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Kartenlegen

Nürnberg 13:06 – langsam wird es wärmer. Auf La Palma, den Kanarischen Inseln, ist immer noch Sturm. Die Flugzeuge können dort weder starten noch landen. Doch irgendwie ist es logisch, dass dieser Wetterwirbel auch zu uns warme Luft aus den Tropen bringen wird, das sieht man allein schon an den Satellitenbildern und der Drehrichtung der Winde. Ich habe versprochen ab und an eine stundenastrologische Analyse hier zu zeigen, und so soll es sein:

Wie immer bitte einfach auf das unscharfe Bild klicken – und nochmal – schon ist es scharf und groß. Die Frage betrifft hier eine Klientin, die sich mit einem esoterischen Beruf selbstständig machen will. Außerdem interessiert sie, wie es wohl in der Ehe weitergeht …

Die Waage steigt zum Zeitpunkt ihrer Frage auf. Das ist einerseits schön, weil dann die Venus der Planet ist, mit dem die Fragende selbst gemeint ist, andererseits zeigt es aber auch, dass die Frau sich in einer Situation befindet, wo sie ihre Interessen „abwägen“ müßte. Der Mond ist immer Nebenherrscher der Fragenden. Er steht im Zeichen Fische und im Haus 6, einem fallenden Haus. In diesem Haus befindet sich auch ihr „Hauptsignifikant“, die Venus. Nun ist bedeutend, dass im Haus 10, dem Lebenszielhaus, Krebs herrscht, das Familienzeichen. Und genau dort befindet sich der Planet, der ihren Mann darstellt, nämlich Mars, Herrscher von Haus 7. Man kann nun daraus schließen, es ist tatsächlich der Mann, der sich zur Hauptaufgabe in ihrem Leben aufgeschwungen hat, steht er doch mit Mars am wichtigsten Punkt, dem Mittagspunkt. Und da Mond als Herrscher des Berufshauses und der Signifikant für sie das Haus 10 beherrscht, und somit sowohl ihr Ziel, als auch ihre Sehnsucht ausdrückt, haben wir es – wie der Aszendent Waage voraussagt – wirklich mit einem Interessenkonflikt zwischen Beruf und Ehe zu tun. Dazu steht der Mond in den kosmischen Fischen, und der Mann ist Fische. Der Wunsch, sich mit einem esoterischen Beruf selbstständig zu machen, wird also gewissermaßen vom Mann dadurch verhindert, dass er diese Stelle in Personam besetzt. Mit praktischer Esoterik, hier Kartenlegen, zu arbeiten ist aber auch die Aufschlüsselung zu Mond und Venus in Haus 6, dem Haus der praktischen Lebensbewältigung. Wird sie es schaffen?

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Saturns Rückläufigkeit und Ketu

