Innen Ukraine 24.08.1991 14:31 Kiew, außen Transite heute, 2. Mai 2014 19:00
Liebe Leserinnen und Leser,
wir dürfen uns nicht täuschen lassen – die Medien betreiben konfrontative Kriegshetzerei – in Russland und bei uns. Der mythische Urgrund der Spaltung Byzanz gegen Rom wird ausgeblendet, bzw. – : ist noch nicht genügend strukturbildende Intelligenz da, jenseits der Typisierung, Kategorisierung, die Bestimmung durch Worte der Befehlsketten, von denen die ehrgeizigen Schreibtischtäter getrieben werden, durch vernünftige Begriffe der De-Eskalation zu ersetzen: Freundschaft, Unterstützung. Hier sind verrückte Ideen gefragt, Hauptsache russisch.
Wer russisch kann, bitte Kontakt zu Russland aufnehmen. Der Propaganda – sie ist eingebunden in den Militarismus – nicht allein das „Feld“ überlassen.
Beispielsweise der außenpolitische Sprecher der CDU – Mißfelder (wohl Mond/Pluto in Waage, Sonne Jungfrau), der zusammen mit „Altkanzler“ (klingt schon fast wie Bismark) Schröder (bekanntlich Widder) im Auftrag unserer geistesgegenwärtigen Kanzlerin (auf ihre Bitte hin, wie ich annehme) zu Putin feiern gegangen ist – es wird richtiggehend von der angeblich intellektuellen Presse gefordert, mit Putin nicht zu sprechen, ihn total zu isolieren. Aber das ist keine gute Idee bei Waagen wie Putin oder Berlusconi – die brauchen Einbindung, Feste! Wenn dieser Krieg nicht eskaliert, haben wir es Schröder zu verdanken.
Aber anderen scheint ganz wichtig gewesen zu sein, anzugreifen, bevor der nun auf dem Tisch liegende Vorschlag zur Befreiung der Geiseln umgesetzt wurde. Das ist typisch. Man will vom Westen aus die Eskalation, der CIA macht seinen ganz normalen Job, wie in Syrien, wie der weise Peter Scholl-Latour sagt, auch.
All das sind akzeptierte Bedingungen, die den Jesus-Satz „so ihr nicht werdet, wie die Kinder“, pervertieren. „Kleine“, regionale Konflikte sind im Intersse der Waffenindustrie – der unsere Kanzlerin sowohl aus Tradition, als auch aus praktischen Gründen der Parteifinanzierung seit Kohls Ehrenwort dienen muss – aber: sie schickt Schröder nach Russland und geht selbst in die USA. Das ist eine Rochade, die von US-amerikanischen Ex-Präsidenten, deren wichtigster Carter ist, auch gespielt wird.
Daß man ihr – weil sie das tut – mit einer Offensive in den Rücken fällt (wenn sie es kapiert), für die die Schläger von Kiew zwei Wochen brauchten, um die – höchstwahrscheinlich (wie der weise Ehrhard Eppler offen angibt) mit CIA-Hilfe aufgestellten „regulären“ Armee-Truppen in der Ost-Ukraine, die von halbstarken Bandentypen und Puff-Besuchern errichteten Vodka-Barrikaden räumen zu lassen, was Putin wiederum zum Kriegsanlass als Köder ausgeschmissen hatte, wie alle Beteiligten wissen …
Hoffnung macht: zumindest in den westlichen Online-Medien wird in den Kommentarsparten von ZEIT, Spiegel, FAZ, usw. durch Leser die Journalistenschaft schonungslos zerlegt, zu Recht. Es ist keine zwei Wochen her, daß man sich presseseits fragte, warum die Leser nicht folgen, aber man setzt schlicht den militaristisch verherrlichenden Presse-Stil in Bild und Text fort, als sei man frei von der Fähigkeit, sich selbst kritisch zu hinterfragen.
Gut, wenn wir da ein Auge drauf haben, wenn mal wieder Panzer mit Flägchen in bunten Farben wie bei Fußballclubs gezeigt werden, zur Zeit täglich.
Verzeiht den Sarkasmus …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.