Liebe Leserinnen und Leser,
wer sind denn die heiligen drei Könige? Sind es Wissenschaftler, Mathematiker, Astronomen, Seefahrer, Wüstenwanderer, Weise? Sagt man nicht:“Die drei Weisen aus dem Morgenland?“ Ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei Freunde, die mich in den letzten Jahren intellektuell wirklich herausfordern, und der eine davon ist eine sehr gewissenhafte Jungfrau-Sonne, soviel darf ich ja verraten. Nun ist es sehr interessant, zu sehen, wie dieser liebe Freund die Arbeit auf sich genommen hat, die relevante Jesus-Forschung der letzten Jahrzehnte zu verstehen. Er ist ein Philosoph, ein Lebensweiser und Belesener, der bereits Kontinente kennt und sich viel durch seine Lieder äußert. Auch dies ein Jungfrau-Gebiet: die Gestaltung mit Tönen, weil es in diesem Bereich wirklich möglich ist, eine Harmonie zu finden. Und genau darauf kommt es den Jungfrauen an, wenn die Sonne in diesem Zeichen steht: auf geistige Harmonie. Doch gehört dazu eben die Ordnung von Allem: eine geistige Welt-Erklärung, wie bei Goethe oder Adorno oder Arndold Schönberg. Für meinen Freund war es wichtig, herauszufinden, was über die historische Person des Jesus wirklich gesagt werden kann. Natürlich geht es dabei in die Schriftrollen-Welt von Qumram und in ein System des politischen und militärischen Widerstands und der Kollaboration, in dem mit allen Mitteln an Mythen gearbeitet wurde. Und diese zur Zeit unter Historikern relevante Realität könnte unter Umständen sogar bedeuten, daß die ganze Jesus-Geschichte bloß eine halb-wahre Volksmythologie darstellte, deren Anfänge rein gar nichts mit der Krippen-Geschichte zu Bethlehem – dem heute sinnbildlicherweise eingemauerten Bethlehem – zu tun hätten.
Nun, das ist, bei dem Sachverstand meines Freundes, nicht zu leugnen. Andererseits, gebe ich ihm zu bedenken: ein anderes Jesus-Buch, ein anderer Jesus. Die Wahrheit sei unbekannt. Auch, wenn man Rudolf Steiners Ansichten nicht in allem teilt, so offenbart doch insbesondere die Lektüre seiner Evangelien-Bücher eine Interpretationstiefe und Genauigkeit, daß man ins Staunen kommt.
Dies also das eine Gegenargument, das ich habe. Das zweite ist: daß sich ja eine Blume nicht gleich zur Blüte entfaltet, wenn eine erste Knospe sich zeigt. Von Natur ein ungläubiger Thomas, habe ich mir selbst den Glauben aus der Philosophie heraus erkämpft.
Die ersten Worte des Johannes-Evangeliums sind nicht deshalb so wichtig, weil sie Teil der Bibel oder eines Glaubenskodexes sind, sondern weil sie die auch heute gültige Aussage über die Entstehung des Weltalls sind. Nur: die Dunkelheit (Dark Energie) hat das noch nicht begriffen.
Was sind also, so betrachtet, Gold, Weihrauch und Myrrhe? – es sind Reichtum, Rausch und Medizin, die dem Jesuskind als Gaben von den alten Herrn der Welt, den Magier-Philosophen überbracht werden.
Dies werden die wichtigsten Dinge gewesen sein: Gold ist klar, Rausch als Verbindung zu den Göttern und Medizin, weil Gesundheit die Basis aller Möglichkeiten ist. So ist dieses Bild von den drei Weisen, die der dreifachen Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahre sechs vor unserer Zeitrechnung in den Fischen gefolgt waren, um zu sehen, was seit Urzeiten – und nicht nur aus einem Volk – prophezeit war, um die Menschen aus ihrer Dunkelheit zu befreien, aus den karmischen Bindungen, die von den alten Göttern zurückgelassen wurden, ein Bild bewußt als in die Zukunft ausgerichtet komponiert.
Daher ist mir die historische Analyse nur genau so wichtig, wie die gegenwärtige und zukünftige Erwartungen. Wir interpretieren die Verwandlungen der Gaben der drei Weisen richtig, wenn wir in Ihnen den Goldpreis (1123,25 Euro + 1,75 ‰), den legalen und illegalen Drogenmarkt und die Pharmaindustrie incl. des Verwaltungs- und Medizinalkomplexes samt Forschung an der Gensache sehen, ebenso, wie die Homöopathie und alles in diesem Bereich Gegebene.
Denn dies sind – analogisch gedacht – die drei Gaben und ihre Entwicklung seit den alten Tagen. Ja, Jesus hat was mit Technik zu tun. Dennoch und auch. Umfassender denken …

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