Nürnberg, 11:25 – die Sonne scheint, Himmel milchig, kalt. Saturn ist auf 02.12 Jungfrau immer noch rückläufig. Damit nähert er sich dem Grad der totalen Mondfinsternis vom 21. Februar diesen Jahres auf 01.52 Jungfrau, den er am 14. und 15. April erreicht haben wird, um dann nochmal direktläufig dieselbe Stelle ein drittes Mal zu berühren. Dies am 18. Mai, nachdem Saturn am 4. Mai die Richtung wieder direkt gedreht hat. Astrologisch ist das bedeutend. Es ist gar nicht einfach, sich die Rückläufigkeit vorzustellen. Insbesondere die Abnahme der Geschwindigkeit. Doch das Bild eines Läufers im Stadion, der immer gleich schnell läuft, uns in der Kurve aber anders erscheint, kann dem ein Bild geben. Tatsächlich ist Saturn wie alle anderen Planeten im Wechsel der Richtung langsam. Er geht sehr langsam von Gradminute zu Gradminute. Im Ergebnis sind die Dinge zäh, gestaut. Eine allgemeine Unzufriedenheit macht sich breit, weil nichts sich bewegt. Das Wetter bleibt kalt. Doch diese Regel kennt auch Ausnahmen. Als 1974 die Grenze an der Ledra-Straße in Nikosia auf Zypern geschlossen wurde, stand Saturn im Krebs, dem Zeichen der Familie und der Heimat. Jungfrau wird ganz Griechenland zugeordnet. Wenn wir nun Saturn, in der Jungfrau rückläufig als die sich zurücknehmenden griechischen Interessen sehen, ein Wandel, der dem katastrophengeschüttelten Griechenland nach der mißlungenen EU-Abstimmung über die Wiedervereinigung der Insel gut steht, haben wir im rückläufigen Saturn hier ein positives Ergebnis. Was Griechenland schwächt ist im Ergebnis für Zypern gut. Venus, die für Zypern steht, lief eben noch über den anderen Mondknoten, der das Neue bringt, Rahu in den Fischen. Nach 44 Jahren wird die Grenze in der Stadt Nikosia wieder geöffnet. Ferner treten gewisse Ereignisse, oder sogar Ergebnisse von Vorgängen des Septembers 2007 treten nochmal ins Bewußtsein. Der Bezug sind in der Jungfrau immer die praktischen Dinge, die einfache Lebensbewältigung. Beispiesweise rufen bei mir Klienten an, mit denen ich um diese Zeit zu tun hatte, dafür bleiben andere aus. Ketu , den absteigenden Mondknotenpunkt der Mondfinsternis, den Saturn doppelt passiert, ist der Unterleib von Rahu, dem Mond- und Sonnenverschlinger. Ketu hat etwas mit dem Aufbrechen von lange verdrängten Problemen, dem Verheimlichen zu tun. Intrigen sind sein Thema. Doch mit Saturn über dieser Position wird definitv versucht, mit Verbissenheit am Unrecht und der Intrige festzuhalten. Diese Situation zeigt sich weltweit, ob in China, Simbabwe, im Irak, oder auch beim Nichtraucherschutz. Die sogenannte „Sollbruchstelle“ ist am Dienstag, den vierten November um 14:10 Uhr. Da steht dann Saturn in Opposition zum rückläufigen Saturn. An diesem Tag, das Schicksal will es, finden auch die Wahlen in den USA statt. Für all diejenigen, die meinen, Rückläufigkeit, das sei doch nur ein Schein: stimmt nicht ganz! Eine weit entfernte Lichquelle (derer es im Universum genug gibt) wirft den Schatten eines rückläufigen Planeten als Schleife in den Raum. Insofern Licht auch eine Materie ist und vice versa, sind das reale, „fotografierbare“ Wirklichkeiten der Rückläufigkeit, nicht nur Standortfragen.

Mundan, Weltbild

Maya und Neptun

Nürnberg 12:57 – ungemütlich kalt und auch stürmisch. Das Licht nimmt immer weiter zu, aber es geht doch auf die Nerven, dass der Winter einfach nicht enden will. Leben wir etwa auf Island oder im nördlichen Kanada? Genug geschimpft. Was mich beschäftigt, ist dieser Maya-Kalender, der nun wirklich die interessantesten Fragen aufwirft. Bekanntlich endet eine Zählung der Zeit nach den Maya, einer Kultur, die eigentlich nicht untergegangen ist, wie immer behauptet wird, sondern weiter in Mexiko existiert, am 21. Dez 2012. Zweimal auf das Bild klicken, bitte.

21.Dez. 2012 07:13 Mexiko City (Sonnenaufgangshoroskop)

