Saturn bei der Partnerwahl

Foto Termin ©

09.03.2010 15:00 Fürth

Liebe Leserinnen und Leser,

in kaum einem Astrologiebuch wird erwähnt, daß Saturn für die Partnerwahl eine besondere Rolle spielt. Tatsächlich aber ist es so. Saturn, insbesondere bei Frauen, ist sehr oft der Planet, nach dem sie sich den Partner auswählen. Der Partner hat dann die Sonne in dem Zeichen, in welchem der Saturn der Frau steht.

Für diese Wahl stehen bestimmt die Hälfte aller Frauen. Wieder jenseits aller statistischen Wahrscheinlichkeit, leicht nachzuweisen und wissenschaftlich ohne weiteres verifizierbar.

Klar ist in solchen Fällen, daß Saturn den Wunsch nach Struktur und Halt darstellt, dem das Versprechen des Sonnenzeichens zu entsprechen scheint. Und ebenso klar fühlt sich die entsprechende Sonne eingeschränkt, als ertrüge sie einen Dauer-Saturn-Transit über der Sonne. Hat dann jedoch die Partnerin schließlich Halt gefunden und einen Grad der Reife erlangt, an dem der Wunsch nach väterlicher Sicherheit durch den Freund/Mann weniger befriedigt, erweist sich diese Wahl als unreif, und sie mag versuchen, den Partner abzuschütteln, anstatt Selbsterkenntnis zu entwickeln. Dann ist es gut, wenn noch andere Planeten passen.

Im oberen Horoskop erkennen wir die heutige Saturn-Venus Opposition. Sie bedeutet im persönlichen Horoskop die schwere Aufgabe, daß alles, was gefällt (einschließlich bei Frauen das eigene Selbstbild) leider nicht ebenso dazu taugt, Sicherheit zu gewährleisten und umgekehrt: was Sicherheit gewährleistet, nicht gefällt. Und dies wegen dem Gegensatz von Saturn (die Regel, Sicherheit) und Venus (Harmonie, Wohlgefallen), der im Horoskop angelegt ist als Rätsel karmischer Vergangenheit.

Das mag auch – wie bei Oppositionen oft – dazu führen, daß der eine Teil – Saturn – versuchsweise ganz ausgeschlossen wird und in dem Wunsch, eine Identität ohne diese Einschränkungen zu finden, Männer ganz abgelehnt werden und Frauen an deren Stelle treten.

Natürlich sind dies nur Beispiele. Die Wirklichkeit kennt immer Regeln und Ausnahmen. So auch hier!

Mit freundlichen Grüßen!

Markus

34 Gedanken zu “Saturn bei der Partnerwahl

  1. Natalie Ehnes

    Lieber Markus,

    mein Saturn steht im Zwilling. Es kommt wohl darauf an, auf welcher „Frequenz“ frau selbst ihren Saturn lebt. Struktur und Halt durch eine Zwilling-Sonne? Bislang habe ich förmlich eine „Allergie“ gegen zwillingshafte Oberflächlichkeit. Eher komme ich mir vor, als bekäme ein Zwilling von mir Struktur und Halt… ;-) Vielleicht soll ich da eher die Leichtigkeit des Lebens lernen und nicht alles so bierernst sehen?

    Was ebenfalls nicht ohne ist, wenn der Partner bzw. die Begegnung seinen/ihren Saturn im Partnerhoroskop auf meinen Deszendenten setzt. Habe ich zweimal hintereinander erlebt.

    Der erste hatte ein Venus-Saturn-Quadrat in seinem Radix. Von dem fühlte ich mich liebesmäßig abgelehnt.

    Der zweite hatte eine Merkur-Saturn-Opposition in seinem Radix und von dem fühlte ich mich intellektuell abgelehnt.

    Da nun ohnehin Steinbock als Herrscher des Saturn an meinem DC steht, bin ich mittlerweile so weit, nur noch mein eigenes „Ding“ zu machen.

    Liebe Grüße

    Natalie

    1. markustermin

      Liebe Natalie,

      das wäre aber schade mit dem „eigenen Ding“, denn wenn Du Krebs-AC bist, geht es ja gerade darum, die emotionale Subjektivität zu überwinden, oder nicht?

      Die Saturn-Sonnen „Regel“ ist auch hier nicht Theorie sondern tausend mal gesehen.

      Liebe Grüße

      Markus

      1. Natalie Ehnes

        Lieber Markus,

        das mit dem „eigenen Ding“ meinte ich so, dass ich mich vom klassischen Rollenbild einer Frau verabschiedet habe, wie sie ihr Beziehungs- und Liebesleben zu führen hat. Mann/Frau kann auch alleine als Single leben und sich trotzdem nicht einsam fühlen. Das ist wieder Klischee-Denken, dass allein lebende Menschen (oder Einzelgänger) automatisch einsam sein müssen.

        Saturn/Steinbock hat auch etwas mit Normen und Regeln zu tun. Der DC ist der Punkt der Begegnung. Also kommen mir die Menschen „steinböckisch“ entgegen.

        Der Mittelweg ist hier (für mich), das Leben der anderen nicht zu regeln, aber sich auch von anderen nicht regeln zu lassen. Das meine ich auch mit dem „eigenen Ding“.

        Gefühle können auch z. B. an Tiere oder Kinder weitergegeben werden. Ich bin deswegen nicht zum emotionalen Eisberg mutiert.

        Liebe Grüße

        Natalie

  2. Angela

    Lieber Markus,

    WENN du mit deinem letzten Gedanken-Abschnitt versuchen wollen würdest zu erklären, warum Frauen Frauen lieben, fände ich das als Erklärung zu stark vereinfacht. Eine Identität ohne Einschränkung zu finden kann meines Erachtens nicht dafür der Grund sein. Wenn du nur die Opposition und ihre Möglichkeiten sie auszuleben beschreiben willst, mag das vielleicht stimmen.

    Lieben Gruß
    Angela

    1. markustermin

      Liebe Angela,

      natürlich ist es stark vereinfacht. Es kommt oft noch eine Venus-Mars Konjunktion dazu. Das ist aber keine Theorie, sondern verblüffende Erfahrung.

