Die heiligen drei Astrologen

300© Christopher

Liebe Leserinnen und Leser,

diese drei Könige, die Astrologen, die da nach der dreifachen Jupiter/Saturn-Konjunktion im Jahre 7 v. Chr. den einen Jesus nach Matthäus gefunden haben – sie bringen dem neuen König Wohlstand, tanszendentalen Durchblick – (wie man zu Weihrauch auch sagen könnte) – und Gesundheit – es sind exakt die Gaben, die die ganze Menschheit braucht, um das Elend der Inkarnation in´s Fest der Menschwerdung zu verwandeln.

Sie sind die Verbeugung der alten Welt gegenüber der Neuen: ab da haben wir eine neue Zeitrechnung, rechnen ab Christi Geburt – und diese Rechnung setzt sich auf der ganzen Welt durch. Ab da beginnt auch die Astrologie des tropischen Tierkreises – kein Relikt der Vergangenheit, sondern Instrument der Zukunft: Brücke zum kosmischen und zum Selbst-Verständnis.

Dass diese Astrologie unserer Tage für alle offenbar wird, ist tatsächlich Teil der Christus-Erscheinung – und aus diesem Grund wird sie auch erbittert bekämpft. Die Gegenseite möchte die Menschen glauben machen, wir seien isoliert auf der Welt, einsam, der Kosmos resoniere nicht. Aber er tut es umgekehrt so direkt, dass dazwischen kein Löschblatt geht – und selbst die Worte, die wir benutzen, beeinflussen den ganzen lebendigen Kosmos so, wie er uns.

Natürlich muss das wieder Teil einer „echten Wissenschaft“* werden. Das kann aber nur dann sein, wenn das aktuelle Wissenschafts-System als Lügengebäude erkannt wird – als im Endeffekt diabolisches Plutonium-Produktionssystem (aktuell zur Sonne/Pluto Konjunktion im Zeichen Steinbock). Natürlich kann solche Erkenntnis durchaus noch dauern – zumal man den heutigen Zustand als nahezu hoffnungslos überblickt:

http://www.spiegel.de/forum/wissenschaft/astrologie-warum-so-viele-menschen-horoskope-glauben-thread-550488-1.html#postbit_50892815

Zum Karma der Naturwissenschaften (und damit letztlich auch der Astrologie, die sie mit hervorgebracht hat), gehört auch und gerade der Islam – und es mag dieser Tage nicht ohne Bedeutung sein, diese drei Morgenland-Könige als Mittler zwischen Christentum und Islam zu sehen. Zwar kann der Islam sich nur im Christentum auflösen und wandeln – aber auch das Christentum kann sich nur entwickeln – seine klerikale Stagnation überwinden – wenn es durch den Islam – der im Grunde eine Gegenreformation zum frühen Christentum darstellt – auf seine Verholzung und seinen Mangel an Mut aufmerksam gemacht wird: nicht den Weg nur halb zu gehen, die Evangelien zu predigen, doch das alte Testament zu praktizieren aus Mangel an Entschlossenheit und Erkenntnis: Wehrhaftigkeit und Menschlichkeit sind kein Widerspruch; Lüge und Menschlichkeit schon: die Ausgeburt des schlechten Gewissens führt nicht dazu, dass wir anderen helfen können, sondern – je länger, je schlechter – nur dazu, dass wir selbst untergehen.

Dass Gott uns dabei helfe, unsere Grenzen zu überwinden, darum bitten wir – würde Meister Eckhart in Köln – der Dreikönigsstadt – sagen; – and us, too.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Dr. Rudolf Steiner