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Illuminati

Nürnberg, 17:58 – Tom Hanks, 9. Juli 1956 um 11:17 in Concord (CA) (USA):

Tom Hanks:: ILLUMINATI :: Ab 13. Mai 2009 im Kino! ::

Ideal für Tom Hanks fand ich die Rolle in „Cast Away“, da spielt er einen ins Chaos geworfenen Postmeister auf einer einsamen Insel. Das passt zum Jungfrau-Aszendenten, denn „Post“ ist eindeutig eine Jungfrau-Sache. Dabei steht sein Jupiter in der Jungfrau in  Haus 12, das ist gerade die einsame Insel: dort findet er eine neue, eigene Ordnung und hat es letztlich wirklich seiner Gewissenhaftigkeit zu verdanken, zu überleben. Ein Paket liefert er aus, ohne es für den Eigenbedarf auf der einsamen Insel zu öffnen! Hanks´ Mond im Löwen ist jedoch stimmig.

Die Teddy-Bär-Augen finden wir bei vielen Krebsen, der Löwe-Mond macht ihn so „autoritistisch“, wenn ich mir diese Wortschöpfung erlauben darf. In Illuminati spielt Hanks – meine ich – nicht überzeugend. Aber ich glaube, das ist ihm gar nicht sooo wichtig, wenn die Gage stimmt.

Was ich jetzt aber weiß, ist: wozu dieser Teilchenbeschleuniger wirklich fähig und wie gefährlich er ist. Warum bin ich darauf nicht gleich gekommen? -: Sie wollen Anti-Materie herstellen!

„Hoffentlich haben die Jungs mit den Schwerionen keinen Mist gebaut“, hören wir aus dem Off zu Beginn.

Wow: was für ein Einblick: wie fahrlässig hier Π mal Daumen im internationalen Sprachgewirr das Ding „hochgefahren“ wird! Wir fliegen selbst mit dem Beschleundiger im Kreis, doch der Preis dafür ist genau so hoch, wie Luis Buñuel, Pionier des Films (22. Februar 1900  12:00  in Calanda, Spanien) es forderte in seinem „Der Andalusischen Hund“: es kostet gleich ein Auge.  Autsch. Das Gottes-Auge der Illuminaten? Das auf den Dollar-Noten? Hoffentlich nicht!

Dabei mag man sich fragen, wie diese Film-Simulation mit der Realität korreliert? Ist das Anwerfen des LHC, alias „CERN“ in Genf mit der Filmpremiere absichtlich so getimed? Und ist der vernünftige Ausstieg Österreichs ein Menethekel für das Misslingen des ganzen Kastens? Die Wahrheit versteckt man am besten: hinter der Wahrheit.

Die Explosion der Anti-Materie ist ja schon beeindruckend und erinnert optisch stark an das, was uns Hubble als Super-Nova zeigt. In Wirklichkeit jedoch fürchten wir uns weniger vor Anti-Materie, der Begriff allein ist Schmarrn, als vielmehr vor kleinen schwarzen Löchern, die nicht, wie im Film, einfach so weggepustet werden und allein mit einem hübschen Räuber – äh: mit einem Hub-schrauber aus der Gefahrenzone gebracht werden können, sondern, wenn sie stabil bleiben, gleich den Erdball selbst fressen könnten?

Aber keine Sorge: wir können das mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ ausschließen, wie die Existens Gottes auf den Bussen.

Klar ist jedoch, dass ausgerechnet diejenigen, die nicht an Gott glauben, berufen sind, die Welt zu retten! Und es ist gut, dass es Armin Müller-Stahl  (17. Dez. 1930 Tilsit) gibt, der – als Schütze-Kardinal perfekt – dem Forscher Langdon erklärt, dass er Gottes Werkzeug ist, auch und vielleicht gerade weil er nicht an Gott glaubt:

Armin Müller-Stahl

Die Unstimmigkeiten des Films klärt ja wohl das Buch? Etwa: warum der ganze Puzzle-Parcours im Film funktioniert und doch nur von einer einzelnen Person ersonnen ist? Aber das ist ja nicht so wichtig.