      Liebe Grüße

      Markus

  3. Sammy

    Hallo Markus!
    Bin grad zufällig auf Deine Seite gestoßen, als ich „Claus Riemann“ bei Google eingegeben habe – lustig. Stehe noch ganz an den Anfängen der Astrologie – aber ich bin regelmäßig SPRACHLOS, was für Synchronizitäten zwischen Leben & Astrologie permanent stattfinden und ich bin hungrig, mehr zu verstehen! :)
    Natürlich passte auch das mit m Saturn wieder: Die Sonne meines Mannes steht im Zeichen meines Saturns…und jetzt bei meiner Saturnrückkehr herrscht grad die Vollkrise…
    Vielleicht kannst Du mir in dem Zusammenhang noch ne weitere Frage beantworten: Wie würdest Du es interpretieren, wenn mein aufsteigender Mondknoten in Kunjunktion mit dem Saturn meines Mannes steht (1. Haus, Jungfrau) und sein aufsteigender Mondkonten in Konjunktion mit meinem Saturn steht…? „Unkaputtbare karmische Verbindung“? Oder „Gegenseitiges Ausbremsen auf dem Weg zur Lebensaufgabe / Berufung“? Oder ganz anders? Hinzu kommt, dass meine Sonne im 4. Haus im T-Quadrat zu meiner Mondkontenachse steht…
    Hm, vielleicht hast Du ja Zeit für ein-zwei Zeilen.
    Sei herzlichst gegrüßt,
    Sammy

    1. markustermin

      Hallo Sammy,

      dann ist Dein Mann Waage-Sonne? Und erlebt diese Zeit als Zeit der Gerechtigkeitsfindung für: sich selbst, weil es um die Sonne geht. Er fühlt sich dann wahrscheinlich in seiner Selbstentfaltung begrenzt. Aber gleichzeitig will ja durch die Saturnrückkehr begleitet etwas Neues in Dir zur Welt kommen, ein neues Wesens-sein dir sich öffnen. Die Saturn-Wiederkehr ist wie das Nachhause-Kommen von Columbus Caravelle als Flugzeug. Da Saturn in der Waage stark ist, denn die Themata „Logig“,“Gerechtigkeit“ und „Schönheit“ gehören naturgemäß in die edle Waage. Sehr treffend übrigens dargestellt durch die „Weiße Königin“ in dem aktuellen „Alice in Wonderland“ mit Jonny Depp in einer Glanzrolle. Die weiße Königin hat schwarzes Haar und rote Lippen, ist fast tollpatschig nett, kann aber andererseits abgefahrene Zaubertränke mit links brauen. Muß mal schauen, wer die Rolle spielt: einfach Klasse. Geht doch mal zusammen in den Film? Die Mondknoten-Saturn-Sache ist der Hammer! Jeweils gegenseitig die Regeln, Ängste, Strukturen des anderen Partners bringen den einen weiter. Die Botschaft: „Folge den Regeln Deines Partrners!“ gilt für beide.

      Mit herzlichen Grüßen

      Markus

      1. Sammy

        Hey, danke für Deine schnelle Antwort :)
        Klingt krass mit dem MK-Saturn-Aspekt…“Folge den Regeln Deines Partners“…das mag mein Wassermannmond im Moment gar nicht so gern (oder liegt’s an der Schütze-Sonne?) – nichts desto trotz: Rückblickend auf unsere Beziehung passt das schon sehr…!
        Mein Mann ist übrigens sehr Waage betont (Venus, Mars, Mond & Pluto in der Waage), seine Sonne ist allerdings noch in der Jungfrau, genau wie sein AC. Werd mir den Film aber trotzdem auf jeden Fall anschauen! Jonny Depp ist ja n Garant für gute Filme :)
        Soweit erstmal – und danke nochmal!
        Herzlichst,
        Sammy

    1. markustermin

      Tatsächlich wählen geschätzte 50% aller Frauen (und ab und an auch Männer) einen Mann im Sonnenzeichen nach ihrer Saturn-Stellung = Sicherheit, Halt, Väterlichkeit.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Markus

  4. Aurelia

    … Das würde aber bedeuten, dass meine ganze Generation nur auf Widder-Männer aus wäre, und das halte ich für ziemlich wenig praktikabel…

    1. markustermin

      Wie lang geht denn für Dich eine Generation? Saturn ist ca. zweieinhalb Jahre in einem Zeichen – davon die Hälfte: und tatsächlich sind Widder-Männer (und nicht selten auch Frauen – denn auch Männer suchen Sicherheit) von dieser Hälfte besonders begehrt.

      1. Aurelia

        Auch ich bin überzeugt, dass Sonne-Saturn-Kontakte in der Synastrie ein wichtiger Hinweis sind auf eine stabile Partnerschaft, doch ich denke nicht, dass es immer Konjunktionen sein müssen, da ja für eine harmonische Partnerschaft noch andere Fanktoren wichtig sind. Ich habe auch nicht die Erfahrung gemacht, dass alle Frauen eines Jahrgangs sich nur für Männer mit einem bestimmten Sonnenzeichen interessieren. Und: Was Sicherheit verspricht, muss nicht zwangsläufig auch Sicherheit geben, sprich: der Mann mit dem Sicherheit versprechenden Sonnenzeichen kann auch ein total unzuverlässiger Typ sein…

      2. markustermin

        Klar, aber von „harmonischen“ Partnerschaften war überhaupt nicht die Rede; und: richtig: oft sind es völlig unzuverlässige Typen. Gerade eben wieder ein passendes Beispiel: Frau lernt Mann mit Sonne Jungfrau kennen – sie hat Mars & Saturn in der Jungfrau in 12 (Widder als Partnerhaus), fühlt sich total angezogen. Nun lebt er aber gerade im Obdachlosenheim, also im 12. Haus …
        Von „allen“ Frauen eines Jahrgangs war nicht die Rede: aber die Hälfte mit bestimmten Präferenzen können es durchaus sein. Es gibt übrigens sowohl Frauen, als auch Männer, die sich nicht für die Saturn-Stellung interessieren, sondern ausschließlich nach Mars oder Venus auswählen. Andere bevorzugen eine Sonnen/Mond-Verbindung. Doch Sinn und Zweck obigen Posts ist es, darauf hinzuweisen, daß ganz ungewöhnlich viele Frauen (und auch Männer) die Partnerschaft nach dem Saturn wählen, und das ist nunmal so.

  5. Pingback: Blogs die mich inspirieren 2 | zentao blog über zen + anderes

  6. Mir ist etwas Ähnliches aufgefallen. Wenn Du beispielsweise den Saturn im 9. Haus hast, dann fühlst Du dich hingezogen zu Leuten, deren Horoskop viele Synastrie-Aspekte mit Deinem Jupiter macht. Also immer mit dem natürlichen Herrscher vom Haus in dem Saturn steht. Der natürliche Herrscher von Haus 10 wäre Saturn, von Haus 11 Uranus etc., immer in Analogie zu den Zeichen. Versuch einer Erklärung: der Saturn zeigt ja, wo man zumindest in jungen Jahren unsicher ist. Deshalb sucht man vielleicht Partner, die einem helfen, die Saturn-Thematik etwas lockerer zu sehen. Nur eine Idee … Auf jeden Fall klasse, Markus, dass Du über Saturn in der Partnerschaft schreibst.

