Nürnberg, 10:21 – einige Beispiele für das, was ich gestern meinte: dies hier unten ist ein Schöllkraut-Wald, der unter einer recht lichten Ahornanpflanzung am Rande des alten AEG-Lagergeländes an der Pegnitz wächst. LeserInnen des Stundenbuchs werden sich vielleicht an den astrologischen Artikel über Schöllkraut und die richtige Zeit, es zu sammeln, erinnern. Wir haben übrigens seit heute Nacht gegen 2:00 den Mond im Löwen, und ich meine, das macht sich in einer gewissen Erhabenheit des Gefühls bemerkbar, auch wenn der Hochnebel bislang die Sonne noch nicht durchläßt.
Fotos dieser Seite: Markus Termin ©
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Schauen wir uns einmal die bestehende Fahrrad-Infrastruktur an:
Freilich haben wir bereits schöne Fahrradwege und sogar eine neue Fahrradbrücke über die Pegnitz.
Dieses Ding ist ein Vier-Personen-Rad.
Aber ist das wirklich schon genug?
Das Ding da oben sieht modern aus und stammt aus einer Velo-Aufbruchsepoche, als es üblich und schick war, Juppi zu sein – die Abkürzung für „young professional“, also jemand der erfolgreich an der Börse „arbeitete“, und gleichzeitig Inline-Scaten konnte. Filme aus Werbung und Spiel brachten Helden dieser Existenzform hervor, und es galt als ausgemacht, dass das Internet für schlaue Einsteiger eine Goldgrube war. Das waren die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Pluto stand im Schützen und verbündete sich mit Jupiters Kräften. Noch gab es den Optimismus zwischen den Hochhäusern, dass aus der „Pretty Woman“ die Ehefrau des „Masters of the Universe“ wird. Nun ist auch dieses moderne Vehikel in die Jahre gekommen. Der Form nach immer noch sportlich, aber Sie würden erkennen, dass die Polster schon geklebt sind.
Und weiter gehts …
Aus diesem Grund brauchen wir einen ganz neuen Aufbruch im Zwischenbereich zwischen Fahrrad und Auto. Seien wir klug, wie dieser Virus aus Mexico. Denn was hat er gemacht: sich von Schweinen, Vögeln und Menschen Gene geliehen.
Eine neue Verkehrsform muß sportlich, herausfordernd, freiheitlich, sicher, bezahlbar und revolutionionär sein.
Sie sollte Anleihen nehmen an Fahrrad, Auto und Flugzeug, genauer: Luftkissenflugzeug oder/und Zeppelin.
Das ist gar nicht so abwegig. Bis vor einiger Zeit gab es noch zwei ambitionierte Zeppelin-Unternehmen:
Geschichte: Cargolifter AG – Wikipedia
Etwas ähnliches muß uns im Kleinen gelingen! Stellen wir uns ein wahlweise elektro oder/und pedalbetriebenes kleines Flugschiff vor, welches in einer Höhe von ca. 2 Metern über dem Boden sicher und leise durch die Gegend surrt, und den städtischen Nahverkehr völlig revolutioniert. Denkbar wäre – und technisch machbar sowieso – ein GPS-gesteuertes Leitsystem zur Verkehrssicherheit. Man bräuchte nur noch das Ziel eingeben. Und die Verfechter der Relativitätstheorie kämen auf ihr Kosten, vielleicht.
Der Sport in dieser Disziplin müßte zuerst und mit richtig viel Geld zum Volkssport erhoben werden; gleichzeitig müßte man den Mut haben, die ganze Formel I als anachronistischen Unsinn zumindest einzuschränken, statt zu fördern.
Der Mond hat heute sein Quadrat zur Sonne, also geht in die Halbmondphase. Daher sind die Menschen leider nicht ausreichend sanft, ein erster Mai wird wieder Aggressionen entladen, und Jupiter-Chiron-Neptun ist über die nächsten Monate hinweg der wichtigste Aspekt meines Erachtens.
„Man muß das Unmögliche versuchen,um das Mögliche zu erreichen.“
H. Hesse







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