Philosophie der Astrologie reloaded …

Liebe Leserinnnen und Leser,

nun äußert sich Ihnen der tiefste Denker der Astrologie, bewandert aber auch in Philosophie und Physik, Psychologie und Altgriechisch, in der Musik-Harmonik, Mathematik und Geometrie aber nicht über den Satz des Pythagoras hinaus, und was man so als Mathematik braucht, wenn man beim Service (in der Skihütte) die Rechnungen im Kopf und auf Papier kritzelte. So erst, behaupte ich trotzig, wird Schreiben zum essentiellen Akt. Matthias weiß das auch.

Astrologie ist eine ganz merkwürdige Angelegenheit: es wird ein Bild gemalt, das dem Horizont entspricht, als Du geborenen wurdest nach dem ersten Atemzug, wie als wär´s eine runde Uhr und für jeden Planeten ein Zeiger. Das ist ziemlich simpel.

Und so ist es auch, Astrologie ist so eine Uhr. Unsere ganz normale Uhr – sie zeigt 12/24 Stunden an, ist auch eine astrologische Uhr. In der Uhr zu Prag synchronisiert die Astrologie unterschiedliche Zeitrechnungen zu einer astrologischen Zeit, woraufhin sich auf diesem Fundament sofort der gregorianische Kalender unabhängig gemacht hat, von seiner astrologischen Mutter!

Das Zeitgefühl der „Aufklärung“ wollte die Verbindlichkeit mit dem Kosmos nicht mehr, gerade weil er ihr noch Heimat war und so in Anspruch genommen werden konnte, daß es – kaum Lichtverschmutzung – selbstverständlich erschien im wahrsten Sinn des Wortes, die Milchstraße war noch  überall sichtbar – und daraus resultierte gerade eine neue, unausweichliche Verbindlichkeit in der Entdeckung der Unendlichkeit, welche die Naturwissenschaft, seit sie die Magie des Äquivalenzprinzips beansprucht, wie ein irrer Deichgraf zu begrenzen bemüht ist durch den Einstein-Mythos, den Fische-Heros, der Raum und Zeit biegt, bis es in den Würfel passt.

Die technisch-naturwissenschaftliche Entwicklung hat dafür gesorgt, daß wir, seitdem wir wissen, was die Milchstrasse wirklich ist – eine von unendlich vielen – sie eben in der Zivilisation nicht mehr sehen können: just zur selben Zeit …

Derselbe Würfel konstituiert sich dann quantisch in Gleichzeitigkeit, d.h.: er  löst sich auf. Nun bleibt der Physik nur noch der Sprung in die Religion: schon werden Stimmen laut, das Falsifikations-Prinzip zu kippen: spekulieren sei auch schon wissenschaftlich. Und wie unterscheidet man/frau Wissenschaft von Pseudowissenschaft? Seit Neuestem gar nicht: aber ad personam geht es: man kann Pseudowissenschaftler und Wissenschaftler (echte) an ihrem Verhalten unterscheiden. Sicher wiehert irgendwo im Hintergrund Monthy-Python-Humor.

Tatsache ist, daß über Astrologie im Grunde keine Philosophie gemacht werden kann, wenn es sich um 12 Cherubim handelt, Götter und Geister, die tatsächlich nicht nur da draußen, sondern in uns wirksam sind. Dies ist die Lehre der Alten: und sie ist gewiss wahr! Zur Frage offen steht aber, wie es denn kommen kann, daß dies so verbunden ist mit der Geometrie, die ja synchron die Zeichen nach einem Teil des Kreises zu 30 Grad unterteilt? Und diese Unterteilung wird durch die Astrologie auf´s Genaueste bestätigt: warum? Etwas weil sie da ist und durch die Cherubim wie als einer übernatürlichen Kraft existiert? Oder, weil der Mensch sich durch sein Glauben ein Feld geschaffen hätte, das sich nun in Wirksamkeit entfaltet?!

Darüber kann man/frau allerdings philosophieren, weil es die Frage nach dem Ursprung der Geometrie ist …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ein Gedanke zu “Philosophie der Astrologie reloaded …

  1. 1) “weil der Mensch sich durch sein Glauben ein Feld geschaffen hätte, das sich nun in Wirksamkeit entfaltet”
    2) “Das Zeitgefühl der “Aufklärung” wollte die Verbindlichkeit mit dem Kosmos nicht mehr, gerade weil er ihr noch Heimat war und so in Anspruch genommen werden konnte”
    Das (oben 1) und 2)) sind die beiden Spitzensätze aus Markus Termins Post.

    Zu 1): Ich habe auch den großen Verdacht, dass der Glauben Felder erschafft, die fähig sind, Wirklichkeiten hervorzubringen. Mehr weiß ich aber nicht davon. Ich bin froh drüber, dass ich nicht mehr weiß. Denn – was würde ich sonst u.U. für Felder erschaffen?

    Zu 2): Die Aufklärer waren alle noch Magier, so wie z.B. der Reformator Luther im Herzen ein strammer Katholik geblieben ist. Deshalb war es ihm möglich, ohne sofort bewusstlos zu werden, Alles in Frage zu stellen. Die Reformation erlaubte es ihm, Katholik zu bleiben. Die Lostrennung von der Verbindlichkeit zum Kosmos erlaubte es, über die Grenzen zu greifen und zu denken. Erst immer die Epigonen der Epigonen verlieren die Dinge aus den Händen. Weil sie nicht mehr darinnen beheimatet sind. Sie suchen sich nun eine neue Heimat. Und eine solcherart “zurechtgedachte” Heimat ist immer kleiner als die verlassene bzw. verlorengegangene Heimat.

    Abwarten …

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