Für die aktuelle Astrologie gibt es eine Übereinstimmung. Neptun geht nähmlich in die Fische, einige Monate vorher, genau am 04. Feb. 2012. Nun, was mag das schon bedeuten? Wer sich jedoch ein wenig mit den Zählungen der Maya beschäftigt hat, der kann gar nicht umhin, darin eine Zeitenwende bisher ungeahnten Ausmaßes zu erblicken. Die Zählungen der Maya waren sehr genau. Das Datum, welches durch das oben dargestellte Horoskop als „Ende des Zeitalters“ errechnet wurde, ist auch der erste Tag einer neuen Zählung, die sich von der alten durch den Abschluss einer rhyhtmischen Fügung abhebt, die nicht weniger als 104000 (tausend!) Jahre überblickt. Um solches wirklich zu begreifen, muß man sich in die Literatur einlesen, andernfalls bleibt die gewaltige Dimension dem Bewußtsein unzugänglich. Es ist also nicht irgendein Datum. Und die Maya haben auch nicht kreuz und quer gerechnet, sondern mit einem exakten Anfangsdatum und einem exakten Enddatum. Alle ihre Tempel sind nach genauen Datumsangaben gebaut, so dass wir sehr wohl nachvollziehen können, wann was bei ihnen stattfand. Bedauerlicherweise haben wir keine Ahnung, was die Maya gezählt haben. Wir können darüber nur Mutmaßungen anstellen. Geht es um geistige Dinge, oder sind handfeste astronomische Wandlungen gemeint, Rhythmen des Kosmos, die wir allein deshalb nicht kennen, weil es dafür – wegen der Seltenheit der Ereignisse – weder eine Experimentalanordnung noch eine wissenschaftliche Theorie gibt? Waren die Maya okkulte Spinner? Wir unterschätzen die Ernsthaftigkeit ihres astronomischen Wissens, wenn wir das glauben. Andererseits ist interessant, dass allein das Wort „Maya“ schon in der Nähe zu „Neptun“ steht, dem die Täuschung ebenso wie der Regenbogen oder die kosmische Unendlichkeit zugeordnet sind. Nur nennen sich die Maya selbst „Quiche“, ebenso wie die Griechen für sich selbst „Hellenen“ sind und die alten Ägypter sich aus „Keme“ kommend betrachteten. Aber dennoch: Maya und Neptun ist eine Energie, denn wir sollten auch sehen, wie weltweite synchrone Sinnübereinstimmungen aus dem Pool des kollektiven Unbewußten sicherlich nicht zufällig sind. Freilich müssen wir zugeben: wir haben bisher keine Ahnung, was kommen wird. Unsere Welt schläft bei aller Wissenschaftlichkeit in totaler Unkenntnis der Großzyklen und deren Bedeutung für die Menschen. Zwei unglaubliche Theorien sind mir gestern begegnet, die wiederum total verblüffend sind: Zum einen ist die alte Maya-Sprache offensichtlich dem Althochdeutschen nicht unähnlich. Das klingt total verrückt, läßt sich aber absurderweise an mehreren hundert Beispielen nachvollziehen. Diese ziemlich plausibel begründete Theorie stammt von Erhard Landmann, dessen Schlussfolgerung, die Maya hätten deshalb kein Zahlensystem, jedoch falsch ist. Aber dennoch bemerkenswert. Zum anderen schreibt Armin Naudit über die Tatsache, wie alle alten Kulturen mit zunächst einem 360 Tages-Jahr rechnen, welches dann, bei den Ägyptern ebenso, wie bei den Maya, um 5,25 Tage (noch unsere Großmütter sprachen von „Unternächten“) erweitert wurde, um der Realität im wahrsten Sinne des Wortes Rechnung zu tragen. Dies würde jedoch bedeuten, so Naudit, dass es wohl ursprünglich ein 360 Tage-Jahr gegeben hat. Eine sehr einfache Schlussfolgerung, die schlichtweg genial ist. Demnach hätte die Erde ihre kosmische Bahn um die Sonne um ganze fünf Tage verlängert. Ein diesbezüglich stattfindendes Ereignis ist denkbar und keinesfalls unwahrscheinlich. Es wäre so wichtig, alle interdisziplinäre Einfalt aufzugeben, und den Rüstungsetat aller Völker auf die Erforschung dieser Fragen zu lenken, um eine Ahnung zu bekommen, was die alten Völker sagen. Doch bitte nicht auf neptunischen, esoterisch idealisierenden Pfaden. Denn bei allem Wissensdurst: die Religion war der wichtigste Faktor im Leben der Azteken und ihrer Nachbarvölker, also auch der Maya. In ihrer Vorstellung beherrschten blutrünstige Götter das Universum und mussten fortwährend durch Opfer besänftigt werden, auf dass sie die Welt nicht zerstörten. Im Grunde genommen bestand kein wirklicher Unterschied zwischen allen mittelamerikanischen Kulturen. Religion und Kalendarium weisen sehr starke Übereinstimmungen auf. Im Horoskop für den wichtigen Tag finden wir den Glückspunkt in Haus 9 in Konjunktion mit dem rückläufigen Jupiter im Zwilling. Neptun bildet ein Sextil zur Sonne und hat die Konjunktion mit dem kosmischen Heiler, Chiron, hinter sich. Vielleicht machen wir uns gar keine Vorstellung davon, in welchem kosmischen Krieg Jesus den Sieg davongetragen hat.

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Pirates of the Carribean: Das Neptun Thema

Nürnberg, 20:11 – ein lieblicher Tag, jedoch zu kalt. Vogelgezwitscher. Heute habe ich gelesen, dass es doch eine Fortsetzung von „Pirates of the Carrebian“ geben soll, den vierten Teil, der pünktlich zum Neptun-Ingres in die Fische bis 2012 erscheinen soll. Anlass genug, sich den dritten Teil „Am Ende der Welt“ nochmal zu Gemüte zu führen. Zu den Neptun-Themen morgen mehr.

Es geht hier nur um´s Geschäft“, sagt jener Lord Becket, der eine intime Feindschaft mit Jakob Spatzen hat, alias Jack Sparrows, wobei in der Geschichte der Grund dieser Feindschaft immer nur angedeutet wird durch das eingebrannte „P“ auf Jack Sparrow´s Unterarm, ein Schandmal, das zwischen Lord Becket und Jonny Depp steht, wobei mehr gar nicht erklärt werden braucht, weil in Wahrheit die Erotik zwischen diesen beiden schönen Männern, die so ganz verschieden sind: er der gepuderte Superbeamte im roten Livree mit weißer Perücke, wie Mozart auf den österreichischen Euro-Münzen, die bei ihm nicht lächerlich wirkt, selbst wenn dieser böse schöne Mann einmal, was er selten tut, in Rage gerät, und auf der anderen Seite der Pirat, der nur auf Frauen steht, aber absolut feminin wirkt, auf seine Weise jedoch nicht minder edel, – weil also in Wahrheit die Erotik zwischen diesen beiden Männern die Hauptrolle spielt. Die Schlüsselgeste dieser Szene, wo die beiden sich zum entscheidenden Rededuell treffen, ist die, wo Depp vor dem Spiegel mit dem Stock in der Hand die Geste des Grandsigneurs nachahmt, halb kindlich imitativ, halb ironisch. Eigentlich ein doppelter Spiegel. Er macht uns alle nach, macht mit seinen kajal-betonten Augen alle zum Deppen, Jack Sparrows. Und dieser Captain Barbossa, mit seinem Schütze-Antlitz im Schatten seines Riesen-Hutes und der vorfühlenden Freude im Gesicht! Wenn er mit jemandem spricht, ist klar, dass dieser Mann Hintergedanken hat, man ihm aber trotzdem trauen kann, weil er seine eigene Inszenierung mehr liebt, als seine Hintergedanken. In diesem Film „hät´s ganz entschiede geniaali Schuhspieler“, wie unsere Schweizer Nachbarn sagen würden.

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Benedikt XVI

Nürnberg 18:33 – Alles Widder Energie jetzt, doch gestaut, wie Pluto und Mars es ansagen. Donner im Himmel ab und an. Und Saturn – Uranus halten ebenso die Spannung, wie Pluto – Saturn sich durch ein genaues Trigon in ihrer Rückläufigkeit stabilisieren. Beispiel für solch eine Lage ist Fische-Sonne Robert Mugabe in Simbabwe. Kein weiterer Kommentar … Nach der Wiederzulassung des tridentinischen Ritus für die Heilige Messe in lateinischer Sprache hatte Papst Benedikt eine Neufassung der Karfreitags-Fürbitte vorgelegt. Darin heißt es ins Deutsche übersetzt: „Lasst uns auch beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.“ Im ordentlichen Ritus von 1970 lautete es voller Weisheit noch: „Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will…“. Joseph Ratzinger ist am 16. April 1927 um 04:15 bei Altötting geboren. Sein Jupiter am Fische-Aszendenten, und der rückläufige Saturn im Haus 9, dem Theos, Gottes-Haus, machen ihn wirklich zum perfekten Papst. Der Mond in der Waage an der Spitze zu Haus 8 sollte ihm eigentlich die Möglichkeit geben, die Riten (Haus acht) auszubalancieren.

