Fussball WM 2010

Diego Forlán, Mond in den Fischen

Liebe Leserinnen und Leser,

selten hat es so viel Vergnügen gemacht, einem entschlossenen und doch rücksichtsvollen Fussballer zu begegnen. Stier mit Fische-Mond im Kontrast zu Saturn in der Jungfrau. Ein toller Preis für den richtigen Mann. Der aber auch an Kingson hätte gehen können, aber der hatte die rote Karte.

Auch die Auszeichnung für Müller ist gut gewählt. Ich hoffe, auch Arikaner wurden bedacht?

Im Gesicht von Diego sieht man diese Brücke zwischen Mond und Saturn, eine Lebensspannung zwischen Mutter und Vater, wenn man sie in diesem gleichwohl gemütvollen Habicht-Gesicht zu finden weiß!

Foto: Nepenthes; Montevideo

Er mit seinen Freistößen, präzise ins lange Eck gesetzt, hätte auch um ein Haar die Deutsche Mannschaft in die Verlängerung gezwungen. Wow! An dieser Stelle auch noch mal erinnert sei an die beiden Wunderfreistöße von Japan. Und doch auch die, den Verlauf der Spiele häufig prägenden Fehlentscheidungen der Schiris bei Torsituationen …

Ghana hätte gut weiter kommen können, das ist die andere Uruguay-Problematik bei der WM geworden, seit dem Handspiel und dem sturen Fische-Schiedrichter (der vielleicht einen Draht zum Fische-Trainer hatte)?

Und zu allem noch dazu ein volksgewähltes Maskottchen, ein echtes und wahrhaftiges und dazu noch deutsches Orakel. Resultat einer augenzwinkernd erfolgreichen Marketing-Idee des Aquariums, das den Kraken – wie im Fluch der Karibik, in Funktionalität seines Hungers, den er nicht artgemäß in freier Natur erleben darf, an unsere Neugierde koppelt. Und „Paul“ sagt tatsächlich alle Spiele richtig voraus. Da kann man nur gratulieren, Paul. Du hast es allen gezeigt. Und wie zu ältesten Zeiten, denkt das Volk auch gleich über die Opferung nach. Der Spiegel ahnt schon, daß es die letzten Orakel vor dem Tod des Wesens sein werden, denn das Alter von Kraken sei schließlich nicht so hoch. Andere fordern radikaler, wenngleich scherzhaft, Kalamaris auf dem Teller.

Wenn nun die Mannschaft sich kollektiven Feiern verweigert, dann bringen sie damit einen homöopathischen Impuls Realität ins Land zurück, etwas, dass sie sich schwer in fernen Landen stellvertretend für uns erkämpft haben.

Nachdem ich Löw nun oft zugeschaut habe, ist für mich seine „Grippe“ auch ein deutliches Zeichen. Ich persönlich glaube nicht an Grippe – nicht bei Löw oder sonst irgendwem, sondern an eine durch Überforderung eintretende Schwäche. Eingesetzt hat diese Überforderung nach dem Argentinien-Spiel: schon im Gang waren die Spieler angespannt.

Sehr nett, daß Nelson Mandela sich die Zeit genommen hat, sich quer durch´s Stadion fahren zu lassen, mit einem wunderbaren Lachen, obwohl doch vor den Spielen seine Urenkelin im Auto verunglückte.

Alle fragen sich, wie es weitergehen soll in Südafrika mit den tollen Stadions? Die sonst kitschige Final-Feier krönte sich mit einem Bob-Marley Lied: „Could you be loved?“ – „Könntest Du geliebt werden?“, bestimmt gedacht in kantscher Tiefe.

Mehr Fussball, weniger Krieg für Afrika! (Ach, und nebenbei: von Diego zu Diego ist auch eine sprachliche Brücke.)

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Diego Forlán, 19.05.1979, unbekannte Zeit, Montevideo, Uruguay

Fussball WM 2010, Mundan

Neptun-Venus Opposition und der Krake

Liebe Leserinnen und Leser,

man erkennt die Saugnäpfe des Riesen-Krakens, der Jakob Sperling verspeisen wird, ansatzweise unten rechts im Foto. All dieser Rummel um den anthropomorphisierten Meeresbewohner aus der Gruppe Vampyropoda ist uns astrologisch ein deutlicher Hinweis auf die Konjunktion von Neptun, Chiron und Lilith zwischen den Fischen und Wassermann – denn Neptun muß es schon sein, bei einem Kraken, nicht wahr?

