Poetry, Weltbild

Jupiter in den Fischen und Neumond

Astro-Teestunde: Dark Moon – kurz vor Fische-Neumond

Liebe Leserinnen und Leser,

was Nicola da schreibt, stimmt aber sehr: wir brauchen ja bloß aus dem Fenster zu schauen:

Foto Termin ©

Andererseits gibt es das Buch Jonas:

„… das Er geredet hatte durch Seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten, der von Gath-Hepher war.« Gath-Hepher liegt nordöstlich von Nazareth im Gebiet des Stammes Sebulon, wo sein Grab heute noch gezeigt wird.

Der Name bedeutet Taube. Die Taube gilt als Symbol der Sanftmut und Arglosigkeit, wie unser Herr sagte: »Werdet ohne Arglist wie die Tauben« (Mat.10:16). Jona argwöhnte zwar vor seiner Flucht nach Tarsis, dass Ninive doch nicht vernichtet würde, da Gott langsam zum Zorn und groß an Güte ist. Diesen Argwohn hat Jona später als unberechtigt erkannt. Die Arglosigkeit und Sanftmut einer Taube dürfte somit nach all den Ereignissen seine Gesinnung geprägt haben.“ aus: Das Buch Jona

Dieser Fische-Neumond hat auch eine andere Dimension: es ist die Reise in den Bauch des Walfischs, die Verwandlung, Metamorphose. Aber wie soll man sich wandeln, wenn man doch abtaucht, wie Nicola schreibt?

Eben so: der Fisch taucht. Nicola nennt es dark moon – sie hat wahrscheinlich die Jahreszeit, wie wir alle, gründlich satt. Kein Wunder, daß die in diesem Zeichen Geborenen hinterher nicht als Propheten auftauchen sollten:

Jonas predigt in Ninive: von Gustav Dorè (06.01.1832, Straßburg)

Doch das gute an der Geschichte ist ihr Schluß: denn offensichtlich hat Jonah, Jonas oder Jona durch die drei Tage im Bauch des Wals eine Wandlung erfahren, eine Art zweite Geburt. Daher kann er nun predigen und die Menschen in Ninive glauben ihm tatsächlich! Warum sollte Gott auch eine Stadt wirklich vernichten wollen, deren Bewohner nicht rechts von links unterscheiden können, wird Gott persönlich für seine Milde bei Jona verantworten müssen!

Quelle: Datei:Ricinusstrauch.jpg – Wikipedia

Doch Jonas ist seines Erfolges unzufrieden: da fängt  Gott an, mit ihm zu spielen: er spendet ihm durch einen Rizinusstrauch Licht und Schatten. Hintersinnige Metapher, ist doch Rizinus purgativ, also reinigend.

Tausende Jahre später wird der Babylonische Flügellöwe von Archäologen im Namen der Wissenschaft entführt:

Der Fische-Neumond ist also auch der Mond mit einem riesig offenen Wiedergeburtsfenster in den Weltenraum hinaus. Die Kinder, die jetzt geboren werden – Gott segne sie im Namen der Jungfrau Maria – haben vor allem Uranus, Sonne, Merkur, Jupiter und Mond in den Fischen, dazu Venus im Widder: also wahrlich Propheten der Freiheit. Und Mars im Löwen gibt ihnen auch die Kraft dazu, er steht noch fast still! Den Chiron-Neptun Aspekt hab ich die letzten Tage gleich zwei mal hintereinander als Radix-Wiederkehr auf dem Geburts-Chiron gesehen: beide Male mit sehr stark heilenden und immer auch spirituell begleiteten Prozessen.

14.03.2010 13:21 Nürnberg