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Der Mann ohne Eigenschaften

Foto Musil

„Man kann sagen, dass wir praktisch völlig von den Ergebnissen dieser Wissenschaft leben. Wir backen unser Brot, bauen unsere Häuser und treiben unsere Fuhrwerke durch sie. Mit Ausnahme der paar von Hand gefertigten Möbel, Kleider, Schuhe und der Kinder* erhalten wir alles unter Einschaltung mathematischer Berechnungen. Plötzlich, nachdem alles in schönste Existenz gebracht war, kamen die Mathematiker – jene, die ganz innen herumgrübeln – darauf, dass etwas in den Grundlagen der ganzen Sache absolut nicht in Ordnung zu bringen sei; tatsächlich, sie sahen zuunterst nach und fanden, dass das ganze Gebäude in der Luft stehe. Aber die Maschinen liefen! Man muss daraufhin annehmen, dass unser Dasein bleicher Spuk ist; wir leben es, aber eigentlich nur auf Grund eines Irrtums, ohne den es nicht entstanden wäre. Es gibt heute keine zweite Möglichkeit so phantastischen Gefühls wie die des Mathematikers.“

* Trifft heute aber auch zu, Musil kannte die Gentechnik noch nicht.

Robert Musil, 6. November 1880 um 15:00 In Klagenfurt, Österreich:

Musil

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Zensurvorwürfe in diesem Blog

AladinAutorin:  S.Kraushaar

Liebe Leserinnen und Leser,

„… ist es doch eine Kultur-Frage, ob es uns eines Tages gelingt, die Naturwissenschaft wieder unter den Mantel des Geistes zu holen?!“,

So schrieb ich vor ein paar Tagen. Natürlich ist es mir bewußt, dass sich die Naturwissenschaft damit maximal beleidigt fühlt. Denn dieser Satz impliziert ja, sie sei nun nicht „unter dem Mantel des Geistes“.

Nun habe ich beim Straßenbahnfahren zufällig zwei Wissenschaftler aus  einem Erlanger Institut belauscht, die Tags zuvor meinen Blog-Beitrag gelesen hatten:

Erster Wissenschaftler: Da plagt man sich nun jahrein, jahraus, schlägt sich die Nächte um die Ohren, meistens um Zahlen in bestimmte Tabellen einzutragen, und dann kommt da so ein Astro-Futzi, der wahrscheinlich noch nicht mal die Sonderschule besucht hat, geschweige denn eine Universität von innen gesehen.

Zweiter Wissenschaftler: – man munkelt, er sei ein ehemaliger Kassierer, wie die Firma EsoWatch Inc.Co. herausgefunden hat.

Erster Wissenschaftler: Ja, und der behauptet, was mir machet,  des hätt mit „Geist“ nix zu dun.

Zweiter Wissenschaftler: Geist, was soll das überhaupt? Das ist doch Humbug?! Wozu braucht man den, Rechnen geht doch auch so!? Und wer definiert denn das? (Lacht).

Erster Wissenschaftler: Die Realität ist  t a t s ä c h l i c h  in Formeln zu beschreiben, Herrgottnocheämol! Jetzt begreift das doch endlich, ihr Esoteriker!

Nur noch schnell das Higgs-Boson (wer hier an Beuerchen an der Mutterbrust denkt, hat eine blühende Phantasie M.T.) nachgewiesen und jemandem, am Besten einer Gruppe von Menschen dafür den Nobelpreis verliehen, dann läuft alles klar.

Zweiter Wissenschaftler: Wären nicht diese bescheuerten, irrationalen Esoteriker, die uns einfach zwingen, sie zu hassen, weil sie sich aber auch jedem vernünftigen Argument entziehen.

„1 + 1 = 2“: wer daran zweifelt, hat doch nicht alles Tassen im Schrank! Als könnte jeder dahergelaufene Bauerntölpel die Relativitätstheorie nachplappern!

Erster Wissenschaftler: Die-ses Impfgegnerpack. Na klar, manchmal passiert was in der Medizin. Leute gehen drauf. Na und? Insgesamt wird die Gesellschaft immer älter dank moderner Medizin und Medikamente. Und auch ohne Bio!

Zweiter Wissenschaftler: Freilich, I sog ja nix, Raketen sind CO²-Schleudern, sicher. Aber sie dienen der Menschheit!

Erster Wissenschaftler: So sieht´s nämlich aus: dieser „Mantel des Geistes“, von dem dieser Kerl redet, das sind doch wir, die Naturwissenschaftler, die einzig Vernünftigen, wir verkörpern doch direkt den Geist selbst! Indem wie eben tun, was sinnvoll und notwendig ist. Wenn es überhaupt Geist gibt, Herrgottnocheämol.

Und dazu gehören eben auch Tierversuche. Glaubt ihr, wir foltern gerne? Jeder neu gefunde chemische Stoff, der nur einigermaßen Aussicht hat, sich als Manipulator des menschlichen Organismus zu eignen, wird von uns auf seine Wirksamkeit – biodiversity – hin untersucht.