Im Horoskop unten in Opposition zur Venus, die just vom Löwen in die Jungfrau wechselt. Und da trifft die schlandsche Fussballnation die volle Wucht des Orakels zwischen Wohlgefallen im Licht der Sonne (Venus) und dem sinsistren Tiefseeungeheuer, und alle spielen mit bei dem vermeintlichen Scherz:

Paul die Orakelkrake – mathematisch betrachtet | Frischer Wind | ScienceBlogs.de

Vielleicht ist es aber gar nicht so witzig?! Einmal wundert´s mich nicht, daß die Vorhersage funktioniert: alle Orakel werden nach klaren Regeln gefunden, die C.G. Jung wunderbar beschreibt. Da ist das festgelegte Regelwerk – die zwei Boxen jeweils, die Muschel – und dann aber gleichzeitig das Ausschalten des eigenen, des willkürlichen Einflusses: der Lauf der Dinge, die sich dann offenbaren, kann ebensogut mit dem I Ging, wie mit einem Kraken gefunden werden* und läßt uns im Rückschluss die Natur des eigenen Geistes erkennen; allein, ein Zweifel bleibt: nicht an der Vorhersage, sondern am Sinn und Recht des mißbräuchlichen Procedere: denn wir können dem Tier aus dem Aquarium in Oberhausen lange einen menschlichen Vornahmen geben, wir wissen nichts über sein Wesen und seine „Intelligenz“. Es könnte nämlich sein, daß das Tier aus seiner Gefangenschaft heraus uns als minder-bemittelt bedauert und wir für die Dienste, die er leistet, karmisch rückzahlungspflichtig sind. Um zu wissen, ob „Paul“ intelligent genug ist, zu wissen, was wir von ihm wollen, müßten wir erst einmal in Erfahrung bringen, ob wir intelligent genug sind, solches zu durchschauen.

Und da sind erhebliche Zweifel angebracht. Denn just, während wir uns tierquälerisch mit Späßchen dieser Art bei Laune halten, blubbert am Meeresgrund, seinem angestammten Lebensraum, eine dunkelbraune Quelle vor sich hin: wir können das Unheimliche nicht stoppen und in ein Aquarium sperren, wie das arme Tier, an dem wir uns ersatzweise schadlos halten. All dies passt zu den Neptun-Verbindungen und der Venus in Opposition: schön ist was anderes.

Ein weiteres Bild für den selben dekadenten Wahnsinn ist die Benennung des Öl-schluckenden Riesen-Tankers mit der Bezeichnung für eine Tierart: „A Whale“ … oder – horribile dictu: in China das Servieren von halb-tiefgefrohrenem rohen Fisch, der zuckenden Leibes  mit Essstäbchen lebendig zerstückelt und verspeist  wird: gesehen in einem Video auf HuffPost.

10.06.2010 12:24 Nürnberg

YouTube – Krake „Paul“ sagt Spiel Uruguay gegen Deutschland voraus

YouTube – Krake Paul orakelt: Spanien wird Weltmeister!

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

* Astrolgie „funktioniert“ nicht nach diesem Muster.

Fussball WM 2010

Niederlande Slowenien

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Spiel zeigt den interessanten Merkur in Cazimi Effekt. Merkur, hinter der Sonne versteckt, ist mit dieser zur Einheit geworden. Problematisch ist, daß dieser für beide Mannschaften steht. Niederlande sind Favorit und haben Jupiter, doch Slovenien auch, wegen Fische in Haus 4.  Pluto im ersten Haus könnte auch zur Überraschung für Portugal werden? Zumals Antiszie des Glückspunktes um den Deszendenten, also Slowenien landet? Und der Südkoten eine Konjunktion mit dem Glückspunkt hat.

Ich tippe auf den Mond-Aspekt und nehme Jupiter für Niederlande. Also Sieg für meinen Favoriten.