Ich persönlich wäre dafür, die Frauenkirche in Nürnberg, die durch Karl V brutalst (erst die Mittelalter Pogrome machten den Nürnberger Marktplatz möglich) gestohlen wurde, wieder zurückzugeben, denn sie war vorher eine Synagoge. Hier dagegen sehen Sie den Platz, an dem bis 1938 die vorletzte Nürnberger Synagoge stand:

Foto: Termin

Schlimm, nicht wahr? Man hat gleich den Fluss drüber geleitet. Städtebauliche Massnahme gewissermaßen. Joseph Ratzinger ist ein Widder, da will man natürlich Recht haben und siegen. Dennoch glaube ich, das hätte Jesus nicht gefallen. Wenn man sich die Kirchengeschichte anschaut, ist sie eine Geschichte der Spaltungen. Schisma (σχίσμα) im Fachhellenisch. Mit größerem Recht als die katholische Kirche vertritt die griechisch-orthodoxe Kirche das „wahre“ Christentum. Das Christentum ist eine Abspaltung des Judentums, der Islam von beiden, die katholische Kirche von der orthodoxen Mutterkirche, dann der Protestantismus mit vielen hundert Einzelkirchen. Nicht zu vergessen die Albigenser, oder Katharer (die „Reinen“ – von griechisch: καθαρός / katharós = rein), die man im 12 Jahrhundert massenmordete. Natürlich hat man kirchlicherseits den Holokaust beinahe 2000 Jahre lang vorbereitet. Kann man denn den Hass so unbedenklich schüren, und hinterher tun, als hätte man an dem Geschehen nur marginale Verantwortung? Papst Johannes Paul war groß genug, um Vergebung zu bitten. Freilich ist die Sünde so groß, es steht zu befürchten, mit Vergebung wird es nicht getan sein. Sich aber der Frage zu öffnen, was denn wirklich falsch gelaufen ist, bedeutete, sich ebenso zu fragen, warum man denn in den USA seit 2002 drei Milliarden Dollar an Entschädigungen für massenhaften Kindsmissbrauch durch katholische Priester (es wird von 5000 Fällen berichtet, bei nur 42000 Priestern) bezahlen muss? Es ist ganz schwer, eine solche Organisation aufzulösen, doch das wäre richtig, sinnvoll und wahr. Solange der Katholizismus (nicht das Christentum, das ist in meinen Augen davon das Gegenteil!) seine Zuflucht nehmen kann in der dritten Welt, wo er nah am Animismus und am Voodoo-Kult steht, wie Federico Fellini in seinen Filmen, allen voran „Roma“, besser erklärt, als jeder andere, solange bleibt die Kirche im globalen Dorf. Was Joseph Ratzinger betrifft, traue ich auch seiner Physiognomie nicht, aber ich gebe zu: das ist ein böses Vorurteil …

 

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Martin Luther King

Nürnberg, 20:02 – Nun, dies ist das Wetter, mit dem ich mich nicht befreunden kann. Regen, Sturm, Hagel: o.k. … doch eine dumpfe graue Suppe dort oben. Reden wir nich drüber. Dies ist das Geburtsbild von Martin Luther King:

martin-luther-king.png

Aus dem traurigen Anlaß seiner Ermordnung am 4. April 1968 mag ich astrologisch keine Weisheiten ableiten. Sollte man jeder Sonne im Haus 9 raten, sich im Ausland niederzulassen? Doch die Sonne im Haus der Fernreisen und Bewußtseinserweiterung, dem Haus Gottes, das die Griechen „Theos“ nannten, steht einem Prediger, einem Steinbock Arbeiter des Herrn ebenso gut. Mit dem Aszendenten Herrscher Merkur am Medium Coeli ist sein Wesen mit dem Berufsziel im anpassungsunwilligen Wassermann auf´s Engste verknüpft. Venus und Mond begleiten den sozialen Bereich zwischen Haus 10 und 11 mit Gefühl und emotionaler Anteilnahme. Uranus im Widder in Haus 11, der das Berufshaus Wassermann regiert, zeigt, wo es langgeht: zur Revolution. Und Jupiter in 12 im Stier balanciert die ganze Kraft im kollektiven Unbewußten aus, macht aber, folgt man der alten Astrologie, seine Gegner und offenen Feinde (Haus 7, Ehepartner (läßt tief blicken, diese Zuordnung)) zu ebenso heimlichen Feinden (Haus 12) in der Öffentlicheit (Venus als Regentin von 12 in 11). Mars im Zwilling sagt: dieser Mann kämpft mit dem Wort, Logos (λόγος) ist seine Waffe. Und im ersten Quadranten ist er sowieso ein Kämpfer. Und Neptun an der Spitze zu Haus 4 sehnt sich nach einem ordentlichen, sauberen, anständigen Vaterland. Gott geb´s! Saturn im Schützen im Haus 8 sagt: konservativ im Glauben, auch in der Opferhaltung (Haus 8): nicht weise. Denn wäre er weise gewesen, er hätte sich nicht so zum Opfer anbieten dürfen. Vielleicht ist es aber weise, nicht weise zu sein. Jesus war auch nicht weise. Oder doch?