I sog: Seid froh, dass wir das machen!

Es kostet Milliarden, und ihr bezahlt es mit euren Kassenbeiträgen. Und dann kommt so ein toller Blockbuster dabei heraus, ein Medikament gegen irgendeine Zivilisationskrankheit, und schon spült es die Milliarden vielfach wieder in die Kassen unserer Arbeitgeber. Whow! So läuft das!

Erster Wissenschaftler: Wir selbst aber leben in der Regel prekär. Und empfinden das eigentlich als Schande, weil unsere Arbeit so wertvoll ist, selbst wenn wir nur Rädchen im Getriebe sind. Es ist gar nicht so leicht, sich als forschender Wissenschaftler über Wasser zu halten, ständig muß man sich bewerben, Pizzadienstessen essen, Stipendien beantragen, Veröffentlichungen lancieren, damit man und frau nicht in Vergessenheit gerät.

Zweiter Wissenschaftler: Und da kommt so ein Astrofutzi und plappert was von „Geist“. Echt aber,  – : eyh!

 

 

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Schein

kopie-von-schein

Moche5’s Blog

Liebe Leserinnen und Leser,

Vollmond ist erst Morgen, um 08:00 Uhr, aber die Energie der Nacht haben wir heute schon. Es ist der Widder-Vollmond: Neubeginn als Ausgleich. Manche sind der Meinung, der Vollmond hätte keine besondere Energie, sondern nur die Entfernung des Mondes von der Erde, die einen weitesten und einen nächsten Punkt kennt. Der Neuseeländer Ken Ring hat aus vielen Jahrzehnten Erfahrung auf einer See-geprägten Insel mitten in der Natur ein Vorhersagesystem gefunden, dass beide Faktoren einbezieht:

Predicting the Weather by the Moon by Ken Ring

Abgesehen davon kennt jeder die Vollmondenergie, und es ist offensichtlich, dass sie mit der Schwerkraft nichts zu tun hat, sondern durch das Licht transportiert wird. Wenn wir nun glauben sollen, die Schwerkraft des Mondes hänge von Periphel und Aphel, dem erdnächsten und fernsten Punkt der Umlaufbahn ab, dann können wir ausschließen, dass die Vollmondkraft etwas mit Gravitation zu tun hat. Sie muss daher eine andere Natur haben. Und kraft dieser Natur – die nicht die Schwerkraft sein kann – wirkt also der Mond auf´s Wetter. Und natürlich außerdem mit den Periphel und Aphel erklärlichen Schwerkraftveränderungen auch – aber eben nicht nur. Kommt jedoch beides zusammen: Licht-Vollmond und Erdnähe, so haben wir schwere Stürme.

Markus

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Die Idee mit dem Luftschiff geht doch!

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Hier sehen wir Albertos Santos Dumonts Luftschiff No. 16. Der Brasilianer, geboren am 20.07.1883 in Palmyros, Brasilien, der mit seinem Luftschiff, an das sich laut Erzählung die Pariser seiner Wahlheimat bald als tägliche  Nahverkehrs-Pendelerscheinung gewöhnt haben sollen, zu seinem Lieblingsrestaurant flog, um dort zu speisen und wieder aufzusteigen. Können wir sowas nicht heute auch?

Foto Alberto Santos Dumont

Alberto Santos Dumont

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„Die Wissenschaft denkt nicht“ Martin Heidegger

„Seltsamer Sprung, der uns vermutlich den Einblick erbringt, dass wir uns noch nicht genügend dort aufhalten, wo wir eigentlich schon sind. Wo sind wir? In welcher Konstellation* von Sein und Mensch?“

Aus „Identität und Differenz“, S. 21, auch als Hör-CD zu haben!

Warum schreibe ich heut über Heidegger? Weil er heute Geburtstag hätte. Unten der YouTube Eintrag enthält ein unglaubliches Interview mit dem alten Herrn Professor Heidegger. Vor allem seine Vorausserkenntnis der Gentechnik ist bemerkenswert. Unbedingt anschauen!:

YouTube – Heidegger: la question de l’être (6)

* Hervorhebung M.T.

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Venus (auch) in der Jungfrau!

IMG_2195Foto Markus Termin ©

Auf obigem Foto hilft als Bild im Bild ein junger Mann einer schönen älteren Frau. Im Hintergrund ihre zerstörte Hütte, im Vordergrund Plastikabfall.  Wertvoller, ungenutzter Rohstoff. Das Bild gehört zu der Kampagne „Deutschland hilft“:

Erdbeben Indonesien: Jetzt Spenden I Flut in Afrika – Spenden für die Opfer der Überschwemmung

Diese Flut übrigens die Verstärkung des rückläufigen Jupiter mit Neptun und Chiron und die Saturn Uranus Opposition als Stau von Wasser.