  7. Ranma

    Ich hatte 2015 den direkten Saturntransit über meine Sonne. Astrologen empfehlen ja gleich zur Vorbereitung auf den Transit mal zum Zahnarzt zu gehen. Mir wurde ein Zahn gezogen, ein weiterer wurzelbehandelt. Überhaupt war ich das ganze Jahr über ständig beim Zahnarzt. Sogar als der Transit eigentlich schon vorbei war, sind mir noch Stücke an zwei Zähnen abgebrochen, die ich dann noch behandeln lassen mußte. Da frage ich mich doch, wieso sollte ich mir eine Art Dauertransit Saturn auf meiner Sonne antun???

    Erfordert Partnerwahl Männer, die keinen Plan von Astrologie haben? Ich würde mich jedenfalls sehr für die Saturnposition jeder an mir interessierten Person interessieren und gegebenenfalls die Flucht ergreifen.

    Wenn du die Sonne-Saturn-Verbindung allerdings schon tausende Male gesehen hast, dann mußt du unglaublich viele Horoskope gesehen haben. Ich kann mir nichtmal vorstellen, überhaupt jemals auf so viele zu kommen. Nun bin ich aber auch kein Astrologe, obwohl manche meinen, daß ich das sein sollte. Also vielleicht hast du auch schon die moderneren Varianten gesehen, die heutzutage für die Partnerwahl als ideal gelten wie
    – Chiron-Venus
    – Jupiter-Juno
    – Eros-Psyche
    ?
    Was ist davon zu halten?
    Ranma

    1. markustermin

      Hallo Ranma,

      Das empfehlen Astrologen? Na ja – das ist: sei hart zu Dir, wenn das Leben sowieso schon hart ist. Aber es stimmt schon: ich hatte da auch Zahnprobleme. Hattest Du während dieser Zeit auch was mit Neptun oder insbesondere Neptun/Saturn im Aspekt? – das wäre passend für wegbrechende Zähne, mir ging es so bei Konjunktion Neptun/Saturn.

      Ist mir eben aufgefallen, wie viele Paare sich nach dem Muster finden, daß einer der Partner die Sonne dort hat, wo des anderen Saturn ist – möglicherweise federt das die Härten des Lebens ein wenig ab? Was Liebe vermag! Und klar – weil ich das beruflich seit 12 Jahren mache, habe ich viele tausend Horoskope von Paaren gesehen. Gerade hatte ich es zu tun mit einem Paar Saturn Opposition Saturn – das ist dann aber auch wirklich eine Herausforderung. Manche finden sich auch, um Abstand zu halten, wenn es hält. Chiron/Venus kenne ich schon, gibt´s – aber war mir als Muster noch nicht so im Fokus, danke für den Tip. Für die anderen Sachen bin ich noch nicht so aufgeschlossen, aber wer weiß – ich finde, es ist so schon so viel zu lesen aus dem Horoskop …

      Grundsätzlich ist es ja oft so, daß sich Gegensätze anziehen: Sie hat z.B. Sonne in Skorpion, er in Stier, aber gemeinsam ist ihnen der Jungfrau-Mond, oder so – wenn Du auch Deinen Gegensatz anziehst, betrifft das höchstwahrscheinlich gerade die Interessen … Liebe steht oft über Geschmack, weil sie more basic ist :-) … Wo steht der „Herr“ Deines Partnerhauses & was macht er (Zeichen, Aspekte, etc. … )? Überhaupt: was das 7. Haus sagt, ist der Weg zur Partnerschaft, würde ich vorschlagen, oder was meinst Du?

      Mit freundlichen Grüßen,

      Markus

      1. Ranma

        Mein Neptun ist tatsächlich immer gleich nach der Sonne als nächstes betroffen. Das ist gut, dann dürften die Transite und damit auch (?) die Probleme vorbei sein. Ich dachte nämlich schon das zöge sich weit in den separativen Aspekt rein. Eigentlich kenne ich separativ als = vorüber. In der Synastrie ist es mir noch völlig unklar, ob applikativ und separativ eine Bedeutung haben. Das Radix des jüngeren Partners war schließlich mal ein Transit über das Radix des älteren Partners.

        Gleich nach meinem Neptun kommt Merkur an die Reihe, der über mein Siebtes Haus herrscht. Er steht in Schütze und Neun, bildet ein Quinkunx mit meinem Mond, der in Krebs und Vier steht, über das auch noch Merkur herrscht. Übrigens soll ich genau wegen der Konstellation zur Astrologie berufen sein. Aber ich kann nichtmal nachvollziehen, wie man darauf kommt. Vielleicht liegt es daran, daß dieses Quinkunx der genaueste Aspekt in meinem Radix ist. Das wäre dann die Methode der Magi Astrology Society. Von der stammt auch Chiron-Venus für die Partnerwahl, wobei das von unabhängigen Astrologen bestätigt wurde, wie ich bereits aus zwei Quellen erfahren habe. Allerdings möchte die Magi Astrology Society alternativ und noch besser zusätzlich noch Chiron-Jupiter, Chiron-Neptun, Jupiter-Venus oder Jupiter-Neptun sehen.

        Juno-Jupiter beruht darauf, daß beide in der römischen Mythologie ein Paar sind. Es ist zur Zeit sehr beliebt unter Einbeziehung von Asteroiden nach allen möglichen Paaren zu suchen. Da wären zum Beispiel noch Neptun-Salacia, Pluto-Proserpina, Isis-Osiris, Pyramus-Thisbe, Hera-Zeus, Chiron-Chariklo, Amytrite-Poseidon, Caesar-Kleopatra, …
        Das ist weit davon entfernt, vollständig zu sein. Ob es funktioniert? Keine Ahnung…

        Eros-Psyche ist auch so ein Asteroidenpaar, aber das am meisten untersuchte und das scheint demnach zu funktionieren. Leider findet man astrologische Angaben zu Asteroiden so gut wie ausschließlich auf englischsprachigen Internetseiten.
        http://www.internationalastrologers.com/psyche_and_eros_soulmates.htm
        kennt eine auf Eros und Psyche basierende Methode, mittels der man anscheinend den idealen Partner finden kann. Allerdings finde ich die Angaben etwas lückenhaft und daher nicht eindeutig verständlich. Den Autor kann ich nicht kontaktieren, weil die Email-Adresse bei AOL ist und AOL sehr viele Absender-Domains herausfiltert. Zumindest habe ich auf einen Versuch keine Antwort erhalten.

        Mein Merkur bildet noch ein paar Nebenaspekte. Sind vielleicht unbedeutend. Aber der Vollständigkeit halber sind da noch Nonil zum Aufsteigenden Mondknoten, Nonil in die entgegengesetzte Richtung und nicht so genau zur Venus, Dezil zum Uranus, Undezil zum Mars, Halbsextil zur Ceres und eine Antiparallele zum Saturn. Aber wenn es eigentlich um das Siebte Haus geht, dann sollte man doch erstmal nachsehen, was sich darin befindet?

