Gerhard Richter

Fotograf: Hans Peter Schaefer Datei: Wikipedia

Liebe Leserinnen und Leser,

mein guter Freund aus dem Zeichen Wassermann feiert morgen zwar nicht seinen achzigsten, aber er gleicht Gerhard Richter bis in die Geste des skeptisch geneigten Kopfes gewissermaßen auf´s Haar. In der Tat ist die Ähnlichkeit der Tierkreiszeichen-Träger zu deren Zeichen-Genossen oft dermaßen verblüffend, daß es wirklich eigenartig ist, wie wenig selbst Astrologen gemeinhin davon wissen.

Richter ist der mit den ganz schwer erträglichen unscharfen Bildern, ein Bild-Konzept-Mensch, der auch dem Dom zu Köln ein Fenster verpasst hat, das nur als geistiges Konzept und im bewußten Kontrast zum kunsthistorischen Kontext einen Sinn macht. Mir geht es hier nicht um die Qualität oder den Wert seiner Arbeiten – ich gestehe, daß sie meinem Geschmack nicht entsprechen – sondern um die „Unschärfe“ als Stilmittel. Neptun steht bei Richter nicht in den Fischen, sondern in der Jungfrau – ein perfektes Bild für das – um ein Wort zurechtzubiegen – „Unschärfen“ des Alltags – genau sein Thema. Dazu der Fische-Mond, der aus den meisten seiner Bilder den Ausdruck unstillbarer Sehnsucht nahezu herausfließen läßt. Und als Wassermann hat er – klar – manifestiert – „ich mache alles anders“.

Trotz der unerträglichen Bilder, deren viele versuchen Gewohnheiten umzulenken, wie je nur ein Wassermann-Zauberer es immer versucht – wünschen wir herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Gerhard Richter zum Achtzigsten: Das informelle Zeitalter hat gerade erst begonnen – Feuilleton – FAZ

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Gerhard Richter – Wikipedia

Gerhard Richter 09.02.1932 Dresden

Monika hat eine Geburtszeit: Horoskop Gerhard Richter | Astrologie-Ausbildung Astrologos

4 Gedanken zu “Gerhard Richter

  1. Ursula

    Ich finde Richters Bilder faszinierend und eigentlich gar nicht „unscharf“, vielmehr unheimlich tief und facettenreich bei einer sehr ruhigen, aber pointierten Grundkomposition.

    Da geht wohl das Uranische in mir in Resonanz ;-) …

    Viele Grüße
    Ursula

      1. Ursula

        Lieber Markus,

        wenn man Deinem Link folgt, könnte der Eindruck entstehen ;-) …

        Ist es aber nicht. Schau mal hier (Google Bildersuche „gerhard richter“): http://www.google.de/search?q=%22gerhard+richter%22&hl=de&prmd=imvnsuo&source=lnms&tbm=isch&ei=wmE5T9j0A8bYsgaO9bzBDA&sa=X&oi=mode_link&ct=mode&cd=2&ved=0CC8Q_AUoAQ&biw=1189&bih=670
        Unter den vielen Bildern dieses Tableaus dominieren m.E. eindeutig die nicht unscharfen, abstrakten Gemälde. Auch die pixeligen Kirchenfenster sind da. Und ja, bei genauem Hinsehen sieht man auch die völlig unscharfen, also die, die nicht mal mehr (wie die vorne vertretenen der Gattung) ein scharfes oder halbwegs scharfes Bildzentrum haben. Da habe ich natürlich zu selektiv hingeschaut. (Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir Richters Werk bisher nicht präsent war.)

        Im übrigen gebe ich Dir völlig recht, die komplett unscharfen Fotos aus der Hamburger Ausstellung sind visuell schwer zu ertragen. Ich überlege aber gerade, ob sie live nicht viel faszinierender sein könnten als in einer kleinen Abbildung … die Möglichkeit, nah ran zu gehen und wieder weit weg, macht schon was mit einem.

        Wie auch immer, können wir uns darauf einigen, dass weder die eine noch die andere Schaffensphase Richters Werk alleine repräsentiert?

        Viele Grüße
        Ursula

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