Rudolf Steiner in Oxford

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Liebe Leser,

als Rudolf Steiner in Oxford 1922 seinen Waldorfschul-Impuls welttauglich multiplizierte –  die Vorträge machten ihn auf einen Schlag berühmt in der angelsächsischen Welt – liefen – wie heuer auch – Venus und Jupiter im Zeichen Waage, das auch zum Erziehen außerordentlich berufen scheint, weil es ihm – wenn es bei Bewußtsein und spirituell erwachsen ist – von Natur aus zufällt, den anderen Menschen zu spiegeln. Bis zum 7. Jahr, dem Zahnwechsel, ist das Kind ein reiner Imitator:

„Das Kind, das neben den Erwachsenen heranwächst, ist aber ein Imitator auch der schwächsten physischen Zustände des Erziehers. Es richtet sich ganz nach dem physiognomischen Ausdruck, nach dem, was es wahrnimmt, nach der Art und Weise, wie der Erwachsene sorgenvoll spricht, sorgenvoll empfindet, ein, weil es ja ganz Sinnesorgan ist. Imponderable Wechselwirkungen spielen sich ab zwischen dem Erwachsenen und dem Kinde. Hat der Erwachsene Sorge, die seelisch ist, aber sich in den physischen Folgezuständen offenbart, so nimmt das Kind als Imitator die physischen Folgen wahr und gestaltet das eigene Innere danach, wie sich das Auge mit der Lichtwirkung durchdringt.“

Wie so oft, weiß man nichts, wenn man nicht Rudolf Steiner zu einer Sache gelesen hat. Es ist deswegen schwer, gegenüber diesem Mann nicht in unkritische Bewunderung zu verfallen, was er selbst niemals wollte … Bemerkenswert auch, wie dieses Jahr der Versuch abgebrochen wurde, ein wenig Waldorf in den normalen, grausam dummen Hamburger …

http://www.mopo.de/hamburg/schul-kooperation-gescheitert-waldorf-aus-in-wilhelmsburg-24330924

… Schulalltag zu integrieren, denn das Wesentliche, der Lehrplan, sei nicht verhandelbar.

Wenn man berücksichtigt, wie weit sich die Waldorfschulen bereits dem geforderten Abstraktum angepasst haben, brauchen wir eine neue Radikalisierung in diesem Sinn, eine wahre Besinnung zu den Wurzeln. Aus diesem Grund machen wir in der Bücherstube heute eine Lesung mit Unterstützung des „Freundeskreis Britannia in Bamberg“.

Wer in Nürnberg oder Umgebung ist: herzlich willkommen!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

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