        Dann sieht die Sache nämlich ganz anders aus. In meinem Siebtem Haus befinden sich Pluto, Pallas, Uranus, der Glückspunkt, Venus, Psyche, Mars und Ceres. Außerdem ist die Waage darin eingeschlossen. Nichts davon war je ein Weg zur Partnerschaft. Aber Leute mit vollbesetztem Siebtem Haus machen sich vor allem viele Feinde. Das allerdings klappt sehr gut. Das Siebte Haus ist nicht nur nebenbei, sondern in erster Linie das Haus der offenen Feinde. Das kann man natürlich auch für eine Form der Partnerschaft halten.

        Das Siebte Haus steht ja für alles, was einem begegnet. Partnerschaft braucht sicherlich auch eine Begegnung. Aber umgekehrt kann man nicht einfach voraussetzen, daß eine Begegnung zur Partnerschaft führt. Daher halte ich es für nicht unbedingt zielführend, wenn man bei der Partnersuche mit dem eigenen Siebten Haus anfängt.

        Aber vielleicht ist dir ja bei der Beschreibung meines Siebten Hauses und seines Herrschers ein Weg zur Partnerschaft aufgefallen? Meine Beschreibung dürfte dafür ausführlich genug gewesen sein.
        Ranma

      2. Ranma

        Wieso ist man hart zu sich selbst, wenn man zum Zahnarzt geht? Es wäre doch viel mehr von übel, wenn man einfach abwarten würde bis die Zahnprobleme nicht mehr auszuhalten sind. Gerade das ist doch der sinnvollste Umgang mit der Astrologie, wenn man vor Problemen gewarnt wird und sich deshalb rechtzeitig darum kümmern kann und schließlich auch kümmert. Ein passives Starren auf die Transite wäre völlig sinnfrei.
        Ranma

  8. markustermin

    Hallo Ranma,

    hast Du Recht, so sollte man es halten – bin aber `n Weichei, Zahnarzt betreffend. Saturn ist in Zwillinge und wenn Du Sicherheit suchtest, wärs dann ein Mensch mit Zwillinge-Sonne – weil das aber eine Sonnen-Opposition ist, braucht´s eine starke Verbindung zusätzlich – perfekt wäre der Mond im Zeichen Krebs dazu und eine Spiegelung der Aszendenten, o.ä.

    Merkur als Herr von Partnerhaus 7 in 9 ist rückläufig und hat praktisch eine Neptun-Konjunktion: drückt erstmal eine große Sehnsucht aus: nach dem Motto: … „my love is far away“ (ähnlich, wie Herr von 7 in 12) – dessen sich bewußt zu werden, bringt schon sehr viel – denn so wird Beziehung zum Mythos (Neptun). Dazu kommt, daß Neptun Herr des AC ist – also gewissermaßen Du selbst – erstes und siebtes Haus versammeln sich um die Spitze 9 – die einfachste Entsprechung wäre: Partner im Ausland, am Besten beide Surf-Lehrer on the beach, oder so …

    Grundsätzlich bin ich beeindruckt von Deinen astrologischen Kenntnissen und hoffe, ich darf Dir einen Tipp geben?! – Es macht Sinn, die Deutung fast vom einfachst-möglichen Grundsatz anzugehen, und erst wenn man die ganz einfachen Faktoren verstanden hat, zur Präzisierung weitere zu ergänzen – beispielsweise Eros, Pallas, etc. – denn da müssen ja erst Erfahrungen gesammelt werden, sonst sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und verzweifelt an der Fülle der Möglichkeiten.

    In der Synastrie spielen sich annähernde und entfernende Aspekte keine Rolle – für den Vergleich! – um den es ja primär geht, da geht´s eher um – „Warum liegt mein Saturn auf seiner Sonne?“ – (oder umgekehrt), was mehr oder weniger genau sein kann – Aspekte separieren sich ja nicht in der Synastrie …

    Mit freundlichen Grüßen,

    Markus

  9. Ranma

    Eigentlich kam ich auf die Idee mit den separativen Aspekten nur wegen der Beschreibung der Synastrie als eine Art Dauertransit.

    „Warum liegt mein Saturn auf seiner Sonne?“ halte ich für eine seltsame Frage. Bisher sehe ich mir nur selten die Horoskope anderer Leute an. Vor einigen Jahren versuchte ich das Horoskop eines Kumpels zu analysieren, da fragte er mich „Warum habe ich keine Freundin?“ Woran man das sieht, das ist eine Frage, die mich seitdem viel mehr beschäftigt. Er hat auch Herrscher von Sieben in Neun. Also habe ich ihm zu einem längerem Auslandsaufenthalt geraten. Nur ist es natürlich schwierig, so einem Rat zu folgen. Ich müßte dem schließlich auch folgen, aber ich komme aus finanziellen Gründen extrem selten ins Ausland oder überhaupt irgendwohin. Als generelle Erklärung taugt das Muster Herrscher von Sieben in Neun auch nicht. Schon das nächste auf die gleiche Frage hin untersuchte Horoskop wies Herrscher von Sieben in Zwei auf. Dazu fiel mir nur ein, daß er wohl mehr Geld bräuchte…

    Neptun kann man sich nur schwer bewußt machen. Das Problem mit dem Mythos habe ich schon vor vielen Jahren so gelöst: Die Hoffnung auf eine wirkliche Partnerschaft habe ich völlig aufgegeben. Seitdem behaupte ich, daß Liebe nicht existiert. Bisher konnte mir noch niemand einen Gegenbeweis liefern. Manche Leute geben da recht phantasievolle Beschreibungen ab. Aber halt doch nur Phantasien. Die Astrologie sieht das auch eher so wie ich: zwei Menschen kommen zusammen, um sich gegenseitig dabei zu helfen, bestimmte Eigenschaften zu entwickeln (beim einen eine saturnische, beim anderen eine solare), danach trennen sie sich wieder. Bleiben sie doch zusammen, dann ist das nur äußerlich wegen des Drucks der Gesellschaft, in der sie leben. Ich glaube nichtmal, daß die Leute, die zum Astrologen kommen, um Fragen über ihre Beziehung zu stellen, sich Beziehungen auf diese Weise vorstellen oder sich Partnerbeziehungen wünschen würden, wenn sie sich die so vorstellten. Auf so etwas kann ich also gerne verzichten.

    Das gibt mir die Freiheit, um mit meinem Horoskop zu experimentieren. Zum Beispiel überprüfen, ob die Methode von Cece Stevens funktioniert. Dabei kann ich natürlich nicht darauf verzichten, Eros und Psyche einzubeziehen, weil diese beiden Asteroiden für die Methode von zentraler Bedeutung sind. Aber vor allem bräuchte ich die Geburtsdaten vieler anderer Menschen oder müßte Leute anhand ihrer Geburtsdaten finden können. Erst dachte ich, daß das im Internetzeitalter kein Problem mehr sein dürfte. Aber es ist ein gewaltiges Problem. Über die Geburtsdaten kann man so gut wie ausschließlich nur weltberühmte Prominente finden. Die wiederum reden nichtmal dann mit normalen Menschen, wenn die mit weniger schrägen Anliegen auf sie zukommen. Da stecke ich also ziemlich fest.

