ewig gleichen Melodien von Frank Sinatra nicht mehr hören. Doch eben nicht während der drei tollen Tage des Bardentreffens: da ist das Nebenprogramm der unangemeldeten KünsterInnen oft genug das Hauptprogramm, und selbst die Veranstalter machen auf der Straße Entdeckungen, die im nächsten Jahr oft genug von einer Bühne singen. Nebenbei sei erwähnt, dass in Nürnberg so viele aktive Musiker in Proberäumen semiprofessionell arbeiten, wie wohl selten in einer Stadt. Ich selbst stehe während dieser Tage immer vor der Wahl: Musik hören, oder mit meiner Blus-Harp einen der vielen Gitarristen begleiten, vielleicht mit Bekannten in einem Hauseingang jammen. Am Freitag, wenn´s losgeht, steht um 19:00 Mond und Sonne und Merkur und sogar noch die Venus im Löwen. Das Publikum kommt mit großen Erwartungen, es ist ganz kurz nach Neumond. Die Venus ist noch zu nahe an der Sonne, als dass sie zum Abend sichtbar wäre, oder vielleicht gerade mal so! Doch Jupiter, wie schon dieser Tage, wird die ganze Nacht in ruhigem hellem Elfenlicht seine Weisheit verbreiten! Sicher werden es gute Tage! 

Bilder Markus Termin © 

Uncategorized

Slow Train Commin´

Foto Markus Termin ©

Hartkirchen 21:32 – Dieser Post stammt aus dem tieferen Bayern, ganz nahe beim Inn, an der Grenze zu Österreich. Mars steht heute und die nächsten Tage im Trigon zu Jupiter. Mars in der Jungfrau und Jupiter rückläufig im Steinbock. Während also der eine voranschreitet, und Dinge begünstigt, die auf klarer Analyse und dem Einteilen von Kräften beruhen (vielen Dank für den Tip, Nicola!), geht der andere zürück, und übergibt, wenn der Aspekt von 120 Grad exakt wird, wie bei einem Staffellauf die Botschaft des Wachstums durch innere Stärke und Beharrlichkeit, also die gegenwärtige Jupiter-Steinbock Botschaft an den inneren Mars-Krieger, der im individuellen Horoskop einen Menschen kennzeichnet, dessen große Stärke im analytischen Erkennen des richtigen Ansatzpunktes liegt. Der genau Übergabetag: 27 Juli 2008. Beide Planeten, Ares und Zeus, sind in Erdzeichen. Es geht also um wirkliche, gestaltbare, anfassbare Dinge, um handhabbare Prozesse. Mars hat seine Bindung an Saturn hinter sich: es kann also losgehen! Und Jupiter bildet auch noch ein Trigon zu Saturn, welches sich zweimal erfüllen wird. Das ist ein „Herrschaftsaspekt“, den wir nutzen sollten, um das Gute, Wahre und Schöne voranzubringen. Ab dem 9. September darf der langsame Zug beschleunigen, dann geht Zeus-Jupiter direkt. Doch warum, mag manch einer fragen, wirkt ein Planet bei einem exakten 120 Grad Aspekt direkt und harmonisch, bei 125 Grad jedoch weniger stark? Es gibt beobachtbare Idealmaße, so, wie es Quadrate und Kreise in der Natur gibt. Es sind dies keine der Natur angelegten, sondern ihr abgeschauten Verhältnisse. „Welchen Winkel benötigt ein Eisen (Mars), um seine ganze Kraft zu entfalten, und wann ist er eine Brechstange?“ Daraus wird ersichtlich: es gibt einen idealen Ansatzpunkt.  Nicht an den Zahlen liegt es, sondern an dem Rhythmus, der sich vielfältig, beispielsweise als Überlagerung von Wellen durch die Natur, deren Teil wir selbst sind, selbst (sic!) zeigt. Hier beim Inn begegnen sich drei Flüsse, die in Passau alle zur Donau werden. Man stelle sich nun vor, sie treffen in einem 120 Grad-Winkel aufeinander, im 90 Grad- Winkel, im 60 Grad- Winkel, ect. Diese Winkel, so haben unsere Vorfahren beobachtet, entscheiden über ein harmonisches oder dishartmonisches Mischungsverhältnis. Leicht einzusehen, dass der 90 Grad-Winkel ziemliche Turbulenzen hervorruft! Nicht vergessen werden darf dabei – für all die Mathematiker unter uns – die Astrologie und die Beobachtung der kosmischen Rhythmik hat die Zahlen als ganze Zahlen und die einfache Lehre der Verhältnismäßigkeit hervorgebracht. Im Klartext: wenn man sich, wie Einstein, fragt, warum denn wohl die Natur sich so treffend in Formeln beschreiben läßt, so liegt es eben daran, dass diese Formel ja aus der Natur selbst gewonnen wurden. Aus diesem Grund ist meines Erachtens auch eine über-artifizielle Astrologie der Natur nicht entsprechend. Generell sollte man sich also nicht wundern: „Warum funktioniert Astrologie?“, sondern man darf sich fragen: „Warum hat sich die Idee der Funktion ihres astrologischen Ursprungs so weit entfremdet, dass die Tochter Mathematik ihre Mutter Astrologie nicht mehr kennt und oft genug verspottet?“   

