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Vorschlag zum wissenschaftlichen Nachweis der Gültigkeit der Astrologie

Synchronizitäten sind unvorhersehbare Geschehnisse, in denen der Ursache-Folge Zusammenhang scheinbar nicht evident ist, die aber trotzdem in einem Sinn-Zusammenhang stehen, oder in einem solchen zu stehen scheinen. Die Verschränkung von polarisierten Lichtquanten ist daher keine Synchronizität, obwohl sie alle Kriterien einer solchen erfüllt, aber gleichzeitig absolut vorhersehbar ist. Den Sinnzusammenhang kennen wir, die kausale Ursache, warum etwas in einem Sinnzusammenhang stehen sollte, das scheinbar keinen objektivierbaren Kausalzusammenhang mit dem Beobachter/Wahrnehmenden anbietet, kennen wir nicht.

Dies zu definieren ist notwendig, bevor wir die Astrologie verstehen können. Synchronizität bietet per Definition keine kausale Erklärung, ist aber – und dies gilt insbesondere für die Astrologie – objektiv nachweisbar. Man könnte die ganze Astrologie als einen einzigen „Synchronizitäts-Messapparat“ bezeichnen.

Nehmen wir praktische Beispiele: der Mond steht im Tierkreiszeichen Stier; weit über Durchschnitt aller Kontakte eines Astrologen zu dieser Zeit bestätigen, solange der Mond im Stier steht, daß die Anrufer ihren Mond selbst im Stier haben.

Anderes Beispiel: in der Praxis eines Astrologen kontaktieren die meisten Anrufer – weit über die Hälfte – den Astrologen, wenn der Aszendent aufsteigt, der ihrem Geburtsbild/Horoskop entspricht, etc.

Außer diesen „Zeichen“ gibt es jede Menge anderer.

Die Synchronizitäten sind nach Komplexität zu ordnen und in ihrer Evidenz steigerbar: z.B. Mond und AC im Zeichen des Anrufers. Oder: AC im Zeichen des Anrufers und Mond im Zeichen des Astrologen und des Anrufers. Aus solchen (oder ähnlichen) Synchronizitäten sind z.B. immer die Horoskope von Geschwistern aufgebaut, und zwar immer mit eindeutigem Bezug zueinandner und zu den Eltern.

Das selbe ergibt sich im Partnervergleich. So wie der Aszendent, gibt es auch ein gegenüberliegendes Partnerhaus. Als einfache Synchronizität würde ich es bezeichnen, wenn die Partnerschaft im Sonnenzeichen aus genau dem Zeichen besteht, das im Partnerhaus, wie wir sagen, regiert. Weiter nichts besonderes: wenn jedoch eine Frau mit Krebs-AC schon zwei Ehen hinter sich hat mit zwei Steinbock Männern und außerdem weit über die Hälfte aller Personen ähnliches berichten, würde ich mal behaupten, die Astrologie sei bewiesen in Ihrem Sinne. Da dies auch tatsächlich der Fall ist, ist ein Beweis gar kein Problem. Tatsächlich ist meine Partnerbeschreibung – ohne, daß ich die Geschichte meiner Kunden kenne – eine der ersten vertrauensbildenden Maßnahmen, weil sie so zuverlässig ist. Sie ist mein „Arbeitszeug“.

Dieser Bezug ist immer anders, niemals derselbe. Als Synchronizität jedoch ist er objektiv am abgebildeten Horoskop ablesbar und damit – selbst wenn immer anderes – dennoch nachweisbar.

Da diese Synchronizitäten also völllig objektiv sind, lassen sie sich auch nachweisen.

Für eine möglichen Nachweis schlage ich Abstufungen nach Intensität vor: es gibt einfache, doppelte und dreifache Synchronizitäten. Die dreifachen sind die spannendsten; Beispiel: ein Möbelverkäufer sitzt im Büro und vertreibt sich die Zeit mit dem Lesen religionsgeschichtlicher Bücher. Er liest über das Pascha-Fest. Minuten später erscheint eine Kundin. Sie führt einen Hund an der Leine und nennt ihn Pascha. Kaum ist sie gegengen, fährt auf der Schnellstraße ein Taxi vorbei mit der Werbe-Aufschrift: Pascha-Club. Diese Synchronizität spielt sich im Erleben eines Einzelnen ab, und obwohl wir alle so etwas kennen, gibt es Grenzen der Mitteilbarkeit, denn das Verblüffende eröffnet sich nicht durch die Nacherzählung.

In der Astrologie jedoch sind – wie gesagt – diese Dinge messbar. Nun braucht es nur noch ein paar Astrologen, die bereit sind, sich zu diesem Zweck über die Schulter gucken zu lassen, ein vernünftiges Bewertungssystem und ein paar wirklich interessierte Wissenschaftler, die bereit sind, sich überraschen zu lassen.

Ihren naheliegenden Einwand vorwegnehmend, daß so ein Projekt ja Arbeit machen würde und auch Geld kostet, kann man kaum gelten lassen. Was haben Sie erwartet, daß hier der Hase aus dem Hut gezaubert wird? Und wenn ich erwähnte, daß es einen gewissen Aufwand braucht, um seriös reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen, wurde mir oft genug Geldgier vorgeworfen.

Wohlan: dies ist mein Vorschlag. Und meine Behauptung: Synchronizitäten sind durch Astrologie objektiv nachweisbar, gilt. Sollte jemand eine leichter funktionierende „Versuchsanordnung“ finden, die objektive und repräsentative Ergebnisse verspricht: bitte schön, dann diskutieren wir.*

Diskussionsbeitrag in einem „skeptischen“ Blog mit großem Mangel an gutem Willen.