    Eine Sonne, die sich im gleichen Zeichen wie mein Saturn befindet, wäre tatsächlich eine Zwillinge-Sonne und vielleicht gefällt mir das tatsächlich wegen meiner Schütze-Sonne nicht? Als Kind hatte ich praktisch nur Freunde mit Zwillinge-Sonne. Meistens jünger oder älter, also nicht unbedingt mit Zwillinge-Saturn, aber bestimmt nicht mit Schütze-Saturn. Zwillinge scheinen also schon eine gewisse Anziehungskraft auf mich zu haben, aber die Freundschaften haben nicht gehalten.

    Einen sehr wichtiger unter meinen Horoskopfaktoren kennst du noch nicht: Saturn steht in einem ziemlich genauem Quadrat zu meinem Aszendenten (und natürlich auch zum Deszendenten). Vielleicht mag ich deswegen nichts, das mit dem saturnischen Prinzip zu tun hat. Saturn Quadrat Aszendent repräsentiert tatsächlich endlose, unvorstellbare Qualen. Zum Beispiel habe ich dermaßen viel Erfahrung mit Zahnärzten, daß sich wohl kaum noch etwas finden ließe, das ich nicht über Zahnmedizin wüßte. Das war zwar oft ein besonders schmerzhafter, aber doch nur ein einzelner Aspekt der endlosen Qualen.

    Da ließe sich mittels einer Relokation Abhilfe schaffen. Das sollte auch helfen gegen Mars Anderthalbquadrat Aszendent, Vertex Konjunktion Toro und Apollo (ein weiterer Hinweis auf Gewalterfahrungen), zu vielen Planeten in Sieben und gegen Herrscher von Sieben in Neun. Um auch noch Mars aus Sieben herauszubekommen, müßte ich allerdings sehr weit weg. Aber meine Finanzen erlauben mir kaum irgendeinen Ort, an den ich gehen könnte. Darum würde ich in erster Linie deswegen gehen, um meine Finanzen zu verbessern. Aber an allen infragekommenden Orten reloziere ich meinen Saturn nach Zwei. Zwar ist das besser als nach Vier und irgendwo muß er ja hin, aber ist das wirklich besser für die Finanzen als ein leeres und von Venus regiertes Zweites Haus? Bisher half mir das allerdings auch nicht… Kann es sein, daß Venus nur für das Ausgeben von Geld steht und das Zweite Haus garnicht so viel über die Finanzen aussagt?

    Übrigens gilt Venus-Saturn als Indikator für eine stabile Partnerschaft. So ziemlich alle Kombinationen mit der Venus gelten als Indikator für Partnerschaft. Da beschäftigt mich weniger die Frage, welche Kombination häufiger vorkommt, sondern welche man bevorzugen sollte. Schließlich gibt es viele schlecht funktionierende Partnerschaften. Die Astrologie ermöglicht es, auch davor rechtzeitig gewarnt zu sein. Schließlich beschäftigt mich noch eine eher philosophische Frage: Wieso werden Geld und Frauen vom selben Planeten regiert? Als fänden sich seltsamerweise Frauen immer dort, wo auch Geld ist….
    Ranma

    1. markustermin

      Hallo Ranma,

      es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten, Haus 9 zu realisieren: Du könntest zum Beispiel Lehrerin für Astrologie sein – was ja auch Deinen Kenntnissen entspricht! Allerdings müßtest Du Dir dafür tatsächlich die Horoskope anderer Leute angucken, sonst macht es keinen Sinn. „Warum liegt mein Saturn auf seiner Sonne?“ ist genauso eine angebrachte Frage – wenn es der Fall ist – wie mit jedem anderen Planeten – und außerdem Thema dieses Posts, weil es sehr häufig vorkommt.

      Astrologie-Lehrerin ginge aber auch wirklich nur, wenn Du selbst das Tor zur Liebe nicht gar so fest verrammelst: denn diejenigen, die Du berätst, wollen ja auch Liebe. Du kannst sie nicht beraten, wenn Du nicht an die Liebe glaubst. Ohne Liebe zu den Menschen allgemein bleiben Dir auch – bei aller Sachkenntnis im Einzelnen – die Geheimnisse des Horoskops verborgen; irgendwann gibst Du es auf, denkst vielleicht, „es taugt nichts“: dabei bist Du nur an Deine eigenen Grenzen gestoßen.

      Mal davon abgesehen, daß Deine Einstellung Merkur/Neptun als „Herrscherpaar“ der Beziehungsachse 1/7 perfekt entspricht: keine Liebe zu haben, weil man nicht an sie glaubt, und nicht an sie zu glauben, weil man keine hat – Du bist es selbst, die diese Fixierung „macht“ – „Die Astrologie“ zeigt in der Tat auf, warum sich Menschen treffen – aber daß sie sich wieder trennen, sagt sie nicht – und das stimmt auch nicht immer: es gibt haltbare und treue Paare, die sich tapfer durch ihre Beziehung & das Leben kämpfen – Beziehung ist Entwicklung, sonst wäre sie sinnlos.

      Herrscher von 7 in 2 bedeutet: in die Partnerschaft investieren, etwas geben. Das kann durchaus ein praktizierbarer Rat sein, es muss sich nämlich nicht um Geld handeln und öffnet gerade solchen die Augen, die erstmal viel bekommen wollen, bevor sie bereit sind, zu geben. Es ist also nicht so, daß Herr von 7 in 9 ein „generelles Muster“ wäre – es gibt alle möglichen Kombinationen, die alle Bedeutung haben – und es ist, wie gesagt, einer der Faktoren, die Astrologen kennen sollten und beachten müssen.

      Im Endeffekt hast Du es mit Individuen zu tun, deren dominante Faktoren erstmal zu verstehen sind. Was nützen Dir Eros & Psyche, wenn Dein Krebs-Mond in vier das ganze Horoskop dominiert und eventuell suggeriert, daß Du soviel Zuneigung brauchst – andere könnten damit einfach überfordert sein …

      „Geld und Frauen“: das hat was mit der Entstehung des Geldes zu tun, ist nicht philosophisch, sondern nur historisch und anthropologisch zu erklären: siehe z.B. J. J. Bachofen „Das Matriarchat“ (oder R. Ranke-Graves, „The White Goddess“) – demnach ist Geld schon immer Tauschmittel in „Liebesdingen“ – sehr erhellend ist auch, wenn man kapiert, was mit „Mitgift“ gemeint ist. Vulgo: die Entstehung des Geldes ist verbunden mit dem „ältesten Gewerbe der Welt“, das nicht umsonst so heißt. Leider wurden die Forschungen zu solchen Themen in den 70/80ger Jahren abgebrochen, wie so viele Frauen/Männer-Themen, wenn sie sich nicht ins Korsett der Statistik pressen ließen …

      Mit freundlichen Grüßen,

      Markus

      1. Ranma

        Ja, es ging um die Frage „Warum liegt mein Saturn auf seiner Sonne?“ und die Frage ist berechtigt. Trotzdem ist sie seltsam, weil unbedeutend im Vergleich zu der Frage „Sollte man da nicht besser weglaufen?“. Wenn du doch in Bezug auf den Zahnarzt ein Weichei bist, warum würdest du dir dann Zahnprobleme sogar noch als Dauertransit antun?