Uncategorized

Love

Nürnberg, 13:10 – „is scho kloa, des moch ma heit digi-daahl“, aber als es vonselbst doch so schön erscheint, wenn´s vielleicht auch keiner glaubt, dann handelt es sich um eine Botschaft des Himmels:

Schon lange habe ich den Verdacht, die Wolken beobachtend, darin doch wahrhaftig Botschaften für uns geformt werden. Nicht von Engeln, sondern, eine Stufe höher, von Erzengeln. Es gibt eine uns begleitende Erhabenheit des Lebens, welches dann und wann sich in erstaunlichsten Bildern am Himmel gestaltet, die nahezu unglaubliche Gleichmäßigkeiten annehmen kann, und an ganz besonderen Tagen sich zeigt, wie eine menschliche Gestalt mit langem Schleierrock, Armen und Kopf. Unser Gemüt macht Wetter, wie Wetter das Gemüt beeinflußt. Wieviele Feiertage war der Himmel wolkenfrei und lieblich? Ein Sommermärchen lang? Und umgekehrt: was tun wir den Gestalten des Himmels an, wenn wir Ruß nach oben schicken? Der Furor der Wirbelstürme, der auf der alten Sklavenroute wütet, von den Kapverden bis in den Golf von Mexiko: doch eine Sache der Götter, doch eine Frage der Moral? Wenn alles belebt ist im All, und alles Bewusstsein hat, dann sind auch die Wolken eine Form von Leben. Zur Zeit empfinden die Menschen einsam. Sie haben sich von anderen Lebensformen abgetrennt; Kinder und Verrückte wissen, dass das so nicht stimmt. Es werden sogar ganze Bücher zum Thema der rein willkürlichen, völlig zufälligen Evolution verfasst. Doch wenn der Augenschein dagegen spricht? Zuviel Schönheit auf der Welt für Mutation und Selektion allein. Und allen ist klar: nur die Liebe zählt. Jenes Thema von gestern, euphemistisch und verharmlosend „Pharaonische Beschneidung“ genannt, hindert nicht nur Sudanesinnen und Ägyterinnen und massenhaft andere am Leben, sondern überträgt sich auf alle, denn so individuell wir auch sein mögen, so sind wir doch auch alle Eins, und haben keine Chance, unser Bewusstsein von anderer Bewusstsein wirklich abzukoppeln. Es ist die zentrale Menschheitsfrage, ob wir es schaffen werden, jene Mütter im Sudan und in Ägypten und Somalia und Europa (sic!) und anderswo davon zu überzeugen, dass keine Liebe ist, wenn es verletzt, und es keinen Schutz darstellt, wenn sie ihre Töchter verstümmeln. In prähistorischen Zeiten muß es das jedoch gewesen sein. Die Kraft mit dem Herz da oben, die Venus im Löwen hilft uns, dies endlich zu überwinden.

Fotos Markus Termin ©

Uncategorized

Das Auge des Horus

Repro Markus Termin

Nürnberg 15:31 – „Der Obelisk in Verbindung mit dem Ibis des Thot ist entweder ein Wortspiel – das altägyptische „techen“ bedeutet sowohl Obelisk als auch Ibis – oder eine Anspielung auf die Funktion des Toth als Heilgott, der das verletzte Auge des Horus heilt: das Wort „techen“ steht in medizinischen Texten auch für eine Verletzung des Auges. So wird in diesem Amulett (ca. 1000 v. Chr.) in mehrfacher Weise auf Erscheinung und Funktion des Gottes Toth angespielt.“ (Aus „Gott und Götter im alten Ägypten, Sylivia Schoske u. Dietrich Wildung)

txn

Obelisk – dies ist die Darstellung der ägyptischen Schreibweise für das, was wir eine Obelisken nennen. Obelisken gibt auf auf der ganzen Welt, nicht alle sind aus Ägypten gestohlen worden, aber viele.

Obelisk – dies ist die Darstellung der ägyptischen Schreibweise für das, was wir eine Obelisken nennen. Obelisken gibt auf auf der ganzen Welt, nicht alle sind aus Ägypten gestohlen worden, aber viele.

