Fotos: Termin ©
Liebe Leserinnen und Leser,
John Cage wußte, daß Vögel komponieren – allein und in Gemeinschaft. Während ich´s grad schreibe, brandet – neben dem relaxten Feierabendverkehr aus der Kirchstraße – noch der sonore sound eines Amselkönigs an mein Ohr: gelassen, wie das Glück des Lebens selbst, tempi wechselnd – und reagiert auf andere SängerInnen zart und einladend : „der ehemals scheue Waldvogel“, heißt es bei Wikipedia, kam erst in die Städte als er nicht mehr gejagt wurde (mit Vogelherden) … wenn die Sonne untergeht, just in dem magischen Moment, gehen die singenden Amseln in lautes Schimpfen über, rhythmisch, Empörung ausdrückend – jeden Tag um dieselbe Zeit, wenn die Sonne untergeht …
– es gab eine Zeitrechnung, die die jeweilige Sonnen-Tageszeit in 12 Stunden teilte – also veränderlich.
Spatzen sind die getreuen heimischen Finken – unsere Gefährten – sie lieben Zuckerkekse – – aber wir sollten für sie Besseres bereithalten: das nächste Mal im Kreuzgang der Stadtbibliothek … (Leinsamen, Hanfsamen, Mehlwürmer :-) … )
Bald darauf – wiederum an den Atem des Verkehrs eigenartig gebunden und ungebunden zugleich – der Nachtigallen Konzert-Soli – übertreffen alles, rechtfertigen Liebe & Glück; – trotz Wahn: sie und die Amseln – Oh, es gibt Sänger, dort! – und mehr – Straßenbahn macht Percussion.
Eine frühere Zeit zweifelte nicht an der Sprachfähigkeit der Vögel – die magische Verbundenheit: Auspicia – ist unüberschaubar.
Klar, gewiss, Falken beobachten wir auch, – und Papageien, wir Ornithologen … und auch Eulen – ; – `nen Adler …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus



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