Nach dem Spiel: 2:1 war auch so. Und Pluto am AC doch noch ein 11 Meter gegen Holland.

Niederlande vs. Slowakei, 28.06.2010 16:00, Durban

Wenn wir bei Brasilien gegen Chile die Venus als Herrin von vier sehen, die demnächst einen Mond-Aspekt bekommt, wenn auch nicht während des Spiels, sondern erst morgen, … nein, das ist zu weit. Und schon wieder ein Neptun/Chiron/Lilith Aszendent. Der Mond geht früher oder später zu Venus in Aspekt und der Spiegelpunkt des Glückspunktes landet in Haus 4. Andererseits könnte man Brasilien auch als Mond mit Wassermann sehen, denn es ist ihr Favoriten-AC.

Trotzdem, ich tippe mal mutig auch Chile.

Während des Spiels: schon 3:o für Brasilien! Mond im AC Zeichen also klar Favorit.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Brasilien vs. Chile, 28.06.2010  20:30, Johannesburg

Fussball WM 2010

Deutschland gegen England

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Horoskop hat´s in sich. Warum? Man erfährt es aus der Presse:

Es folgt eine sinnfreie Kolumne, die letztlich darin gipfelt, daß der Verfasser aus der heutigen FAZ es ganz ernst meint mit seiner Parole und sich selbst für witzig, vielleicht sogar karnevalesk hält:

Im Horoskop für das Spiel unten ist tatsächlich Lilith, Neptun und Chiron an der Spitze zu Haus 4, wie ihr unten am tiefsten Punkt des Kreises selbst leicht erkennt. Vielleicht muß man mit den Analogien so weit gehen, im Haus 4 vor allem das Land zu sehen. In diesem Sinne ginge die oben im ungenierten Zitat erwischte Kraft von unserem Land aus, denn Haus 4 steht für den Herausforderer.

„Pirates, be warned!“ heißt es eingangs bei „Fluch der Karibik“. Ich wünsche mir ein faires und unterhaltsames Match. Tut euch nicht weh und bedenkt: ist doch nur ein Spiel … !

Zur Erinnerung: ich sehe Deutschland bei diesem Spiel im Vorteil. Siehe auch gestrige Posts.

England vs. Deutschland, 27.06.2010: 16:00, Bloemfontein

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fussball WM 2010

Die nächsten Achtelfinalspiele

Liebe Leserinnen und Leser,

die Wettquoten sehen in Uruguay den Favoriten, und zwar hoch. Also hier Haus 1. Und das Horoskop zeigt Mond in Haus 1, also tatsächlich Sieg Uruguay. Forlan sieht sehr entschlossen aus.

Nach dem Spiel: 1:2 für Uruguay. Die Uruguayaner waren gut, hatten aber auch das Glück auf ihrer Seite. Forlan hat ein Traumtor geschossen, das nicht gezählt wurde. Deutscher Schiedsrichter, vom Moderator erst gelobt, mit zwei drei Fehlurteilen u.a. dieses Tor.

USA gegen Ghana, wieder so eine karmische Begegnung! Dieses sollte man sich unbedingt anschauen. Es gibt aber keinen Favoriten, also auch nicht möglich, was zu sagen.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Uruguay vs. Südkorea, 26.06.2010 16:00 Port Elizabeth

USA vs. Ghana, 26.06.2010 20:30, Rustenburg

Fussball WM 2010, Personen

Nicolas Anelka und John Frawley

Liebe Leserinnen und Leser,

soll nun keiner sagen, hier ginge es nur noch um Fussball! Gleich unten das Horoskop von Meister John Frawley, dessen Anweisungen wir für dieses Turnier ausprobieren, soweit wir ihnen folgen können.

Wer die Astrologie in den letzten Jahren beobachtet hat, konnte bemerken, daß sich nach einer unglaublich vitalen Phase der modernen, psychologischen und letztlich an der Jungschen Archetypen-Lehre orientierten Astrologie (plus Döbereiner), die durchaus von der Entwicklung sekundenschnell arbeitender Computer-Programme profitierte, ganz ähnlich, wie in der weltweiten neo-konservativen Bewegung, in unserer Zunft sich die klassischen Astrologen zu Wort meldeten.

