Nürnberg, 11:25 – die Sonne scheint, Himmel milchig, kalt. Saturn ist auf 02.12 Jungfrau immer noch rückläufig. Damit nähert er sich dem Grad der totalen Mondfinsternis vom 21. Februar diesen Jahres auf 01.52 Jungfrau, den er am 14. und 15. April erreicht haben wird, um dann nochmal direktläufig dieselbe Stelle ein drittes Mal zu berühren. Dies am 18. Mai, nachdem Saturn am 4. Mai die Richtung wieder direkt gedreht hat. Astrologisch ist das bedeutend. Es ist gar nicht einfach, sich die Rückläufigkeit vorzustellen. Insbesondere die Abnahme der Geschwindigkeit. Doch das Bild eines Läufers im Stadion, der immer gleich schnell läuft, uns in der Kurve aber anders erscheint, kann dem ein Bild geben. Tatsächlich ist Saturn wie alle anderen Planeten im Wechsel der Richtung langsam. Er geht sehr langsam von Gradminute zu Gradminute. Im Ergebnis sind die Dinge zäh, gestaut. Eine allgemeine Unzufriedenheit macht sich breit, weil nichts sich bewegt. Das Wetter bleibt kalt. Doch diese Regel kennt auch Ausnahmen. Als 1974 die Grenze an der Ledra-Straße in Nikosia auf Zypern geschlossen wurde, stand Saturn im Krebs, dem Zeichen der Familie und der Heimat. Jungfrau wird ganz Griechenland zugeordnet. Wenn wir nun Saturn, in der Jungfrau rückläufig als die sich zurücknehmenden griechischen Interessen sehen, ein Wandel, der dem katastrophengeschüttelten Griechenland nach der mißlungenen EU-Abstimmung über die Wiedervereinigung der Insel gut steht, haben wir im rückläufigen Saturn hier ein positives Ergebnis. Was Griechenland schwächt ist im Ergebnis für Zypern gut. Venus, die für Zypern steht, lief eben noch über den anderen Mondknoten, der das Neue bringt, Rahu in den Fischen. Nach 44 Jahren wird die Grenze in der Stadt Nikosia wieder geöffnet. Ferner treten gewisse Ereignisse, oder sogar Ergebnisse von Vorgängen des Septembers 2007 treten nochmal ins Bewußtsein. Der Bezug sind in der Jungfrau immer die praktischen Dinge, die einfache Lebensbewältigung. Beispiesweise rufen bei mir Klienten an, mit denen ich um diese Zeit zu tun hatte, dafür bleiben andere aus. Ketu , den absteigenden Mondknotenpunkt der Mondfinsternis, den Saturn doppelt passiert, ist der Unterleib von Rahu, dem Mond- und Sonnenverschlinger. Ketu hat etwas mit dem Aufbrechen von lange verdrängten Problemen, dem Verheimlichen zu tun. Intrigen sind sein Thema. Doch mit Saturn über dieser Position wird definitv versucht, mit Verbissenheit am Unrecht und der Intrige festzuhalten. Diese Situation zeigt sich weltweit, ob in China, Simbabwe, im Irak, oder auch beim Nichtraucherschutz. Die sogenannte „Sollbruchstelle“ ist am Dienstag, den vierten November um 14:10 Uhr. Da steht dann Saturn in Opposition zum rückläufigen Saturn. An diesem Tag, das Schicksal will es, finden auch die Wahlen in den USA statt. Für all diejenigen, die meinen, Rückläufigkeit, das sei doch nur ein Schein: stimmt nicht ganz! Eine weit entfernte Lichquelle (derer es im Universum genug gibt) wirft den Schatten eines rückläufigen Planeten als Schleife in den Raum. Insofern Licht auch eine Materie ist und vice versa, sind das reale, „fotografierbare“ Wirklichkeiten der Rückläufigkeit, nicht nur Standortfragen.