Weltbild

What´s going on?!

Liebe Leserinnen und Leser,

Ron Paul und Ben Bernanke reden über Griechenland und Kalifornien, und damit Europa – es ist schon fast ein Jahr her:

Unsere Tagespresse informiert nicht über den transatlantischen Diskurs – und wie ich finde – noch weniger über den euro-pazifischen. Man muss aber gut englisch können (liebe Ursula) um zu verstehen, was die beiden reden?

Selbst, wer nicht englisch kann, wird irgendwann gegen dreiviertel Ende des Films Bernankes Grinsen vermerken, wenn Paul, der Löwe (mit Stier Mond!), den Schützen Bernanke (mit Fische Mond!) dazu bewegt, zu grinsen (getrieben vom Clint Eastwood Reflex), wenn er sagt, sie seien doch die FED, sie könnten doch Geld drucken, soviel sie wollten.

Doch dieser Film zeigt noch mehr, und das ist etwas, worum wir uns vielleicht kümmern sollten: es gibt eine Passage von Bernanke mit sehr vielen „ähs“ – für einen Ausländer ist leichter zu erkennen, daß es sich bei diesen „ähs“ um einen Code handelt – tatsächlich.

Paul wird Bernanke (das Alter gäbe ihm das Recht) – beide gute US-Schauspieler – letztlich nicht fallen lassen durch eine allzu kompromittierende Frage, und zwar deshalb nicht, weil dieser bereits mit Inbrunst zu verstehen gegeben hat, daß er „ehrlich“ ist – a good guy – … wir erinnern uns: die vielen „ähs … „ – : Jedes Schütze-„Äh“ fragte Onkel Ron – Ur-Amerikaner, schlafender Löwe, hellwach, Katze im Gesicht, der vom Temperament her auch gern mit den Indianern Frieden gemacht hätte (gleichwohl Mitglied und Vertreter der Elefanten-Partei) – „ähs“ fragt also: „wenn ich mich verletzlich zeige, wirst Du mich dann, Ron – als Patriot?! – in die Pfanne hauen?!“ – now, Ron, as Zappa (Mitglied der Esel-Partei) would suggest´tit (sic!), if he could and does „from out´a space“ … tut es nicht und spielt am Ende des Dialogs – geschnitten von beobachtenden und wissenden Amerikanern – den „loser“, seine Erfolgsrolle seit 2008 – wo er Präsidentschaftskandidat war.

Doch was war der deal zwischen beiden? Warum hat Ron nicht seine Löwen-Kiefer krachen lassen? Bernankes stilistische und stilsichere Stotterei – man vergleiche das – im Ernst! – mit Frank Zappa – isoliert gekonnt ein Wort: „Terrorists“. Beobachten Sie ihn – besser vielleicht, man versteht englisch gerade nicht! – benimmt sich, wie einer, dem man die Gurgel umdrehen würde, wenn er die Wahrheit sagt, der aber alle Freiheiten hat, seinen Bart zu pflegen und was dazugehört. Ron Paul weiß das – aber kennt die Wahrheit nicht, weil er zu eitel ist.

Uns Europäern sollte klar sein, wie sehr Kalifornien und Griechenland zusammenhängen. Ich glaub, ich geh doch 3 Monate nach Kreta, um mal wieder die Milchstrasse zu sehen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus