Liebe Leserinnen und Leser,
„Man wird verstehen,“ schreibt Rudolf Steiner in „Das Johannes-Evangelium“, „daß das Christentum erst im Anfang seines Wirkens ist und seine wahre Mission erst dann erfüllen wird, wenn es in seiner wahren, das heißt geistigen Gestalt verstanden wird.“
Was ist „geistig“? So sehr sich ein Materialist – also ein Mensch, dem die eigenen Gedanken unbewußt sind, der nicht weiß, daß er/sie sich selbst beobachtend Abstand nehmen kann von den Gedanken um sie aus wortlosem Grund zu erkennen – das, was wir Bewußtsein nennen – anstrengen mag, den Begriff „geistig“ mit Sinn zu füllen, es kommt ihm doch nur der Gegensatz von „konkret, wirklich“ und „abstrakt, eingebildet“ in den Sinn.
„Geistig“ ist aber ebenso konkret wie berührbar, was der tiefere Sinne der Thomas-Geschichte nach der Auferstehung ist.
Aus den Upanishaden: „Der in der Erde ruht und doch ein Anderer, als die Erde ist, von der die Erde nichts weiß, dessen Körper die Erde ist, der die Erde innerlich lenkt, das ist deine Seele, der innere Lenker, der Unsterbliche.“
Frohe Ostern!
Markus

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