Saturn stand still

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Saturn still steht, dann hat die Gegenwart etwas bleiernes – der Begriff kommt aus der Alchemie und wird mit Saturn verbunden. Das Endzerfallsprodukt von radioaktiven Metallen ergibt auch Blei, welches dann nicht mehr strahlt, jedoch als Endprudukt radioaktiven Zerfalls abschirmen kann vor Strahlung.

Bildundsministerin Schawan erwähnte die „Transmutation“ – einen Begriff aus der Alchemie und relativ neuerdings auch der Kernphysik – als hoffnungsvoll: i.e. – : Rückführung der radioaktiven Stoffe mit zehntausenden von Jahren Halbwertszeit in solche von nur 500 Jahren Halbwertszeit … Nun, …  ja?!

Erst heute kommt – von uns aus gesehen – Bewegung in die Saturn-Bahn. Die ganze Woche davor war Saturn, der in seiner Umkehr ist – von uns aus gesehen, nahezu stillstehend.

Dieses „von-uns-aus-sehen“, das sich die Astrologie herausnimmt, also die Objektivierung des Subjektiven, des Singulären, Einzigartigen, ist ein durchaus berechtigter Standpunkt, wenn man den Menschen als Seelen-Leib-Wesen sieht, und nicht, wie die kurzdenkenden Materialisten, als reines Leib-Wesen. Sie können ja nur in Selbstvergessenheit des eigenen Geistes so denken, und haben also dauernd einen inneren Widerspruch auszuhalten.

Saturns Position der Waage berührt die Themen „Ausgleich“, „Gerechtigkeit“, „Begegnung“. Das macht er natürlich auch im Horoskop unserer eigenen Geburt. Besondere Bedeutungen haben Saturns Bewegungen also in der Waage, und wenn wir wissen wollen, wie Sie das betrifft, schauen wir – bei bekannter Geburtszeit – Waage an, wo also demnach Saturn bei Ihnen seine Wirkung anzeigt.

Und dann gilt es auch zu beachten, inwiefern Saturn Sie ganz persönlich repräsentiert: Haben Sie den Mond im Steinbock, oder eine Konjunktion von Mond und Saturn, sind Steinbock-Aszendent oder Mars im Steinbock, dann lohnt es sich ebenfalls, die Bewegungen des Saturn auch aktuell genau zu beobachten, denn er wird sich bemerkbar machen …

Saturn wird in der hellenischen Antike ganz unterschiedlich betrachtet. Einerseits als grausamer Menschenfresser, der Uranus, den eigenen Vater tötete und der seinerseits von Zeus wieder kastriert wurde, dem Jupiter-Gott.

Andererseits gibt es aber noch den Pardies-Mythos der Inseln des Saturn bei Plutarch in seinem Essay „Das Gesicht im Mond“, die man sehr gut den karibischen Inseln als den „Inseln des Saturn“ zugeordnet lesen kann und mit der Himmelsscheibe von Nebra – als eine Art Zeiten-Rhythmus-Kompass für ein „Saturn im Stier“-Ereignis gut verbinden kann.

Foto Archiv: Termin ©

In diesem Mythos, von dem Plutarch im vierten Jahrhundert nach Christi berichtet, hätten Priester-Segler eine Route gepflegt, die den Zyklen des Saturn durch das Zeichen Stier folge, die Inseln des Chronos zu erreichen, wo jener, „Chronos“=Saturn, einen Tempel habe und in einer Grotte wohlversorgt und unversehrt, gleich einem indischen Jünglingsgott, schliefe. Ein zweites Indiz: aus dem Mittelalter (Lilly) werden die karibischen Inseln dem Saturn zugeordnet.

Plutarch beschreibt die Route genau: man sei zunächst dorthin gesegelt, wo im Sommer die Sonne nicht untergeht, und im Winter nicht auf, und habe dort drei Monate verbracht, wohl um auf günstige Winde/Strömung zu warten, um dann aufzubrechen zu den Inseln des „Chronos“, wo man auf einen heiligen, gepflegten Tempel-Ort traf, an welchem die Pilger der letzten Expedition vor nahezu 30 Jahren sich entscheiden konnten, dort, auf den lieblichen und klimatisch idealen Inseln des Chronos zu bleiben, oder turnusmäßig zurückzusegeln. Nicht wenige hätten die Tour zweimal begleitet, in Sehnsucht an die heiligen Inseln gebunden, die sich nach heutiger Wahrnehmung und Routenbeschreibung als karibische Inseln – erreicht über Island beschreiben ließe …

Wir sollten einfach mal davon ausgehen, wie Thor Heyerdahl – Wikipedia  ja bewiesen hat, daß die Steinzeit schon globalisiert war.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

4 Gedanken zu “Saturn stand still

    1. Hallo Mystika,

      auf diesen wertvollen Beitrag von Markus zu Saturn
      Dir ein paar Gedanken zu Chronos(Saturn) und Kairos:

      „“Der zum Sprechen nötige, kaum hörbare, die Stille unterbrechende Hauch im Anheben der Stimme (a-spiration), das ist der Odem des Lebens, Hauch, Wind, Klang und Geist (pneuma, spiritus). Im kairos des Anfangs wird er in die Welt hinein gesprochen und dem Menschen eingehaucht.
      Auf den kairos der Schöpfung antwortet die freie Tat des Menschen: Der Fall, die krisis der Vertreibung. Dies ist nach biblischem Verständis der Beginn der Lebenszeit (aion) der Welt, dieser Welt, unserr Zeit, der Geschichte. Es ist der Beginn von Werden und Vergehen, der Zeit (chronos) als Kronos, der seine Kinder auffrißt.
      Seitdem ist dieser Wind in der Geschichte, „ein Sturm weht vom Paradiese her“, der sich in den Flügeln des Engels der Geschichte verfangen hat, „und der so stark ist, daß Engel sie nicht mehr schließen kann“. „“
      (=> http://archiv.fridericianum-kassel.de/ausst/chronos/chronos-text1.html
      Anm.: Höchst ergie

      Mit besten Grüßen
      Mythopoet

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