Auferstehung

 © Matthias Grünewald

Liebe Leserinnen und Leser,

nirgendwo wird das Christus-Thema so treffend, ergreifend, intelligent und wahr dargestellt, wie auf diesem Altar. Der „Club“ derjenigen, die diesen Altar „begriffen“ haben in seiner Sprache: was er sagt, ist klein, obwohl der Zugang offen, einfach & direkt ist. Der Christus, der sich als Sonnengeist zu erkennen gibt. Und der Christus am Kreuz, der das wahre Elend der Sterbens drastisch darstellt, wie es zwischen Körperlichkeit und Ikonographie nicht übertroffen werden kann. Christus, das Lamm der Widder-Zeit: der das Opfer ablöst.

Manche werden schockiert sein, wenn ich sage, dass Christus selbst dann der Christus bleibt, wenn er die Kreuzigung leibhaftig überlebt hätte: dann erst Recht!

Das ist natürlich schwer zu verstehen: dass die Auferstehung gerade trotzdem & tatsächlich auf allen Ebenen (einschließlich Thomas, des Zwillings & der zwei Jesus-Knaben) stattfindet: wenn Christus sie leibhaftig überlebt hat. Und dafür bieten die Evangelien – richtig gelesen – starke Anhaltspunkte – so starke, dass wir vielleicht eine dritte Reformation durchaus hinkriegen.

Dass uns darüber ein Licht aufgegangen ist, wie die Sonne im Kopf, dafür danken wir Gott, würde Meister Eckhart sagen …

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-beleghebammen

Mit freundlichen Grüßen zu Widder-Zeit – noch vor Ostern …

Markus

3 Gedanken zu “Auferstehung

  1. Hermann

    Markus,

    Christus Sonnengeist – jetzt nicht mehr, weil er sich mit der Erde verbunden hat. Er hat den ersten Schritt für uns getan, dass die Erde zur Sonne wird (vermutlich ein Affront für die materialistische Wissenschaftswelt. Nun, ist egal. Es wird doch Tatsache). D.h., der Zugang ist absolut nicht ‚einfach‘. Und das Sterben wird doch zur Freude, weil es jetzt auferstehen kann. Das ist die Botschaft dieses Altars. Das was mit den Opfern des Alten Testaments aus der Widder-Zeit ausgedrückt wurde, hat ER vollzogen. Daher sind heute auch die Opfer keine Lebensopfer mehr, sondern Erdenopfer geworden: Brot und Wein.
    Was das ‚Überleben‘ soll, verstehe ich nicht. Es ist doch der Sinn des Sterbens, dass es die Auferstehung möglich macht. Was willst Du also mit den Worten ‚der Christus bliebe immer er, auch wenn er die Kreuzigung ‚überlebt‘ hätte‘ denn ausdrücken? Ja, gerade dann wäre ER nicht der Christus. Du relativierst die einzige Rettung der Menschheit ins Profane! Und schließlich gibst Du dem Chaos noch Deinen Lanzenstoß mit der unseligen Aussage, dass Du die Evangelien wohl als Einziger richtig gelesen und verstanden hast, weil gerade Du Christi Überleben dort stehen siehst. Es macht für mich keinen Sinn das zu denken, aber in aller Gedankenfreiheit für Dich: sage wo und was in der Bibel Deiner Auffassung nach hierzu stehen soll, dann können wir uns damit – wenn Du willst – weiter beschäftigen.

    Gruß
    Hermann

  2. markustermin

    Lieber Hermann,

    das meinst Du so – aber erinnere Dich mal an die Worte des „Doctor“ – wie erst durch die schmerzverzerrte Kreuzes-Darstellung der Materialismus aufkam und möglich wurde: das gilt auch und gerade für diesen Altar – der allerdings andererseits wieder die Waage hält. Die Evangelien liefern durchaus absichtlich Hinweise, dass Christus die Kreuzigung tatsächlich überlebt haben könnte und – nein – gerade das wäre für mich kein Sakrileg, sondern ein gut gehütetes Geheimnis.

    Wenn ich´s recht verstanden hab, unterscheidet sich die anthroposophische Lehre von der katholischen in Auferstehungsfragen vor allem dadurch, dass man nicht auf die leibliche Auferstehung besteht, sondern den Astralleib sichtbar auferstehen lässt – auch dies könnte katholischerseits als „Lanzenstoß“ empfunden werden und ist ein Stück weit auf dem Pfad des ungläubigen Thomas gegangen. Heist die „Formel“ denn: nur, wenn er wirklich gestorben wäre, kann er auch wirklich auferstanden sein, weswegen auf den echten Tod zu bestehen wäre?

    Was ich sagen will: „It ain´t necessarily so“ – es könnte – am Ende – die Botschaft des Erlösers genau so stark und noch stärker sein, wenn Jesus – von Christus verlassen – im hohen Alter in Südfrankfreich oder sonstwo den Körper (vorübergehend) verlassen hätte: meinem Ostersamstag im Herzen tut das keinen Abbruch – und meinem Pfingsten im Kopf schon gar nicht …

    Und: auch der Doctor konnte irren …

    Grüße aktuell aus Bamberg …

    Markus

  3. Hermann

    Lieber Markus,

    warum suchst Du denn immer nach Irrtümern bei Rudolf Steiner, wenn Du noch gar nicht durchschaut hast was er mitteilt. So geht das nicht. Außerdem hast Du meine Äußerungen nicht berücksichtigt. Du beharrst voll auf Deinen Behauptungen, die weiterhin durch nichts von Dir belegt werden.

    Grüße von hier
    Hermann

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