Nanu? Warum diesen Text doppelt? Weil Obelisken, wie das World Trade Centre, nur paarweise auftraten in der alten Zeit. Das Wort Obelisk stammt übrigens aus dem Griechischen (griech. ὀβελίσκος) und bedeutet Bratspieß. Damit machten sich die Eroberer Alexander des Großen lustig über die Spitzsäulen, deren Funktion sie nicht kannten, ebensowenig, wie wir. Was mich hier beschäftigt, ist die Fortsetzung meiner Gedanken zum Thema „Technik“. Jupiter und Merkur stehen sich in einer Opposition gegenüber, und Merkur im Krebs unterhält noch ein Sextil zum Mars in der Jungfrau, sowie ein annäherndes Trigon zum rückläufigen Uranus in den Fischen. Insbesondere dieses Trigon zu Uranus läßt es berechtigt erscheinen, dass man über solche Themen der Rückschau auf Historisches nachdenken darf. Nehmen wir einmal an, obiges Fayence-Amulett ist nicht zufällig in Lapislazuli-Blau gehalten, so wären in einer Abbildung alle drei Bedeutungen des Wortes „techen“ versammelt: der Ibis, der Obelisk und der Bezug zur Augenheilkunde, denn Lapislazuli galt als Heilmittel für die Augen. Wer sich an die gestrige Kolumne (Angela und die Technik) erinnert, wird auch wissen, dass uns das Wesen der Technik interessierte, welches selbst nichts Technisches sein kann. Unser Wort „Technik“ ist aber ebenso offensichtlich, wie das Wort „Chemie“, aus dem Ägyptischen abgeleitet. So weit mir bekannt, führt die offizielle Etymologie die griechischen Lehnworte aus dem Ägyptischen noch nicht auf ihre Originalbedeutung zurück; wäre dies der Fall, wie wir es hier beim Wort „Technik“ uns dies zu tun trauen, so wüßten wir mehr über das Wesen der Dinge. Denn das Wesen der Dinge – und damit ihre Beherrschbarkeit – ist in ihren Benennungen enthalten. Bekanntlich war zuerst das Wort, und dann die Dinge. Eingefleischten Materialisten wird dies komisch vorkommen: der Herr möge ihren Geist erleuchten! Demnach hätte Technik etwas zu tun mit dem Ibis, dem Obelisken und einer Augenverletzung. Der Pfad der Bedeutungen läßt sich weiter verfolgen bis zu dem Punkt, wo man einsieht, dass die Ägypter gescheite Leute waren, die sehr wohl zu tiefen Verschlüsselungen ihres geheimen Wissens in der Lage waren. Mit Augenverletzung ist nämlich nicht das eigentliche Auge gemeint, sondern das sogenannte „Dritte Auge“, die bei uns inzwischen reichlich verkümmerte Zirbeldrüse. Fasst man alles zusammen, wird ein Schuh draus: Technik ist die Prothese für die verletzte Zirbeldrüse. Doch auch Schrift, das Wissen des Ibis, ist eine Technik. Schrift aber sind Bilder. In Bildern wird die Realität „gedoppelt“, ebenso, wie der Obelisk immer nur doppelt auftritt. Insofern ist das „Bilderverbot“ verschiedener heiliger Schriften Unsinn: Schrift ist ja schon Bild. Unser „A“ stellt, auf den Kopf gedreht, einen Stierkopf dar: der Apis-Stier, den die Ägypter heiligten, und der so gar nichts mit seiner Verballhornung, dem goldenen Kalb, zu tun hatte. Wodurch die Zirbeldrüse verletzt wurde und wird, das zeigt sich dieser Tage wieder überdeutlich in parallelen Darstellungen von Gegenwartsthemen, in denen diese Dinge lesbar enthalten sind, wie in einem offenen Buch: beispielsweise im Zeit-Magazin Nr. 29, wo auf der ersten und dritten Seite ein Foto von Waris Dirie zu sehen ist, wie sie die Dreharbeiten zu „Wüstenblume“ begleitet, und man auf der fünften davon schreibt, wie „mit der Zirbeldrüse die Sexualenergie in Vitalenergie um(gewandelt)“ wird. Erschütternd, zu lesen, wie sich die Leute angesichts der Folter von Frauenverstümmelungen immer noch hinter ihrer „Kultur“ verstecken wollen. Und wie allein Waris Dirie dasteht.
Uncategorized

Merkur Opposition Jupiter

Nürnberg 21:43 – wundert es irgendwen, dass dies ein Merkur-Tier ist? Merkur läuft auf eine Opposition mit Jupiter im Steinbock zu; er selbst steht im Krebs. Da Jupiter rückläufig ist, ist das Prinzip des Wachstums im Realitätsprinzip Steinbock nach innen gekehrt. Anfang September steht Jupiter dann eine ganze Woche still. Darauf bin ich gespannt.