Es gibt eine einzige verständliche und fundamentale Kritik eines Philosophen an der Technik im Allgemeinen. Heidegger, eine Waage-Sonne, spricht vom „Gestell“. Das klingt grusig und ist es auch. Zum Entwurf dieses Modells gehört die Gefahr, dabei draufzugehen, wie in Matrix aus dem kollektiven Unbewußten in die Film-Imagination geholt.

Aber schauen wir uns das Bild oben einmal auf seine Stellung in der Wirklichkeit an. Der junge Mann und die Frau  auf dem Foto sind nicht wirklich da, sondern sie sind Abbildungen eines gestellten Fotos. Gleichwohl suggeriert das Bild bewußt Anwesenheit im öffentlichen Raum, und obwohl wir es gewohnt sind, Bilder von Wirklichkeit zu unterscheiden, werden wir doch ganz allgemein von dem Modus indoktriniert, der da bedeutet: „Stelle Dir die Welt zwei-dimensional vor.“

Diese Gewohnheit hat mit der Zeit unsere Fähigkeit eingeschränkt, den Raum als Wesenheit wahrzunehmen.

Nebendran an dem großen Bild im Bild hängt ein orangener Mülleimer. Er suggeriert Ordnung. Dies verstärkt der Fahrplan links nebendran. Aber es fällt etwas auf: das Bild außerhalb des abgebildeten Bildes, also jenes in der vermeintlich „richtigen“ Realität – die gleichwohl wiederum nur Abbildung ist – ist menschenleer. Dafür aber sauber.

Die Frage ist: wie bekommen wir den Chemie-Dreck in den Abfalleimer? Bevor die Chemie sich von ihrer Mutter, der Alchemie (wörtlich übersetzt: das aus Kemé, Ägypten) trennte, war die Welt im Prinzip komplett bio. Es gab Glas, es gab Keramik, aber das war´s. Abfall war unbekannt, denn schließlich wurde alles wiederverwendet. Absolut alles. Ich denke das ging so bis zum 17. Jahrhundert. Bis auf Blei in Rom und möglicherweise auch Quecksilber im Mittelalter?! Diese beiden Metalle bildeten eventuell eine Ausnahme, weil sie bereits früh Umweltprobleme hervorriefen, die auch Menschen schädigten. Vielleicht sollte man damit – Merkurius rückläufig – auch wieder beginnen, um die Alchemistische Zeremonie der seelischen Reinigung unserer chemischen Industrie und Pharmazie nachzuholen? Erst mal das Quecksilber binden? Chemiker aller Wissenschaften, vereinigt euch!

Jetzt sind wir mit der Frage konfrontiert, wie wir Millionen-Tonnen Plastikmüll aus den Weltmeeren rausbekommen. Giftmüll lagert dort, radioaktive Substanzen. Wir werden jahrhundertelang diese Welt aufräumen müssen. Und das geht nur, indem wir zum absoluten Null-Abfall Prinzip zurückgehen, mit Technik. Aber eben für uns Menschen.

Gordon Brown hat eine finanzielle Weltregierung vorgeschlagen. Das ist der absolut richtige Vorschlag für einen Fisch mit Widder-AC und Löwe-Mond! Die Sonne in Haus 12 muß sich die Weltregierung wünschen. Er geht ja  auf die Saturn-Wiederkehr zu. Da kann er schon was bewirken.

Gordon Brown, 20. Februar 1951 08:40 in Giffnock, Ecosse, United Kingdom

Gordon Brown

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Obama school speech

Hier war er in der Klemme. Absagen wäre Kneifen gewesen. Andererseits ging es nicht nur um diese Rede, sondern um die Würde des Präsidentenamtes vor Schülern; die Erwachsenen als schlechtes, weil streitendes Beispiel. Eins zu null für Obama. Und die Nervosität hört man, denn er verspricht sich oft, wie sonst praktisch nie. Dennoch klingt er überzeugend, weil er weiß, zu wem er spricht.

Ich habe die Rede schon vor ein paar Tagen gelesen. Es gab Protest: darf dieser schwarze Mann unsere Kinder sozialistisch indoktrinieren? Daraufhin wurde die Rede in den USA vorher ins Netz gestellt, damit sich alle vom einwandfreien Inhalt überzeugen konnten. Doch das ändert die Situation des Redners. Alle hängen an seinen Lippen und beten mit ihm den Text mit, an den er sich wirklich, ohne abzulesen, akkurat wie ein sehr guter Schüler, der noch auswendig lernen kann, hält.

Eine unglaubliche Leistung vollbringt dieser Redner. Nie wäre er ohne diese Begabung, auswendig zu rezitieren, gewählt worden. Mehr, als mit den Inhalten, wird er mit Auswendiglernen beschäftigt sein, vielleicht sogar schon um 04:30 am Morgen.  Listen to it, einfach mal reinhören:

Obama School Speech: Every Student Has Something To Offer

Und kaum zeigt dieser außergewöhnliche Präsident einmal Schwäche, lenken die Republikaner ein; sie waren zu weit gegangen: es sei eine gute Rede gewesen. Nun, endlich. Das ebnet den Weg zur Krankenkasse für alle.