        Natürlich sagst du gleich, das kann man auch anders leben. Aber wenn man sich die Form aussuchen könnte, dann hätte Saturn nicht seit Jahrhunderten einen so schlechten Ruf. Manche Leute scheinen das besser hinzubekommen als andere. Falls tatsächlich manche Leute einen schlechtgestellten Saturn auf angenehme Weise leben können, dann wüßte ich gerne wie man das macht!

        Der Saturn-Seite von Sonne-Saturn mag es recht gut dabei ergehen, aber der Sonne-Seite sollte man raten, schnell das Weite zu suchen!

        Im Prinzip hätte ich nichts dagegen, mir die Horoskope anderer Leute anzugucken. Ich stelle mir nur die Praxis des Astrologen ausgesprochen langweililg vor. Eine Zeit lang liefen Astro-TV und Questico und vielleicht noch weitere solche Anbieter auf einigen Fernsehkanälen. Nur von daher weiß ich, wie es aussehen würde, wenn man Klienten berät. Da muß ich doch sehr bezweifeln, daß das meiner Berufung entspräche und ich das machen könnte. Ganz besonders dann nicht, wenn ich dafür an Liebe oder überhaupt an irgendetwas glauben muß! Für mich ist Astrologie keine Sache des Glaubens, sondern ein Werkzeug um Probleme zu lösen. Ein ganz wesentliches solches: Man kann auf Dauer seinen Lebensunterhalt nur auf eine Weise bestreiten, die der eigenen Berufung entspricht? Selbsterkenntnis ist also ein wesentlicher Bestandteil, aber am Ende geht es mir darum, Probleme zu lösen und nicht täglich so dämliche Fragen zu beantworten wie „Wann ist der nächste Partner in Sicht?“. Es entspricht ja nichtmal meiner Erfahrung, daß ständig neue Partner in Sicht sind.

        Tatsächlich kenne ich es aus meiner Verwandtschaft sogar nur so, daß alle Ehen immer bis zum Tod mindestens eines Ehepartners halten. Aber das sind alte Leute, die bereits ihre Goldenen Hochzeiten hinter sich haben. Diese Leute sind mit anderen gesellschaftlichen Zwängen aufgewachsen als denen, die heutzutage vorherrschen. Daher meine Ansicht, daß es nur gesellschaftlicher Druck ist, wenn eine Trennung nicht erfolgt. Trennung anzeigende Transite (vor allem Uranus durch Sieben oder über den Herrscher von Sieben) gibt es sehr wohl….
        Ranma

        P.S.: Ist das, was einem im Siebten Haus begegnet, wirklich da, oder nimmt man es nur jede mögliche Umgebung auf diese Weise wahr?

  10. Hallo Ranma,
    anderer Leute Horoskope anzugucken setzt voraus, dass du das Werkzeug zur Lösung von Problemen auch anderen zur Verfügung stellen möchtest. Diese anderen sind so wirklich da wie wir, unabhängig davon, ob und wie wir sie wahrnehmen, bzw. sie auf uns wirken lassen. Was den Lebensunterhalt betrifft, kann man sich glücklich schätzen, wenn man ihn der eigenen Berufung entsprechend bestreiten kann, doch es geht auch anders und man kann immer mehr, als man denkt. :)
    Gruß, Conny

    1. Ranma

      Hallo Conny!

      Wahrscheinlich hast du mich ein bißchen falsch verstanden. Meine letzte Frage bezog sich nicht darauf, ob man mehr der philosophischen Position des Solipsismuses oder der des Positivismuses zugeneigt sein sollte. In der Philosophie gelten beide Positionen als albern und unhaltbar. Es sind die einzigen Positionen die dermaßen absolut ausgeschlossen werden. Meine Frage ist vielmehr, ob dann, wenn der Astrologe von Projektion spricht, das Gleiche gemeint ist wie wenn der Psychologe von Projektion spricht oder das Gleiche wie wenn der Okkultist von Projektion spricht. Wenn man zum Beispiel mit Saturn in Sieben einem autoritärem Arschloch begegnet, dann kann die Person bei einer Projektion im Sinne der Psychologie völlig anders sein, man nimmt sie trotzdem als autoritäres Arschloch war. Vielleicht weil andere Eigenschaften der betreffenden Person an frühere Erfahrungen erinnern. Vielleicht weil man extrem antiautoritär eingestellt ist und gerade nach Feinden sucht. Vielleicht aus einem völlig anderem Grund. Aber bei einer Projektion im Sinne der okkulten Tradition würde man tatsächlich irgendwie dafür sorgen, daß es zu Begegnungen mit autoritären Arschlöchern kommt, die tatsächlich so sind. Also nimmt man die Umgebung nur so wahr wie das Siebte Haus sie zeigt oder ist sie tatsächlich so, weil man Entsprechendes unaufhaltbar anzieht?

      Es gibt natürlich viele Leute, die ihre Berufung nicht leben. Das läuft dann aber so ab, daß diese Leute psychisch krank werden, falls das nicht reicht auch noch körperlich, daran zerbrechen dann Beziehungen, sowohl Freunde als auch der Job gehen verloren. Bei Lernresistenten kann sich das Ganze noch mehrfach wiederholen bis sie schließlich auf der Straße leben und verhungern oder erfrieren. Seine Berufung zu leben ist zumindest das Weiseste, das man tun kann, um nicht alles zu verlieren und auf der Straße zu landen. Ein ähnliches Muster gibt es, wenn man sich immer wieder auf Partner einläßt, die nicht zu einem passen. So eine Partnerschaft kann nicht funktionieren. Man kann generell mit oder gegen das eigene Horoskop leben. Letzteres ist immer die Verliererstraße.