 

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Astrologie und Psychologie

Nürnberg, 22:43, kühl und nass. Mond in den Fischen. Dax-Index ist gefallen, Dow-Jones gestiegen.

Der Unterschied der Astrologie zur Psychologie ist hauptsächlich der, dass die Psychologie glaubt, alles wäre in der Persönlichkeit verborgen, wie in einem Gefäß, es müsste nur heraus geholt werden. In der Astrologie ist das anders. Dort finden wir Symbole und Planeten, die unserer Anlage entsprechen, doch diese können von innen oder von außen, oder auch beides gleichzeitig sich bemerkbar machen. Das bedeutet konkret, manche Reaktionen Deiner Außenwelt scheinen mit Deinem „Ich“ nichts zu tun zu haben. Beispielsweise wenn Neptun über meinen Merkur wandert, und dabei regelmäßig meine Telefonanlage ausfällt. Dennoch lernen wir im Laufe des Lebens zu erfahren, dass wir solche und andere „Reaktionen“ auf uns beziehen müssen, weil wir sie immer wieder von außen erfahren oder sogar vorgehalten bekommen. Wie aber kann das sein? Sind wir denn nicht hier und jetzt da, und kennen wir nicht genau den Unterschied zwischen uns und den anderen? Tatsächlich verhält es sich anders. Wir sind nicht hier. Oberflächlich aufgeklärte Geister mögen es für Haarspalterei halten, Tatsache ist jedoch, dass wir einen Weg gehen, der von einem Punkt A zu einem Punkt B führt. Was für „Zeit“ gehalten wird, ist die Bewegung von Dingen im Raum. Unter diesem Gesichtspunkt sind wir selbst ein sich bewegendes Ding im Raum. Und noch mehr. Denn die Bewegung ist sowohl in uns, als auch um uns herum. Die Bewegung in uns können wir als Altersprozess beschreiben. Wollen wir ganz exakt sein, so sind wir niemals, sondern wir werden ständig, wir verändern uns dauernd. Man kann es recht gut nachvollziehen, wenn man sich Fotografien von verstorbenen Persönlichkeiten anschaut. Wer waren sie wirklich? Jener forsche junge Mann, oder dieser alte, würdige Greis? Es wirkt hoffnungslos naiv, sich auf ein Bild von sich selbst festzulegen, und die Fotografie mit ihrer Vorliebe für morbide Sujets enthüllt uns auf eigenartige Weise, dass sie eigentlich eine Kunst der Trauer ist, weil sie den Stillstand festhält, den es nur scheinbar gibt. Doch ihre Trauer ist im Grunde genommen die Trauer der Vergeblichkeit eines Irrtums: in äußeren Bildern inneres Leben fassen zu wollen. Denn andererseits gibt es sehr wohl etwas, das wir wirklich sind, und es mag sogar unveränderlich und ewig sein; allein, man kann es nicht fotografieren! Es wäre nun banal, zu sagen, dieses etwas ist eben die Seele. Denn was können wir uns heute schon unter Seele vorstellen? Um jedoch die Astrologie zu verstehen, und auch um von ihr wirklich zu profitieren, müssen wir eine genauere Vorstellung des Begriffes „Seele“ finden. Wie, magst Du vielleicht sagen, Du bist mir ein schöner Astrologe: ich will von Dir wissen, was es mit mir auf sich hat, und Du willst mit mir über Religion sprechen? Natürlich kann die Astrologie sagen: Du bist soundso, Du hast soundso eine Anlage und Deine Zukunftsaussichten gestalten sich etwa folgendermaßen. Doch nützt das was? Die einzige Möglichkeit, einen persönlichen Fortschritt zu machen, haben wir, wenn wir uns verstehen. Und dieser Fortschritt wird auch die Zukunft verändern. Hier kommt ein weiterer Unterschied zur Psychologie zu tragen. Während die Psychologie glaubt, das Leben zwischen Geburt und Tod zu ihrem Gegenstand machen zu können, bekommt die Astrologie erst dann Sinn, wenn wir akzeptieren, dass unsere aktuelle Existenz in diesem Umfeld ein vorher und ein nachher hat. Das ist einerseits beruhigend, weil wir damit wissen können, dass nach dem Tod mitnichten alles vorbei ist, andererseits verwirrend, weil wir die beiden Pfosten des akzeptierten Realitätsbewusstseins hinter uns lassen, und ein unbekannten, abenteuerliches Terrain betreten. Um den großen Bogen zu schließen: hier liegt der Grund, warum wir von der Außenwelt Reaktionen erfahren, die wir nicht eigentlich auf unser „Ich“ beziehen können, die uns aber dennoch regelmäßig treffen. Denn unser Ich, wie wir es empfinden, ist nicht gebunden an die Bewegung im Raum, die wir für Zeit halten. Das Ich macht Erfahrungen, doch es altert nicht; jedenfalls nicht in dem Sinne, wie der Körper. Daher ist das Horoskop, also der Symbolkreis aus Planeten, Zeichen und Aspekten, vergleichbar mit einer Landkarte, die es uns erlaubt, unseren Lebensschatz zu finden.

Unser „Ich“ ist nicht im Horoskop, es drückt sich nur durch das Horoskop aus, sei es von innen, sei es durch äußere Kräfte.

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Tierkreiszeichen erkennen

Nürnberg 17:53, prima Wetter, zwischendurch Regen, dennoch nett. Macht nicht die Astrologie für den unbefangenen Betrachter zunächst den Eindruck eines unübersichtlichen Wirrwars? Und tatsächlich ist sie das auch. Und auch wieder nicht. Man muß sie studieren, um sie zu durchschauen, um dann aus dem Komplizierten wieder ein Einfaches zu gewinnen. Doch wie groß könnte der Vorteil sein, wenn wir zunächst mit dem Einfachsten beginnen! Um sich davon zu überzeugen, dass die Astrologie ohne Zweifel Gültigkeit besitzt, braucht man nichts weiter als Beobachtungsgabe und Informationen darüber, wann denn unsere Mitmenschen genau geboren sind. Nehmen wir an, Sie finden von 12 Freunden die Geburtszeit, Ort und Datum. Dann besorgen Sie sich von diesen die Horoskope und betrachten erstmal nur drei Faktoren: Sonne, Aszendent und Mond. Um es noch einfacher zu machen, grenzen wir die Betrachtung auf das Optische ein. Suchen Sie zunächst nur nach den charkateristischen Merkmalen, die wirklich im Gesicht erscheinen.

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Dies ist Alan Rickman, wie manche ihn aus den Harry Potter Filmen kennen. Er hat die Sonne in den Fischen (auch Venus und Merkur), doch den Mond höchstwahrscheinlich im Skorpion. Wenn sie genau hinschauen, können Sie jedoch auch eine starke Waage-Prägung bemerken. Sein Jupiter steht in der Waage. Leider kennen wir die Geburtszeit nicht, doch es wäre denkbar, bei dem langen und markanten Gesicht einen Steinbock-Aszendenten zu vermuten.

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Rudolf Steiner hingegen ist zwar auch Fische-Sonne, sein Mond steht jedoch in der Jungfrau. Und der Ascendent – dies die zweite große Gemeinsamkeit neben der Sonne – ist im Skorpion. Hier sehen Sie die typischen, leidenschaftlichen, vielleicht sogar „stechenden“ Augen des Skorpion-Aszendenten, den viele fürchten, weil er schnell persönliche Schwächen aufdeckt. Diese hat Alan Rickman nicht, und doch kommt Skorpion mit der Charakteranlage durchaus rüber (und passt zu seiner Rolle). Es ist nun fast, wie bei einem Kochrezept (man verzeihe mir den respektlosen Vergleich), die Elemente der zwölf Zeichen zu mischen, und sehr prägnante Grundzüge zu erkennen und zu benennen.