Bemerkenswert, wie sich dieser verästelnde Baum im Hintergrund als Herzadern des roten Symbols auf dem Schild vortsetzt. Und neben dem Herz fliegt keusch Armors Pfeil.
Unteren Text habe ich heute bei Wolfgang Döbereiner gefunden. Es zeigt gut eben jenen Konflikt um die Definition des siebten Hauses – unseres Ich – Du Achsen Thema, das noch einen neuen Blickwinkel braucht, denn ab diesem Punkt kann man nicht mehr „Selbst – “ sagen. Döbereiner tut es doch, und vielleicht sollte man das nicht. Doch es veranschaulicht den Selbst-Bezug zum ganzen Horoskop, und wieviel doch die anderen damit zu tun haben: aus Astrologie-Kurs 1, S. 52:
A: … Nehmen Sie für erstes Haus Widder, für zweites Haus oder Stier, drittes Haus oder Zwilling und so weiter, nehmen Sie diese Schlagworte jetzt mit diesem „Selbst – “ vorn dran, das kann man sich nämlich relativ leicht merken: Selbstdurchsetzung (Widder), Selbstsicherung (Stier), Selbstdarstellung (Zwilling), Selbsthingabe (Krebs), Selbstgefühl (Löwe und im fünften Haus Venus in Freuden), Selbststeuerung (Jungfrau). Dann haben Sie beim siebten Haus oder Waage: Selbstergänzung, das ist die Umkehrung von der Begegnung, das ist die egoistische Selbstbetrachtung von der Begegnung.
K: Was ist denn das siebte Haus für ein Zeichen?
A: Waage – Achtes Haus oder Skorpion Selbstüberwindung, was sich darauf bezieht, dass der Skorpion stark vorstellungsgebunden ist, das heißt sich wegen seiner Vorstellungen seelisch gern überwindet. Die Leitbildhaftigkeit beim Skorpion ist so außergewöhnlich stark, dass er seelische Erlebnisfähigkeit diesen Leitbildern unterordnet und deswegen zu den zwanghaften Typen gehört. Aus diesem Grund sind natürlich „Überwindung“ und „Askese“ für ihn Lieblingsworte. Insofern also Selbstüberwindung.
K: Was bedeutet das Wort „leitbildhaft“?
A: Leitbildhaft ist, wenn ich eine fixe Idee, eine Vorstellung von einer Sache habe und die Erlebnisweise hat sich dann dieser nicht-lebendigen Form des Vor-Bildes nachzuvollziehen. Das heißt das Leben kommt nicht ohne weiteres zur freien Entfaltung, so wie es will. Die haben eine fixe Idee, ein Vorstellungsbild, die haben Prinzipien. Das muß so und so ablaufen. Wenn es besser abläuft, sind sie auch nicht zufrieden. – Damit will ich nichts gegen Skorpione sagen. Dann haben wir neuntes Haus oder Schütze: Selbsteinsicht. Zehntes Haus oder Steinbock: Selbstbegrenzung.
Das „Selbst -“ wird, wie gesagt natürlich bei den Häusern, die über dem Horizont liegen und sich nicht mehr um die Sicherung des Individuums kümmern, etwas problematisch (Erklärung: weil man dort eigentlich nicht mehr „Selbst – “ ist, sondern EmpfängerIn einer Wirkung. M.T.)
Nun, Haus 11 oder Wassermann wäre die Selbsterhöhung, und Haus 12 oder Fische wäre: Selbstauflösung. Nämlich die Auflösung der eigenen Abhängigkeit. Das ist der Fisch Haus 12.
K: Was sagten Sie Haus 11?
A: Selbsterhöhung, das heißt von der Subjektivität wegkommen wollen, das heißt von den Polaritäten wegkommen wollen.
K: Und jetzt noch einmal der Fisch?
A: Selbstauflösung, Auflösung der Abhängigkeit von den Lebensbedingungen. Der Fisch passt sich den Lebensbedingungen nicht an, sondern er entzieht sich den Lebensbedingungen. Die Jungfrau passt sich an. – Jetzt haben wir also alles mit „Selbst – “ durch.

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