Nürnberg, 18:58 – Amseln sind es, die den Abend beflöten: all right. „Gottes Zahl“, so schreibt die FAZ, soll „die Anzahl der Züge sein, die man bei richtiger Strategie maximal dazu benötigt, Rubiks Zauberwürfel aus jeder beliebigen Stellung in seine Ausgangslage zurückzudrehen.“ Sie kennen den Zauberwürfel?

Erfunden hat ihn ein genialer ungarischer Professor, wie ja überhaupt die Magiaren als Erfinder von scheinbar überflüssigen und gleichzeitig genialen Dingen bekannt sind, eben Herr E. Rubik. Schnell verkaufte sich der patentierte Würfel über 100 Millionen Mal, nachdem er 1974 erfunden worden war, bis dann Mitte der achziger Jahre das Interesse einfach plötzlich verschwand. Das ist ungefähr der Durchlauf, den Pluto durch die Waage hatte. Nun befindet sich in Rubiks Horoskop an dieser Stelle Neptun (13. Juli 1944 Budapest):
Es lief also während der Zeit des Erfindens und Bekanntwerdens Pluto durch die Waage (Nov. 1971 bis Nov. 1983). Und genau auf seinem Neptun kam ihm die Erfindung mit dem Zauberwürfel. Mehr muss man dazu gar nicht sagen. Der Zauberwürfel ist eine plutonisch neptunische Sache, ein Ding dieses Wesens, macht mächtig (Pluto) süchtig (Neptun) auf verspielten (Waage) Wegen. Doch, siehe, kaum hat Pluto die Waage verlassen, war´s auch schon vorbei mit dem Zauberwürfel! Vorbei der Spuk dieser Art (den bei Pluto im Schützen die Sudokus übernommen haben). Nun meldet aus aktuellem Anlass die FAZ, dass Thomas Rokicki aus Palo Alto gelungen ist, zu beweisen, dass die maximal benötigte Zahl an Zügen gemäß der obig definierten Aufgabe maximal 23 sein könne. Der Beweis, dass es letztlich vielleicht auch nur zwanzig sein würden, einer Zahl, die im Maya-Code große Bedeutung hat, steht noch aus. Er ist so unglaublich aufwendig, fünf Millionen Computer müßten fünf Millionen Jahre rechnen, um 901 Billiarden Anordnungen durchzuchecken. Unglaublich, aber wahr, und ein prima Beispiel, wie sich Plutos Interesse von der spielsüchtigen Waage zum nach festen Regeln und Masssäben suchenden Steinbock wandelt.

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