Foto Markus Termin ©

Die Opposition mit Jupiter erreicht Merkur am Samstag den 19. Juli gegen 22:00. Wie Wissen und Weisheit zwei sich ergänzende Poole sind, so stehen sich Merkur und Jupiter gegenüber, und suchen deshalb nach einem Kompromiss. Wie Merkur die zwei Zeichen Jungfrau und die Zwillinge regiert, so regiert(e) Jupiter die Zeichen Schütze und Fische. Seit Neptun die Fische allein übernommen hat, ist die Bedeutung Jupiters für die Fische ein nahezu esoterisches Geheimnis geworden. Stellt Jupiter im Schützen die Weisheit der Inspiration und die Vision der Zukunft, so ist Jupiter in den Fischen die Weisheit des Glaubens und der festlichen Freude in der Zeitlosigkeit. Doch läuft Zeus-Jupiter ja nun im Steinbock zur Opposition mit seinem Götterboten im Krebs und hat es dort ernst. Für all die, die nach dem ptolemäischen Rhythmus dieses Jahr ein Jupiter-Jahr erwartet haben, sollte doch klar geworden sein, dass es weltweit eher Jupiter in steinbockmäßig völlig trocken zur Sache geht, und zwar nicht immer olympisch, auch wenn wir ein Olympiade erwarten. Ich halte diese alte Einteilung für ungültig. Die Opposition mit Merkur wird nun Fragen auf den Tisch bringen à la „Wie, mit welchem Wissen und welcher Weisheit sollen wir das Land regieren?“ Wer den US-Wahlkampf verfolgt, aber auch die Diskussionen bei uns, wird feststellen, dass gegenwärtig nicht so viele Antworten parat stehen: Schulwesen, Gesundheitsfond , Atomaus- oder gar Einstieg, Bankenkriese: man müßte eine Besinnungszeit suchen, Bücher studieren (Jupiter rückläufig) um wieder einen Bezug zum Wissen für das Land (Merkur im Krebs) zu bekommen. Das ist also vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man zur Zeit keine „Peilung“ hat. Denn diese Besinnungsmöglichkeit bietet Jupiter Opposition Merkur. Und was wir herausgefunden haben werden (Futur II: toll was!?) kommt dann im Trigon und der Konjunktion als Idee zur Umsetzung. Übrigens: das Eichhörnchen passt mit seiner Vorratshaltung sowohl zur Jungfrau-Merkur Art, als auch zum Zwilling mit seiner Schnelligkeit und überraschenden Erscheinung.

Uncategorized

Mond-Neptun Konjunktion

Nürnberg 19:41 – „Neptun ist das Prinzip des Göttlichen des zwölften Hauses. Der Mond repräsentiert die Seele, das empfangende und daher weibliche Prinzip“, schreibt Viktoria Mosmann-Möller in ihrem sehr lesenswerten Buch „Die Himmelskönigin, Traktat über Wesen, Bedeutung und Hintergründe von Marienerscheinungen im Lichte der Rhythmenlehre“.

Foto Markus Termin ©

Der Mond geht jeden Monat einmal über den Neptun hinweg, oder besser: unter ihm hindurch, so ist dies sicher kein spektakuläres Thema. Und dennoch ist es bemerkenswert, weil hier das Prinzip des Wassermanns am 20. Juli 2008 um 14:55 mit dem Sinn der „Himmelskönigin“ verbunden wird. Die Mutter Maria mit dem Kind entspricht von Alters her der Mutter Isis mit dem Horusknaben. Wurde im alten Mythos der Vater Osiris geopfert, so ist es im neuen der Sohn Jesus. Diese Geschichten sind sehr sehr alt, und doch frage ich mich, ob es nicht vielleicht auch ganz ohne Opfer geht? Die Figur auf der Abbildung oben, Maria mit dem Jesusknaben, steht in der St. Elisabethkirche in Nürnberg. Wenn ich´s rausfinde, schreib ich hier auch, wer sie gemacht hat. Meines Erachtens geht es bei dieser Figur um kein Opfer. Sie steht da in der Kirche, wie eine stumme Bitte, die Fruchtbarkeit selbst endlich zum Zentrum des Kults zu machen, und den Tod aus dem Leben zu verbannen. Die kommende Konjunktion im Wassermann am dritten Tag nach Vollmond könnte der Freiheit Vorschub leisten, wie all die anderen Konjunktionen, nach denen sich Mond und Neptun als Bild der Himmelskönigin im Zeichen der Revolution treffen.