Mundan

Sonnenfinsternis als Ring

Bild: Nasa

„And – thirty hours till Saturn goes retrograde.  Sixty hours until the eclipse.  Seventy five hours until Mercury stops retrograding.  Hundred and thirty hours until the Moon and Jupiter together enter Pisces.  Deep breathing is suggested, I think the next week could be a rollercoaster.“ aus: Blog • Steve Judd

15.01.2010 07:06 Nürnberg

„Ja, und: in dreißig Stunden geht Saturn rückläufig. Noch sechzig Stunden bis zur Eklipse, fünfundsiebzig Stunden bis Merkur seine Rückläufigkeit beendet, hundertunddreißig Stunden bis Mond und Jupiter gleichzeitig in die Fische eintreten. Tief Luftholen wird empfohlen, ich denke die nächste Woche könnte eine Achterbahnfahrt sein.“

Diese Sonnenfinsternis hat sich bei mir schon in dem Post über Orangen und Schokoladenkekse angekündigt und die Tag- und Nachtbilder der Hochstrasse, bevor ich mich damit ernsthaft beschäftigte. Wer will, kann dies: Orangen (Sonne) und Mond (Kekse) als Finsternismetapher sehen. Solchermaßen und in der Resonanz von Empfindungen, finden wir sogar eine starke Wirkkraft dieser Finsternis, dem ersten Neumond des Jahres. In der AstroCartoGrafie sehen wir (Bild wird durch Anklicken vergrößert) die direkten Planetenlinien; die durch die Verbindung der kardinalen Horoskoppunkte auf unterschiedlichen Weltorten, aber zur selben Weltzeit über die Weltkarte sich erstrecken:

Sonnenfinsternis 15.01.10 07:06 Nürnberg Zeit

In Neuseeland ist Nachmittag und ein Krebs AC steigt auf: dort sieht man die Sonnenfinsternis wohl. Nicht jedoch bei uns. Bei uns ist Steinbock-AC und die Sonnenfinsternis betont nochmal die Pionierleistung (Mondknoten in Steinbock), die dieses Jahr vollbracht sehen will im Zeichen Steinbock in unseren Breitengraden. Dies soll zur Zeit mit Liebe (Venus), Sonne (Bewußtsein), dem rückläufigen Merkur, also unserem Sinn für althergebrachte Werte in Gottesfurcht (Merkur dreht kurz vor Pluto, Zeus´ Bruder wieder direkt, wie ein wilder off-road biker, der eine Staubbremsung provoziert) und mit Pluto selbst, also einer gründlichen Umwandlung dessen, was wir uns unter Steinbock-Autorität – vorstellen, geschehen.

Allerdings ist der Aszendent durch die Finsternis beeinflußt bei uns, weshalb wir wohl so stark verbunden sind, wie zur Zeit. Also sollten wir bei uns selbst anfangen. Satt nach Kopenhagen zu gucken, hier alles Mögliche tun. Ohne Abkommen. Einfach nach dem alten Sinnspruch, zuerst vor der eigenen Tür sauber zu machen! Nada mas, wie man in Spanien sagt – um mehr geht es gar nicht. Mit anderen Worten: statt uns auf Politiker zu verlassen, müssen wir selbst Initiative ergreifen. Das ist vor allem ein Problem des Nahverkehrs und eine gewaltige Aufgabe: da ist er, der Merkur rückläufig – also das Bewegungsprinzip im Steinbock, die Pannen der U3, die Scheckkarten-Europa-Sache, die Mannschaft von Togo, die zurückfährt mit tödlichen Verlusten, aber auch die steckenbleibende Seilbahn, der Verkehr schlechthin.  Nochmal die notwendigen Diskussionen um Banker-Aufsicht. Das Thema (Steinboch = Regeln) schwillt an.

Vor allem aber die Sache mit der Fußballmannschaft gibt mir sehr zu denken. Das finde ich zu ernst, um einfach zur Tagesordnung überzugehen. Man fühlt sich an München 1972 erinnert, die Olympiade, auf der ausgesucht israelische Sportler ermordet wurden. Gleich hat sich unsere gleichgeschaltete Presse auf business as usual berufen und Togo ist nicht dabei. Und dies im Jahr der Weltmeisterschaft, so wurde ziemlich einmütig ein kühner Vergleich irgendeines südafrikanischen Ministers herangezogen, hätte mit der WM in Südafrika so wenig zu tun, wie die WM in Deutschland mit dem Krieg im Kosovo, wie sinngemäß zitiert wurde.

Wir sehen auf dem AstroCartoGrafischen Bild zur Sonnenfinsternis die Neptun, Jupiter und Chiron Gemeinschaft durch Angola am Aszendenten verlaufen. Ich denke, der Vergleich des Offiziellen ist nicht beruhigend. Wir müssen uns mehr mit den Dingen befassen: schon wieder ist Öl im Spiel. Auch Neptun!