      Natürlich möchte ich anderen bei der Lösung von Problemen helfen. Hundert Prozent aller Menschen sollten ihrer Berufung nachgehen. Und dadurch immer genug zum leben haben. Hundert Prozent aller Menschen sollten sich echten Freunden zuwenden und sich von falschen Freunden fernhalten. Und alle sollten nur funktionierende Beziehungen eingehen. Hätte ich einen über zwölf Jahre angesammelten Datenbestand, dann könnte ich dabei kräftig nachhelfen. Nur vor dem langen Weg dorthin graut es mir. Auf dem Weg dorthin muß ich noch herausfinden, welche Methode am besten funktioniert. Nun muß noch die Erkenntnis von tulsi4 mit in meine Liste der Möglichkeiten. Besonders bedaure ich, daß das Wissen der medizinischen Astrologie komplett ausgestorben ist. Beim vermeiden von Unfällen könnte ich halbwegs helfen und auch die Methode müßte noch perfektioniert werden. Bisher versuchen nur wenige Astrologiekundige so etwas, also gibt es kaum Nachfrage. Was es gibt, das ist eine große Nachfrage nach der Beantwortung echt unwichtiger Fragen. Also bliebe mir die Beantwortung dämlicher Fragen, in der Art von Astro-TV. Unerträglich. Das kann ich nicht machen. Das kann nicht meine Berufung sein….
      Ranma

      1. markustermin

        Hallo Ranma,

        sich den Saturn eines anderen über die Sonne zu holen, ist kein gar so dummes Konzept, wie Du meinst. Viele machen es deswegen, weil sie spüren, daß sie dringend Sicherheit im Leben brauchen. Das ist natürlich nichts für Leute, die sagen „I was born to have adventure“ – aber Sicherheit ist ein absolut legitimes Bedürfnis. Für die so „transitierte“ Sonne hat es den Vorteil, daß die „Härten“ des Lebens – die also Saturn, wie Du richtig sagst – astrologisch darstellt – für ihn/sie zum lockeren Trainingscamp werden, mal etwas übertrieben ausgedrückt. Nehmen wir an, er hat ein Horoskop, das zu allzuviel dämlichem Wagemut neigt, rettet sie ihm (mit ihrem Saturn auf seiner Sonne) vielleicht sogar das Leben.

        Sodann besteht das Horoskop ja nicht nur aus Saturn & Sonne: wenn zum Beispiel der erotische Bereich gut aspektiert ist, dann kann das durchaus entschädigen, je nachdem, worauf man Wert legt: andere Verbindungen, denen Erotik weniger wichtig ist, schaffen andere Dinge gemeinsam, z.B. mit einem starken Jupiter/Jupiter Trigon, etc. Das sind alles nur Beispiele!

        „Also nimmt man die Umgebung nur so wahr wie das Siebte Haus sie zeigt oder ist sie tatsächlich so, weil man Entsprechendes unaufhaltbar anzieht? – beides.

        Du unterschätzt die anderen Astrologie-Kundigen, die natürlich nicht ständig einfältige Fragen stellen, sondern oft nach allen Regeln der Kunst gemeinsam mit dem Astrologen die Lage verstehen wollen, genau so, wie Du. Viele haben davon in den letzten Jahren talklines benutzt, ohne jemals Astro-TV anzugucken, oft weil ihnen Geld egal ist (nicht alle sind arm) und sie Verfügbarkeit und unkomplizierte Abrechnung wünschen. Astro-TV ist eben wie Dschungelcamp. Die Schmuddelecke ist seit Kaiser Augustus ein Versteck für die Astrologie.

        Ich finde, Du lebst Deinen „schlechtgestellten“ Saturn schon sehr gut.

        Kennst Du schon Deine Berufung – und wie liest Du dahingehend Dein Horoskop?

        Mit freundlichen Grüßen,

        Markus

      2. Ranma

        Hier steht das “schlechtgestellten” in Anführungszeichen, weil Saturn in Drei als die bestmögliche Position des Saturns gilt? Tatsächlich kann er sich auch da übel auswirken und das Quadrat zum Aszendenten ist mit der bestmöglichen Position garantiert nicht gemeint! Es ist die schlechtmöglichste Position, die es gibt! Nicht vergessen: das ist zugleich die Spitze von Äqual-Vier und so wirkt sich das auch aus. Das Anderthalbquadrat zum Mars macht es nicht gerade besser. Ich habe zwar auch andere üble Aspekte, aber per Relokation gelernt, wieviel davon tatsächlich das Quadrat zum Aszendenten ausmacht. Und das ist enorm viel!

        Ein erstes Mal schneller als der Transit gewesen zu sein und endlich auch zu akzeptieren, daß ich da sowieso durch muß, das würde ich noch nicht als sehr gut gelebt betrachten. Mein Mond bekommt gerade Besuch vom tertiärprogressiven Saturn und am 20. April wird die Konjunktion genau. Mir schwant schon Übles. Trotzdem kann ich nicht rechtzeitig darauf reagieren, weil ich mir kaum vorstellen kann, was da auf mich zukommt. Vielleicht ein Umzug (weil sich mein Mond in Vier befindet). Schließlich will ich tatsächlich das Quadrat von Saturn auf meinen Aszendenten loswerden. Aber das würde niemals im April funktionieren. Sollte ich dann noch hier sein, dann werde ich bis über beide Ohren mit Arbeit und Streß zugeschüttet sein. Unbezahlter Arbeit und übelstem Streß, nur damit wir uns richtig verstehen. Saturn an der Spitze von Äqual-Vier halt. Hier ist kaum mehr machbar als gerade so zu überleben. (Natürlich wäre Pluto stattdessen noch schlimmer, das ist aber auch kein Trost.)

        Üblicherweise findet man die Berufung über die „Entfaltung der Himmelsmitte“. Also man sieht sich das Zehnte Haus und dessen Herrscher an. Allerdings hat das schon Ptolemäus völlig anders gemacht. Außerdem werden erforderliche Fähigkeiten auf andere Weise angezeigt, zum Beispiel durch den Herrscher des Vierten Hauses, wo man auch in jedem übertragenem Sinn zuhause ist. Auch stark gestellte Planeten oder enge Aspekte gelten als Indikator für jene Fähigkeiten, die man beruflich anwenden sollte. Manche Konstellationen sind in bestimmten Berufen besonders häufig und Pallas gilt immer als guter Indikator. Achsenbesetzungen scheinen mir intuitiv jedoch der zuverlässigste Indikator zu sein. Jim Lewis beschrieb ja bei jeder Weltlinie passende Tätigkeiten dazu. Wenn es in der Relokation funktioniert, dann im Radix erst recht. Natürlich nur, wenn eine Achsenbesetzung im Radix auftritt. Als nächstes würde ich zum Zehnten Haus gehen, um systematisch vorzugehen.

