Lindau Hafen bei Nacht. Foto Markus Termin ©
Ist es nicht bemerkenswert? Während die Kosmologie annimmt, in jedem Zentrum einer Galaxie, altgr.: γαλαξίας, also auch unserer Milchstrasse, befinde sich ein „schwarzes Loch“, um das die Galaxie herumwirble, dort sei die Masse so groß, die Energie so stark, dass es kein Entrinnen mehr vor dem Sog eines solchen Loches gibt, wenn man/frau ihm zu nahe gerät, so wird gleichzeitig in der Schweiz in Genf, am sogenannten CERN-Forschungszentrum tief unter der Erde daran gearbeitet, ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen. Zumindest kann dessen Entstehung als unerwünschtes Nebenergebnis nicht ausgeschlossen werden. Und die Schweiz im Zentrum der EU ohne Mitgliedschaft und mit eigener Währung ist auch so ein neutrales Land der Mitte mit in der Mitte nochmal die Mega-Jungfrau Uhr CERN. Die Frage, ob es überhaupt schwarze Löcher gibt, rückt damit in den Hintergrund.
Eindrucksvoll bekommen wir das im aktuellen Star Trek als Kinoversion vorgeführt: das Raumschiff kracht schon fast ins schwarze Loch, welches die Romaner (die alten Römer?) mit ihren unappetitlich feuchten Superraumschiffen und dem grünen Blut schon verschlungen hat, Warp-Antrieb schafft`s nicht! – – : – : da schießen sie ein paar Mega-Minen ins schwarze Loch, und siehe, einfacher Hebeltrick, durch den Rückstoss wird die bereits Risse auf der Brücke bekommende Enterprise aus dem schwarzen Loch herausgeschleudert. Puh, grad noch mal geschafft!
Lassen wir es mal dahingestellt, wieviel sexistischer Wahnsinn in dieser Metapher steckt!
Als Bild von außen betrachtet – denn das können wir dank der großartigen Leistung der Astronomen und ihrer Geschicklichkeit, schöne Fotos aus dem Weltenraum zu machen! – also von außen betrachtet gleicht die Form einer Galaxie einem Strudel, einem Mahlstrom, und innen sieht es zunächst nicht nach schwarzem Loch, sondern sehr sehr hell aus?! Auf jeden Fall kommt uns die Form doch bekannt vor, nicht wahr?
fotografiert von Andreas Arnegger
Wenn sich Formen des Lebendigen so sehr gleichen, dann macht es Sinn, auch in der kleineren Welt Entsprechungen dieser Form zu finden.
Wie dem auch immer sei: es kann nur ganzheitliches – oder mit einem anderen Wort: phänomenologisches Schauen geben, wenn es erlaubt ist, bei der Betrachtung der Welt – einer Galaxie, eines Strudels, eines Hurricanes – unseren Sinnen zu trauen. Demnach sind schwarze Löcher eben gar keine schwarzen Löcher, sondern der Kern der Feldlinien eines größeren Gebildes, dessen andere Hälfte für den Menschen meist unsichtbar ist.
Das erschließt sich aus dem analogen Wasserstrudel – wie durch ihn etwas hindurchgeht in der Form einer rückkehrenden Feldlinie, so auch durch das Auge des Hurricanes oder das Zentrum einer Galaxie.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus


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