Der frechsten einer war/ist John Frawley. Regelmäßig sieht man ihn auch in der Schweiz, wo er Kurse hält und Vorträge gibt. Aber auch Robert Hand (Schütze mit Krebs AC und Mond im Skorpion) – vordem reiner „Transitologe“ – schrieb plötzlich ein Buch über die „Alte Astrologie“.

Ob nun Frawley mit seinen Witzeleien der Astrologie insgesamt mehr nutzt, oder mehr schadet, sei einmal dahingestellt: was aber die Geburtshoroskope angeht, also die native Astrologie, hat er ganz eindeutig Unrecht. Nichts beschreibt einen Menschen mit seinen Möglichkeiten, Hoffnungen und Wünschen so gut, wie ein relativ frei von klassischen Würden gedeutetes Geburtshoroskop. Wenn die Zunft der Psychologen auch nur ahnen würde (zum Teil tut sie´s), welch geniales „Werkzeug“ hier zur Verfügung steht, sie würden die Astrologie Pflichtfach ihres Studiums werden lassen, zum größten Nutzen der Menschheit.

Das bedeutet jedoch nicht, daß die klassische Astrologie nur Mist ist. Jupiter steht, wie bei Frawley im Radix, seit tausenden von Jahren im Krebs erhöht, und wenn er mit Uranus in Konjunktion ist, wie bei Frawley, wo doch Uranus für die Astrologie selbst steht (aber eben nicht für die klassische, sondern den Bruch mit dieser), dann ist es nicht verwunderlich, hier einen großen und erfolgreichen Astrologen zu treffen. Bemerkenswert, daß dieser Aspekt – die Uranus-Jupiter Konjunktion – jetzt auch wieder aktuell ist – und wir: ja – ihn ins Zentrum stellen.

Viele, die diesen/s (?) Blog verfolgen, mögen sich darüber wundern, warum ich Frawleys Methode hier durchdekliniere. Einige haben es aber auch schon verstanden: ich will einfach mit euch gemeinsam nachvollziehen, ob wir des Meisters Methode bei dieser WM gebrauchen können. Natürlich wäre es schön und triumphal, bei jedem Tip richtig zu liegen; andererseits ist das aber auch nicht so wichtig: diejenigen, die von außen zugucken und eh nix verstehen wollen, … na ja … und Frawley selbst kann man keinen Strick draus drehen, er sagt, daß es für zutreffende Vorhersagen auch der Hilfe der Jungfrau Mutter Maria bedarf …

Freuen würde ich mich eher über eine fachliche Diskussion, so nach dem Motto: sieh her, diesen Aspekt hast Du übersehen. Dann würde es nämlich richtig Spaß machen, und darum geht es …

Innen: John Frawley: 16.05.1955 00:40 London, außen Transite 19.06.2010

Dort, wo wir uns richtig auskennen, in den persönlichen Horoskopen, geht es allerdings robust zu. Nicolas Angelka, den Domenech aus dem französischen Team beförderte, weil er gesagt haben soll: „F* dich in den A* du H*-Sohn“, ist – und jetzt wieder ein wenig Fußball – wie ich zu unserer Schande gestehen muss, ein Fisch. Was ist bei dem nur los? Wir sehen hier Mars Opposition Mars und Saturn knallhart überm Mond: das ist klar und eindeutig. Vielleicht kann Frankreich jetzt gewinnen, nachdem Nicolas Sarkosy, Namensvetter und Präsident (und Wassermann mit Jungfrau-AC, wie Domenech), die Aktion des Rauswurfs wegen schwerer französischer Beleidigung gebilligt hat: wenn Mexico gegen Uruguay verliert und Frankreich gegen Südafrika haushoch gewinnt, dann haben sie noch eine Chance.

Streit mit Trainer Domenech: Frankreich wirft Anelka aus dem Team – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Sport

Nicolas Anelka 14.03.1979 09:10 Versailles

Raimond Domenech, 24.01.1952 21:00, Lyon

Fussball WM 2010

Slow train comin´

Liebe Leserinnen und Leser,

der laute und aufdringliche Teil am Fussball stört mich auch hier an jedem Hauptbahnhof. Und selbstverständlich ist das auch Nötigung, die uns als ausgelassene Freude erscheinen will. Dabei freuen sich die Leute gar nicht, sondern sie spielen nur, sich zu freuen und brauchen, damit sie das nicht merken, tonnenweise Alkohol. Ich gehe deshalb nie in Stadien, ist also ein reiner Fernsehsport für mich.