        Also kurz gesagt kann man in den Möglichkeiten ertrinken und darum hatte ich vor kurzer Zeit jemand anderen gefragt, womit ich Geld verdienen solle. Die Antwort war Astrologie oder Head-hunting, falls ich für Head-hunting nicht zu ehrlich wäre. Und wie man darauf komme, das müßte ich längst selbst wissen. Tja, ich rätsele und rätsele… Jedenfalls finde ich es übel, den Zugang zur Astrologie irgendwie einzuschränken, weil man niemand die Werkzeuge zum lösen von Problemen wegnehmen sollte. Deswegen fühle ich mich garnicht wohl bei dem Gedanken als Astrologe zu arbeiten und dafür Geld zu nehmen. Aber für Head-hunting bin ich wahrscheinlich zu ehrlich… Sicher ist bisher also nur, daß meine Sonne als Herrscher von Sechs keine untergeordnete Position, sondern nur selbstständige Tätigkeiten zuläßt….
        Ranma

  11. Zur Berufung..:

    „Der Bischof … predigte eines Sonntags sein Verlangen nach einer
    jüngeren Kraft, die ihm als Priester zur Seite stünde. Augustin war als
    einfacher Gläubiger unter den Hörern, aber die Menge erkannte ihn als
    den Mönch von Thagaste, einige Entschlossene warfen sich auf ihn
    und brachten den Widerstrebenden mit Gewalt vor Valerius. Der
    Zuruf des Volkes genügte nach der Sitte der Zeit, einen Mann zum
    Bischof oder Priester der Gemeinde zu erwählen. Als das Geschrei
    ‚Augustinus, Augustinus soll der Priester sein!’ die Basilika erfüllte,
    gab es weder für den Erkorenen noch für den Bischof ein Sträuben …
    Augustinus erschrak bis zu Tränen, aber er beugte sich dem
    allgemeinen Willen … “

    (Augustinus – Confessiones, München 1980, S.981)

    ~~~

    Dazu der Kommentar eines MRL-Kollegen:

    „Die Berufung (astrologisch: Steinbock – Saturn – Haus 10) ist für den
    Berufenen eine Bürde, eine Last, zu der er – aufgrund eines Zurufs! –
    auserkoren wird. Der Anruf durch eine Gruppe („Öffentlichkeit“) ist
    quasi göttlicher Wille, der den Einzelnen in eine Pflicht, eine
    Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit zwingt, der er sich nicht
    widersetzen darf. Die Berufung („Bestimmung“) ist somit keine
    „Selbstverwirklichung“, macht nicht Spaß, sondern ist eine
    Notwendigkeit, die sich ergibt. Selbstverständlich wird der Ruf nur
    einen Menschen ereilen, der aufgrund seiner Begabung (der „Gabe“,
    die er erhielt) für das Amt geeignet erscheint. Unterwirft er sich dem
    durch Zuruf geäußerten Willen, so kann er während seiner Amtszeit
    bzw. Tätigkeit Ruhm und Ehre erlangen. Ruhm und Ehre kommen
    somit nicht der Person, sondern der „Unperson“ zu, die sich dem
    göttlichen Willen (bzw. dem Schicksal) und der bestimmten
    Schicksalsform unterwirft und sie ausfüllt.“

    (Quelle => http://www.astrolokiel.de/Berufung.pdf )

    ~~~

    Sonntagsgrüße
    Mythopoet

    1. Ranma

      Oh, das war ein Vollzitat der verlinkten pdf-Datei. Die besteht aus nur einer Seite. Also gut, Berufung ist Teil des Schicksals und gehört damit zu Saturn – Steinbock – Zehn. Dann gehört Selbstverwirklichung zu Sonne – Löwe – Fünf. Die Selbstverwirklichung steht zur Berufung im Quinkunx, dem Aspekt von ausweichen, verdrängen, anpassen, weiterentwickeln, wachsen. Das ist die Blaupause romantischer Komödien und vieler sonstiger Filme. Zwei oder mehr Menschen, die sich einander nicht grün sind, sitzen irgendwie im selben Boot, lernen sich dadurch kennen und werden durch gemeinsame Erlebnisse geprägt. Das schafft die Grundlage für Harmonie zwischen ihnen, die dann am Ende besteht. Fünf und Zehn, Selbstverwirklichung und Berufung / Schicksal sollten also diese Art von Beziehung haben. Außerdem ist es eine Sonne-Saturn-Thematik, so daß wir noch beim Thema geblieben sind.

      Ganz wesentlich an der Geschichte des Augustinus ist, daß ihm nichts Unmögliches oder auch nur für ihn besonders Schwieriges abverlangt wurde. Er gehört sowieso schon zum Klerus und wechselt nur in eine Position mit mehr Macht und Einfluß. Quasi eine Beförderung. Desweiteren liegt es nicht in seiner Macht, sich gegen oder für die neue Position zu entscheiden. Die Position war ihm vorherbestimmt. Ein Astrologe hätte den Aufstieg aus dem Horoskop des Augustinus vorhersagen können. Einen freien Willen bildet man sich nur ein. Die Geschichte des Augustinus ist ein schöner Beleg für den Determinismus. Vielleicht liegt das auch nur daran, daß es eine Zehntes-Haus-Thematik ist und Saturn der natürliche Herrscher über Zehn. Bei Fünftes-Haus-Themen könnten wir dann vielleicht trotzdem frei entscheiden.

      Jedenfalls würde ich mir eine Berufung der Art wie bei Augustinus gerne gefallen lassen. Augustinus sträubt sich zwar etwas, aber als Geistlicher vermutet er die Entscheidung sowieso in Gottes Hand. Er vertraut darauf, daß die Entscheidung auf diese Weise die beste ist. Also ist die „Beförderung“ etwas, das Augustinus als Geistlicher eigentlich will. Das ist eigentlich auch klar, wenn man nur zu dem berufen wird, wofür man die „Gabe“ bereits erhalten hat. Dann gibt es auch noch Ruhm und Ehre dazu. Wie wäre es möglich, daß man sich so einer Tätigkeit nicht mit Freude widmet? Andersherum kann man dann natürlich zu einer Tätigkeit, an der man keine Freude hat, nicht berufen sein!

      Vielleicht sollte ich mir generell erst das Fünfte Haus ansehen? Das verspricht nun nicht unbedingt Ruhm und Ehre. Auch keine garantierten Erfolge oder ein regelmäßiges Einkommen. Selbstverwirklichen kann man sich eigentlich erst, wenn man seine Berufung bereits ausübt. Dadurch schafft man die Voraussetzungen. Also die Berufung dient (Zehn ist das sechste Haus von Fünf aus) der Selbstverwirklichung.

      So, jetzt habe ich mein Weltbild wieder geradegerückt. Von einem hohem Ansehen durch den Beruf bei gleichzeitigem regelmäßigem und ausreichendem Einkommen können heutzutage viele Menschen nur noch träumen, also ist ein Fall wie der des Augustinus kein Normalfall. Er hatte großes Glück. Vielleicht ein besonders gut gestelltes Fünftes Haus? Also was muß man tun, damit es einem selbst genauso gut ergeht?
      Ranma

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s