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Frau Schröder und Frau Schwarzer

Liebe Leserinnen und Leser,

jedenfalls wird Frau Schröder Bundeskanzlerin, das ist gewiss, und zwar, wenn Jupiter in den Löwen geht. Hört auf meine Worte! Ich nehme an, sie wird Frau Kanzlerin Merkel beerben. Doch zu dieser Zeit bekommen wir vielleicht auch eine soziale Dreigliederung ins Land? War nicht Kanzlerin Merkel selbst einmal Familienministerin?

Außerdem braucht Deutschland den Sprachwitz: Schröder/Schröder. Ganz dringend. Agenda Zwozehn. Ground Control.

Wie kam es zu dieser Sex-Debatte, von der „Bild“ und „Spiegel“ schreiben? Schütze Merkur gegen Jungfrau Merkur. Schwarzers Jupiter im Krebs wird ziemlich genau vom laufenden Jupiter rückläufig  in den Fischen aspektiert. Was spielt sich hier ab?

Schütze und Löwe vertragen sich eigentlich, sind doch beides Feuerzeichen. Aber – ach – Mond ist in Opposition … und um Mond – Weiblichkeit – geht es auch.

Die 33-jährige Familienministerin hat Venus im Krebs. Auch keine schlechte Wahl. Unsere Krebs-Kanzlerin wird jedenfalls von ihr gemocht.

Nein, es ist der Mond: völlig unterschiedliche Familienbilder. Und wer hat den Streit angefacht? Der Widder-Mond der Ministerin normalerweise. Dabei geht es um die pikante Frage, ob frau sich bei der Liebe zu unterwerfen habe?

Fragt mal jemand einen Mann?!

Foto Termin ©

Schröder hat nämlich recht: in Wahrheit unterwirft sich jeder Mann bei (und in) der Liebe der Weiblichkeit (und sei es, seiner eigenen …).

Nun erfahre ich jedoch, daß auch das nicht stimmt: eine aufmerksame Leserin wies mich darauf hin, daß Schröder solches gar nicht meinte. Sie findet das Unterwerfungs-Konzept an sich falsch:

„Es ist absurd“, sagt sie, „wenn etwas, das für die Menschheit und deren Fortbestand grundlegend ist, per se als Unterwerfung definiert wird.“ Und sie präzisiert: „Das würde bedeuten, dass die Gesellschaft ohne die Unterwerfung der Frau nicht fortbestehen könnte.“

Klar ist nach diesem Konzept der Satz: „Das würde bedeuten, dass die Gesellschaft ohne die Unterwerfung des Mannes nicht fortbestehen könnte“ auch falsch (den Kristina Schröder nicht gesagt hat).

Wahr ist aber: diese Gesellschaft muß sich verändern, wenn die Unterdrückung der Frauen (und Männer) endlich eine Ende hat. In dem Sinn kann diese Gesellschaft auch wirklich nicht fortbestehen.

Die Argumentation mit dem Begriff „Fortbestand“, den die Familienministerin Schröder wählt, zeigt uns auch, daß sie unreflektiert evolutionistsisch denkt: der „Fortbestand“ ist der faktische Grund ihrer Ratio zumindest in diesem Argument. Aber vielleicht ist die Liebe viel wichtiger?

Vielleicht offenbart dies das sogenannte „konservative“ Gemüt: die Anerkennung des Faktischen zu leugnen. Doch wer ist konservativer: Frau Schwarzer oder Frau Schröder?!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Schröder 03.08.1977 12:00 (keine Zeit) Wiesbaden

Schwarzer 03.12.1942 12:00 (keine Zeit) Wuppertal