Jedoch hält es mich selbst am Joggen, denn ich würde mich schämen, wenn ich die Jungs laufen sehe, selbst nichts zu tun.

Was mir an dieser WM auffällt, ist die Vermischung der Hautfarben: das Tor für die Schweiz hat ein Afrikaner geschossen: Gelson Fernandes. Die Schweiz und Deutschland kämpft mit dem Ressentiment gegenüber Ausländern, da ist es ein fantastisches Zeichen, daß Hautfarben-Vorurteile und Herkunfts-Vorurteile und Erfolg im Fussball nicht kompatibel sind. Eine solche Botschaft ist wichtig. Mir fällt auf, daß wenige Trainer Afrikaner sind, alles Fremdenlegionäre des Weltfussball, aber weiß.

Dennoch: trotz Vuvuzelas – vielleicht gegen sie – man beachte doch auch die historische Dimension dieses Ereignisses.

Der zweite Grund ist aber die Sportastrologie von John Frawley, der dazu rechtzeitig vor der WM ein sehr nettes Buch herausgebracht hat. Diese Methode probiere ich hier aus, bislang jedoch kaum erfolgreich. Aber als Thema für einen astrologischen Blog durchaus passend.

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

Fussball WM 2010, Weltbild

Fussball

Liebe Leserinnen und Leser,

es könnte ja sein, daß sich jemand unter meinen geneigten Lesern für Fussball gar nicht interessiert, und sich nun fragt, wo denn die gewohnten Blog Beiträge zur astrologischen Betrachtung bleiben?

Diese drei Jungs beim public viewing tun es jedenfalls: wer genau hinschaut, wird bemerken, daß sie sich zu dritt eine Cola teilen. Natürlich wird es im nächsten Monat auch andere Beiträge, als nur zum Fussball geben, sicherlich. Schließlich gibt es viel zu berichten. Mars hat in die Jungfrau gewechselt, Merkur steht im Zwilling, wir haben Neumond und weiterhin strömt Öl aus diesem Bohrloch im Golf von Mexiko. Ich bin ziemlich sicher, daß wir es erleben werden, Ölklumpen von dieser Katastrophe in der Nordsee aufsammeln zu müssen. Dabei wird jede Fussball-Pause durch Propaganda Erdöl verbrennender Blechhaufen gefüllt, und es fallen Worte wie „Freude“, „Ökologie“, „Verantwortung“, etc.

Natürlich läßt sich davon niemand für dumm verkaufen, jedoch mit dem Auto fahren: das wollen alle. Man spürt förmlich, wie das Band zwischen Wirklichkeit und Scheinwelt sich immer weiter spannt, bis es … nein, nicht reißt: es ist schon gerissen. Der Riss ist unspektakulär und blubbert in 1500 Metern unterm Meeresspiegel vor sich hin. Steiner wurde zu dieser Frage nicht gehört, der immer vor der Gefahr warnte, die in größeren Tiefen lauert. Man stelle sich das vor: ein Loch, da strömt Öl raus seit Chiron in den Fischen ist. Es könne bis August dauern, wird uns pseudo-beruhigend erklärt.

Dennoch glaube ich, daß es für den Weltfrieden nichts wichtigeres gibt, als Fussball. Wer weiß, vielleicht hat die Tatsache, daß beide koreanischen Staaten an dieser WM teilnehmen gerade einen Weltkrieg verhindert? Man lese dazu das Buch Jonas.

Imposant war sicherlich der Übertritt Jupiters in den Widder und die Konjunktion mit Uranus: was zu tun war, wurde getan. Irgendwie denke ich jetzt, was wirklich zu lernen ist: verlaßt euch nicht mehr auf die Regierenden. Sie sind – bestensfalls – ebenso orientierungslos, wie alle anderen auch.

Foto Termin ©