Weltbild

Was ist eigentlich mit Desertec?

Desertec Juli 2013Innen Desertec 30.10.2009 00:00 München, außen 11.07.2013

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Liebe Leserinnen und Leser,

ganz schnell aus dem Boden gestampft – Klaus Töpfer, den alten Haudegen (Löwe) an die Sonnenspitze gestellt. Nun geht Saturn über die Sonne und beerdigt quasi das Projekt. Die Neptun/Chiron und Jupiter-Verbindung im Wassermann, dem Energiezeichen (sogar in Rezeption zu Uranus, dem Wassermann Regenten in den Fischen) kündigt schon die Verletzung des Projekts an – was als Heilung gedacht war, wie das Internet auch – von dem wir nun durch die Verletzung unserer Privatspähre verwundet sind. Tatsächliches Ergebnis ist Venus in der Waage – Marokko baut selbst ohne EU riesige Solarkraftwerke. Das ist der Übergang zu einem neuen Zeitalter, dem aber eine Frage auferlegt wird, die etwas mit Technik zu tun hat. Und die kann und muss auch bei uns heilend gedacht werden. Auf der bösen Seite steht das fracking. Auf der guten die Idee, den Wind der See zu nutzen, vielleicht sogar die Wärme der Sonne. Aber auch dann – selbst wenn unsere Städte still sind vor Elektroautos – werden wir in einem technischen Umfeld bestimmt, das seine eigene Art hat, sich zu artikulieren, und dessen Zähmung vornehmste Aufgabe der Menschheit ist, im Sinne von: man muss sie sich vornehmen – das Monströse der Technik zu wandeln. Aber ist das möglich? Unter gleichzeitiger Nutzung der Technik? Leicht ist man verführt, eine positive Antwort zu geben – aus der Not eine Tugend machen – denn verzichten auf Technik hieße in unseren Zusammenhängen darauf zu verzichten, sich verständlich zu machen. Dennoch – und dies ist auch Technik – sind die bayerischen Sonnenerntespiegel unheimlich. Die Technik erntet die Sonne direkt – trotz des langen Winters. Technik ist aber auch das in seinen Wirkungen überhaupt nicht verstandene Wellenwesen, und selbstverständlichen die Mikro-Mechanik oder auch chemische-Mechanik der neuen Bioingenieure, die direkt an der Nahtstelle zwischen Natur und Technik beispielsweise lebende Lampen entwickeln, oder Menschen designen werden. Kaum eine moralische Grenze, die nicht fallen würde, wenn Techniker das können. Kann der Drache Technik auch gezähmt werden, oder gehorcht er bereits einem Herrn, der sich in zerstörerischen Offenbarungen mitteilt, ebenso in den Wundern der schnellen Bewegung? Steiner spricht hier von einem Wesen, und er meint dieses Wesenhafte, wie auch Heidegger weiß, wie das „Wesen der Technik nichts Technisches ist.“ Nicht nur die Schreibmaschine war schon Technik, sondern auch die Anti-Babypille. Mitunter „versagt“ Technik – das führt oft zu furchtbaren Unfällen. Und doch tut sich im Versagen ihr Wesen kund: Schutz. Versagt der im Sinn der Verfügbarkeit, bricht das Material, wo es nicht vorgesehen ist, produziert das Hormon Nebenwirkungen, die nicht beherrschbar sind. Nur die Geschwindigkeiten des technischen Versagens sind unterschiedlich. Gehört das Versagen ebenso wesenhaft zum Thema der Technik, wie ihr Nutzen? Technik bindet auch ein Gefühl: Stolz.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus