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Sascha Lobo und Merkur/Neptun

Sascha LoboSascha Lobo 11.05.1975 – keine Zeit

400px-Sascha_Lobocopyright: Sascha Lobo – Wikipedia

Liebe Leserinnen und Leser,

„Mit der Verleugnung des Elefanten im Raum ergibt sich ein Moment des Irrsinns.“

Für die Bundesregierung gibt es keinen Abhörskandal – SPIEGEL ONLINE

Dieser Stier-Neumond Geborene, dessen Netz-Tauziehen durch die Merkur/Neptun Opposition im chart einen passenden Ausdruck zwischen Zwillinge/Schütze findet, hat heute gerade in der FAZ einen Artikel geschrieben, den ich hier an einer prägnaten Stelle zitieren will:

„Wo früher Mauern, Torwächter und mangelnde Mittel den Zugang begrenzten, erfüllt in der digitalen Spähre die Datenflut diese Funktion. Für die Zugänglichkeit spielt es kaum eine Rolle, ob eine Nadel im Tresor oder im Heuhaufen verborgen ist.“ (FAZ 1. Oktober 2013 „Vom Genre der Besserhalbwisserei“)

In dem Artikel geht es um einen verwehrten Kulturzugang am Beispiel zweier elitär denkender Intellektueller der alten BRD, Grass und Botho Strauß. Während Strauss das Fehlen einer intellektuellen Elite beklagt, stellt Lobo (mit Radix-Mars in den Fischen ein spiritueller Krieger im Internet) fest, daß ihm nur der Zugang dazu fehle: Zugang zur Elite eben heuer vor allem im Netz, wo Strauss und Grass – beide aus unterschiedlichen Gründen – nicht sind.

Das bringt mich auf die Frage meiner eigenen Verfasstheit im Netz, ein Gedankengang, mit dem ich mich zum aktuellen Merkur/Neptun Trigon …

Merkur Skorpion Trigon Neptun Fische1. Oktober 2013 23:46 Nürnberg, Krebs aufsteigend.

… im Grunde genommen nur scheinbar Zeit schindend von der Vollendung meines Buches abhalte, was tagesaktuell doch wichtig ist.

Zum Beispiel habe ich mich gefragt, ob ich mich mit diesem Blog wohl bei der HuffPost-Deutschland bewerben soll, die am 10. Oktober ans Netzt geht und Focus-Online als Babystube hat, in München?

Das Problem mit diesen elektronischen Geheimdiensten ist ja nicht ihre Fähigkeit, Geheimnisse aufzudecken, sondern ein Persönlichkeitsprofil von jedem anzufertigen, um eine Gesellschaft perfekt kontrollierbar zu machen: DNA, Impfpass, politische Einstellung, sexuelle Orientierung, Ängste: man optimiert die Algorithmen mit den Beobachtungen der Tiefenpsychologen – gerade das Normale ist dann das Interessante. Und dieses Persönlichkeitsprofil ist potentiell für alles und jeden mißbrauchbar, sobald die Situation tatsächlich unter Umständen radikale Maßnahmen verlangt.

Wegen Aufdeckung gefährlicher Wahrheiten braucht niemand die NSA zu fürchten: wenn es solche gibt, wer würde dem Netz solche noch anvertrauen?!

Denn für die NSA – und das hat Sasha Lobo auch noch nicht verstanden, ist der Heuhaufen mit dem Tresor identisch – Lobo versteht die Automatismen nicht: eine Maschine sortiert halbintelligent tatsächlich sofort die Nadel aus dem Heuhaufen, wenn entsprechend programmiert. Er ist über seine eigene Metapher vom „Halbbesserwissen“ gestolpert. Aber das ist nicht schlimm. Passiert jedem!

Der oder die jedoch muss sich fürchten, dessen Verhalten digital erfassbar irgendwie aus dem Normal herausfällt – denn genau den wird man beobachten – solange die Kapazitäten des „Heimatschutzministeriums“ ausgelastet werden müssen. Ich z.B. werde sicher beobachtet; – nicht weil die NSA meine Astrologie so spannend findet. Die bringt mir bei denen nur den Vorteil ein, eine Tarnkappe als Spinner zu bekommen; – sondern weil ich einen multilingualen Blog betreibe, Verwandtschaft in den USA habe, und anderer Gründe mehr … müssen wir das böse „Eff“-Wort gebrauchen, um zu erfassen, wie groß der Elefant ist?

Mit Freundlichen Grüßen,

Markus