So geht der CIA vor

Liebe Leserinnen und Leser,

das Video halte ich für authentisch, zumal der Panzer den Baum rammt. Der FAZ Artikel …

Konflikt in der Ukraine: Kiew meldet neue Gefechte mit Separatisten – Ausland – FAZ

… ist so unverhohlen beschönigend und militaristisch, daß die erstmals offen zugestandene CIA-Mitarbeit gar nicht in die Überschrift kommt, wo fein von „Konflikt“ gesprochen wird. Es gibt „Gefechte“ mit „Seperatisten“ – ein „Gefecht“ hat ja immer was Edles. Uns holt der Schatten des 2. Irak-Krieges ein: die Ukraine gehörte zur „Koalition der Willigen“, die die Uno ersetzen wollten und jedes internationale Recht. Und die kann man – egal ob Obama oder Bush – nicht fallen lassen. Doch die Amerikaner sind weit weg, machen sich lustig (Biden bieten 50 Millionen … ) und können von einem geschwächten Europa/Russland nur profitieren. Ihre Gasindustrie durch fracking war nämlich ein Reinfall, die Preise sind am Boden, weil zuviel Angebot da ist, da käme Europa und ein in diesem Sinn gesteuerter Konflikt gerade recht.

Wie die Leute das mit den Soldaten finden, kann man oben sehen. Ihr Anwurf an die Panzer-Maschinen-Menschen ist offen. Man hat gewartet, bis der Markt Russland bestraft mit Kapitalflucht (und Venus in die Mars-Rezeption geht im Zeichen Widder) – hofft nun auf Einsicht durch die russischen Verantwortlichen, wenn man auf deren Agenten mit Agenten antwortet (doch waren die ja auf dem Maidan auch schon … ), die es jetzt offenbar geschafft haben, eine Truppe zu rekrutieren, die nicht desertiert.

Damit steuert man bewußt auf einen Krieg zu, während man das Gegenteil behauptet, und rührt nebenbei praktischwerweise und skrupellos die Werbetrommel für den Millitär-Etat:

Nato-Generalsekretär Rasmussen : „Es geht um mehr als die Ukraine“ – Politik – FAZ

… denn die Verantwortlichen in Russland sind ja im Wort. Putins und Schröders Engagement für die Geisel-Befreiung wird ignoriert.

Als hätten alle Presseleute nur darauf gewartet, daß Kiew endlich loslegen würde. Sofort ist man bereit, sich auf die Lesart einzustellen, hier stelle ein legitimer Staat die Ordnung wieder her. Dem ungewählten Präsidenten wird die Autorität zugebilligt, Staatstrauer anzuordnen. Alles nur in der Perspektive von Gewalt und Gegengewalt.

Richtig wäre: den Leuten rasch eine Wahl anbieten, international überwacht, mit allen Optionen. Aber man kann das nicht, weil Inner-Europa selbst um seine Integrität bangt: durchs Baskenland, Katalonien, Schottland, Korsika, etc. und durch die europäische Union sowieso.

Wäre es zynisch, zu sagen, es handelte sich um eine Krise der Liberalität? Ist das ein Schlag-Wort zuviel?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

2 Gedanken zu “So geht der CIA vor

  1. Hallo Markus,
    ein klarer Fall und ich meine, wenn man schon die Presse liest, sollte man RT auch täglich dazu lesen. So hat man ein besseres Panorama von dieser neuesten Inszenierung. Jeder Panzer bringt Geld, egal wie viele Lebewesen damit gerammt werden. Widerlich.
    Gruß
    Conny

  2. Hallo Conny und Markus,
    das alles gehört wahrlich zu Miteinanderformen der Vergangenheit,
    die ganze Art der Presse. Es widert einen an.
    Wo ist hier noch eine Linie oder ein roter Faden zu erkennen?
    Weder in der Volksreife der Masse der Ukrainer, die es noch nie war, wenn es darauf ankam…,
    noch im Mitmischen Russlands, wo es um die selbe Macht und auch Geld geht, wie
    erst Recht bei Amerika. Amerika lebte immer noch bekanntlich von den Gewinnen durch Krieg.
    Und daran verdienen alte Männer mit unreifen Frauen, die mit ihrem Glauben nach uralten Grundsätzen leben:
    „Gott belohnt und liebt die Reichen.“ Die dürfen dann machen, was sie wollen – auch ein bisschen töten, Hauptsache der Mamom Geld fließt, womit sie sich von Gott geliebt fühlen.

    Und wenn ich dann an den jungen karmisch-mutigen Mann Snowden (richtig geschrieben?) in Russland denke, dann wird es mir ganz anders.
    Wie feige ist doch unsere Bundeskanzlerin, wenn es darauf ankommt, nicht nur mechanisch physikalisch zu denken, sondern für ein Einzelwesen christlich-sozial. Kann sie das im Angesicht Amerikas? Von einer deutschen Pfarrerstochter, die als Bundeskanzlerin nicht den Namen ihres Vaters, nicht ihres Mannes, sondern des längst Verflossenen trägt, möchte ich das erwarten, aber Klarheit im eigenen System, wo ist die? ……
    Ohnen Glauben an einen Vater hoch über uns, könnte man verzweifeln.

    Gruß Monika

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